21.05.12 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Nordex meldet Quartalsverlust – Phoenix Solar AG tief in den roten Zahlen - Vertriebserfolge für Ceco Environmental

In der vergangenen Woche ist der DAX um 4,7 Prozent 6.271 Punkte gefallen. Der US-amerikanische Dow Jones Index verlor 3,5 Prozent auf 12.369 Punkte. Der japanische Nikkei gab um 3,8 Prozent auf 8.562 Punkte nach. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um 4,7 Prozent auf 106,90 Dollar. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verlor 4,3 Prozent auf 7.655 Dollar an Wert. Der Euro verbilligte sich um 1,1 Prozent auf 1,278 Dollar.

Windaktien

Mit einem Verlust hat der Hamburger Windturbinenhersteller Nordex SE das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres abgeschlossen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gab er mit minus 9 Millionen Euro an. Im ersten Quartal 2011 hatte das EBIT noch positive 0,4 Millionen Euro betragen. Der Umsatz wuchs gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um 8,3 Prozent auf 198,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis sei vor allem durch Projekte mit schwächerer Profitabilität belastet gewesen, teilte Nordex dazu mit. Die Auftragslage habe sich dagegen gut entwickelt. Der Auftragseingang habe sich im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 312 Millionen Euro fast verdoppelt. Damit sei der Auftragsbestand auf EUR 837 Millionen Euro angewachsen. Für das Gesamtjahr 2012 hat der Vorstand der Nordex SE seine Ziele bekräftigt. Er erwartet einen Umsatzanstieg auf 1 bis 1,1 Milliarden Euro und von einer operative Ergebnismarge zwischen 1 und 3 Prozent.
Ferner gab der Windturbinenhersteller den Eingang von Aufträgen aus Großbritannien bekannt. Die Infinis Gruppe habe 22 Anlagen der Baureihen N80/2500 und N90/2500 geordert. Sie sollen bis März 2013 ans Netz gebracht werden.

Auf der Hauptversammlung haben die Aktionäre des Cuxhavener Windkraftprojektierers PNE Wind AG gestern eine Dividendenzahlung beschlossen. Wie auch im Vorjahr soll sie bei 0,04 Euro je Aktie liegen, meldet das Unternehmen.

Solaraktien

Im Geschäftsjahr 2011 ist die Phoenix Solar AG tief in die Verlustzone gerutscht. Nach 36,4 Millionen Euro EBIT in 2010 verbuchte das Unternehmen aus dem bayrischen Sulzemoos für 2011 einen Fehlbetrag in Höhe von 84,7 Millionen Euro. Der Umsatz brach auf Jahressicht um 38,1 Prozent auf 393,5 Millionen Euro ein. Dies schrieb die Unternehmensführung dem „außergewöhnlich hohen Preisverfall bei Solarmodulen“ und Wertminderungen von Projektrechten zu. Dies habe das Vorratsvermögen von Phoenix Solar „erheblich abgewertet“.
Mit Hilfe externer Berater will Phoenix Solar möglichst bis 2013 im operativen Geschäft zurück in die schwarzen Zahlen kommen. Der Restrukturierungsplan, mit dem das gelingen soll, sieht unter anderem einen massiven Stellenabbau vor. Geplant ist unter anderem, in den kommenden Monaten rund 60 Prozent der aktuellen Belegschaft zu entlassen.
Am Ende der Verhandlungen mit seinen Gläubigern, einem Bankenkonsortium unter Führung der BayernLB, steht für die Phoenix Solar nun eine neue Kreditlinie im Wert von 100 Millionen Euro. Laut Solarunternehmen sei mit dem insgesamt 132 Millionen Euro schweren Finanzierungspaket, das bis Ende März 2014 gewährt wurde, sein Kapitalbedarf bis dahin „vollumfänglich“ abgedeckt, hieß es. Die Nachverhandlungen für die Kredite waren notwendig geworden, weil die Gläubiger angesichts des Geschäftsverlaufs 2011 zunächst nicht mehr bereit gewesen waren, weitere Kredite bereit zu stellen.
Phoenix Solar veröffentlichte auch die Zahlen für das erste Quartal 2012. Demnach steigerte die Spezialistin für Photovoltaiksysteme den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 37,9 Millionen Euro.  Zugleich wurde der Quartalsverlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 16,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,1 Millionen Euro EBIT-Verlust verringert.

Der Umsatz der Conergy AG ist im ersten Quartal 2012 um knapp 40 Prozent auf 98 Millionen Euro geschrumpft. Der EBIT-Verlust wurde um ein Drittel von auf 12 Millionen Euro verringert. Für das Gesamtjahr erwartet der Hamburger Solarkonzern ein positives EBIT. Der Umsatz werde allerdings geringer ausfallen als in 2011. Wie Conergy weiter bekannt gab, soll der Solarkonzern für die Stadtwerke Trier zwei insgesamt 2,2 Megawatt (MW) starke Solarparks bauen.

Solarmodule mit einer Nennleistung von insgesamt 16 MW soll die Bitterfelder Q-Cells SE nach Bulgarien liefern. Elf dieser 16 MW gehen nach deren Angaben an den bulgarischen Elektronikkonzern Fiklab JSC. Die restlichen fünf MW der bestellten Menge an Solarmodulen seien von der SOLARPRO Holding bestellt worden, einen der führenden Solarprojektier Bulgariens.

Die US-amerikanische Satcon Technology Corporation hat ihre endgültigen Geschäftszahlen für das erste Quartal 2012 veröffentlicht. Demnach sank der Umsatz des Unternehmens aus Boston  von rund 62 Millionen auf 24,3 Millionen US-Dollar. Der Nettoverlust stieg auf 13,70 Millionen US-Dollar. Im ersten Quartal 2011 war ein Minus von 2,14 Millionen Dollar angefallen.
Außerdem meldet Satcon einen neuen Auftragseingang aus der Karibik. GCL Solar Energy hat Wechselrichter von Satcon mit einer Kapazität von 22,5 MW geordert. Die Wechselrichter seien für die Teile eines 76-Megawatt Solarprojektes in der Karibik bestimmt, so Satcon. Ferner wurden Wechselrichter für Solarmodule mit einer Nennleistung von 30 MW für ein Photovoltaikprojekt in Puerto Rico geordert. Die Auftraggeber sind die US-Unternehmen Western Wind und Lord Electric.

Die chinesische Suntech Power Holdings soll für den schwäbischen Systemanbieter für Photovoltaikanlagen, Krannich Solar, Solarmodule mit einer Nennleistung von über 120 MW liefern. Weitere Angaben dazu veröffentlichte der Solarkonzern aus Wunxi nicht.

Der chinesische Solarkonzern Trina Solar meldet eine Order für Solarmodule mit einer Nennleistung von 2,1 MW. Die Module soll das Unternehmen aus Changzhou für eine netzunabhängige Solaranlage in Nagqu im Norden Tibets liefern. Der Auftraggeber ist die Longyuan (Tibet) New Energy.

Einen Umsatz- und Gewinneinbruch hat der chinesische Solarkonzern ReneSola für das erste Quartal 2012 gemeldet. Laut dem Unternehmen aus Jiashan sank der Umsatz von ReneSola von 359,2 Millionen auf 211,5 Millionen US-Dollar. Ferner fiel ein Nettoverlust in Höhe von 40,2 Millionen US-Dollar an. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 43,3 Millionen Nettogewinn verbucht.

China Sunergy soll Solarmodule mit einer Nennleistung von etwa fünf Megawatt nach Bulgarien liefern. Die Photovoltaikmodule wurden laut dem chinesischen Solarkonzern aus Nanjing von Mitsubishi International GmbH geordert. Sie seien für den Solarpark Yerussalimovo im Süden Bulgariens vorgesehen, der von Heilos Power umgesetzt werde.

Bioaktien

Im ersten Quartal 2012 ist der Nettoverlust der US-amerikanische BioFuel Energy Corp. mit 11,1 Millionen US-Dollar noch höher ausgefallen als im Vorjahreszeitraum. Die Biokraftstoffproduzentin aus Denver im Bundesstaat Colorado hat im Vorjahr einen Quartalsverlust von 9,05 Millionen US-Dollar verbucht. Der Umsatz von BioFuel Energy ging im ersten Quartal 2012 von 158 Millionen auf 139,413 Millionen Dollar zurück.

Andere Aktien

Die Centrotec Sustainable AG hat im ersten Quartal 2012 den Umsatz sowie auch das EBIT verbessert. Der Umsatz der Spezialistin für Energie-Effizienztechnologie aus Brilon kletterte um zehn Prozent auf 123,7 Millionen Euro. Das EBIT wuchs von 4,0 auf 4,1 Millionen Euro. Ein Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres sowie ein EBIT auf dem Niveau des Rekordjahres 2010 seien möglich, so Centrotec.

Die UmweltBank AG aus Nürnberg hat ihre Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2011 bestätigt. Demnach verbuchte die UmweltBank mit knapp elf Millionen Euro zehn Prozent mehr Jahresüberschuss als 2010. Der Gewinn je Aktie wuchs gegenüber dem Vorjahr um 9,1 Prozent auf 3,38 Euro. Der Bilanzgewinn stieg um 9,2 Prozent auf sechs Millionen Euro an. Das Geschäftsvolumen wuchs auf Jahressicht um 17,2 Prozent auf 2,3 Millionen Euro. Ihre Bilanzsumme erhöhte die UmweltBank um 13,1 Prozent auf zwei Milliarden Euro. Ferner stieg das Kreditvolumen um 13,1 Prozent auf zwei Milliarden Euro an.

Die Bau-Dämmstoff-Spezialistin Sto AG hat die vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2012 vorgelegt. Demnach hat Sto ihren Umsatz um 4,7 Prozent auf 187 Millionen Euro gesteigert. Durch die laut Sto AG stark ausgeprägte Saisonabhängigkeit des Fassadengeschäfts sei das Konzernergebnis im ersten Quartal 2012 „erwartungsgemäß“ negativ ausgefallen, teilt das Unternehmen aus Stühlingen mit. Der Fehlbetrag sei noch höher ausgefallen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Als Gründe dafür führte die Sto AG erhebliche Ergebnisbelastungen aus höheren Rohstoff-, Personal-, und Logistikkosten an, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet das Unternehmen ein moderates Plus beim Konzernumsatz sowie ein EBIT unter dem Vorjahreswert von 104,5 Millionen Euro.

Die Bambusspezialistin Asian Bamboo AG hat im ersten Quartal 2012 einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Laut dem Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg und Plantagen in China fiel er um sechs Prozent auf 24,8 Millionen. Das Nettoergebnis ging im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres gar um 24 Prozent auf 7,6 Millionen Euro zurück. Asian Bamboo verwies auf einen erheblichen Ernteausfall, bedingt durch anhaltenden Schneefall im Januar. Deshalb korrigierte das Unternehmen die bisherige Prognose für das Jahr 2012 nach unten. Es erwartet einen Umsatz zwischen 100 und 120 Millionen Euro bei einer Nettoergebnis-Marge von „mindestens 40 Prozent“.

Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 8,8 Millionen US-Dollar meldete Ceco Environmental. Vier Auftraggeber stammen nach Angaben der US-Spezialistin für Luftreinhaltungssysteme aus China und seien in der Chemieindustrie tätig. Weitere Kunden stammen aus den USA und vertreten die unter anderem die Automobil- sowie Aluminiumbranche. Zwei weitere Kunden aus Saudi-Arabien seien in der Energiewirtschaft tätig, so Ceco Environmental.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite "Opens external link in new windowAktien: Kurse (Link entfernt)“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der Opens external link in new windowUmweltBank.


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