05.09.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Nordex erhält Großauftrag aus der Türkei - SolarWorld schlägt Sparkurs ein - Fahrradhersteller Derby Cycle legt starke Zahlen vor

Der DAX büßte im Vergleich zur Vorwoche einen marginalen Punkt ein und schloss am vergangenen Freitag bei 5.538 Punkten. Um 0,2 Prozent verbessert notierte der US-amerikanische Dow Jones Index bei 11.304 Punkten. Der japanische Nikkei legte 1,7 Prozent zu und notierte bei 8.798 Punkten. Ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 5,3 Prozent auf 113,40 Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade“ stieg um 0,2 Prozent auf 9.094 Dollar. Der Euro verlor 1,3 Prozent und fiel auf 1,420 Dollar.

Windaktien

Einen großen Folgeauftrag zur Lieferung von Windturbinen in die Türkei hat der Hamburger Hersteller Nordex SE erhalten. Nach Angaben von Nordex hat der türkische Konzern Eksim Yatirim 16 Windräder mit zusammengenommen 40 Megawatt (MW) Leistungskapazität für den Windpark Amsya im Norden der Türkei bestellt. Die Windfarm soll bis zum Frühsommer 2012 in Betrieb gehen hieß es.
Für zwei Windparks in Frankreich mit zusammengenommen 22 MW soll die REpower Systems SE aus Hamburg 22 Windräder liefern. Dies geht aus einer Mitteilung des Auftraggebers HEAG Südhessische Energie AG (HSE) mit Sitz in Darmstadt hervor. Demnach setzt die HEAG beim Bau des Windparks Charmois, 50 Kilometer westlich von Nancy im Departement Meuse, auf sechs REpower-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 12 MW. Am zweiten Standort Montafilant in der Region Pays de la Loire in der Nähe von Rennes werde HSE weitere fünf Windräder von REpower installieren lassen.


Trotz eines erheblichen Umsatzrückgangs im Vergleich zur Vorjahreshälfte verringerte der französische Windkraftprojektierer Theolia SA seine Verluste im ersten Halbjahr 2011 deutlich. Das meldete das Unternehmen mit Sitz in Aix-en-Provence. Demnach sank der Umsatz der Berichtsperiode auf Jahressicht um 72,3 Prozent auf 27,4 Millionen Euro. Der Nettoverlust ging von 28,5 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2010 auf 6,861 Millionen Euro zurück.

Solaraktien

Die Schließung seiner Modulfertigung im kalifornischen Camarillo hat die SolarWorld AG bekannt gegeben. Statt das in 2007 auf eine jährliche Produktionskapazität von 100 MW erweiterte Werk weiterzuführen, werde SolarWorld die Modulproduktion am US-Stammwerk in Hillsboro, Oregon, bündeln um Produktionskosten zu senken und die Produktivität zu steigern. Ein Vertriebsbüro solle in Camarillo bestehen bleiben und weiter ausgebaut werden, hieß es. In Deutschland, am Standort Freiberg in Sachsen, werde SolarWorld zudem Leiharbeiter entlassen.
Die Hamburger Colexon Energy AG leidet weiterhin unter einer sehr schwachen Nachfrage in der Photovoltaik-Branche. Die Umsatzerlöse haben sich im ersten Halbjahr 2011 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode von 109,2 Millionen Euro auf 56,9 Millionen Euro nahezu halbiert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wies im Berichtszeitraum einen Fehlbetrag von zwei Millionen Euro aus, während im ersten Halbjahr 2010 ein EBIT von 8,6 Millionen Euro erwirtschaftet wurde.
Bildnachweis: Dachanlage der Colexon Energy AG. / Quelle: Unternehmen

Die Solar Millennium AG hat ihren Anteil an der Vertriebstochter Solar Millennium Invest AG auf 100 Prozent erhöht. Solar Millennium übernahm die Anteile von Dr. Wolfgang Gerke, der mittelbar mit 45 Prozent beteiligt war, zum Nominalwert. Gerke engagiert sich weiterhin im Aufsichtsrat der Solar Millennium Invest AG. Ex-Vorstandschef Utz Claassen hat im langwierigen und millionenschweren Rechtsstreit um das Salär während seiner Amtszeit Strafanzeige gegen das dreiköpfige Kontrollgremium der Spezialistin für solarthermische Kraftwerke eingereicht. Er wirft den Aufsichtsräten vor, vor dem zuständigen Landgericht vorsätzlich wiederholt falsche Angaben gemacht zu haben.
Die Payom Solar AG hat im zweiten Quartal schwarze Zahlen geschrieben. Das Unternehmen aus Merkendorf hat seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 40 auf 51,1 Millionen Euro gesteigert. Das EBIT erreichte 1,5 Millionen Euro. Im ersten Quartal war ein Verlust von 4,2 Millionen Euro aufgetreten, so dass nunmehr für das erste Halbjahr in Summe ein negatives EBIT in Höhe von 2,7 Millionen Euro in den Büchern steht. Der Halbjahresumsatz erreichte 53,4 Millionen Euro.


Die solarhybrid AG hat einen weiteren Großauftrag zur Errichtung eines Solarparks für den geschlossenen Deutschland-Solarfonds Deutscher Solarfonds Stabilität 2010 GmbH & Co. KG erhalten. Demnach soll das Unternehmen aus Markranstädt das im Bau befindliche Großkraftwerk FinowTower auf dem ehemaligen Militärflughafen Eberswalde-Finowfurt um zusätzliche 60,2 Megawatt peak (MWp) Leistungskapazität erweitern. Der Auftrag hat ein Volumen von 111,5 Millionen Euro.

Der US-Dünnschichtmodulhersteller First Solar soll für eine Freiflächensolaranlage mit 10 MW Leistung in Geraldton im Westen Australiens 150.000 Module liefern. Investoren seien je zur Hälfte der staatliche Stromversorger Verve Energy und GE Financial Services, teilte das Unternehmen aus Tempe im Bundesstaat Arizona mit.

Der US-Solarkonzern SunPower hat einen Auftrag aus Frankreich erhalten. Akuo Energy in Paris hat Solarmodule mit 24 MW Leistung für zwei Anlagen in Südfrankreich geordert.

Das Debüt an der Börse Shanghai strebt der chinesische Solarkonzern Beijing Jingyuntong Technology an. Der Ausgabepreis soll 40 bis 42 Yuan betragen, hieß es. Damit würde das Unternehmen 395 Millionen Dollar erlösen - mehr als 50-fache seines Jahresumsatzes.

Für einen großen Solarpark mit einer Gesamtleistungskapazität von 70 MW im Süden von Brandenburg soll der chinesisch-kanadische Solarkonzern Canadian Solar die Module liefern. Auftraggeber sei der Solarprojektierer GP Joule. Errichtet werde das Großprojekt in der Stadt Meuro nahe Senftenberg auf 152 Hektar Land eines Tagebau-Geländes.

Schwere Verluste hat der chinesische Solarkonzern LDK Solar im zweiten Quartal 2011 hinnehmen müssen. Der aktuellen Quartalsbilanz zufolge entstand dem Unternehmen aus Xinyu im zweiten Berichtsabschnitt des laufenden Jahres ein Nettoverlust von 87,7 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal hatte LDK noch einen Nettogewinn von 45 Millionen Dollar erzielt. Der Quartalsumsatz ging auf Jahressicht um 11,6 Prozent auf 499,4 Millionen Dollar zurück.

Bioaktien

Die Ago AG Energie + Anlagen aus Kulmbach hat das zweite Quartal 2011 mit einer deutlichen Umsatz- und Ertragssteigerung abgeschlossen. So steigerte die Spezialistin für Energieanlagen im ersten Halbjahr 2011 die Umsatzerlöse um 59,6 Prozent auf 33 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 20,7 Millionen Euro. Das EBIT verbesserte sich von minus 734.000 auf 11.000 Euro. Das Periodenergebnis des Konzerns verbesserte sich im ersten Halbjahr 2011 von minus 837.000 Euro im Vorjahreshalbjahr auf minus 565.000 Euro.

Die Leipziger Biokraftstoffherstellerin Vereinigte BioEnergie AG (Verbio) bringt den Biokraftstoff verbiogas nun auch an die ersten Erdgastankstellen in Ostdeutschland. Die Stadtwerke in Schwedt, in Dessau und in Lutherstadt Wittenberg bieten ab sofort 100 Prozent verbiogas an ihren Erdgastankstellen an.

Andere Aktien

Ein deutlich verbessertes erstes Halbjahresergebnis legte der Landwirtschaftskonzern KTG Agrar AG vor. Demnach erhöhte das Unternehmen mit Sitz in Hamburg das EBIT im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2010 um 37 Prozent von 4,6 auf 6,3 Millionen Euro. Der Umsatz dieser Bilanzperiode legte sogar um 165 Prozent auf 27,1 Millionen Euro zu.

Der Fahrradhersteller Derby Cycle AG mit Sitz in Cloppenburg hat starke Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Demnach stieg der Umsatz in dieser Zeit um 38 Prozent auf 198,8 Millionen Euro. Das EBIT kletterte um 45 Prozent auf 19,1 Millionen Euro.

Bildnachweis: Fahrrad der Derby Cycle AG. / Quelle: Unternehmen


Ihren Einstieg in das Windprojektgeschäft in den USA hat der Münchner Mischkonzern BayWa AG bekannt gegeben. Die 100-prozentige US-Tochter BayWa r.e. USA LLC BayWa r.e. übernehme 70 Prozent der WKN USA LLC von der Windkraft Nord USA Inc., einer Tochter der WKN AG.

Die US-Biokaffee-Spezialistin Green Mountain Coffee Roasters Inc. hat sich von ihrer US-Tochter Van Houtte USA Holdings Inc. getrennt. Käufer ist Aramark Refreshment Services LLC. Der Kaufpreis beträgt den Angaben zufolge 145 Millionen Dollar.

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