In der Türkei drehen sich breits Nordex-Windräder. Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Nordex soll Windräder in die Türkei liefern – Aktie der Sunways AG verlässt die Börse – Hydrotec AG verringert Verlust

Der DAX erzielte in der vergangenen Woche 0,7 Prozent Kursgewinn. Er stieg auf 9.913 Punkte. 1,3 Prozent aufwärts auf 16.943 Punkte ging es für den US-amerikanischen Dow Jones Index. Der japanische Nikkei kletterte um 2,7 Prozent auf 15.460 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong sank um 0,5 Prozent auf 23.194 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 114,71 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ erhöhte sich um 2,7 Prozent auf 6.820 Dollar. Um 0,4 Prozent verbilligte sich der Euro auf 1,3596 Dollar.

Windaktien

Ein Bündel von drei neuen Aufträgen aus der Türkei hat der Windradhersteller Nordex SE geschnürt. Die Bestellungen kommen nach seinen Angaben von unterschiedlichen Kunden. Für zwei davon sei es zugleich der Einstieg in die Windkraft, teilte das Hamburger Unternehmen mit. Insgesamt seien 17 Windräder mit zusammen 44,4 Megawatt (MW) Leistungskapazität geordert worden.

Der Bremer Windkraftprojektierer Energiekontor AG hat die energetische Modernisierung eines Windparks in Niedersachsen abgeschlossen. Die Repowering-Maßnahme versechsfachte die Stromproduktionskapazität der Windfarm in Flögeln-Sühl im Landkreis Cuxhaven von 3 auf 18 MW. Die Energiekontor AG ersetzte alte Windräder durch leistungsfähigere Turbinen.

Ein neuer Großauftrag zum Bau eines Windparks auf den Philippinen ist beim spanischen Windradhersteller Gamesa Corp. Tecnologica eingegangen. Das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland soll demnach Windräder mit insgesamt 54 MW Leistungskapazität liefern und installieren. Nach der Errichtung der Anlagen auf der Insel Luzón werde Gamesa fünf Jahre Service und Wartung des Windparks mit dem Projekttitel Pilla übernehmen.

Solaraktien

Die Aktie des insolventen Solartechnikherstellers Sunways AG verschwindet zum Jahresende von der Börse: Nach 13 Jahren und zehn Monaten auf dem Börsenparkett wird die Zulassung des Unternehmens aus Konstanz zum 10. Dezember 2014 widerrufen. Das teilte die Unternehmensführung mit. Insolvenzverwalter Thorsten Schleich erklärte, dass mittlerweile Investoren für alle drei Geschäftsbereiche gefunden seien. Das waren Gebäudeintegrierte Photovoltaik, Solarzellenproduktion und die Herstellung von Wechselrichtern.

Die US-Sparte der Bonner SolarWorld AG hat einen neuen Auftrag von RGS Energy erhalten. Einzelheiten der Vereinbarung wie das Liefervolumen oder der Lieferzeitraum wurden nicht bekannt. RGS Energy will in 2014 Photovoltaikprojekte mit zusammen 55 MW umsetzen.

Der Solarausrüster PVA TePla AG steht vor einer umfassenden Umstrukturierung: Auf Beschluss der jüngsten Hauptversammlung des Unternehmens aus Aßlar wird die bisherige Aktiengesellschaft künftig als reine Holding weitergeführt. Die verschiedenen Sparten der PVA TePla AG werden in GmbHs ausgegliedert. Dabei sollen einzelne Unternehmensteile zu größeren Einheiten zusammengeführt werden. Der Vorstand erhofft sich so die Kundenorientierung verbessern zu können. Zudem wurde der Aufsichtsrat umbesetzt: Prof. Dr. Günter Bräuer hat das Gremium verlassen. Sein Nachfolger ist Prof. Markus Thoma von der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

First Solar Inc. aus Tempe in Arizona ist mit der Planung und Realisierung einer Freiflächensolaranlage mit 150 MW Leistungskapazität beauftragt worden. Auf einer 445 Hektar großen Fläche im kalifornischen Imperial County nahe El Centro solle das Vorhaben realisiert werden, teilte der Konzern mit. Auftraggeber ist Tenaska Solar Ventures aus Omaha in Nebraska. In Großbritannien hat First Solar zudem drei Projekte mit 34,5 MW Gesamtleistungskapazität an die Betreiber übergeben.

Zur Finanzierung von Dachsolaranlagen für US-Privathaushalte hat der kalifornische Solarkonzern SunPower Inc. eine Zusage für einen Kredit in dreistelliger Millionenhöhe erhalten. Kreditgeber sei die Die Admirals Bank aus Boston in Massachusetts. Die Bank werde 200 Millionen Dollar bereitstellen, damit SunPower ein in den USA weit verbreitetes Geschäftsmodell für Private Solaranlagen starten kann.

Über den Einstieg bei einem Gemeinschaftsunternehmen hat der US-Konzern SunEdison Semiconductor Inc. den Bestand eigener Sonnenstromkraftwerke erweitert. Das Unternehmen aus St. Peters in Missouri einigte sich mit der AES Corporation auf die Übernahme von 50 Prozent aller Anteile an der Ridge Power LCC. Die andere Hälfte dieses US-Betreibers von Grünstromanlagen verbleibe bei dem Finanzdienstleister Riverstone Holdings LLC. Dieses Geschäft mache SunEdison Semiconductor zum Miteigentümer laufender Solaranlagen mit 336 MW Leistungskapazität und eines weiteren Photovoltaik-Großvorhabens mit 183 MW Kapazität, das bis 2016 in Kalifornien fertiggestellt werden soll: das Tenaska Imperial Solar Energy Center. Die eigenständig im Nasdaq notierte Sparte von SunEdison Inc. verständigte sich mit der BlueWave Capital LLC. aus Boston über die Übernahme der Projektrechte für zwölf Photovoltaikvorhaben mit zusammen 50 MW Leistungskapazität, hieß es.
Bild:Ein Solarpark von Sun Edison. / Foto: Unternehmen


Zwei Aufträge aus der chinesischen Heimat hat Trina Solar Ltd. gemeldet. Der Konzern aus Changzhou soll für die Kunden Xinyi Solar und Linuo Solar mehrere Photovoltaikprojekte mit Modulen bestücken. Die Leistungskapazität beider Aufträge zusammen belaufe sich auf 83 MW, so das Unternehmen.

Auf einer 5,8 Hektar großen Fläche im malaysischen Malacca soll ein Solarpark mit Modulen von Yingli Green Energy entstehen. Das Unternehmen aus dem chinesischen Baoding erhielt nach eigenen Angaben von der einheimischen Gading Kencanaden den Auftrag, insgesamt 30.000 Solarmodule mit zusammen 12 MW Leistungskapazität zu liefern. Der Solarpark werde mit 8 MW Leistungskapazität ausgestattet. Die übrigen Module mit 4 MW seien für Dachanlagen an verschiedenen Standorten in Malaysia vorgesehen, teilten die Chinesen mit. Außerdem sei jüngst in Malaysia ein Solarpark mit 10,3 MW in Betrieb gegangen, der auf Technik von Yingli setze, hieß es.


Bioenergieaktien

Die KTG Energie AG hat starke vorläufige Zahlen veröffentlicht. Die auf den Betrieb von Biogasanlagen spezialisierte Tochter des Hamburger Landwirtschaftskonzerns KTG Agrar SE erzielte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres mit 29,8 Millionen Euro 38 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Zugleich kletterte der Gewinn vor Steuern und Zinsen der nicht testierten Bilanz zufolge um 34 Prozent auf 5,5 Millionen Euro. Ebenfalls um 34 Prozent verbessert zeigt sich der Gewinn vor Steuern Zinsen und Abschreibungen. Hier kommt die KTG Energie AG auf 8,5 Millionen Euro nach 6,3 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auf Beschluss der Hauptversammlung werde die KTG Energie AG erstmals nach dem Börsendebüt vor knapp zwei Jahren eine Dividende von 0,40 Euro je Aktie ausschütten, teilte der Vorstand mit.


Andere Aktien

Trotz eines Umsatzanstiegs hat die Hydrotec AG Gesellschaft für Wassertechnik das erste Quartal 2014 mit mehr Verlust abgeschlossen als im Vorjahreszeitraum. Während der Quartalsumsatz um 20,4 Prozent stieg, erhöhte sich der Verlust im operativen Geschäft auf 13 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2013 hatte die Hydrotec AG noch 3 Millionen Euro Verlust verbucht.


Um ihre Ressourceneffizienz zu steigern setzen die Wasserwerke der Stadt Hamburg auf Messtechnik der US-Umwelttechnikspezialistin Itron Inc. Das Unternehmen aus Liberty Lake in Washington gab bekannt, dass Hamburg Wasser 120.000 Messgeräte bestellt habe. Damit werde die Stadt ihre Wasserversorgung in den kommenden drei Jahren modernisieren, hieß es.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.


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