15.08.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Nordex meldet Gewinneinbruch – Q-Cells schreibt tiefrote Zahlen – Asian Bamboo setzt Wachstum fort

3,8 Prozent schwächer als in der Vorwoche schloss der DAX am vergangenen Freitag bei 5.997 Punkten. Der US-amerikanische Dow Jones Index gab um 1,5 Prozent nach und fiel auf 11.342 Punkte. Der japanische Nikkei büßte 3,6 Prozent ein und notierte am Freitag bei 8.964 Punkten. Um 1,5 Prozent auf 107,70 Dollar verbilligte sich die Tonne Öl der Sorte „Brent Crude“. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade“ sank um 2,6 Prozent auf 8.886 Dollar. Der Euro büßte 0,2 Prozent ein und notierte zum Wochenschluss bei 1,428 Dollar.

Windaktien

Eine rückläufige Bilanz für die ersten sechs Monate und das zweite Quartal 2011 hat der Hamburger Windradhersteller Nordex SE vorgelegt. Demnach brach das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 77 Prozent von 7,1 auf 1,6 Millionen Euro ein. Dabei war es gelungen, den Halbjahresumsatz um 15 Prozent auf 402,3 Millionen Euro zu steigern. Das zweite Quartal schloss der Windradhersteller sogar mit 82 Prozent weniger EBIT als im Vorjahreszeitraum ab. Während Nordex zwischen April und Juni 2010 noch 6,7 Millionen Euro EBIT erzielte, waren es in der zweiten Berichtsperiode 2011 nur noch 1,2 Millionen Euro. Dabei war der Quartalsumsatz um 10,4 Prozent auf 220,1 Millionen Euro geklettert.

Seine positive vorläufige Bilanz für das erste Quartal 2010/2011 hat der Hamburger Windradhersteller REpower Systems bestätigt. Demnach stieg der Quartalsumsatz um 23 Prozent auf 262 Millionen Euro. Zugleich vervielfachte sich das EBIT von 1,5 Millionen Euro im ersten Vorjahresquartal auf 10,5 Millionen Euro.

Der dänische Windturbinenbauer Vestas Wind Systems hat einen Großauftrag aus Spanien erhalten. Er soll im dritten Quartal 46 Windräder mit einer Gesamtleistung von 92 Megawatt (MW) für die Projekte Brulles und Los Zapateros bei Burgos ausliefern. Den Auftraggeber gab das Unternehmen nicht bekannt.

Der US-amerikanische Windkraftzulieferer Zoltek aus St. Louis hat seine Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2010/2011 veröffentlicht. Demnach ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,1 Prozent auf 38,6 Millionen Dollar geschrumpft. Der Nettoverlust stieg im dritten Quartal von 400.000 auf 1,5 Millionen Dollar. Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres verbuchte Zoltek einen Umsatzanstieg um 11,5 Prozent auf 108,6 Millionen Dollar. Dennoch kletterte auch der Nettoverlust des Windkraftzulieferers von 5,9 auf 8,1 Millionen Dollar.

Eine Gewinnwarnung für das erste Quartal des Fiskaljahres 2012 (Bilanzstichtag 30. Juni 2011) hat der Windkraftzulieferer American Superconductor Corp. (AMSC) herausgegeben. Das Unternehmen mit Sitz in Devens im US-Bundesstaat Massachusetts erwartet für den Bilanzzeitraum einen „erheblichen Nettoverlust“. Grund dafür sei die sehr schwache Umsatzentwicklung dieses Quartals, die wohl unter zehn Millionen Dollar liegen werde. Um der prekären Finanzlage zu begegnen, will AMSC seine Personalkosten um 30 Prozent senken und so jährlich 30 Millionen Dollar einsparen. Dies werde die Bilanz im zweiten Quartal zunächst mit drei bis vier Millionen Euro belasten, teilte AMSC mit.

Solaraktien


Seit Jahresbeginn stark fallende Preise und die fehlende Nachfrage in wichtigen europäischen Solarmärkten haben zahlreichen Solarunternehmen in der ersten Jahreshälfte zu schaffen gemacht. Dies schlug sich auch bei Q-Cells SE nieder. Der Solarkonzern aus Bitterfeld-Wolfen steigerte den Umsatz des zweiten Quartals 2011 auf Jahressicht zwar von 125,1 Millionen auf 318,3 Millionen Euro. Dennoch brach das Quartals-EBIT auf 307,7 Millionen Euro Verlust ein.

Die Solon SE aus Berlin hat im ersten Halbjahr 2011 einen Umsatz in Höhe von 221 Millionen Euro erwirtschaftet, acht Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das selbst gesteckte Umsatzziel für die erste Jahreshälfte sei damit verfehlt worden, hieß es. Der EBIT-Verlust vervielfachte sich von 2,3 auf 32,7 Millionen Euro. Das Konzernergebnis verschlechterte sich von minus 9,5 Millionen auf minus 63,1 Millionen Euro.

Schwache Halbjahresergebnisse meldete das in Oldenburg und Prenzlau ansässige Solarunternehmen aleo solar AG. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,2 Prozent auf 232 Millionen Euro, das EBIT brach von 29,3 auf 3,4 Millionen Euro ein.

Einen schweren Gewinneinbruch hat auch der Hamburger Solarkonzern Conergy AG sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr hinnehmen müssen. Laut der aktuellen Bilanz verbuchte Conergy im zweiten Quartal 13,5 Millionen Euro EBIT-Verlust. Zwischen April und Juni 2010 hatte das Unternehmen noch 11, 7 Millionen Euro EBIT erzielt. Der Quartalsumsatz ging weniger dramatisch zurück. Er lag mit 225,2 Millionen Euro 5,9 Prozent unter dem des Vergleichszeitraums 2010.
Die Halbjahresbilanz des Solarunternehmens zeigte ein ähnliches Bild. Der Umsatz lag mit 388,5 Millionen Euro um 0,3 Prozent unter dem Niveau der ersten Vorjahreshälfte. Gleichzeitig brach das EBIT von 12 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2010 auf einen satten Verlust von 31,5 Millionen Euro für den Vergleichszeitraum 2011 ein.

Schwache Zahlen für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres legte auch die Centrosolar AG aus München vor. Demnach sackte der Umsatz im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2010 um 28 Prozent von 209,2 auf 150,5 Millionen Euro ab. Nach 21,1 Millionen Euro EBIT im Vorjahreszeitraum fuhr Centrosolar aktuell 4,9 Millionen Euro EBIT-Verlust ein. Für das zweite Quartal 2011 wies Centrosolar mit 79,3 Millionen Euro Umsatz knapp 56 Prozent weniger aus als im Vorjahresquartal. Nach 12,9 Millionen Euro EBIT im Vorjahreszeitraum verbuchte das Solarunternehmen im zweiten Quartal 2011 einen EBIT-Verlust von 5,2 Millionen Euro.

Die Sunways AG aus Konstanz hat im zweiten Quartal einen massiven Gewinneinbruch erlitten. Nach fünf Millionen Euro EBIT im Vorjahreszeitraum verbuchte das Solarunternehmen aktuell 6,3 Millionen Euro Verlust. Der Quartalsumsatz brach um 40,1 Prozent auf 38,7 Millionen Euro ein. Im ersten Halbjahr 2011 erzielte Sunways einen 60,9 Millionen Euro Umsatz, 44,1 Prozent weniger als in der ersten Jahreshälfte 2010. Das EBIT-Defizit des Berichtszeitraums kletterte auf 9,8 Millionen Euro.

Transparente Solarzellen von Sunways. / Quelle: Unternehmen


Einen schweren Gewinneinbruch im ersten Halbjahr 2011 hat auch der Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology AG aus Niestetal gemeldet. Der aktuellen Halbjahresbilanz des Unternehmens zufolge hat sich das EBIT im Vergleich zur ersten Vorjahreshälfte mehr als halbiert. Es brach von 219,9 Millionen auf 103,7 Millionen Euro ein. Zugleich sackte der Umsatz um 14 Prozent von 815,5 auf 715 Millionen Euro ab.

Eine gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich reduzierte erste  Halbjahresbilanz 2011 hat der Solarausrüster PVA TePla AG veröffentlicht. Der Halbjahresumsatz des Unternehmens aus Wettenberg sackte um 27,5 Prozent auf 46,3 Millionen Euro ab. Gleichzeitig hat sich das EBIT beinahe halbiert. Nach sieben Millionen Euro in der ersten Jahreshälfte 2010 weist PVA TePla aktuell 3,6 Millionen Euro EBIT aus.

Dagegen hat die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG in den ersten sechs Monaten 2011 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Die Unternehmensgruppe erzielte im ersten Halbjahr 2011 einen Umsatz von 138 Millionen Euro. Im Vergleichshalbjahr des Vorjahres waren es 85 Millionen Euro gewesen. Das EBIT kletterte von 4,5 Millionen auf 6,9 Millionen Euro.

Im ersten Halbjahr 2011 verringerte sich der Konzernumsatz der Phoenix Solar AG aus Sulzemoos bei München im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 61,3 Prozent auf 140,8 Millionen Euro. Damit rutschte das Photovoltaiksystemehaus tief in die Verlustzone. Nach 27 Millionen Euro EBIT für die ersten sechs Monate 2010 verbuchte Phoenix Solar aktuell 26,3 Millionen Euro EBIT-Verlust.

Der Solarausrüster Manz Automation AG aus Reutlingen hat den Umsatz für das erste Halbjahr 2011 nahezu verdoppelt: Nach 67,7 Millionen Euro in der ersten Vorjahreshälfte erzielte Manz aktuell 129,8 Millionen Euro. Das katapultierte Manz aus der Verlustzone. Das EBIT kletterte von 1,5 Millionen Euro Verlust in den ersten sechs Monaten 2010 auf 3,5 Millionen Euro.

Mit 54 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum hat der US-Solarkonzern SunPower Corp. das zweite Quartal 2011 beendet. Nach 384,2 Millionen Dollar Umsatz im zweiten Quartal 2010 wies der Solarmodulhersteller aus San Jose in Kalifornien aktuell 592 Millionen Euro aus. Der Nettoverlust der Berichtsperiode stieg dennoch beträchtlich an. Er vervielfachte sich von 6,2 Millionen Dollar im Vergleichsquartal 2010 auf 147,9 Millionen Dollar. Darin enthalten waren allerdings Vorsteuereffekte und Abschreibungen aus beendeten Liefervereinbarungen in Höhe von mehr als 80 Millionen Dollar, hieß es.

Einen Gewinnsprung um 88 Prozent auf 7,3 Millionen Dollar hat der US-amerikanische Solarausrüster Amtech Systems für das dritte Quartal gemeldet. Der Umsatz des Unternehmens aus Tempe, Arizona, wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 43,1 Millionen auf 71,9 Millionen Dollar.

Einen Auftrag zur Lieferung von Solarmodulen mit einer Gesamtleistungskapazität von acht MW hat Canadian Solar erhalten. Für den Bau einer Freiflächenanlage in Saint-Léger im Südwesten Frankreichs habe Eosol Energies Nouvelles die Module bestellt, teilte der kanadische Solarkonzern mit. Insgesamt werde das Photovoltaik-Kraftwerk über mit 10,7 MW Gesamtkapazität verfügen, so Canadian Solar.

Satte 95 Prozent weniger Nettogewinn als im Vorjahreszeitraum verbuchte der chinesische Solarkonzern ReneSola für das zweite Quartal 2011. Der Nettogewinn schmolz von 36,1 Millionen Dollar im zweiten Vorjahresquartal auf 1,8 Millionen Dollar zusammen. Der Umsatz der Berichtsperiode reduzierte sich auf Jahressicht um 1,8 Prozent von 253,9 auf 249,3 Millionen Dollar.

Die beiden chinesischen Unternehmen Datang International Power Generation Co. Ltd. und LDK Solar haben die gemeinschaftliche Errichtung einer Solaranlage mit 20 MW Leistungskapazität in ihrem Heimatland vereinbart. Wie der in Xinyu ansässige Solarkonzern LDK mitteilte, soll das Sonnenkraftwerk in der Provinz Qinghai entstehen.

Bioaktien

Die Biotreibstoffspezialistin BDI - BioEnergy International AG hat das erste Halbjahr 2011 mit 13 Prozent weniger Umsatz abgeschlossen als in der ersten Jahreshälfte 2010. Er schrumpfte auf 17,4 Millionen Euro. Aufgrund erfolgreicher Spar- und Effizienzmaßnahmen sei es dennoch gelungen das EBIT von 1,9 auf 2,6 Millionen Euro zu steigern, gab das Unternehmen aus Grambach bekannt.
 
Trotz eines satten Umsatzsprungs hat die Vereinigte BioEnergie AG (Verbio) im ersten Halbjahr 2011 einen Gewinneinbruch erlitten. Der Umsatz um 30 Prozent auf 315 Millionen Euro gesteigert. Dennoch war das Halbjahres-EBIT von 7,7 Millionen auf 200.000 Euro zusammengeschmolzen.

Andere Aktien

Mit 27 Prozent mehr Umsatz und 21 Prozent mehr Nettogewinn als im Vergleichszeitraum des Vorjahres hat die Asian Bamboo AG das erste Halbjahr 2011 abgeschlossen. Wie die deutsch-chinesische Bambus-Spezialistin mit Sitz in Hamburg mitteilte kletterte der Halbjahresumsatz von 38,7 auf 49,2 Millionen Euro an. Der Nettogewinn stieg von 15,2 auf 18,4 Millionen Euro.

44 Prozent weniger Nettogewinn als im Vergleichszeitraum des Vorjahres meldete das US-Technologieunternehmen Fuel System Solutions Inc. für das zweite Quartal 2011. Demnach sank der Nettoertrag von 6,9 auf 3,8 Millionen Dollar. Dabei hatte das Unternehmen aus Washington den Umsatz der Berichtsperiode um 14,5 Prozent von 99,8 auf 116,6 Millionen Dollar steigern können.

Aufträge im Wert von 18,1 Millionen Dollar gab der US-amerikanische Zulieferer für die Zellstoffindustrie Kadant Inc. bekannt. Für weitere Aufträge über 17,5 Millionen Dollar gäbe es Absichtserklärungen, so das Unternehmen aus Westford in Massachusetts. Auftraggeber sind zwei Papierhersteller in Chile und den USA.

Im ersten Halbjahr 2011 steigerte die Centrotec Sustainable AG ihren Umsatz im Vergleich zur ersten Vorjahreshälfte um 7,7 Prozent auf 234,3 Millionen Euro. Zugleich gab das EBIT der Berichtsperiode auf Jahressicht um 19,1 Prozent nach und sackte auf 8,2 Millionen Euro ab. Das geht aus der Bilanz hervor, die die Spezialistin für Energieeffizienzsysteme aus Brilon vorlegte. Zudem gab Centrotec bekannt, 80 Prozent der Dreyer & Bosse Kraftwerke GmbH übernommen zu haben, eine Spezialistin für Biogas- und Kraftwärmekupplungs-Anlagen.

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Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der Opens external link in new windowUmweltBank.

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