Windräder von Nordex sollen bei einem Windparkvorhaben in Uruguay zum Einsatz kommen. / Quelle: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Nordex SE liefert Windräder nach Uruguay – SolarWorld AG verringert Quartalsverlust – Tesla Motors schreibt tiefrote Zahlen

Der DAX sackte im Verlauf der vergangenen Woche um 4,5 Prozent auf 9.210 Punkte ab. Um 2,7 Prozent auf 16.493 Punkte fiel der US-amerikanische Dow Jones Index. Marginale 10 Punkte verlor der japanische Nikkei. Er beschloss die Woche 15.427 Punkten. Der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong kletterte um 1,3 Prozent auf 24.532 Punkte. Um 3,4 Prozent verbilligte sich das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ auf 104,51 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ sank um 0,8 Prozent auf 7.072 Dollar. Der Euro hielt das Niveau der Vorwoche und kostete Am Freitag 1,342 Dollar.

Windaktien

Beim Bau eines Windparks in Uruguay setzt die Tochter eines großen italienischen Energieversorgers auf 20 Windräder von Nordex SE mit 50 Megawatt (MW) Gesamtleistungskapazität. Das teilte das Unternehmen aus Hamburg mit. Zusätzlich sei ein Service-Vertrag mit zwei Jahren Laufzeit vereinbart worden, hieß es. Errichtet werden soll der Windpark im Nordosten des Landes, rund 60 Kilometer entfernt von der brasilianischen Grenze.

Den Verkauf zweier Windparks an eine Fondsgesellschaft hat die PNE Wind AG bekannt gegeben. Es handele sich um zwei noch im Bau befindliche Windfarmen die mit Windrädern des Hamburger Herstellers Nordex bestückt würden, erklärte der Windkraftprojektierer aus Cuxhaven. Nach der Fertigstellung, die noch im laufenden Jahr anvisiert werde, sollen die beiden Windstromkraftwerke über 21,6 MW Leistungskapazität verfügen, hieß es.

Den Auftrag zur Lieferung von 16 Windturbinen mit zusammen 53 MW Kapazität nach Schweden hat der dänische Hersteller Vestas Wind Systems erhalten. Das Unternehmen aus Århus gab bekannt, dass eine Tochtergesellschaft des deutschen Versicherers Allianz aus München die Anlagen für eine Windfarm in der mittelschwedischen Provinz Värmlands bestellt habe.

Ein Windparkvorhaben, das die Bremer Energiekontor AG derzeit in ihrer Heimatregion errichtet, ist von der Frankfurter Fondsgesellschaft First Private übernommen worden. Nach der Fertigstellung der Windfarm in Uthlede nahe Bremerhaven solle diese über 19 MW Leistungskapazität verfügen, teilte First Private mit.

Solaraktien
Nach vorläufigen Berechnungen hat die SolarWorld AG aus Bonn im zweiten  Quartal 2014 mit 228 Millionen Euro 13 Prozent mehr Umsatz erzielt als im Vergleichszeitraum 2013. Beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbuchte der Konzern für das zweite Quartal des laufenden Jahres 19 Millionen Euro Verlust. Das zweite Quartal 2013 hatte SolarWorld mit 59 Millionen Euro EBIT-Verlust beschlossen. Die Aktuelle Bilanz sei durch Sondereffekte aus der durchlaufenen Sanierung belastet, hieß es. Hintergrund der positiven Entwicklung sei das deutlich verbesserte Geschäft mit Solarmodulen speziell in Frankreich und Großbritannien, so die Unternehmensführung.

Bild: Einblick in die Produktion von SolarWorld in Freiberg. / Quelle: Unternehmen


SMA Solar Technology AG, der weltgrößte Hersteller von Steuerungstechnik für Solaranlagen, hat die Gesamtjahresprognose deutlich nach unten korrigiert und neue Sparmaßnahmen angekündigt. Laut der aktualisierten Prognose rechnet SMA für 2014 noch mit 850 Millionen bis 950 Millionen Euro Umsatz. Bisher hatte der Konzern mit Umsätzen zwischen einer Milliarde und 1,3 Milliarden Euro kalkuliert. Im EBIT erwartet SMA nunmehr „im besten Fall“ ein ausgeglichenes Ergebnis. Falls der Umsatz das untere Ende der erneuerten Prognose erreiche, könne bis zu 45 Millionen Euro EBIT-Verlust anfallen, erklärte die SMA-Spitze. Als Konsequenz daraus sollen 600 Stellen gestrichen werden. Speziell in Europa habe man mit einer höheren Nachfrage nach Solartechnik gerechnet, so die SMA-Verantwortlichen.

Der Hamburger Solaranlagenbetreiber Capital Stage AG hat sein EBIT im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zur ersten Vorjahreshälfte um 52 Prozent auf 30,6 Millionen Euro gesteigert. Zugleich kletterte der Umsatz der ersten sechs Monate auf Jahressicht um knapp 51 Prozent auf 39,5 Millionen Euro. Das Unternehmen hatte seinen Kraftwerksbestand im Eigenbetrieb deutlich erhöht.

Die japanische XSOL Co., Ltd., eine Spezialistin für Solarsysteme, will künftig im großen Stil auf Solarmodule des US-Konzerns First Solar Inc. aus Tempe setzen. Die Japaner schlossen einen langfristigen Abnahmevertrag mit den Amerikanern, der zunächst Lieferungen im Umfang von 100 MW Leistungskapazität für Photovoltaik-Vorhaben in Japan vorsieht. Das gab First Solar bekannt.

Rückgänge bei Umsatz und Gewinn hat der Solarkonzern SunPower gemeldet. Das Unternehmen aus San Jose in Kalifornien erreichte im zweiten Quartal 2014 demnach nur einen Umsatz von 621.1 Millionen Dollar nach 650 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn schrumpfte von 62,8 Millionen auf 43,9 Millionen Dollar. Außerdem gab SunPower den Baubeginn einer Freiflächensolaranlage mit 134 MW Leistungskapazität in Merced County bekannt. Zudem werde SunPower Solarmodule mit 29 MW an den japanischen Projektierer Nangoku liefern.

Der chinesische Solartechnikhersteller Yingli Green Energy aus Baoding gab bekannt, er werde Solarmodule mit bis zu 30 MW Leistungskapazität an AMB Energia Wytwarzanie liefern. Auch bei der Realisierung dieser Sonnenstromkraftwerke werde Yingli involviert sein, hieß es. Nach deren Fertigstellung sei geplant, die Anlagen zu verkaufen.

Eine millionenschwere Finanzspritze könnte dem chinesischen Konzern LDK Solar helfen, das Insolvenzverfahren gegen seine Auslandsgesellschaft auf den Cayman-Inseln zu beenden. Die Verwaltung der insolventen LDK-Gesellschaft erklärte, der Konzern habe sich 29 Millionen Dollar frisches Kapital für die Restrukturierung sichern können. 24 Millionen Dollar davon werde der in Hong Kong ansässige Siliziumhersteller Heng Rui Xin Energy Co. investieren. Die übrigen fünf Millionen Dollar sollen von anderen Unternehmensteilen der LDK-Gruppe stammen. Möglicherweise könne das Verfahren damit im September 2014 beendet werden, hieß es.

Bioaktien
Die auf Anlagenbau spezialisierte Envitec Biogas AG aus Lohne verbesserte ihr EBIT im ersten Quartal 2014 auf 2,2 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte die Envitec Biogas AG noch 1,1 Millionen Euro EBIT-Verlust verbucht. Der Umsatz des ersten Vierteljahres lag mit 34,2 Millionen Euro knapp zwei Prozent über dem Niveau im ersten Quartal 2013. „Unsere in 2013 ergriffenen Strukturmaßnahmen greifen. Wir sind flexibler und schlanker geworden, um den starken Schwankungen, insbesondere im Anlagenbau, begegnen zu können“, erklärte Finanzvorstand Jörg Fischer die Entwicklung.

Der Biogasanlagenbetreiber KTG Energie AG hat seine Ausbauziele für das laufende Geschäftsjahr erreicht. Das Unternehmen hatte sich das Ziel gesetzt, bis zum 31. Juli 2014 über einen Kraftwerkspark von Biogasanlagen mit 50 MW Leistungskapazität zu verfügen. „KTG Energie hat zusätzlich neue Anlagen mit einer Kapazität von 10 MW in Betrieb genommen“, erklärte die Unternehmensführung. Seither komme der Eigenbestand an Biogasanlagen auf 53 MW.

Andere Aktien

Wegen hoher Investitionskosten hat der US-amerikanische Elektroautohersteller Tesla Motors Inc. aus Palo Alto in Kalifornien trotz eines Umsatzanstiegs im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal 2014 millionenschwere Verluste hinnehmen müssen. Der Nettoverlust im zweiten Quartal erreichte 61,9 Millionen Dollar, knapp doppelt so viel als im Vorjahreszeitraum. Dabei lag der Quartalsumsatz mit 769 Millionen Dollar 91 Prozent über dem des Vorjahresquartals. Das erste Halbjahr beendete Tesla Motors mit 1,387 Milliarden Dollar Umsatz und 111,7 Millionen Dollar. In der ersten Jahreshälfte 2013 hatte Tesla 956 Millionen Dollar Umsatz und 19,2 Millionen Dollar Nettoverlust verbucht.

Ein Elektroauto vom Typ Tesla Roadster von Tesla Motors. / Quelle: Unternehmen


Whole Foods Market, der größte Biolebensmittelhändler der USA,  hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (Bilanzstichtag 30. Juni) mit 3,4 Milliarden Dollar zehn Prozent mehr Umsatz erzielt als im Vorjahresquartal. Damit sei ein neuer Umsatzrekord gelungen, betonte der Unternehmensvorstand. Der Nettoquartalsgewinn kletterte auf Jahressicht um 6,4 Prozent auf 151 Millionen Dollar. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres verbuchte Whole Foods Market mit 10,9 Milliarden Dollar ebenfalls 10 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtnettogewinn der ersten drei Quartale 2014 erreichte 451 Millionen Dollar. Auf Jahressicht bedeutet das einen Anstieg um 4,9 Prozent.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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