Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verabschiedet – Bosch übernimmt ersol – Areva steigt bei REpower AG aus - Roth & Rau AG in TecDax aufgenommen

Der DAX drehte zum Ende der vergangenen Woche ins Minus. Er verlor 1,60 Prozent auf 6.803,81 Punkte. Der US-amerikanische Dow-Jones gab weniger nach, er sank 0,33 Prozent auf 12.311,58 Punkte. Dagegen konnte der japanische Nikkei erneut zulegen. Er verbesserte sich um 1,05 Prozent auf 14.489,44 Punkte. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte "Brent Crude Oil" stieg um 0,75 Prozent auf 127,10 Dollar. Kupfer verbilligte sich. Der Preis für eine Tonne Copper Grade A verringerte sich um 9,4 Prozent auf 7.920,50 Dollar. Der Euro verteuerte sich von 1,5545 Dollar auf 1,5757 Dollar.

Mit dem ersten Klimaschutzpaket der Bundesregierung hat der Deutsche Bundestag eine Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verabschiedet. Diese zielt darauf ab, den Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung mehr als zu verdoppeln. Beschlossen wurde unter anderem eine stärkere Förderung für Strom aus Wind und Biomasse. Reduziert wird mit Inkrafttreten der EEG-Novelle im Januar 2009 die Solarförderung. Sie sinkt für kleinere Anlagen um zunächst acht Prozent, für Großanlagen um 25 Prozent.

Rund ein Jahr nach der Niederlage im Bietergefecht um den deutschen Windkraftanlagenhersteller REpower Systems AG ist die französische Areva wieder aus dem Unternehmen ausgestiegen. Für über 350 Millionen Euro hat der Atomkonzern seine Beteiligung von 30 Prozent an die indische Suzlon verkauft. Diese hatte sich letztlich im Bieterwettstreit durchgesetzt und besitzt nun 66 Prozent der Anteile an REpower.
Vom US-Projektentwickler enXco hat das Unternehmen einen Auftrag für 100 Windturbinen mit mehr als 200 MW Leistung erhalten. Sie werden ab dem 2. Quartal 2009 ausgeliefert.

Für Windparks der US-amerikanischen Alliant Energy Corporation soll der Windturbinenbauer Vestas Systems 303 Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 500 Megawatt (MW) liefern. Ausgeliefert werden sie laut dem Weltmarktführer von 2009 bis 2011.

Ein eher enttäuschendes Börsendebüt gab das Erneuerbare-Energie-Unternehmen EDP Renovaveis S. L. Die Tochtergesellschaft des portugiesischen Energieversorger Energias do Portugal SA startete mit einem Kurs von 8 Euro und ging am ersten Börsentag mit 7,65 Euro aus dem Handel. Die Gesellschaft errichtet und betreibt vor allem Windparks in Europa und in den USA. Sie will die Einnahmen aus dem Börsengang vor allem dafür einsetzen, ihr Windkraftportfolio auszubauen. Die gegenwärtige Kapazität von 3,7 Gigawatt soll bis 2012 auf 10,5 Gigawatt anwachsen.


Die Robert Bosch GmbH hat den Erfurter Solarkonzern ersol Solar Energy AG übernommen. Für 101 Euro pro ersol-Aktie bzw. 546,4 Millionen Euro erwarb sie ein Aktienpaket von 50,45 Prozent des Grundkapitals von der Düsseldorfer Beteiligungsgesellschaft Ventizz. Die ersol-Führung nahm die Übernahme positiv auf. Vorstandschef Claus Beneking, kündigte an, dass er im Laufe der nächsten Monate „aus persönlichen Gründen“ sein Amt zur Verfügung stellen wird. Mit dem Erwerb will Bosch das Geschäft im Bereich regenerativer Energien stärken.
Wie weiter gemeldet wurde, soll die Konzerntochter ersol Thin Film GmbH von 2008 bis 2011 rund 40 MW Dünnschicht-Module an die Ralos Vertriebs GmbH liefern. Zum finanziellen Volumen des Auftrags machte ersol keine Angaben.

Die Roth & Rau AG, Ausrüster für die Solarbranche, wurde im Rahmen einer außerplanmäßigen Anpassung in den TecDAX der Deutschen Börse aufgenommen. Das Unternehmen mit Sitz in Hohenstein-Ernstthal hat damit innerhalb kurzer Zeit den Wechsel aus dem Entry Standard in den Prime Standard (April 2008) und den Aufstieg in den TecDAX geschafft. Außer ihm gehören dem aus 30 Titeln zusammengesetzten Index sieben Solarunternehmen und zwei Windanlagenhersteller an.

Die Poseidon Solar Services Pvt Ltd., indische Tochter der Freiburger Solar-Fabrik AG, erweitert die Kapazität zur Aufbereitung von Silizium. Mit einem neu eröffneten Werk soll diese von 150.000 auf mehr als 600.000 Tonnen pro Jahr steigen. Diese Menge erlaubt laut Firmenangaben die Produktion von Solarmodulen mit rund 75 MW Leistung.

Die Solon AG hat sich bei dem italienischen Start-up-Unternehmen Estelux s.r.l. eingekauft. Nach Unternehmensangaben erwarb sie einen Anteil von 19,5 Prozent, um ihre Rohstoffbasis zu verbreitern und sich langfristig zusätzliche Mengen an Solarsilizium bzw. Solarzellen zu sichern. Die Italiener planen den Bau einer Anlage zur Produktion von Solarsilizium mit einer jährlichen Produktionskapazität von 4.000 Tonnen.

Die hessische SMA Solar Technology AG, Hersteller von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen, strebt noch in diesem Sommer das Listing am Prime Standard der Frankfurter Börse an. Voraussetzung sei ein „geeignetes Kapitalmarktumfeld“, so SMA. „Mit dem Börsengang wollen wir unsere finanzielle Flexibilität stärken, unseren Bekanntheitsgrad erhöhen und die Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmen fördern“, erklärte Günther Cramer, Vorstandssprecher der SMA Solar Technology AG

Einen Nachfolgeauftrag im Umfang von 5,75 Megawatt hat die chinesische Solarmodulproduzentin Yingli Green Energy Holding Company Limited von der S.A.G. Solarstrom erhalten. Laut dem Unternehmen aus Baoding handelt es sich um den achten Auftrag, den die Freiburger ihm binnen drei Jahren erteilt haben. Die aktuelle Order habe eine Laufzeit vom Juni bis zum September 2008.
Einen weiteren Auftrag aus Deutschland erhielt Yingli von der EN-NEO Neue Energien GmbH. Für ein Projekt in Bad Sobernheim soll sie im 4. Quartal Solarmodule mit einer Kapazität von rund 9,2 MW liefern. Man habe die Option auf eine weitere Lieferung von Modulen mit einer Kapazität von weiteren 9 MW in 2009 vereinbart, teilte das Unternehmen aus dem chinesischen Baoding mit.

Für insgesamt 5,2 Millionen Euro soll die IWM Automation GmbH & Co. KG aus Porta Westfalica bis 2010 Montage- und Prüfmaschinen zur Produktion von Fahrzeugteilen an einen ungenannten Systemlieferanten aus der Automobilindustrie liefern. Das meldete deren Muttergesellschaft, die Beteiligungsgruppe M.A.X. Automation AG aus Düsseldorf.

Die Manz Automation AG, Ausrüster für die Solarbranche aus Reutlingen, hat  Neuaufträge im Gesamtvolumen von 65 Millionen Euro erhalten. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um Bestellungen von Anlagen zur Produktion von Dünnschicht-Solarmodulen und kristallinen Silizium-Solarzellen. Manz erhöhte die Umsatzprognose für Gesamtjahr 2008 auf 235 bis 240 Millionen Euro an

Für die indische PLG Power Limited (PLG Group) soll die US-amerikanische Spire Corporation eine Produktionslinie für die Herstellung von Solarmodulen liefern. Wie das Unternehmen aus Bedford im US-Bundesstaat Massachusetts mitteilte, soll die Anlage eine Kapazität von 25 Megawatt pro Jahr haben. Finanzielle Details gab Spire nicht bekannt.


Nach vorläufigen Zahlen hat die BKN biostrom AG im 1. Halbjahr den Umsatz von 1,6 Millionen Euro auf 20,7 Millionen Euro gesteigert. Wie das bis vor kurzem als BKN BioKraftstoff Nord AG firmierende Unternehmen mitteilt, wuchs das operative Ergebnis (EBIT) von 0,2 Millionen auf 1,3 Millionen Euro. Der Vorstand des Unternehmens, das seinen Sitz von Sprakensehl-Bokel nach Vechta verlegt hat, geht davon aus, ein weiteres deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum im laufenden 2. Halbjahr zu erreichen.

Die Biokraftstoffproduzentin CropEnergies hat den französischen  Bioethanolproduzenten  Ryssen Alcools S.A.S. erworben. Laut dem Unternehmen aus Mannheim erzielten die Franzosen im Geschäftsjahr 2007/08 einen Umsatz von über 60 Millionen Euro. Verkäufer sei der wie CropEnergies zur Südzucker-Gruppe gehörende französische Zuckerhersteller Saint Louis Sucre.

Die Biogas Nord AG hat ihre Kapitalerhöhung erfolgreich platziert. Die Einnahmen in Höhe von 2.231.250 Euro will das Unternehmen aus Bielefeld für die Internationalisierungsstrategie und geplante technologische Innovationen einsetzen.


Deutlich verbesserte Geschäftszahlen für das 2. Quartal und 1. Halbjahr 2008 hat die US-amerikanischen Brennstoffzellenherstellerin FuelCell Energy vorgelegt. Laut dem Unternehmen aus Danbury im Bundesstaat Connecticut stieg der Umsatz im abgelaufenen Quartal von 11,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 31,6 Millionen Euro. Aber auch der Nettoverlust fiel im 2. Quartal höher aus als im Vorjahr. Er stieg von 18.8 Millionen Dollar oder 32 Cent je Aktie auf 25,8 Millionen Dollar oder 38 Cent je Aktie. Für das 1. Halbjahr wies FuelCell Energy einen von 38,8 Millionen Dollar auf 45,5 Millionen Dollar gestiegenen Nettoverlust aus. Je Aktie sank der Verlust jedoch, von 69 Cent auf 67 Cent.

Die Übernahme der Ralos Vertriebs GmbH durch die BGI EcoTech AG hat einen Kurssprung der BGI-Aktie ausgelöst. Bis Ende September soll die Akquise durchgeführt werden. Der Umwelt- und Ingenieurdienstleister BGI will die Übernahme des Systemhauses für Photovoltaikanlagen mit einer Kapitalerhöhung in Höhe von 1,36 Millionen Euro finanzieren.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Aktien: Kurse (Link entfernt).“ 

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der Umweltbank.




Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x