Windrad von Nordex. / Quelle: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Nordex liefert Windräder in die USA – SolarWorld macht weiter Verluste – Neugeschäft der Helma Eigenheimbau AG läuft

Der DAX verzeichnete in der vergangenen Woche  1,4 Prozent Kursanstieg auf 8.331 Punkte. Um 0,5 Prozent aufwärts auf 15.545 Punkte ging es für den US-amerikanischen Dow Jones Index. Der japanische Nikkei legte zwei Prozent zu und erreichte 14.796 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 21.362 Punkte. Um 0,5 Prozent verbilligte sich das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ auf 108,40 Euro. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verbilligte sich ebenfalls - um 0,5 Prozent auf 6.920 Dollar. Der Euro stieg um 0,5 Prozent auf 1,314 Dollar.

Windaktien

Einen großen Folgeauftrag aus den USA hat der Windradhersteller Nordex ergattert. Das Unternehmen aus Hamburg soll 19 Windräder des mit zusammen 45,6 Megawatt (MW) Leistungskapazität zur Erweiterung eines Windparks im Bundesstaat Michigan liefern. Mit diesem Ausbau werde die Windfarm Beebe nahe der Stadt Itchita ausgebaut, die nach der Fertigstellung auf knapp 127 MW Stromproduktionskapazität komme. Auftraggeber ist Exxolon LCC.

Solaraktien


Nach vorläufigen Berechnungen hat die finanziell angeschlagene SolarWorld AG das erste Halbjahr 2013 mit 201 Millionen Euro Umsatz und 69 Millionen Euro Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) beendet. Für die ersten sechs Monate des Vorjahres hatte der Bonner Solarkonzern mit 340 Millionen Euro zwar deutlich mehr Umsatz erzielt. Aber auch der EBIT-Verlust war mit 144 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch ausgefallen. Vor allem am Heimatmarkt sei der Absatz weiter rückläufig und das Geschäft von Preisdruck geprägt gewesen, hieß es dazu.

Wesentliche Teile des insolventen Solarkonzerns Conergy dürften bald den Besitzer wechseln. Wie der einstige Börsenstar aus Hamburg mitteilte, hat der Finanzinvestor Kawa Capital Management aus Miami Beach in Florida eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Kaufen wollen die Amerikaner die beiden deutschen Gesellschaften Conergy Deutschland GmbH und Conergy Services GmbH – also die gesamte Verwaltung und Infrastruktur des Unternehmens - inklusive der Marke „Conergy“. Zudem sei Kawa Capital Management an der Übernahme der Conergy-Auslandsgesellschaften in den USA, Kanada, Singapur, Thailand, Australien, Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, Zypern und in Großbritannien interessiert. Diese Töchter sind bislang nicht insolvent. Die Produktionssparten Mounting Systems GmbH und Conergy SolarModule GmbH & Co. KG will der US-Investor nicht erwerben. In diesen beiden Werken werde die Produktion bis auf Weiteres fortgeführt, so Conergy. Die Gehälter seien durch das Insolvenzgeld gesichert, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Sven-Holger Undritz von der Sozietät White & Case mit.
Bildnachweis: Dieses Conergy-Werk in Frankfurt an der Oder will der US-Investor nicht übernehmen. / Bildquelle: Unternehmen.

Die Phoenix Solar AG hat einen Folgeauftrag aus Saudi-Arabien erhalten. Auf dem Gelände eines Forschungszentrums der Arabian Oil Company (Saudi-Amarco) soll das Unternehmen aus Sulzemoos bei München eine Freiflächensolaranlage mit 1,8 MW Kapazität realisieren. Mit der Fertigstellung werde die Photovoltaikleistung des King Abdullah Petroleum Studies and Research Center (KAPSARC) in Riyadh auf 5,3 MW steigen. Auch das bereits bestehende Solarkraftwerk stammt von Phoenix Solar.

Mit der Aufnahme in einen US-amerikanischen Solaraktienindex betritt der Anteilsschein des Solaranlagenbetreibers Capital Stage AG internationales Parkett. Das Unternehmen gab bekannt, dass die Aktie seit neuestem im US-Branchenindex Solar Energy Stock Index der Investmentbank Lincoln International aus Chicago geführt wird. Insgesamt sind dort 32 Solarunternehmen notiert.

Der norwegische Solarkonzern Renewable Energy Corporation (REC) plant eine Aufspaltung. Den Aktionären des Unternehmens aus Sandvika soll die gesamte Solarsparte zum Kauf angeboten werden. Daneben soll die REC-Siliziumsparte als zweite eigenständige Aktiengesellschaft an der Osloer Börse angemeldet werden. So will der schwer angeschlagene Konzern einen Großteil seiner Schulden los werden. Anleihegläubiger und Aktionäre müssen den Plänen noch zustimmen. Derweil hat REC im zweiten Quartal 2013 weiter Verluste gemacht. Es fiel ein Quartalsverlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 58 Millionen Norwegische Kronen (NOK) an (7,3 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum waren aber noch 3,7 Milliarden NOK (474,6 Millionen Euro) EBIT-Verlust angefallen.

Fortschritte im Projektgeschäft in Südamerika macht First Solar aus Tempe in Arizona. Das Genehmigungsverfahren für ein 370 Millionen Dollar schweres Großvorhaben in der Atacama-Wüste im Norden von Chile habe mit der Einreichung der entsprechenden Anträge bei den Umweltbehörden begonnen, teilte der US-Solarkonzern mit. Damit sei der Beginn der Bauarbeiten der Solarfarm Luz del Norte mit 162,4 MW Leistungskapazität für 2014 zu erwarten. Dem eingereichten Antrag zufolge will First Solar 1,7 Millionen Solarmodule zum Einsatz bringen.

Dank guter Geschäfte in wichtigen Auslandsmärkten hat der chinesische Solarkonzern ReneSola die Umsatz- und Absatzprognosen für das zweite Quartal 2013 heraufgesetzt. Das Unternehmen aus Shanghai erwartet nunmehr Solartechnikabsatz im Umfang von 760 bis 770 MW anstatt 700 bis 720 MW. Die Absatzerwartung für das Gesamtjahr 2013 stieg damit auf 2.800 bis 3.000 MW. Vorher war 2.700 bis 2.900 MW prognostiziert worden. Die Umsatzerwartung für das zweite Quartal schraubte der Konzern auf 365 bis 375 Millionen Dollar hoch. Zuvor war mit 310 bis 330 Millionen Dollar gerechnet worden.

Bioenergieaktien

In Portugal hat die BDI BioEnergy International AG für einen Kunden eine Biodiesel-Produktionsanlage in Betrieb genommen. Die Anlagebauspezialistin aus Österreich hatte nach eigenen Angaben sowohl die Planung als auch den Bau des 10-Millionen-Euro-Projekts durchgeführt. Die Anlagekönne mittels der so genannten Multi-Feedstock-Technologie Altöle und Tierfette zu Biokraftstoff umwandeln, und das im Umfang von 25.000 Tonnen pro Jahr. Der Auftraggeber Enerfuel S.A. sei ein Neukunde, teilte das Unternehmen aus Grambach bei Graz mit.

Eine positive Entwicklung im Neugeschäft hat die 2G Energy AG aus Heek zu verzeichnen. Die Spezialistin für Blockheizkraftwerke (BHKW) konnte in der Zeit zwischen Ende April bis Ende Juni 2013 neue Aufträge im Wert von acht Millionen Euro verbuchen. So kletterte der Auftragsbestand in diesem Zeitraum auf 60 Millionen Euro. Das teilte die Unternehmensführung mit. Außerdem erweiterte die Spezialistin für BHKW-Technologie den Vorstand um einen neuen Finanzchef: Der Aufsichtsrat berief Dietmar Brockhaus zum neuen Chief Financial Officer (CFO). Der 44-Jährige ist 2G zufolge seit Dezember 2012 Mitglied der Geschäftsleitung und war als solches für die Bereiche Finanzen, Personal und Recht verantwortlich. Die 2G-Aktionäre erhalten auf Beschluss der Hauptversammlung 0,37 Euro je Aktie Dividende für 2012.

Die Envitec Biogas AG aus Lohne will im Tessin und in Brenz in Mecklenburg-Vorpommern sowie im brandenburgischen Perleberg drei Biogasanlagen mit zusammen rund 1,6 MW Leistungskapazität errichten. Auftraggeber ist die KTG Energie AG, die börsennotierte Bioenergietochter des Hamburger Landwirtschaftskonzerns KTG Agrar AG.

Andere Aktien

Der aktuellen Vertriebsbilanz der Helma Eigenheimbau AG zufolge stieg der Netto-Auftragseingang in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf 71,7 Millionen Euro nach 58 Millionen Euro in der Vorjahreshälfte. Bis auf die neu gegründete Tochtergesellschaft Helma Wohnungsbau GmbH, die sich speziell an institutionelle Investoren richtet, hätten alle Unternehmensteile zu dem Wachstum beigetragen, hieß es. Außerdem hat die Spezialistin für individuelle Massivhäuser und nachhaltige Energiekonzepte aus Lehrte eine Unternehmensanleihe angekündigt, die noch 2013 auf den Markt kommen soll.
Bildnachweis: Bau eines Massivhauses von Helma. / Quelle: Unternehmen

Im ersten Halbjahr 2013 hat die Dämmstoffspezialistin Steico SE aus Feldkirchen 75,4 Millionen Euro Umsatz und vier Millionen Euro EBIT erwirtschaftet. Gemessen am Ergebnis der Vorjahreshälfte ist das ein Umsatzanstieg um 4,8 Prozent. Das EBIT war auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums geblieben.

Ein erfolgreiches Debüt an der New Yorker Börse gelang dem Grünstromkraftwerksbetreiber NRG Yield. Über die Ausgabe von rund 19,6 Millionen Aktien warb das Unternehmen aus Princeton in New Jersey mehr als 430 Millionen Dollar ein, die zu großen Teilen zum Erwerb von Solaranlagen in den USA gedacht sind. Gestartet bei 22 Dollar legte die NRG-Yield-Aktie an ihrem ersten Handelstag um 24,3 Prozent auf 27,3 Dollar. Neben Solarprojekten betreibt NRG Yield auch Windkraftanlagen und konventionelle Gaskraftwerke.

Einen Geschäftserfolg in den Niederlanden hat die auf Antriebstechnik spezialisierte Konzernsparte der Vossloh AG erzielt. Elf Linienbusse vom Typ Swiss Trolley 4 sind nun an den Arnheimer Verkehrsbetrieb Connexxion ausgeliefert worden. Das gab die Vossloh Kiepe GmbH bekannt, die für die Antriebstechnologie der Fahrzeuge verantwortlich ist.

Beim österreichischen Forstwirtschaftsunternehmen Teakholz International hat ein neuer Interimsvorsitzender die Führung übernommen. Der bisherige Alleinvorstand Stephan Dertnig ist nach etwas mehr als einem halben Jahr im Amt mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Der Aufsichtsrat des Linzer Unternehmens erklärte, Dertnig mache mit seinen Rückzug den Weg für einen potenziellen neuen Investor frei. An Dertnigs Stelle trete bis auf Weiteres Klaus Hennerbichler, der das Unternehmen seit mehr als zwölf Jahren begleitet habe.



Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer "Aktien: Kurse (Link entfernt)“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x