In Europa hat Nordex 2013 mit Windrädern gute Geschäfte gemacht. / Quelle: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Nordex kehrt in die Gewinnzone zurück – SMA Solar findet starken Partner – Asian Bamboo AG mit tiefroter Bilanz

Der Dax verbesserte sich im Verlauf der Vorwoche um 0,4 Prozent auf 9.692 Punkte. Um 1,4 Prozent auf 16.331 Punkte kletterte der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei stieg um 0,7 Prozent auf 14.902 Punkte. 1,2 Prozent Kursgewinn auf 22.837 Punkte verbuchte der Hang Seng Index in Hong Kong. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ ging um 0,7 Prozent zurück auf 108,91 Dollar. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verbilligte sich um 1,9 Prozent auf 7.012 Dollar. Der Euro-Kurs verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 1,3802 Dollar.


Windaktien

Nach vorläufigen Berechnungen hat der Windradhersteller Nordex SE in 2013 mit 1,43 Milliarden Euro 33 Prozent mehr Umsatz erzielt als 2012. Nach 61,1 Millionen Euro Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) in 2012 verbuchte Nordex ein positives EBIT von 44,3 Millionen Euro. Gute Geschäfte in Europa, Osteuropa und Afrika hätten die Entwicklung beeinflusst, so die Konzernführung.

Trotz eines Umsatzrückgangs hat der spanische Windkraftkonzern Gamesa Corp. Tecnologia 2013 mehr Gewinn erzielt als 2012. Der Jahresumsatz von Gamesa schrumpfte um 12,6 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Dennoch erzielte das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland 45 Millionen Euro Nettogewinn nach 659 Millionen Euro Nettoverlust im Vorjahr. Die Vorjahresbilanz war von einmaligen Restrukturierungskosten belastet gewesen.

Solaraktien

Der Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology AG aus Niestetal will die Wechselrichtersparte des dänischen Konzerns Danfoss übernehmen. Eine mit den Dänen geschlossene Kooperationsvereinbarung sieht vor, dass der neue Partner im Gegenzug 20 Prozent der Anteile von SMA erhalten soll, so die Unternehmensführung.
Solaranlage mit Wechselrichter von SMA Solar. / Quelle: Unternehmen

Die insolvente Centrosolar Group AG aus München will ihr Heil im US-Geschäft suchen. So sieht es ein vorläufiger Insolvenzplan vor, dessen Eckpunkte nun vom Gläubigerausschuss abgenickt wurden. Demnach soll der strategische Fokus des Unternehmens künftig auf die US-Beteiligung Centrosolar Inc. in Scottsdale, Arizona, gelegt werden. Um das Photovoltaikunternehmen komplett zu entschulden, sieht der Plan zudem vor, alle Aktien auf die nicht nachrangigen Gläubiger zu übertragen. Die Altaktionäre sollen ebenso wie die Gläubiger eines Nachrangdarlehens entschädigungslos ausscheiden.

Mit der Durchführung einer Sachkapitalerhöhung hat die SolarWorld AG ihr Sanierungsprogramm offiziell abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten seien somit von rund einer Milliarde Euro auf 427 Millionen Euro reduziert worden, hieß es.

Die Colexon Energy AG ist ihrem Ziel, der Übernahme des belgischen Solaranlagenbetreibers 7C Solarparken NV, ein großes Stück näher gekommen. Mehr als 95 Prozent der rund 30 Anteilseigner von 7C haben der mehrheitlichen Übernahme zugestimmt. Das hat Colexon Energy bekannt gegeben. Der Hamburger Solarprojektierer will nun auf der nächsten Hauptversammlung eine Sachkapitalerhöhung beschließen lassen, um das Geschäft abschließen zu können. Die 7C-Anteilseigner sollen Aktien von Colexon erhalten.

Der norwegisch-amerikanische Photovoltaikhersteller REC Solar aus San Louis Obispo erzielte im vierten Quartal 2013 182,4 Millionen Dollar Umsatz und 10,8 Millionen Dollar Nettogewinn. Während der Umsatz um 17 Prozent über dem des unmittelbaren Vorquartals lag, hat sich der Nettogewinn mehr als verdreifacht. Hintergrund der Entwicklung sei die verbesserte Kostenstruktur von REC Solar, hieß es.

Zur weiteren Erschließung des asiatischen Photovoltaikmarktes gründet der Solarzuliferer REC Silicon ASA ein Gemeinschaftsunternehmen in China. Partner für dieses Joint Venture sei die Shaanxi Non-Ferrous Tian Hong New Energy Co. REC Silicon werde 244 Millionen US-Dollar in 49 Prozent der Anteile der neuen gemeinsamen Tochter investieren. Die chinesischen Partner sollen 51 Prozent bekommen und dafür 254 Millionen Dollar in die Fabrik investieren.

Der US-Solarkonzern First Solar Inc. musste 2013 im Vergleich zum Vorjahr zwar einen Umsatzrückgang um 1,8 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar hinnehmen. Dennoch gelang es dem Unternehmen aus Tempe in Arizona in die Gewinnzone zurückzukehren: Während 2013 353 Millionen Dollar Nettogewinn zu Buche schlugen, hatte der Konzern 2012 noch 96,3 Millionen Dollar Nettoverlust ausgewiesen. Deutlich schwächer als im Vorjahr fiel das vierte Quartal 2013 aus. Der Quartalsumsatz lag mit 781,4 Millionen Dollar 28,5 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Zusätzlich hat sich der Nettogewinn zwischen Oktober und Dezember auf Jahressicht mehr als halbiert: 65,2 Millionen Dollar im vierten Quartal 2013 stehen 154,2 Millionen Dollar Nettogewinn im Vergleichszeitraum 2012 gegenüber.

Fortschritte im Projektgeschäft macht der US-Solarkonzern SunEdison. Das Unternehmen aus St. Peters in Missouri erhielt einerseits einen neuen Basisvertrag vom US-Militär, als eines von 16 Photovoltaik-Unternehmen, die die US-Armee zu mehr dezentraler und kostengünstigerer Energie verhelfen sollen. Andererseits konnte SunEdison die Finanzierung von vier Photovoltaik-Bauvorhaben in Großbritannien unter Dach und Fach bringen: Als Geldgeber für die Projekte mit zusammen 56 Megawatt (MW) Leistungskapazität werde die Deutsche Bank auftreten, hieß es. Wie hoch der Kredit ausfallen wird, blieb offen. Wie groß das Auftragsvolumen der US-Streitkräfte sein wird, steht ebenfalls noch nicht fest.

Weiterhin gute Geschäfte in Japan macht Canadian Solar. Jüngster Beleg: Der Hersteller aus Guelph in Ontario erhielt den Auftrag zur Lieferung von Solarmodulen mit 18 MW Leistungskapazität. Der japanische Technologiekonzern Hitachi werde die Module für einen Solarpark in Japan nutzen, so Canadian Solar.

Der chinesische Solarkonzern LDK Solar hat die vorläufige Insolvenz beantragt. Das Unternehmen, das operativ in Xinyu ansässig ist, reichte den Antrag auf den Cayman Inseln ein, wo der formale Hauptsitz gemeldet ist. Der Schritt sei nötig geworden, um „Liquiditätsprobleme im Ausland zu lösen“ teilte die LDK-Führung in einer kurzen Stellungnahme mit. Hintergrund ist die seit Monaten andauernde Hängepartie bei der Zinszahlung einer Wandelanleihe. LDK schuldet den Gläubigern seit April 2013 Zinsen im Wert von 13,7 Millionen Euro.

Der chinesische Solarkonzern Yingli Green Energy soll die Technik für sieben Solarparks mit zusammen 54 MW Leistungskapazität liefern. Auftraggeber sei der Energieanlagenprojektierer Grid Essence UK Ltd., so das Unternehmen aus Baoding. Die Module seien für verschiedene Freiflächensolaranlagen in Südengland und Wales bestimmt.

Andere Aktien

Vorläufigen Berechnungen zufolge ist die Asian Bamboo AG 2013 tiefer in die Krise gestürzt. Der Umsatz der Spezialistin für Baumbusanbau in China brach um 56 Prozent auf 32,3 Millionen Euro ein. 2012 hatte das Unternehmen noch 72,9 Millionen Euro Umsatz verbucht. Der Verlust auf Konzernebene vervielfachte sich auf 152,9 Millionen Euro nach 19,8 Millionen Euro Defizit im Vorjahr. Das Eigenkapital des Hamburger Forstwirtschaftsunternehmens schmolz um mehr als die Hälfte zusammen auf 133,7 Millionen Euro. „Das abnehmende Angebot an landwirtschaftlichen Arbeitskräften sowie steigende Löhne für Erntearbeiten bedingten eine deutlich gesunkene Ernte“, so der Vorstand. Das hätte sich „sehr ungünstig auf die operative und finanzielle Leistung des Unternehmens“ ausgewirkt.
Bildnachweis: Es wird immer schwerer für Asian Bamboo ausreichend Arbeitskräfte zu finden. / Quelle: Unternehmen
Die Geothermie-Spezialistin Ormat Technologies Inc. hat das Jahr 2013 mit 533,2 Millionen Dollar Umsatz und 41,2 Millionen Dollar Nettogewinn beendet. Gemessen am Vorjahresergebnis bedeutet das ein Umsatzanstieg um sechs Prozent. Außerdem hatte Ormat in 2012 13 Millionen Dollar Nettoverlust ausgewiesen. Im vierten Quartal schlugen 130,9 Millionen Dollar Umsatz und 8,1 Millionen Dollar Nettogewinn zu Buche. Zwischen Oktober und Dezember 2012 hatte Ormat noch 113,3 Millionen Dollar Umsatz und 228,6 Millionen Dollar Nettoverlust verbucht. Ormat habe mehr mit dem Stromverkauf verdient.

Der kanadische Brennstoffzellenhersteller Ballard Power Systems Inc. aus Burnaby in British Columbia erzielte in 2013 mit 61,3 Millionen Dollar Umsatz 40 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Zugleich wurde der Nettoverlust mehr als halbiert. 20 Millionen Dollar Defizit in 2013 stehen hier 42,3 Millionen Dollar Nettoverlust in 2012 gegenüber. Im vierten Quartal 2013 erzielten die Kanadier mit 17,3 Millionen Dollar fünf Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust schrumpfte auf 2,3 Millionen Dollar nach 17,1 Millionen Dollar Nettoverlust zwischen Oktober und Dezember 2012.

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