Rotoren einer Nordex-Windkraftanlage: Der Windkraftanlagenhersteller aus Hamburg hat eine gemischte Quartalsbilanz vorgelegt. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Nordex macht weniger Gewinn – SolarWorld ist insolvent – Whole Foods Market kürzt Prognose

Der Dax konnte im Wochenverlauf knapp ein Prozent zulegen und notierte am Freitagmittag bei 12.724 Punkten. Der US-amerikanische S&P 500 Index stieg gegenüber der Vorwoche nur um 0,2 Prozent auf 2.394 Punkte. Der japanische Nikkei-Index legte erneut um 1,7 Prozent zu, auf nun 19.883 Punkte. Auch der chinesische Hang Seng Index kletterte nach oben, um rund 2,6 Prozent auf 25.129 Punkte. Der Ölpreis zog wieder an: ein Barrel Öl der Sorte Brent kostete 50,68 Dollar und somit 4,4 Prozent mehr als in der Vorwoche. Nach unten ging es hingegen mit dem Goldpreis: Dieser fiel bis Freitagmittag um 0,4 Prozent auf 1.228,91 Dollar je Feinunze. Auch der Euro-Kurs verbilligte sich um etwa 0,8 Prozent, damit kostete 1 Euro 1,0872 US-Dollar.

Windaktien

Nordex hat im ersten Quartal 2017 profitabel gewirtschaftet, doch der Quartalsgewinn verringerte sich. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel um 13,4 Prozent auf 51,2 Millionen Euro, die Marge schrumpfte von 9,3 auf 7,9 Prozent. Der Umsatz des Windkraftanlagen-Herstellers aus Hamburg stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um 1,6 Prozent auf 648,4 Millionen Euro. Der Auftragsbestand summierte sich Ende März auf 3,8 Milliarden Euro und überstieg damit das Umsatzziel für 2017 von 3,1 bis 3,3 Milliarden Euro.

Die ABO Wind AG aus Wiesbaden hat ihre vorläufigen Zahlen für 2016 bestätigt. Das Unternehmen plant, finanziert, errichtet und betreibt Windkraftanlagen in Deutschland und im Ausland. Wie Vorstand Matthias Bockholt bestätigte, hat ABO Wind eine Gesamtleistung von 145 Millionen Euro erreicht. Der Umsatz wuchs gegenüber dem Vorjahr um 52 Prozent auf 122 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss wurde auf 16,5 Millionen Euro mehr als verdoppelt (2015: 7,8 Millionen Euro). Der größte Teil soll in die Rücklage fließen. Der Vorstand erwartet für 2017 "eine Gesamtleistung auf dem Niveau des Vorjahres und beim Jahresüberschuss ein wiederum zweistelliges Millionenergebnis". Allerdings werde das Ergebnis "nicht ganz auf der Höhe des Jahres 2016" liegen. Am Jahresgewinn will das Unternehmen die Aktionäre mit einer regulären Dividende von 0,30 Euro je Aktie beteiligen. Zusätzlich wird der Hauptversammlung am 20. Juni die Auszahlung einer "Jubiläumsdividende" in Höhe von 0,20 Euro vorgeschlagen.

Der Hamburger Windkraftanlagen-Hersteller Senvion konnte für das erste Quartal nur eine stabile Geschäftsentwicklung melden. Der Umsatz stieg um rund 8 Prozent auf 392 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte mit 21 Millionen Euro lediglich den Vorjahreswert. Der Auftragsbestand von 5,2 Milliarden Euro zum Ende des ersten Quartals deckt zwar den Jahresumsatz von Senvion mehrfach ab. Doch Firmenchef Jürgen Geißinger rechnet für 2017 mit einer sinkenden Marge und kündigte an, dass wohl erst 2019 wieder ein Anstieg erreichbar sei.
Senvion hat zudem hat den Vertragsabschluss für den Trianel Windpark Borkum II (TWBII) bestätigt: Eine entsprechende "Notice to Proceed" hat Ende April die Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co KG erteilt. Der bedingte Vertrag über die Lieferung und Wartung von Turbinen für das Offshore-Projekt wurde im September 2016 geschlossen. Nun kann die nächste Entwicklungsphase starten. Der Windpark 45 Kilometer nördlich der Nordsee-Insel Borkum wird aus 32 Senvion-Turbinen bestehen und nach der geplanten Fertigstellung im Herbst 2019 über eine Leistung von rund 203 Megawatt (MW) verfügen.
Senvion soll zudem Windräder mit einer Gesamtkapazität von 45 MW nach Belgien liefern. Insgesamt fünf Verträge wurden mit verschiedenen Kunden abgeschlossen und bestehen aus drei Projekten in der wallonischen und zwei in der flämischen Region. Senvion hat für einen Zeitraum von 15 Jahren mit einer Verlängerung bis zu 20 Jahren Service-Verträge für vier Windparks und übernimmt für fünf Jahre mit einer Verlängerung bis zu 15 Jahren die Wartungsarbeiten für den fünften Windpark.

Die PNE Wind AG hat Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal verbessert. Die Windkraftspezialistin aus Cuxhaven erzielte in den ersten drei Monaten 2017 Umsatzerlöse in Höhe von 20,4 Millionen Euro (Vorjahr: 11,9 Millionen Euro), ein Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 0,3 Millionen Euro (Vorjahr: 0,2 Millionen Euro) und ein negatives Ergebnis je Aktie von -0,03 Euro gegenüber -0,05 Euro in der Vorjahresperiode. Der Vorstand bestätigte die EBIT-Prognose für 2017 von 0 bis 15 Millionen Euro.

Gamesa hat von Januar bis März 1,55 Milliarden Euro erlöst. Das war für den Windkraftanlagenbauer aus dem spanischen Baskenland ein Rekordumsatz und ist gegenüber dem Umsatz im ersten Quartal 2016 ein Plus von 45 Prozent. Das EBIT sprang um 46 Prozent auf 173 Millionen Euro, wobei eine Belastung in Höhe von 8 Millionen Euro durch die Fusion eingerechnet ist. Die EBIT-Marge kletterte auf 11,7 Prozent. Den Nettogewinn verbesserte Gamesa im ersten Vierteljahr um über 39 Prozent auf 100 Millionen Euro. Zu Beginn des zweiten Quartals wurde Gamesa mit der Windsparte von Siemens zur neuen Siemens Gamesa Renewable Energy verschmolzen.

Die Übernahme der französischen Windpark-Betreiberin Futuren SA ist vom Vorstand und den Aktionären abgesegnet worden: Das teilte die Käuferin EDF Énergies Nouvelles mit. Das Erneuerbare-Energien-Unternehmen aus Frankreich gehört zum EDF-Konzern. Zugleich gab die Details des Vertrags bekannt. Demnach wird EDF 67,2 Prozent der Futuren-Anteile übernehmen, sofern das deutsche Bundeskartellamt dem Deal zustimmt. Diese Zustimmung ist offenbar notwendig, weil Futuren auch Windparks in Deutschland betreibt.

Der dänische Windkraftanlagenbauer Vestas konnte einen Großauftrag aus Schweden verbuchen. Wie Vestas mitteilte, kommt der Auftrag vom Erneuerbare-Energien-Unternehmen Arise. Die Dänen sollen für sieben Windparks mit insgesamt 86 Megawatt (MW) sämtliche Servicedienstleistungen übernehmen. Der Vertrag habe eine Laufzeit von 15 Jahren, und die Standorte seien im ganzen Land verteilt. Ziel sei es, die Energieproduktion zu optimieren und Ausfälle der Windräder zu minimieren.

Der chinesische Windkraftanlagenbauer Xinjiang Goldwind Science & Technology hat die Eigentumsrechte am größten geplanten Windpark Australiens übernommen. Goldwind hat dazu mit dem Verkäufer und Energieversorger Origin Energy unter anderem auch einen 30-jährigen Stromabnahmevertrag vereinbart. Den Kaufpreis bezifferte Goldwind mit 110 Millionen Australische Dollar (AUD, umgerechnet 81,6 Millionen US-Dollar). Der Windpark "Stockyard Hill Farm" im Bundesstaat Victoria habe eine Gesamtleistung von 530 MW. Derzeit wird der Bau des Großprojekts vorbereitet, bei dem 149 Windräder von Goldwind zum Einsatz kommen. Im Jahr 2019 soll diese ans Netz gehen.

Solaraktien

Die SolarWorld AG ist pleite. Wie der Bonner Solarkonzern am Mittwochabend bekannt gab, muss der Vorstand einen Insolvenzantrag stellen. Das Unternehmen sei überschuldet und es bestehe "keine positive Fortbestehensprognose", teilte SolarWorld mit.

Solarzellenfertigung bei SolarWorld: Droht dem Bonner Solarkonzern nun das Aus? / Foto: Unternehmen


Die SMA Solar Technology AG hat von Januar bis März 2017 nur 1,7 Gigawatt (GW) Wechselrichter-Leistung verkauft, 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz schrumpfte im ersten Quartal um rund 30 Prozent auf 173,2 Millionen Euro. Der Vorstand verwies zur Erklärung auf einen starken Preiswettbewerb im Markt für Wechselrichter. Zudem hätten schlechte Witterungsbedingungen die Nachfrage belastet. Der Gewinn des Unternehmens aus Niestetal bei Kassel verringerte sich noch deutlicher. Das EBITDA sank von 41,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 15,9 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge schmolz von 16,6 Prozent auf 9,2 Prozent zusammen. Das Ergebnis je Aktie fiel von 0,54 auf 0,17 Euro. Umsatz und Ergebnis bewegten sich damit aber innerhalb der Ende März 2017 veröffentlichten Prognose des Vorstands. Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand mit einem Umsatzrückgang auf 830 Millionen bis 900 Millionen Euro nach 946,7 Millionen Euro in 2016. Das EBITDA werde sich von 141,5 Millionen Euro auf 70 Millionen bis 90 Millionen Euro verringern.

Die Phoenix Solar AG aus dem bayrischen Sulzemoos konnte ihren Umsatz im ersten Quartal 2017 um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern: Dieser betrug 13,8 Millionen Euro (Vorjahr 9,9 Millionen Euro). Das Umsatzwachstum wurde im Wesentlichen auf dem US-Markt erzielt, der größten Vertriebsregion, die rund 90 Prozent der Erlöse einbrachte. Allerdings blieb der Gewinn vor Steuern und Zinsen unter den Erwartungen. Das EBIT belief sich im ersten Quartal auf minus 4,0 Millionen Euro, 1,5 Millionen Euro schwächer als in den ersten drei Monaten 2016. Grund waren höhere Personalaufwendungen allen drei Hauptvertriebsregionen. Für das Wachstum sei mehr Personal notwendig, hieß es dazu. Die EBIT-Marge von Phoenix Solar blieb mit minus 28,7 Prozent (Vorjahr: minus 24,9 Prozent) ebenfalls hinter den Erwartungen zurück. Das Unternehmen bestätigte seine Prognose für 2017 und erwartet ein Umsatzwachstum auf 160 bis 190 Millionen Euro sowie ein positives EBIT von 1 bis 3 Millionen Euro.

Der Solarausrüster Manz AG hat im ersten Quartal 2017 Umsatzeinbußen erlitten. Allerdings stieg das Ergebnis des Unternehmens aus Reutlingen in Baden-Württemberg deutlich. Die  Performance sei erwartungsgemäß schwach ausgefallen, hieß es. So sank der Umsatz um 26,2 Prozent auf 47,6 Millionen Euro (Vorjahr: 64,5 Millionen Euro). Grund sei nicht zuletzt die Entwicklung des Geschäftsbereichs Energy Storage, hier hatte Manz im Vorjahr einen Großauftrag erhalten. Das EBIT verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 20,0 Millionen Euro gegenüber minus 2,5 Millionen in 2016. Auch das Ergebnis je Aktie legte deutlich zu, von minus 0,58 Euro im Vorjahr auf nunmehr 2,43 Euro. Stark entwickelte sich auch der Auftragsbestand der Manz AG, dieser betrug zum 31. März 319,8 Millionen Euro gegenüber 96,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Das Solarunternehmen Photon Energy aus Amsterdam erzielte im ersten Quartal 2017 ein EBIT in Höhe von 0,26 Euro (Vorjahr: minus 0,10 Millionen). Grund seien eine hohe Stromproduktion, neue Aufträge im Bereich Betriebsführung und Service sowie eine effektive Kostenkontrolle, teilte das Unternehmen mit. Der Konzerngesamtverlust schrumpfte um 92 Prozent auf minus 0,13 Millionen Euro, verglichen mit minus 1,67 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 40,5 Prozent auf rund 2,79 Millionen Euro. Dies führte zu einem höheren  EBITDA: Hier erzielte Photon Energy ein Plus von über 55 Prozent auf 1,07 Millionen Euro. Weiteres Wachstum erhofft sich Photon Energy durch Fortschritte bei der Projektentwicklung in Australien und den Markteintritt in Ungarn.

SunPower, Solarkonzern aus Kalifornien, hat abermals einen Quartalsverlust gemeldet. Laut Chief Executive Officer (CEO) Tom Werner wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 3,7 Prozent auf 399,1 Millionen Dollar. Der Quartalsverlust erhöhte sich aber von 85,4 Millionen auf 134,5 Millionen Dollar, also um 57 Prozent. Je Aktie stieg der Verlust von 0,62 auf 97 Dollarcents. Für das zweite Vierteljahr kündigte Werner einen Verlust von 110 bis 135 Millionen Dollar an. Der CEO bekräftigte die Jahresprognose von Februar, wonach der Jahresumsatz in 2017 auf 2,1 bis 2,3 Milliarden Dollar sinken wird, nach 2,5 Milliarden Dollar Umsatz in 2016 – eine Folge der in 2016 beschlossenen Werksschließung auf den Philippinen. Für das Nettoergebnis gab Werner bislang keine Jahresprognose heraus. Beim EBITDA stellte er eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen in Aussicht. Gleichzeitig hat der Mehrheitsaktionär des Solarkonzerns – der französische Ölkonzern Total – SunPower eine umfassende Kreditzusage gemacht. Total habe eine Garantie im Umfang von bis zu 100 Millionen Dollar für Darlehen mit Laufzeit bis August 2019 gegeben, so der CEO. Damit seien die erforderlichen Investitionen in die Zukunftsfähigkeit von SunPower abgesichert.

Der US-Solarprojektierer Vivint Solar blickt auf ein passables erstes Quartal 2017 zurück: Das Unternehmen ist auf Solaranlagen auf Hausdächern spezialisiert, die es für die Kunden vorfinanziert. Von diesen kassiert es dann Leasing-Gebühren. Im ersten Quartal 2017 erwirtschaftete es damit einen Umsatz von 53,1 Millionen US-Dollar, ein Plus von 209 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode, wo Vivint Solar 17,2 Millionen Dollar Umsatz verbuchte. Je Aktie betrug der bereinigte Gewinn im ersten Quartal 11 US-Cents (Vorjahr: minus 29 US-Cents). Den Nettoverlust konnte der Solarprojektierer auf minus 55,4 Millionen Dollar fast halbieren; im ersten Quartal 2016 betrug dieser noch minus 105,5 Millionen Dollar. Die Kosten je Watt Solarstromleistung lagen laut Vivint Solar 2016 bei 3,08 Dollar und sollten 2017 unter 3 Dollar fallen. Sie lagen im ersten Quartal 2017 bei 2,98 Dollar, damit wurde das Ziel also knapp erreicht. Installiert wurden von Januar bis März Solaranlagen mit insgesamt 46 MW. Im zweiten Quartal 2017 erwartet Vivint Solar zwischen 44 und 48 MW. Die Kosten je Watt sollen dann zwischen 2,95 und 3,05 US-Dollar liegen.

SolarEdge Technologies aus Israel erlitt im ersten Quartal 2017 einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr. Zudem verbuchte die Spezialistin für Dachsolaranlagen einen Einbruch beim Gewinn. Im Vergleich zum äußerst schwachen vierten Quartal 2016 haben sich die Geschäftszahlen wieder etwas verbessert. SolarEdge versorgt vor allem Solaranlagen auf Dächern mit Steuerungstechnik. Der Umsatz sank gegenüber 2016 um 8 Prozent auf 115,1 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie fiel um knapp 32 Prozent, von 47 US-Cents auf nun 32 US-Cents. Im schwachen vierten Quartal 2016 hatte der Gewinn je Aktie bei 22 US-Cents gelegen. Den Nettogewinn von Januar bis März 2017 bezifferte SolarEdge auf 14,2 Millionen Dollar (Vorjahr: 20,8 Millionen). Hier hatte das Unternehmen im vierten Quartal 2016 nur 9,8 Millionen Dollar erzielt. Für das zweite Quartal erwartet SolarEdge einen Umsatz zwischen 120 und 130 Millionen Dollar. Die Bruttomarge soll zwischen 32 und 34 Prozent liegen. Im ersten Quartal betrug sie 33,6 Prozent: Hier erwartet SolarEdge also höchstens eine minimale Verbesserung.

Bioenergie-Aktien

Die EnviTec Biogas AG hat 2016 ihren Gewinn trotz sinkender Umsätze gesteigert. Im Geschäftsjahr erwirtschaftete die Bioenergie-Spezialistin aus Lohne in Niedersachsen einen Umsatz von 162,9 Millionen Euro, das ist ein Rückgang um rund 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das gestiegene EBIT betrug 4,2 Millionen Euro (Vorjahr: 3,5 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie kletterte von 0,10 Euro in 2015 auf 0,11 Euro in 2016. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von 0,60 Euro je Aktie auszuschütten. Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet Envitec Biogas eine leichte Umsatzsteigerung sowie eine leichte Verbesserung beim EBIT. Ausschlaggebend für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele werde vor allem der Geschäftsverlauf des Anlagenbau-Segments sein. Hier verfügte das Unternehmen zum Ende des Geschäftsjahres 2016 über einen Auftragsbestand in Höhe von 103,3 Millionen Euro (Vorjahr: 77,9 Millionen Euro).

Die Verbio AG konnte ihre Produktion in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016/2017 deutlich steigern. Entsprechend stiegen der Umsatz und das Ergebnis des Leipziger Unternehmens, das Biodiesel und Bioethanol herstellt. Das EBITDA wuchs um 50 Prozent auf 75,8 Millionen Euro in den ersten neun Monaten. Maßgeblich für das Ergebniswachstum waren hohe Margen, gestiegene Produktionsmengen bei Biodiesel und Bioethanol sowie eine höhere Auslastung der Produktionsanlagen für Biomethan. Der Konzernumsatz von Verbio legte gegenüber dem Vorjahreswert um 12 Prozent auf 538,8 Millionen Euro zu. Allerdings konnte das Unternehmen im dritten Quartal nicht ganz an die Entwicklung im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres anknüpfen.

Andere Aktien


Die auf Geothermie spezialisierte Ormat Technologies ist stark in das Geschäftsjahr 2017 gestartet. Das Unternehmen mit Hauptsitz im US-Bundesstaat Nevada erlöste im ersten Vierteljahr 189,9 Millionen Dollar Umsatz. Das operative Ergebnis sprang um rund 18 Prozent auf 59,5 Millionen Dollar, das EBITDA um 14,4 Prozent auf 91,8 Millionen Dollar. Der Nettogewinn erhöhte sich um 20,6 Prozent auf 35,3 Dollar, der Gewinn je Aktie um knapp 19 Prozent auf 7 US-Cents. An der Gewinnsteigerung beteiligt Ormat die Aktionäre mit einer Dividende in Höhe von 8 US-Cents je Anteilsschein. Ormat-CEO Isaac Angel rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatz zwischen 680,0 Millionen und 700,0 Millionen Dollar (2016: 662,6 Millionen Dollar). Zudem erwartet Angel für 2017 einen Gewinn beim EBITDA zwischen 340 Millionen und 350 Millionen Dollar Jahr. Auch das wäre ein Zuwachs gegenüber 2016, für das Ormat ein EBITDA von 323,8 Millionen Dollar verbuchte.

Von Ormat errichtetes Geothermie-Kraftwerk in Indonesien: Das US-Unternehmen konnte im ersten Quartal 2017 deutlich wachsen. / Foto: Ormat Technologies


Plug Power hat schwache Quartalszahlen präsentiert: Der Umsatz des Unternehmens aus Latham im US-Bundesstaat New York schrumpfte gegenüber dem ersten Quartal 2016 um 0,1 Millionen auf 15,2 Millionen Dollar. Zugleich stieg der Nettoverlust deutlich von 11,8 Millionen Dollar oder 0,07 Dollar je Aktie auf 24,1 Millionen Dollar oder 0,13 Dollar je Aktie. Die Brennstoffzellen-Spezialistin bekräftigte aber die Prognose, wonach sie im Gesamtjahr 130 Millionen Dollar Umsatz und eine Marge von 8 bis 12 Prozent erreichen will. 2016 hatte Plug Power 85,9 Millionen Dollar Umsatz erlöst, bei einer Marge von 9,2 Prozent im vierten Quartal.

Der US-Biolebensmittelhändler Whole Foods Market hat Zahlen für das zweite Quartal 2017 vorgelegt. Demnach ging der Absatz in den Filialen um 2,8 Prozent zurück. Als Grund nannte Whole Foods Market sinkende Kundenzahlen. Der Gesamtumsatz betrug 3,74 Milliarden Dollar, das entspricht in etwa dem Umsatz der Vorjahresperiode. Das Ergebnis je Aktie lag bei 31 US-Cents, gegenüber 44 US-Cents im zweiten Quartal 2016. Das EBITDA fiel auf 287 Millionen Dollar (Vorjahr: 353 Millionen Dollar). Auch wurde die Prognose für das Geschäftsjahr kassiert. Demnach wird der Gewinn je Aktie nur noch 1,30 Dollar betragen und nicht wie bisher erwartet 1,33 Dollar. Der Umsatz soll lediglich um 1 Prozent wachsen, bislang waren 1,5 Prozent das Ziel. Dennoch hob der Biolebensmittelhändler seine vierteljährliche Dividende um 29 Prozent auf 18 US-Cents je Aktie an. Zudem startet Whole Foods Market einen Aktienrückkauf mit einem Volumen von 1,25 Milliarden Dollar. Weil einflussreiche Anleger seit längerem Veränderungen und eine neue Strategie fordern, erweiterte das Unternehmen sein Führungsgremium um fünf unabhängige Mitglieder und tauschte den Vorsitzenden (Chairman) aus. Auch legte Whole Foods Market ein Konzept vor, wie der Konzern seine Filialen modernisieren, die Kundenbindung fördern und Kosten einsparen will.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x