08.03.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Nordex AG meldet Gewinneinbruch – schwache Jahresbilanz von Suntech – Gewinnsprung der init innovation in traffic systems AG

Der DAX legte in der vergangenen Woche fünf Prozent auf 5.877 Punkte zu. Der US-amerikanische Dow Jones verbesserte sich um 2,3 Prozent auf 10.566 Punkte. Der japanische Nikkei stieg um 2,4 Prozent auf 10.369 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte Brent Crude Oil verteuerte sich um 3,2 Prozent auf 80,20 US-Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ kletterte um vier Prozent auf 7.536 Dollar. Der Euro hielt sich gegenüber dem US-Dollar bei 1,362 Dollar.

Windaktien

Nach vorläufigen Berechnungen hat der Hamburger Windkraftanlagen-Hersteller Nordex AG seinen Umsatz 2009 leicht gesteigert. Er stieg von 1,136 Milliarden auf 1,183 Milliarden Euro. Aufgrund gestiegener Strukturkosten sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 63 Millionen auf 40 Millionen Euro. Auch der Konzerngewinn brach deutlich ein. Er betrug im vergangenen Jahr 24,2 Millionen Euro. Im Vorjahr waren 49,5 Millionen Euro erzielt worden. Bei einem Umsatz von 369 Millionen Euro erreichte Nordex im vierten Quartal 2009 eine Ergebnismarge von 5,3 Prozent.

Der spanische Energiekonzern Iberdrola SA will das Geschäft mit Windparks auf See deutlich ausbauen. Dafür hat seine Grünstromtochter Iberdrola Renewable eine Offshore-Abteilung mit Sitz in Glasgow gegründet. Sie soll Projekte mit einer Gesamtleistung von knapp 10.000 Megawatt (MW) umsetzen. In den nächsten zwei Jahren will Iberdrola Renovables den Angaben zufolge insgesamt 9 Milliarden Euro in Erneuerbare-Energien-Anlagen investieren.

Solaraktien

Der deutsche Solarausrüster Roth & Rau AG hat nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang um 26,3 Prozent auf 197, 9 Millionen Euro erlitten. Das EBIT sank um 12,4 Millionen auf 16,1 Millionen Euro. Weiter gab das Unternehmen bekannt, dass es seine strategischen Aktivitäten im Cadmiumtellurid-Dünnschichtbereich (CdTe) ausbaut. Dazu habe es über ihre Tochtergesellschaft Roth & Rau CTF Solar GmbH (CTF) mit einem chinesischen Unternehmen einen Joint-Venture-Vertrag über die Errichtung und den Betrieb von Anlagen zur Herstellung von CdTe-Solarmodulen in China unterzeichnet. Zunächst jedoch werde eine Musterfabrik in Brandenburg mit einer Jahreskapazität von 80 Megawatt errichtet. Dieses werde als Referenzwerk Vorbild für Produktionanlagen in China sein, hieß es.

Der Bonner Solarkonzern SolarWorld AG beteiligt sich an einem neu gegründeten Photovoltaik-Joint-Venture mit Sitz im Emirat Katar. Es hält 29 Prozent der Anteile an der Qatar Solar Technologies (QST). Weitere Partner an der ersten Produktionsstätte für Polysilizium auf der arabischen Halbinsel sind die Qatar Foundation (70 Prozent) und die Qatar Development Bank (1 Prozent). Das Königshaus von Katar hat die Schirmherrschaft übernommen. Ein entsprechender Vertrag ist laut SolarWorld in Doha unterzeichnet worden. Das Werk mit einer geplanten Jahreskapazität von 3.600 Tonnen Polysilizium in der ersten Ausbaustufe werde voraussichtlich im dritten Quartal 2012 die Produktion aufnehmen.

Die centrotherm photovoltaics AG hat mit Qatar Solar Technologies (QST) einen Vertrag über den Bau einer Siliziumfabrik mit einer geplanten jährlichen Produktionskapazität von 3.600 Tonnen unterzeichnet. Der Photovoltaik-Spezialist aus Blaubeuren liefert demnach Technologie und Equipment zur Produktion von hochreinem Silizium und übernimmt Engineering- und Projekt-Services bis hin zum Ramp Up. Den Auftrag erhielt die centrotherm SiTec GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, in der centrotherm photovoltaics seit 2008 die Silizium-Kompetenz des Konzerns bündelt.

Nach vorläufigen Berechnungen für das Geschäftsjahr 2009 ist der Umsatz der aleo Solar AG im Vergleich zum Vorjahr um 15,6 Millionen auf 376 Millionen Euro gestiegen. Gleichzeitig brach das EBIT von 23 Millionen auf 16 Millionen Euro ein. Deutlich niedriger als im Vorjahr werde auch das Ergebnis je Aktie ausfallen, stellte das Solarunternehmen mit Niederlassungen in Prenzlau und Oldenburg in Aussicht. Mit 0,78 Euro werde es 0,42 Euro unter dem Vorjahreswert liegen, schätzt der Konzern. Ihren endgültigen Geschäftsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr will die aleo Solar AG am 25. März veröffentlichen.

Für den japanischen Photovoltaikmarkt soll die im kalifornischen San Jose ansässige Solartechnikspezialistin SunPower Corporation Module mit 32 MW Leistung liefern. Wie die US-Amerikaner mitteilten, wurde ein entsprechender Vertrag mit dem in Tokio ansässigen Technologiekonzern Toshiba unterzeichnet. Die Lieferung sei Teil einer neuen Angebotsreihe für Dachanlagen, mit der sich Toshiba ab dem 1. April an die Privathaushalte des Landes wenden wolle, hieß es in einer Mitteilung der Partner. Über den Finanzrahmen der Vereinbarung äußerten sich die Unternehmen nicht.

Für drei Solarparks in China hat die einheimische GCL Solar Limited bei der US-amerikanischen SatCon Technology Corporation Wechselrichter mit einer Gesamtkapazität von 38 MW geordert. Wie die US-Amerikaner mitteilten, handelt es dabei um einen Nachfolgeauftrag zu einer Großbestellung  für Boden und Dachinstallationen mit einer Kapazität von 23 MW, die bereits im Vorjahr an GCL Solar geliefert worden sei.

Über ein Tochterunternehmen hat der US-amerikanische Solarausrüster Amtech Systems Aufträge im Umfang von 8,5 Millionen Dollar erhalten. Wie die Gesellschaft aus Tempe im Bundesstaat Arizona mitteilte, handelt es sich um Bestellungen von zwei Kunden aus Asien und einem aus Europa.

Das kanadische Photovoltaikunternehmen Arise Technologies Corporation will sich bis zu zehn Millionen Dollar am Kapitalmarkt beschaffen. Dazu hat Arise eine Kooperation mit einer Unternehmensgruppe unter Führung der Investmentbank Sandfire Securities Inc. angekündigt. Sandfire soll eine Neuemission von Anleihen und Unternehmensanteilen begleiten. Arise will nach eigenen Angaben mit den Emissionserlösen unter anderem seine Solarzellen-Produktionskapazität ausbauen.

Für das vierte Quartal des vergangenen Geschäftsjahres hat der kanadische Solarkonzern Canadian Solar sowohl einen Umsatz- als auch einen Auslieferungsrekord gemeldet. Dem Unternehmen mit Hauptsitz in Toronto und mit Produktionsstätten in China gelang es nach eigenen Angaben, den Umsatz im Vergleich zum vierten Quartal 2008 mehr als zu vervierfachen. Er stieg von 68,8 Millionen auf 287 Millionen US-Dollar. Allein in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres seien Solartechnik und Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 155 MW an rund 300 internationale Kunden ausgeliefert worden. Der Nettogewinn von Canadian Solar ist im vierten Quartal auf mehr als 40 Millionen Dollar gestiegen, nach einem Nettoverlust von rund 30 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Trotz des starken Quartalsergebnisses blieb der Umsatz der Solarproduzentin auf das gesamte Jahr gerechnet mit 663,8 Millionen Dollar um 51 Millionen Dollar unter dem des Vorjahres.  Nach einem Nettoverlust in Höhe von 7,5 Millionen Euro in 2008 wurde hingegen in 2009 ein Nettogewinn von 53, 1 Millionen Dollar erreicht.  Zudem gelang es, die Auslieferungen übers gesamte Jahr gesehen nahezu zu verdoppeln. Sie stiegen von 167,5 auf 325 MW.

Der chinesische Solarkonzern Suntech Power Holdings hat 2009 einen Umsatzrückgang um zwölf Prozent auf 1,693 Milliarden Dollar erlitten. Das Unternehmen aus Wuxi hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr Solarprodukte mit einer Kapazität von 704 Megawatt ausgeliefert. Der operative Gewinn sank von 182,5 auf 174 Millionen Dollar.
Im vierten Quartal 2009 stieg der Umsatz von Suntech um 23,4 Prozent auf 583,6 Millionen Dollar. Der operative Gewinn wuchs in diesen drei Monaten um 95 Prozent auf 87 Millionen Dollar. Im laufenden ersten Quartal 2010 erwartet Suntech einen weiteren Anstieg der Auslieferungen um fünf bis zehn Prozent. 2010 sollen insgesamt 1,25 Gigawatt ausgeliefert werden. Die Produktionskapazität will Suntech bis Mitte des Jahres auf 1,4 Gigawatt erhöhen.

Die Unterzeichnung eines Kaufvertrages über Solarmodule mit einer Gesamtleistung von mehr als zehn MW hat die chinesische Photovoltaikproduzentin Yingli Green Energy Holding Company Limited gemeldet. Demnach soll sie die Module im dritten Quartal 2010 an den US-Projektierer SunDurance Energy ausliefern. Der in US-Bundesstaat New Jersey ansässige Vertragspartner wolle mit den Modulen Anlagen für den heimischen Markt errichten, hieß es.

Einen Auftrag im Wert von 100 Millionen Euro für Entwicklung, Bau und Lieferung von Siliziumwafern hat China Sunergy vergeben. Auftragnehmer ist der chinesische Solarkonzern Comtec Solar Systems Group Ltd. Der wird nach eigenen Angaben bereits zwischen März und Dezember erste Module mit einer Gesamtleistung von 40 Megawatt an die China Sunergy liefern.

Bioaktien

Die BDI BioDiesel International AG hat ein Anlagen-Konzept für die Gewinnung von Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl entwickelt. Wie die österreichische Spezialistin für Biokraftstoffanlagenbau aus Graz mitteilte, stammt die Kerntechnologie für das neue Konzept von ihrer deutschen Tochter UIC. In dem neuen Anlagenkonzept kombiniere die BDI ihr Multi-Feedstock Verfahren aus der Biodieselherstellung mit der UIC-Technologie der Kurzweg-Destillation. Von der Entwicklung erhofft sich die BDI BioDiesel nach eigenen Angaben den Einstieg in das Geschäftsfeld Omega-3-Produkte. Die Nachfrage nach diesen Produkten habe sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Der Markt für Anlagen zur Herstellung von Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl sei ein weltweiter, da Fische aus kalten Gewässern besonders hohe Anteile an verwertbaren Fettsäuren aufwiesen, begründete die BDI BioDiesel den Schritt. Geeignete klimatische Bedingungen für Anlagenstandorte seien vor Peru und Chile vorzufinden, aber auch vor Japan, Kanada, Island und Norwegen. Wann die ersten Omega-3-Anlagen dieser Art in Betrieb gehen werden, ließ das Unternehmen offen.

Andere Aktien

Die init innovation in traffic systems AG aus Karlsruhe hat nachvorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2009 Umsatzerlöse von 65 Millionen Euro erzielt. Das sind 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Das EBIT stieg um über 36 Prozent auf 11,8 Millionen. Damit wurde ebenso wie beim Umsatz zum fünften Mal in Folge eine neue Rekordmarke erreicht. Der Auftragsbestand kletterte im Vergleich zum Vorjahr um rund 17 Prozent auf 132 Millionen Euro. Für 2010 geht die init von einer weiterhin hohen Zahl von Ausschreibungen aus, da weltweit im Rahmen von Konjunkturprogrammen Milliardenbeträge zusätzlich für den Ausbau von intelligenten Verkehrsinfrastrukturen zur Verfügung gestellt würden. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand im laufenden Geschäftsjahr eine Steigerung bei Umsatz und EBIT von mindestens 10 Prozent. Den Geschäftsbericht für 2009 und einen detaillierten Ausblick auf 2010 will die Telematikspezialistin am 30. März 2010 veröffentlichen.

Einen Umsatzrückgang um 24,8 Prozent meldete die Schweizer Tropenholzspezialistin Precious Woods Holding AG. Aus dem Verkauf von Holz, Strom aus Biomasse, Emissionsrechten und biologischen Aktiven sei 2009 ein Gesamterlös von 87,8 Millionen US-Dollar erzielt worden. Der Umsatzverlust von Precious Woods Europe ging dem Unternehmen zufolge vor allem auf die stark gesunkene Nachfrage im ersten Halbjahr zurück. Precious Woods hat auf die negative Marktentwicklung mit Restrukturierungsmaßnahmen, Effizienzsteigerungen und verstärkten Verkaufsanstrengungen reagiert.

Laut der vorläufigen Bilanz des zurückliegenden Geschäftsjahres 2009 ist der Umsatz des Logistikdienstleisters Ifco Systems N.V um 1.6 Prozent auf 735,9 Millionen US-Dollar geschrumpft. Dagegen kletterte der Konzernüberschuss vor Steuern und Abgaben (EBITDA) um19 Prozent auf 129 Millionen US-Dollar.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Opens external link in new windowAktien: Kurse (Link entfernt)“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der Opens external link in new windowUmweltbank.




Bildhinweis: Solarprojekt von SunPower; Bordrechner von init. / Quelle jeweils: Unternehmen


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