Windräder von Vestas. Der Konzern aus Dänemark hat erneut Vertriebserfolge erzielt. /Foto: Unternehmen

20.07.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Neue Großaufträge für Windradhersteller Vestas – Capital Stage AG erwirbt britischen Solarpark - KTG Energie AG legt starke Zwischenbilanz vor

Der DAX kletterte in der vergangenen Woche um 3,1 Prozent auf 11.673 Punkte. Um zwei Prozent stieg der US-amerikanische Dow Jones Index auf 18.081 Punkte. Der japanische Nikkei verbesserte sich um 1,2 Prozent auf 20.711 Punkte. Um zwei Prozent aufwärts auf 25.415 Punkte ging es für den chinesischen Hang Seng Index. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um 3,3 Prozent auf 57,04 Dollar. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ fiel im Wert um 1,9 Prozent auf 5.485 Dollar . Der Kurs des Euro sackte um 2,5  Prozent ab auf 1,0828 Dollar.


Windaktien

Drei neue Großaufträge aus Korea, der Türkei und Deutschland hat der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems unter Dach und Fach gebracht. Der Energiekonzern EnBW aus Karlsruhe bestellte nach eigenen Angaben 45 Windräder mit 148,5 Megawatt (MW) Gesamtleistung, die 2016 und 2017 in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Brandenburg errichtet werden sollen. Die zweite Order kommt Vestas zufolge von dem türkischen Neukunden Sehzade Enerji. Dieser habe 14 Windräder mit 46,2 MW für ein Bauvorhaben in seiner Heimat angefordert. Zudem soll der Windradhersteller aus Århus nach eigenen Angaben weitere 13 Windräder mit zusammen 26 MW Kapazität zum Bau einer Windfarm in der koreanischen Provinz Gangwon liefern. Auftraggeber sei auch hier ein einheimisches Unternehmen, teilte Vestas mit.


Zum Bau einer Windfarm nahe der französischen Nordwestküste in der Region Basse-Normandie soll der Hamburger Hersteller Nordex SE vier Windräder mit zusammen zehn MW Leistungskapazität liefern. Der Konzern gab bekannt, dass er in diesem Fall auch bei der Planung und Realisierung des gesamten Vorhabens mitwirken werde. Außerdem werde Nordex im Anschluss zehn Jahre Service und Wartung der Anlagen übernehmen, teilte der Vorstand mit.


Der Online-Händler Amazon will ein Datencenter in den USA mit Windstrom versorgen. Dazu errichtet die US-Sparte des spanischen Energieversorgers Iberdrola SA einen riesigen Windpark im US-Bundesstaat North Carolina. Der Windkraftkonzern Gamesa Corp. Tecnologica erhielt den Auftrag, dafür 104 Windräder mit 208 MW zu liefern. Das gab Gamesa bekannt.

Solaraktien

Den Kauf eines weiteren Solarparks mit fünf MW Kapazität in Großbritannien meldete der Anlagenbetreiber Capital Stage AG aus Hamburg. Verkäufer sei der Euskirchener Projektenwickler F&S solar concept, hieß es. Finanzielle Details wurden nicht öffentlich.


Der Siliziumhersteller REC Silicon ASA hat das erste Halbjahr 2015 mit 167,4 Millionen Dollar Umsatz und 40,9 Millionen Dollar Verlust beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) beendet. Das geht aus der aktuellen Bilanz des Unternehmens mit Sitz in Lysaker nahe Oslo und Produktionsstätten unter anderem in den USA hervor. Gemessen an der Vorjahreshälfte sank der Umsatz damit um 30,3 Prozent, während der EBIT-Verlust sich deutlich mehr als verdoppelte. Massiver Preisdruck und die Importzölle für Silizium aus US-amerikanischer Produktion nach China seien maßgebliche Faktoren für diese Entwicklung, teilte die Unternehmensführung mit. Aufgrund der Zölle habe das Unternehmen entschieden, seine größte Fabrik in den USA mindestens bis zum Jahresende nur noch auf halber Kraft arbeiten zu lassen, hieß es.

Bild: Verarbeitungsstufe von Solarsilizium bei REC Silicon. / Foto: Unternehmen

Für einen großen regionalen Stromversorger soll der Ökostromriese SunEdison Inc. ein Solarstrom-Kraftwerk mit 50 MW Leistungskapazität und einem großen Speicher umsetzen. Bei dem Vorhaben werde SunEdison mit verschiedenen Partnern zusammenarbeiten, teilten die Amerikaner mit. Die Anlage solle nach der Fertigstellung in den Bestand der eigenständig börsennotierten Tochtergesellschaft TerraForm Power übergehen, kündigte SunEdison an.


Ein neues Gemeinschaftsunternehmen von Canadian Solar aus Guelph in Ontario soll in Indien im großen Stil Solaranlagen bauen. Das neue Unternehmen heißt Sarus Solar. Canadian Solar gründete es mit zwei weiteren kanadischen Unternehmen. Ein Vorstand von Sarus Solar kündigte an, die Firma werde in den kommenden 30 Monaten in Indien Solarparks mit 500 MW Gesamtkapazität realisieren. Auch eine eigene Modulfabrik in Indien sei geplant, hieß es.


Der auf Solar-LEDs spezialisierte Leuchtmittelhersteller Carmanah Technologies Inc. hat nach vorläufigen Berechnungen 26,9 Millionen Dollar Umsatz in der ersten Jahreshälfte 2015 erzielt. Gemessen am Ergebnis der Vorjahreshälfte ist das eine Steigerung um 49 Prozent. Im zweiten Quartal 2015 sei auf Jahressicht ein Umsatzanstieg um 73 Prozent auf 15,6 Millionen Dollar gelungen. Zudem sei der Auftragsbestand auf den neuen Rekordwert von 19,7 Millionen Dollar gestiegen. Dies sei vor allem auf zeitlich verschobene Bestellungen aus der Vergangenheit zurückzuführen. Zu Gewinn oder Verlust machte das Unternehmen aus Victoria in British Columbia keine vorläufigen Angaben. Für Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee und vor der britischen Küste soll das Unternehmen außerdem Positionsleuchten liefern. Dieser Auftrag sei bei der Tochtergesellschaft Sabik eingegangen, die die Kanadier erst vor kurzem erworben haben, so Carmanah.

Bei der Errichtung eines großen Solarparks, der Teeplantagen in China mit Strom versorgen soll, setzt der Bauherr auf Module von Trina Solar. Der Konzern aus Changzhou erklärte, er werde Module mit 51 MW Gesamtkapazität für den ersten Bauabschnitt der Anlage liegen. Voll ausgebaut werde diese Solarfarm allerdings auf 100 MW Kapazität kommen, so die Chinesen.


Solarmodule mit 70 MW Gesamtkapazität soll der koreanisch-chinesische Konzern Hanwha Q Cells zum Bau einer großen Solarfarm im indischen Bundesstaat Tamil Nadu liefern. Auftraggeber sei eine Tochter des Mischkonzerns Adani Group. Außerdem bestellte der US-Dachanlagenprojektierer Solarmodule mit 50 MW Gesamtkapazität, die für die USA bestimmt sind. Dieser Ausrüstervertrag mache Hanwha Q Cells zu einem der „vertrauten Partner“ von Sunrun, erklärte der Solarhersteller aus Seoul.


Nach eigenen Angaben hat der chinesische Solarkonzern ReneSola Geschäftserfolge in Japan und Deutschland erzielt. Zum einen habe ein nicht näher benannter Kunde Solarmodule mit 20 MW Gesamtkapazität für größere Solarparkvorhaben in Deutschland bestellt. Zum anderen habe ReneSola in Japan die Projektrechte an einem Photovoltaikbauvorhaben mit 22,5 MW erworben. Letztere Transaktion solle ReneSola den Weg ebnen, um in Japan künftig stärker als Solarprojektierer zu agieren. Bisher ist der Konzern in Japan in erster Linie als Lieferant von Solarmodulen aktiv.


Bioenergieaktien


Dank guter Geschäfte hat die KTG Energie AG den Umsatz im ersten Halbjahr 2014/2015 (Bilanzstichtag 30. April 2015) gegenüber der Vorjahreshälfte 14 Prozent auf 36,6 Millionen Euro gesteigert. Das EBIT kletterte um knapp 13 Prozent auf 6,3 Millionen Euro. Das teilte der Biogasanlagenbetreiber aus Hamburg auf der Basis vorläufiger Berechnungen mit.

Andere Aktien

Schnelle Fortschritte beim Ausbau der Produktionskapazitäten in Polen meldete die Steico SE. In nur einem Jahr ab der Grundsteinlegung sei das Betriebsgebäude einer neuen Fabrik in Czarna Woda vollständig errichtet und installiert worden, erklärte das auf ökologische Bau- und Dämmstoffe spezialisierte Unternehmen aus Feldkirchen bei München. Die neue Fabrik stellt eine Erweiterung der Produktionskapazität am Standort Czarna Woda dar. Der neue Komplex werde zunächst 90.000 Kubikmeter Furnierplatten pro Jahr produzieren, teilte Steico mit.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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