Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Nordex SE schnürt dickes Auftragsbündel – Gewinnrückgang bei der S.A.G. Solarstrom AG – Helma Eigenheimbau AG meldet volle Auftragsbücher

Der DAX fiel in der vergangenen Woche um 2,8 Prozent auf 6.584 Punkte. 1,7 Prozent verlor der US-amerikanische Dow Jones Index; er notierte bei 12.853 Punkten. Der japanische Nikkei gab um 1,9 Prozent nach und sank auf 9.726 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ wurde 1,6 Prozent billiger. Es kostete 121,40 Dollar. Deutlich rückläufig war der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“. Er brach um 4,4 Prozent auf 8.015 Dollar ein. Der Euro verbilligte sich leicht. Er verlor 0,1 Prozent und erreichte 1,307 Dollar.

Windaktien

Ein großes Auftragsbündel hat der Hamburger Windradhersteller Nordex SE geschnürt. Insgesamt meldete das Unternehmen in der vergangenen Woche drei Großaufträge: zwei aus Europa und einen aus China. Zehn Windturbinen mit zusammengenommen 24 Megawatt (MW) Leistungskapazität soll der Windradhersteller für den Windpark Zöschlingen in Bayern liefern. Diese Order erhielt Nordex von dem auf Erneuerbare Energien spezialisierten Fondsinitiator VenSol Neue Energien GmbH und dem Projektierer Honold GmbH. Entstehen soll die Windfarm im Nordwesten des Landkreises Dillingen. Weitere Windräder mit insgesamt 72,5 MW bestellten verschiedene Kunden für Windfarmen in den Niederlanden. 29 Turbinen seien zur Errichtung des Windparks Kreekraksluis südlich von Bergen op Zoom bestimmt. Außerdem bestellte der chinesische Staatskonzern Zhonmin Wind Power Windräder mit insgesamt 30 MW Leistungskapazität für einen chinesischen Windpark.

Eine weitere Tranche Windräder mit insgesamt 50 MW Leistungskapazität hat die chinesische China Guangdong Nuclear (CGN) bei Vestas Wind Systems bestellt. Mit der Order ruft die chinesische Kundin das mittlerweile vierte 50-MW-Kontingent an Windturbinen bei Vestas ab und erfüllt damit die Abmachungen, die in einem 2010 geschlossenen Rahmenvertrag zwischen den Partnern getroffen worden war. Alle Windräder seien für den weiteren Ausbau des Windparks Mishan in der Provinz Heilongjiang bestimmt. Dieses Großprojekt werde nach seiner Fertigstellung über 200 MW Kapazität verfügen, hieß es.

Der Streitfall zwischen dem chinesischen Windturbinenbauer Sinovel Wind Group und dem US-amerikanischen Windkraftzulieferer American Superconductor Corp. (AMSC) geht in die nächste Runde. AMSC hat vor dem Obersten Volksgerichtshof - der höchsten Instanz der chinesischen Justiz – Klage gegen Sinovel eingereicht. AMSC wirft ihrem ehemals größten Kunden unter anderem vor, Patentrechte verletzt zu haben. In seiner Klage fordert AMSC von Sinovel 1,2 Milliarden Dollar Schadensersatz.

Der Bremer Windkraftprojektierer Energiekontor AG hat durch die Nord/LB die Finanzierung der Windfarm Withernwick an der Ostküste Englands gesichert. Diese werde nach der Fertigstellung für das Frühjahr 2013 geplanten über 13,5 MW Leistungskapazität verfügen. Die Nord/LB stellt auch schon die Finanzierung für den Energiekontor-Windpark Hyndburn im Osten Englands. Beide Projekte haben gemeinsam einen Wert von 100 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit.

Solaraktien

Einen Gewinneinbruch verbuchte die S.A.G. Solarstrom AG für das Geschäftsjahr 2011. Das Solarunternehmen aus Freiburg erzielte 6,2 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das ist weniger als die Hälfte des Vorjahres-EBIT. Dieses hatte bei 13,2 Millionen Euro gelegen. Dabei steigerte S.A.G. den Umsatz im Vergleich zu 2010 um 31,2 Prozent auf 264 Millionen Euro.
Bildnachweis: Hauptsitz der S.A.G. Solarstrom AG in Freiburg. / Quelle: Unternehmen


Zahlreiche Gläubiger des insolventen Berliner Solarkonzerns Solon SE könnten auf ihren Forderungen sitzen bleiben. Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg gab eine Schätzung ab, wonach möglicherweise nur drei Prozent der angemeldeten Forderungen bedient werden könnten. Der Verkauf des Herzstücks von Solon an die indisch-arabische Microsol habe lediglich 3,7 Millionen Euro eingebracht, hieß es. Zu ihren besten Zeiten belief sich der Börsenwert der Solon SE auf rund eine Milliarde Euro.

Der Bonner Photovoltaik-Konzern SolarWorld AG hat über seine US-Tochter einen Auftrag aus den Vereinigten Staaten erhalten: Die National Solar Power LLC mit Sitzen in Melbourne und Florida hat Module für drei Solarkraftwerke in Florida bestellt, die voll ausgebaut zusammengenommen über 700 MW Leistungskapazität verfügen sollen. Errichtet werden sollen die Photovoltaikanlagen in n Hardee County (200 MW Gesamtkapazität), in Gadsen County (400 MW) und in Liberty County (100 MW). Geplant seien Bauabschnitte zu je 20 MW.

Die beiden Nordamerika-Sparten der insolventen Q-Cells SE aus Bitterfeld sind nicht von der Pleite ihrer bisherigen Muttergesellschaft betroffen. Das teilten Q-Cells USA und ihre kanadische Schwestergesellschaft in einer gemeinsamen Erklärung mit. Demnach wollen die Gesellschaften ihre Geschäfte unabhängig fortführen.

Trotz einer Ergebnisverbesserung verharrt der Solarprojektierer Edisun Power Group AG aus Zürich in der Verlustzone. Das Unternehmen vervielfachte sein operatives Ergebnis von 50.000 Euro in 2010 auf 850.000 Euro in 2011. Dennoch verbuchte die Sun Edisun Group 760.000 Euro Reinverlust. Im Vorjahr hatte dieses Defizit noch 890.000 Euro betragen. Sun Edisun war es gelungen, seine Stromproduktion auf Jahressicht um 25 Prozent zu steigern, hieß es zur Ergebnisverbesserung. 

Die Hängepartie um den Verkauf eines 230 MW starken Solarparks von First Solar im US-Bundesstaat Kalifornien scheint auf ein gutes Ende für den Solarkonzern aus Tempe in Arizona zuzusteuern. Mit Ablauf einer zusätzlich gewährten Frist erhielt First Solar grünes Licht für 75 Millionen Dollar als zinsgünstigen Staatskredit des Department of Energy (DOE). Damit sei eine wichtige Voraussetzung geschaffen, die dem vereinbarten Verkauf des Großvorhabens an den US-Energieversorger Exelon aus Chicago den Weg ebne, hieß es. Die komplizierte Transaktion drohte zwischenzeitlich zu platzen. Dies hätte bedeuten können, dass First Solar den Verkauf des Freiflächensolarparks Antelope Valley Solar Ranch One (AVSR) hätte zurück abwickeln müssen. Insgesamt will Exelon 713 Millionen Dollar investieren. Die Gesamtbaukosten werden allerdings auf 1,36 Milliarden Dollar geschätzt. 646 Millionen US-Dollar zum Bau hat das DOE bereits beigesteuert.

Der Umsatz des US-Solarausrüsters Satcon Technology Corporation aus Boston ist im ersten Quartal 2012 eingebrochen. Das geht aus vorläufigen Geschäftszahlen hervor. Demnach verbuchte Satcon in den ersten drei Monaten 2012 zwischen 22 und 25 Millionen Dollar Umsatz. Im Vergleichszeitraum  2011 erzielte Satcon noch knapp 62 Millionen Dollar. Allerdings seien im ersten Quartal wesentlich mehr neue Aufträge bei dem Wechselrichter-Hersteller eingegangen. Die vorläufige Bilanz weist Bestellungen im Wert von 45 Millionen Dollar aus, 27 Prozent mehr als im ersten Quartal 2011.

Die US-Luftwaffe hat Solarpaneele mit insgesamt 3,4 MW Leistungskapazität beim chinesischen Solarkonzern Suntech Power Holdings Ltd. Co. bestellt. Das gab der Konzern aus Wuxi bekannt. Die Photovoltaik-Komponenten seien für die Edwards Air Force Base in Süd-Kalifornien bestimmt.

Seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2011 hat der chinesische Solarkonzern LDK Solar um zwei Wochen auf den 30. April verschoben. Das gab das Unternehmen mit Sitz in Xinyu kurz vor dem ursprünglichen Termin bekannt. Das Management benötige mehr Zeit unter anderem, um die Abschreibungen auf Lagerbestände in die Bilanz einbringen zu können, teilte LDK mit. Grund sei der fortlaufende, weltweite Preisverfall für Photovoltaik-Komponenten.

Andere Aktien

Im ersten Quartal des laufenden Jahres verbucht die Helma Eigenheim AG aus Lerthe mehr Aufträge als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das teilte die Spezialistin für Passivhäuser und nachhaltige Energiekonzepte. Nachdem in den ersten drei Monaten 2010 neue Aufträge im Wert von 29 Millionen Euro bei Helma eingegangen waren, seien es im ersten Vierteljahr 2012 Bestellungen für insgesamt 30,5 Millionen Euro, hieß es.
Bildnachweis: Errichtung eines Hauses der Helma Eigenheimbau AG. / Quelle Unternehmen.


Die Rückkehr in die Gewinnzone meldete die österreichische Umwelttechnik-Spezialistin SW Umwelttechnik AG. Dem neusten Geschäftsbericht zufolge hat das Unternehmen aus Klagenfurt 1,1 Millionen Euro EBIT in 2011 erwirtschaftet. Im Vorjahr waren 600.000 Euro EBIT-Verlust angefallen. Dabei erzielte SW Umwelttechnik 2011 weniger Umsatz als im Jahr zuvor: dieser fiel auf Jahressicht von 73,8 auf 69,4 Millionen Euro. Es sei gelungen, Produktionsabläufe zu optimieren. Außerdem hätten sich die Preise stabilisiert.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer InformationsseiteOpens external link in new windowAktien: Kurse“ (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung  Opens external link in new windowUmweltBank.

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