In den Niederlanden soll ein neuer Windpark mit Turbinen von Nordex entstehen. / Quelle: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Nordex SE erhält Windkraftauftrag aus den Niederlanden – SMA übernimmt Wechselrichtersparte von Danfoss – 2G Energy AG mit enttäuschender Bilanz

Der Dax kletterte in der vergangenen Woche um 1,8 Prozent auf 9.943 Punkte. 0,9 Prozent Kursanstieg auf 16.717 Punkte verbuchte der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 14.632 Punkte. 0,5 Prozent Kurszuwachs auf 23.081 Punkte erlebte der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um ein Prozent auf 109,50 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ fiel ebenfalls um ein Prozent auf 6.834 Dollar. Der Euro hielt sich stabil. Sein Kurs: 1,363 Dollar.

Windaktien

Zum Bau einer Windfarm in den Niederlanden bestellte die Eneco Wind BV 19 Windräder mit zusammen 62,7 Megawatt (MW) Leistungskapazität bei dem Hamburger Windkrafthersteller Nordex SE. Die Hamburger errichten den Windpark selbst und führen danach für 15 Jahre Serviceleistungen durch, teilte das Unternehmen mit. Fertig gestellt sein soll die Anlage im März 2015.

Die Aktionäre der Energiekontor AG aus Bremen erhalten für das Geschäftsjahr 2013 pro Aktie 0,50 Euro Dividende. Die jüngste Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag der Unternehmensführung zu.

Solaraktien

Die Übernahme der Wechselrichtersparte des dänischen Mischkonzerns Danfoss A/S durch die SMA Solar Technology AG ist nun offiziell bestätigt. Die Dänen steigen im Gegenzug als Großaktionär bei SMA Solar ein und übernehmen 20 Prozent aller Anteile von SMA Solar. Die Kartellbehörden hätten der Kooperation bereits zugestimmt, erklärte der Weltmarktführer unter den Wechselrichterherstellern aus Niestetal bei Kassel mit. Danfoss investiere 302,38 Millionen Euro in 6,94 Millionen Aktien von SMA, hieß es.

Der schweizerische Solarausrüster Meyer Burger Technology AG zieht den Sparkurs an. Im Fokus des neuen Maßnahmenpakets ist die deutsche Tochter Roth & Rau AG aus Hohenstein-Ernstthal. Die laufenden Kosten von Roth & Rau sollen um 10 Millionen Euro gesenkt werden. Um das zu erreichen sollen unter anderem 120 Stellen gestrichen werden. Außerdem werde der Vorstand zum 30. Juni 2014 von aktuell vier auf zwei Verantwortliche verkleinert, teilte das Unternehmen aus Thun mit.
Bild: Der Hauptsitz von Meyer Burger Technology in Thun im Kanton Zug.

Einen Vertriebserfolg in der Heimat hat der US-Konzern First Solar Inc. erzielt. Das Unternehmen aus Tempe in Arizona hat den Verkauf einer Freiflächensolaranlage mit 50 MW Leistungskapazität vereinbart. Es handelt sich um den Solarpark Macho Springs, der auf einer Fläche von 242 Hektar im US-Bundesstaat New Mexiko steht. Die Transaktion sei mittlerweile der dritte Verkauf an diesen Kunden, so First Solar.

Der kalifornische Solarkonzern SunPower erhielt den Auftrag, auf einer 120 Hektar großen Fläche im San Luis Valley in Colorado eine Freiflächensolarfarm mit 50 MW Kapazität zu realisieren. Auftraggeber sei Xcel Energy aus Denver, erklärte SunPower.

Fortschritte im internationalen Geschäft macht der kanadisch-chinesische Solarkonzern Canadian Solar. Das Unternehmen aus Guelph in Ontario werde künftig über ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit der Solarsparte der chinesischen GCL-Poly Energy Holdings Ltd. Solarzellen produzieren, hieß es. Das neue Unternehmen werde zu 80 Prozent von Canadian Solar gehalten und zu 20 Prozent von der Partnerin GCL-Poly Solar System Integration (China) Co. Ltd., teilte Canadian Solar mit. Die Produktionskapazität am neuen Standort in China soll zunächst 300 MW betragen. Zudem gab Canadian Solar einen Auftrag aus den USA bekannt. Dieser beziehe sich auf die Lieferung von Solarmodulen mit insgesamt 2,5 MW Leistungskapazität für eine Photovoltaikanlage in South Carolina.

Eine verbesserte Bilanz für das erste Quartal 2014 hat JinkoSolar Holding Co. Ltd. veröffentlicht. Dank deutlich erhöhtem Absatz und niedrigerer Kosten erzielte der Konzern aus Shanghai 1,5 Millionen Dollar Nettogewinn nach 20,6 Millionen Dollar Nettoverlust in den ersten drei Monaten des Vorjahres. Der Quartalsumsatz kletterte auf Jahressicht um 73 Prozent auf 323,9 Millionen Dollar.

Ähnlich erging es ReneSola Ltd. aus Jiashan im ersten Quartal 2014. Die Chinesen verbesserten den Umsatz des ersten Quartals auf Jahressicht um 46 Prozent auf 415 Millionen Dollar. Zugleich hat sich der Nettoquartalsverlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert: Während in der aktuellen Bilanz 14,6 Millionen Dollar Nettoverlust verbucht wurden, steht im Vergleichszeitraum des Vorjahres 39 Millionen Dollar Nettoverlust.
China Sunergy aus Nanjing hat in den ersten drei Monaten 2014 mit 62,7 Millionen Dollar 1,6 Prozent weniger Umsatz verbucht als im ersten Vierteljahr 2013. Der Nettoverlust des Quartals verringerte sich auf Jahressicht um 35 Prozent auf 14,7 Millionen Dollar. Es gehe nach wie vor darum, die Kostenstruktur des Konzerns effizienter zu machen, um in die Profitabilität zurückzukehren, erklärte Stephen Cai, Chief Executive Officer (CEO) von China Sunergy.

Neue staatliche Kredite halten den strauchelnden chinesischen Photovoltaikriesen LDK Solar am Leben: Der teilinsolvente Konzern aus Xinyu in der Provinz Jiangxi erhält erneut einen millionenschweren Kredit von einem Bankenkonsortium unter Führung der staatlichen China Development Bank. Laut Unternehmenschef Shaomin Peng gewährt das Bankenkonsortium LDK Solar 321 Millionen Dollar Kredit.

Bioaktien

Die 2G Energy AG beendete das Gesamtjahr 2013 mit knapp 14 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr: Dieser sank auf 126,1 Millionen Euro. Zugleich erzielte die 2G Energy AG 3,1 Millionen Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT). Im starken Vorjahr hatte das Unternehmen mit 16,5 Millionen Euro noch mehr als fünf Mal so viel EBIT erwirtschaftet. Der Konzernjahresüberschuss schmolz auf eine Millionen Euro. 2013 hatte 2G noch 11,3 Millionen Euro Jahresüberschuss verbucht. Speziell in Italien und den USA sei der Geschäftserfolg unter den eigenen Erwartungen geblieben, hieß es.

Andere Aktien

Die Anleihe-Gläubiger des finanziell schwer angeschlagenen Fahrradherstellers Mitteldeutsche Fahrradwerke (MIFA) AG sollen zur Rettung des Unternehmens weitere Opfer bringen: MIFA schlägt den Gläubigern vor, die am 12. August 2014 fälligen Zinsen ihrer Beteiligung zu stunden. Außerdem sollen sie vorübergehend auf Kündigungsrechte verzichten. Zuvor schon war der Einstieg des indischen Fahrradkonzerns Hero Cycles bei MIFA an die Bedingung geknüpft worden, dass die Anleger auf 60 bis 80 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Über diese Maßnahmen lässt die MIFA AG vom 10. Juni 2014 bis zum 13. Juni 2014 abstimmen. In diesem Rahmen werde auch ein gemeinsamer Gläubigervertreter gewählt, kündigte das Unternehmen aus Sangerhausen an.

Trotz eines Umsatzrückgangs hat die Asian Bamboo AG aus Hamburg im ersten Quartal 2014 mehr EBIT erzielt als im ersten Quartal des Vorjahres. Der Umsatz dieses Zeitraums sank zwar um neun Prozent auf 4,6 Millionen Euro. Dennoch kletterte das EBIT um 112 Prozent auf 1,6 Millionen Euro. Und im Nettoquartalsergebnis gelang die Rückkehr in die Gewinnzone. Hier verbuchte Asian Bamboo 1,2 Millionen Euro Ertrag nach 12 Millionen Euro Nettoverlust im Vorjahreszeitraum.

Eine milliardenschwere Finanzierung für ein geothermisches Großkraftwerk in Indonesien hat die Ormat Technologies Inc. unter Dach und Fach gebracht. Zugleich bedeutet dies einen neuen Großauftrag für das Unternehmen aus Reno in Nevada: Acht Banken, darunter zwei staatliche Kreditanstalten aus Asien, stellen Ormat zufolge 1,7 Milliarden Dollar zur Verfügung, damit das Kraftwerk Sarulla mit 330 MW Leistungskapazität in Indonesien realisiert werden kann.


Bild: Ein geothermisches Großkraftwerk von Ormat in Nevada. / Quelle: Unternehmen


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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