Windräder von Nordex. Der Konzern erhielt neue Aufträge. / Foto: Unternehmen

20.10.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Nordex liefert Windräder nach Bayern – Wüstenstrom-Projekt Desertec am Ende – Baustoffspezialistin Steico SE steigert Umsatz und Gewinn

Der Kurs des DAX stieg im Verlauf der vergangenen Woche um 0,7 Prozent auf 8.850 Punkte. Ein Prozent Kursverlust brachte den US-amerikanischen Dow Jones Index auf 16.378 Punkte. Der japanische Nikkei verlor 6,7 Prozent und sank auf 14.861 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index sank um 0,4 Prozent auf 23.023 Punkte. Um 4,6 Prozent verbilligte sich das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ auf 86,07 Euro. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verbilligte sich um 1,1 Prozent auf 6.630 Dollar. Der Euro gewann ein Prozent an Wert und stieg auf 1,2759 Dollar.


Windaktien

Beim Bau zweier Windparks in Bayern sollen Turbinen des Hamburger Herstellers Nordex zum Einsatz kommen. Die Fronteris-Gruppe aus Regensburg bestellte dazu Nordex zufolge zwölf Windräder mit 28,8 Megawatt (MW) Leistungskapazität. Beide Windfarmen werden im Landkreis Hof errichtet, hieß es. Es handle sich um die Vorhaben Hohenzellig und Bucheck, die zum Jahresende 2015 fertiggestellt sein sollen, so die Hamburger weiter.


Für den spanischen Energieriesen Iberdrola hat der Windkraftkonzern Gamesa Corp. Tecnologica die Betriebsführung einer Windfarm mit 102 MW Leistungskapazität in Mexiko übernommen. Es handle sich dabei um das Projekt La Ventosa III im Bundesstaat Oaxaca. Das teilte der Windradhersteller aus Zamudio im Baskenland mit. Mit diesem Auftrag sei Gamesa allein in Mexiko für die Betriebsführung von Windrädern mit 1.000 MW zuständig, erklärten die Spanier weiter.


Solaraktien


Das Wüstenstrom-Projekt Desertec ist am Ende. Die 17 Gesellschafter der Industrie-Initiative Dii haben die Auflösung beschlossen. Die Geschäftsstelle in München soll zum Jahresende 2014 geschlossen werden. Allerdings werde aus der Initiative eine wesentlich kleinere Beraterfirma hervorgehen, die die Energiewende in Nordafrika und im Nahen Osten voranbringen soll. Desertec war 2009 gestartet. Ziel war es, bis 2020 Erneuerbare-Energie-Anlagen mit 50.000 MW in der Region zu installieren und bis 2050 15 Prozent des Strombedarfs von Europa zu decken.
Bild: Solartermische Großkraftwerke sollten eine Schlüsselrolle bei Desertec spielen. / Foto: Schott Solar


Die Capital Stage AG baut ihren Solarstrom-Kraftwerkspark weiter aus. Jüngst sei der Kauf eines Solarparks mit 5,6 MW Leistungskapazität in Bayern vereinbart worden, teilte das Unternehmen aus Hamburg mit. Verkäufer sei die im norwegischen Oslo ansässige Scatec Power AS. Über den Preis haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug der Transaktion stehe „noch unter marktüblichen aufschiebenden Bedingungen“, hieß es.

Eine neue Solaraktie ist auf dem Markt. In New York gab jetzt Vivint Solar Inc. aus Utah ihr Börsendebüt. Das Unternehmen ist auf Solaranlagen auf Privathäusern spezialisiert und hat 20,6 Millionen Aktien zum Preis von 16 Dollar je Stück ausgegeben. Ähnlich wie bei SolarCity Inc. ist das Kerngeschäft von Vivint Solar die Planung und der Bau von Dachsolaranlagen.

Der US-Solarkonzern SunEdison Inc. aus St. Peters in Missouri hat seine Bankkredite verlängert und aufgestockt. Es sei gelungen, neue Banken für das Kreditgeber-Konsortium zu gewinnen, gab er bekannt. Auf diese Weise seien Darlehen im Wert von 400 Millionen Dollar verlängert und weitere Kredite im Wert von 400 Millionen Dollar abgeschlossen worden. Das Kapital sei für die Wachstumsfinanzierung vorgesehen, hieß es. So plane SunEdison die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Erschließung des chinesischen Solarmarkts. Partner für das Joint Venture sei der private chinesische Finanzdienstleister JIC Capital. Zu welchen Anteilen die neue Gemeinschaftsfirma den beiden Muttergesellschaften gehören wird, blieb zunächst offen. Die neue Firma solle in den nächsten drei Jahren in China Solaranlagen mit bis zu 1.000 MW Leistungskapazität planen, bauen und finanzieren.

Im Auftrag des Energiekonzerns GDF Suez soll der US-Solarhersteller SunPower Inc. Module mit 41 MW Leistungskapazität für vier Solarparks in verschiedenen Regionen Frankreichs liefern. Das Unternehmen aus San José in Kalifornien kündigte an, alle diese Anlagen 2015 ans Stromnetz anschließen zu wollen.

Ebenfalls aus Frankreich meldete Canadian Solar Inc. einen neuen Auftrag zur Lieferung von Modulen mit 24,3 MW Leistungskapazität. Auftraggeber sei EDF Renewable Energy. Dieser wolle damit eine Solarfarm ausrüsten, teilte das Unternehmen aus Guelph in der kanadischen Provinz Ontario mit. Einen wesentlich größeren Auftrag erhielt Canadian Solar nach eigenen Angaben jedoch aus Honduras: die Projektierer EPC Solar Power S.A. de C.V. (SOPOSA) und Companía Hondurena de Energia Solar S.A. de C.V. (COHESSA) hätten Module mit zusammen 146,4 MW Kapazität bestellt. Beide Unternehmen wollen im Süden des Landes Solarparks mit jeweils 73,2 MW umsetzen, hieß es.

Zwei Fonds der Foresight Group LLP haben gemeinsam einen Solarpark des chinesischen Konzerns Trina Solar Holding Ltd. übernommen. Die Freiflächenanlage befinde sich in Trehawke in Cornwall im Südwesten des Landes und verfüge über 10,6 MW Leistungskapazität, teilte das Unternehmen aus Changzhou mit.

Beim Bau eines Solarparks im US-Bundesstaat Nevada setzt der Investor American Capital Energy auf Technik des chinesischen Herstellers JinkoSolar. Die Chinesen gaben bekannt, dass sie eine entsprechende Order zur Lieferung von Modulen mit 21,5 MW Kapazität bekommen hätten. Das Bauvorhaben werde in 80 Kilometern Entfernung von Las Vegas errichtet, hieß es. Außerdem erhielt JinkoSolar den Auftrag zur Realisierung einer Freiflächensolaranlage mit 200 MW Leistungskapazität in der chinesischen Provinz Jianxi. Auftraggeber ist die Bezirksregierung von Shicheng.

Andere Aktien

Die auf ökologische Bauprodukte spezialisierte Steico SE hat eine verbesserte Bilanz für die ersten neun Monate 2014 vorgelegt. Demnach steigerte das Unternehmen aus Feldkirch bei München den Umsatz dieser Zeit auf Jahressicht um 13,9 Prozent auf 134,5 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag mit 8,9 Millionen Euro um 3,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Die Auftragsbücher der Helma Eigenheimbau AG bleiben weiterhin gut gefüllt. Der Vorstand der Spezialistin für individuelle Massivhäuser und nachhaltige Energiekonzepte aus Lehrte erklärte, in den ersten neun Monaten 2014 seien Aufträge im Wert von 130,8 Millionen Euro neu hinzugekommen. Gemessen am Neugeschäft des Vorjahreszeitraums entspreche dies einer Steigerung um 10,7 Prozent.

Ein potenzieller Investor forciert seinen Einstieg beim insolventen Fahrradhersteller MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG: Die Beteiligungsgesellschaft Deutsche Balaton AG hat den Kauf von 16 Prozent aller Anteile an MIFA in die Wege geleitet. Dazu liege eine unterzeichnete Vereinbarung zum Kauf von 1,575 Millionen MIFA-Aktien vor, teilte das Unternehmen mit. Die Deutsche Balaton AG ist nach eigenen Angaben dazu bereit, insgesamt 7,5 Millionen Euro bei MIFA zu investieren. Allerdings knüpft der Investor seinen Einstieg an ein spezielles Restrukturierungskonzept. Wenn dieses nicht erfolgreich umgesetzt werde, mache die Beteiligungsgesellschaft ihre Transaktion rückgängig, kündigte sie an.
Bild: Ein Rad aus der MIFA-Kollektion. / Foto: Unternehmen


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Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.


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