31.08.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Nordex AG erleidet Gewinneinbruch – Colexon Energy AG baut Solarkraftwerke in Frankreich – Schmack Biogas AG steigert Umsatz und Gewinn

Der DAX hat in der vergangenen Woche um ein Prozent auf 5.470 Punkte zugelegt. Der US-amerikanische Dow Jones stieg 2,47 Prozent auf 9.581 Punkte. Der japanische Nikkei verbesserte sich um 0,87 Prozent auf 10.474 Punkte. Öl ist billiger geworden: ein Barrel der Sorte Brent Crude Oil kostete zum Wochenschluss 73,18 US-Dollar nach 74,06 Dollar in der Vorwoche (minus 1,2 Prozent). Der Kupferpreis kletterte um 5,5 Prozent auf 6.490 Dollar je Tonne der Qualität „Copper Grade A“. Der Euro verteuerte sich leicht auf 1,4307 Dollar (Vorwoche: 1,4326 Dollar).


Windaktien

Der Konzerngewinn des Hamburger Windanlagenbauers Nordex AG sank in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 2,3 Millionen Euro (Vorjahr: 13,4 Millionen Euro). Laut dem TecDAX-Unternehmen hat sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 9,5 Millionen Euro verringert (Vorjahr: 16,2 Millionen Euro). Gleichzeitig steigerte Nordex den Halbjahresumsatz um 10 Prozent auf 512,5 Millionen Euro (Vorjahr: 465,9 Millionen Euro). Für das Gesamtjahr erwartet der Windanlagenbauer rund 1,2 Milliarden Euro Umsatz. Die Profitabilität werde voraussichtlich unter der des Vorjahres liegen.


Solaraktien

Das EBIT des Hamburger Solarprojektierers Colexon Energy AG sank im ersten Halbjahr auf 1,73 Millionen Euro (Vj: 2,96 Millionen Euro), der Umsatz auf 51,9 Millionen Euro (Vj: 56,6 Millionen Euro). Die EBIT-Marge schrumpfte somit von 5,2 auf 3,3 Prozent. Das Unternehmen beklagte längere Bearbeitungszeiten für Finanzierungsanfragen und eine spürbare Zurückhaltung der Investoren im Projektsegment. 
Weitere berichtete Colexon Aufträge für Solarparks in Frankreich: für die tnp Mitteldeutsche Fonds Beteiligungs GmbH soll das Unternehmen Solarkraftwerke mit 15 Megawatt peak (MWp) Leistung in Frankreich bauen. Das finanzielle Volumen liege im "hohen zweistelligen Millionenbereich".
Im Weinanbaugebiet Sainte-Foy-Bordeaux in der Region Bordeaux will Colexon zudem einen 25 MWp Solarpark bauen. Das Projektvolumen liege bei über 80 Millionen Euro. Es handele es sich um das größte Solarprojekt der Unternehmensgeschichte. 

Eine Produktionsanlage für Dünnschicht-Solarmodule mit einer Jahreskapazität von 46 MWp hat der Schweizer Anlagenhersteller Oerlikon Solar in China fertiggestellt. Die Bauzeit betrug sechs Monate. Auftraggeber ist Tianwei SolarFilms aus Baoding.

Ein Vertriebsabkommen für Photovoltaiksysteme mit dem US-Großhändler Border States Electric (BSE) hat die Centrosolar America Inc. abgeschlossen, US-Tochter der Münchener Centrosolar Group AG. Centrosolar hofft, über den neuen Vertriebskanal bis Ende 2010 bis zu 10 MWp Solarmodule abzusetzen. 

Die Genehmigung zur Konstruktion, Installation, Inbetriebnahme und Wartung eines 500-MW-Sonnenkraftwerkes im chinesischen Baotou gab die kanadische Solarmodulproduzentin Canadian Solar bekannt. Das Projekt bedürfe noch des Abschlusses einer Machbarkeitsstudie und staatlicher Zulassungen, so Canadian Solar.

Die Conergy Deutschland GmbH hat eigenen Angaben zufolge ein Solarstromprojekt mit 4,2 MW Leistung bei Flensburg verkauft. Eine Investorengruppe habe die Rechte des Solarparks „Hörup“ erworben. Laut dem Unternehmen der börsennotierten Conergy AG liegt das Investitionsvolumen im zweistelligen Millionenbereich. Drei Investoren sowie ein Bürgersolarpark seien an der Finanzierung beteiligt. Die Anlagen sollen bis Dezember dieses Jahres fertig gestellt und komplett ans Netz gebracht werden.

Um das weitere Wachstum des Unternehmens zu finanzieren, legt die Düsseldorfer systaic AG eine Wandelanleihe im Volumen von nominal zirka 15,8 Millionen Euro auf. Die Laufzeit endet laut dem Solartechnologieunternehmen 2013. Der Ausgabepreis beinhalte einen Aufschlag (Agio) von zirka 25 Prozent. Man erwarte rund 19,7 Millionen Euro Mittelzuflüsse. Die Wandelschuldverschreibungen werden ausschließlich den systaic-Aktionären zum Bezug angeboten.

50 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum hat der Schweizer Ökostromerzeuger Edisun Power Europe AG im ersten Halbjahr 2009 verbucht. Wie das Unternehmen meldete, belief sich der Ertrag aus dem Stromverkauf im ersten Halbjahr auf 2,05 Millionen Schweizer Franken (CHF) gegenüber 1,38 Millionen CHF im Vorjahresvergleich. Gleichzeitig verbessert sich die EBITDA-Marge von 19 Prozent auf 37 Prozent.


Bioenergieaktien

Im 1. Halbjahr 2009 hat der Schwandorfer Biogasanlagenbauer Schmack Biogas AG das EBIT auf 8,3 Millionen Euro verbessert (Vj: minus 25,8 Millionen Euro). Der Periodenüberschuss lag bei minus 11,3 Millionen Euro (Vj: minus 20,07 Millionen Euro). Der Konzernumsatz wuchs um 41,2 Prozent auf 42,1 Millionen Euro nach 29,8 Millionen Euro in 2008. Den Auftragsbestand zum 30.6.2009 gab Schmack mit 147,5 Millionen Euro an nach 116,2 Millionen Euro zum 30.6.2008.

Der Biokraftstoffhersteller Biopetrol Industries AG verzeichnet im 1. Halbjahr ein EBIT von minus 13,76 Millionen Euro (Vorjahr: minus 3,18 Millionen Euro). Der Konzernreinverlust des Unternehmens aus dem schweizerischen Zug betrug minus 12,34 Millionen Euro (Vj.: minus 7,15 Millionen Euro). Der Umsatz ausschließlich Energiesteuer lag mit 69,72 Millionen Euro etwa auf der Hälfte des Niveaus der Vorjahresperiode (139,9 Millionen Euro). Die massiv gestiegenen Verluste seien auch auf einmalige Restrukturierungskosten zurückzuführen, teilte Biopetrol mit. 

Anfang 2010 plant der börsennotierte Biokraftstoffhersteller Verbio Vereinigte BioEnergie AG an den Standorten Zörbig und Schwedt/Oder mit der Produktion von Biogas (Biomethan) zu beginnen. Das erklärte Vorstandsvorsitzender Claus Sauter den Verbio-Aktionären auf der Hauptversammlung in der letzten Woche. Mittelfristig sei eine Leistungskapazität von 125 MW vorgesehen. 


Andere Aktien

Die Klagenfurter Spezialistin für Abwasserinfrastruktur SW Umwelttechnik AG (SWU) hat das 1. Halbjahr mit einem EBIT von minus 3,5 Millionen Euro abgeschlossen (Vj.: plus 2,4 Millionen Euro). Der Umsatz schrumpfte um 48 Prozent auf 26,8 Millionen Euro. Den Auftragsbestand zum 30. Juni bezifferte SWU mit 39,3 Millionen Euro. Das sind 29 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote sank von 24,5 auf 11,7 Prozent. Die Finanzverbindlichkeiten sind von 74,2 auf 80,3 Millionen Euro angestiegen. SWU gab keine Prognose für das Gesamtjahr ab. 

Auf 4,5 Millionen Euro sank das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) der Hamburger Müllverbrennungsspezialistin ZhongDe Waste Technology AG im 1. Halbjahr (Vj: 6,4 Millionen Euro). Der Umsatz sank im gleichen Zeitraum um 1,6 auf 16,4 Millionen Euro. ZhongDe konzentriert sich laut der Meldung zunehmend auf größere Projekte. Diese brächten zwar geringere Gewinnmargen, würden jedoch nicht nur von den Gemeinden, sondern auch von der Zentralregierung gefördert.

Die börsennotierte Spezialistin für Blockheizkraftwerke 2G Bio-Energietechnik AG teilt mit, dass ihr Halbjahresumsatz auf 9,6 Millionen Euro geklettert ist, nach 6,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBIT verbesserte sich auf minus 0,1 Millionen (Vj: minus 1,4 Millionen). Das Jahresergebnis gibt die 2G Bio-Energietechnik mit minus 0,2 Millionen Euro an (Vj: minus 1,4 Millionen Euro). Der Auftragsbestand kletterte auf den Rekordwert von zuletzt 44,8 Millionen Euro; zum Stichtag 30. Juni 2009 seien es 23,3 Millionen Euro gewesen (Vj: 14,3 Millionen Euro). 

Der börsennotierte Kieler Campingplatzbetreiber Regenbogen AG übernimmt einen Standort in Bayern. Wie das Unternehmen berichtete, hat es einen langjährigen Pachtvertrag über den noch im Bau befindlichen Vital Campingpark Bayerbach abgeschlossen. Bayerbach liege bei Bad Birnbach direkt an der Grenze zu Österreich. 

Mit massiven Umsatzeinbrüchen und schwindender Rentabilität hat der Umweltdienstleister und Rohstoffhändler Interseroh SE im 1. Halbjahr 2009 zu kämpfen. Wie das Kölner Unternehmen mitteilte, belief sich der konsolidierte Konzernumsatz auf 577,8 Millionen Euro (Vorjahresvergleichswert: 1.180,7 Millionen Euro). Der Umsatzrückgang sei vor allem der Entwicklung in den Segmenten Stahl- und Metallrecycling und Rohstoffhandel geschuldet, so Interseroh. Das EBIT sank auf 1,9 Millionen Euro (Vj.: 54,7 Millionen Euro).


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