Windrad von Nordex. / Foto: Unternehmen

17.11.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Nordex steigert Umsatz und Gewinn – Solar-Fabrik AG verringert Verluste – Asian Bamboo schreibt wieder schwarze Zahlen

Der DAX sank im Verlauf der vergangenen Woche um 0,4 Prozent auf 9.253 Punkte. Um 0,4 Prozent aufwärts auf 17.639 Punkte ging es für den US-amerikanischen Dow Jones Index. Der japanische Nikkei kletterte um vier Prozent auf 17.467 Punkte. Um 2,2 Prozent auf 24.087 Punkte verbesserte sich der chinesische Hang Seng Index. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ fiel unter die 80-Dollar-Marke. Es verbilligte sich um 7,4 Prozent auf 79,57 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ sank um marginale 0,1 Prozent auf 6.707,50 Dollar. Der Euro gewann 0,5 Prozent und erreichte 1,2525 Dollar.

Windaktien

Aufgrund verringerter Kosten konnte der Hamburger Windradhersteller Nordex SE sowohl den Umsatz als auch den Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) in den ersten neun Monaten 2014 deutlich steigern. Das EBIT verbesserte sich auf 59,9 Millionen Euro nachdem es im Vorjahreszeitraum noch bei 31 Millionen Euro gelegen hatte. Der Umsatz des ersten Dreivierteljahres kletterte um 20,5 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro. Das geht aus der jüngsten Bilanz des Unternehmens hervor. Zudem erhielt Nordex einen Auftrag zur Lieferung von Turbinen nach Litauen. Der einheimische Kraftwerksbetreiber AB Inter Rao Lietuva bestellte 19 Turbinen mit 45,6 Megawatt (MW) Leistungskapazität.

Für die ersten neun Monate 2014 verbuchte die PNE Wind AG laut ihrer Bilanz 184,1 Millionen Euro Umsatz. Das ist mehr als viermal so viel als im Vorjahreszeitraum. Dabei wies PNE für das erste Dreivierteljahr 7,6 Millionen Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen aus. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres schlug noch ein EBIT-Verlust von knapp sechs Millionen Euro zu Buche. Hintergrund der Steigerung seien Erfolge im Projektgeschäft, hieß es aus der Unternehmenszentrale des Windkraftprojektierers in Cuxhaven.

Der spanische Energieriese Iberdrola will seinen gesamten Windparkbestand - immerhin Windräder mit 245 MW Gesamtkapazität - in Italien weiter von Gamesa Corp. Tecnologica betreuen lassen. Dazu wurden die Serviceverträge vorzeitig um zwei Jahre verlängert, hieß es. Zudem soll in Schweden ein Windpark mit 15 MW Gesamtkapazität entstehen, zu dessen Errichtung der Konzern aus Zamudio im Baskenland sechs Windräder liefern soll. Der Auftrag stamme vom Vermögensverwalter John Laing, teilte Gamesa mit.

Solaraktien

Die SolarWorld AG hat ihre bislang nur vorläufigen Quartalszahlen bestätigt. Demnach erzielte der Bonner Solarkonzern in den ersten neun Monaten 2014 mit 409 Millionen Euro 18 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Dabei verbuchte Solar World 77 Millionen Euro EBIT-Ertrag nach 95 Millionen Euro EBIT-Verlust im Vergleichszeitraum 2013. Vor allem das stärkere US-Geschäft habe dazu beigetragen, hieß es.

Die Solar-Fabrik AG aus Freiburg schreibt weiter rote Zahlen: Laut Unternehmensbericht für die ersten neun Monate hat die Solar-Fabrik AG zwar den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 43,7 auf 49,5 Millionen Euro gesteigert. Zugleich sank der EBIT-Verlust auf 3,2 Millionen Euro nach 4,6 Millionen Euro Defizit im Vorjahreszeitraum.

Deutlich verbesserte Eckdaten zur Bilanz für die ersten neun Monate des laufenden Jahres hat der Hamburger Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage AG vorgelegt. Demnach erzielte die Capital Stage AG in den ersten drei Quartalen 2014 mit 65 Millionen Euro 41 Prozent mehr Umsatz als im ersten Dreivierteljahr 2013. Das EBIT kletterte indes auf Jahressicht um 43,6 Prozent auf 41,9 Millionen Euro. Schlüssel zu dieser Entwicklung sei der stetig erweiterte Kraftwerkspark der Capital Stage AG, teilte der Vorstand mit. Zudem gab die Capital Stage AG eine langfristige strategische Kooperation mit der Gothaer Versicherung bekannt. Der Versicherungskonzern investiere 150 Millionen Euro in Genussrechte einer Tochtergesellschaft, hieß es. Das Kapital werde zum Kauf weiterer Grünstrom-Kraftwerke eingesetzt, hieß es.

Der US-Solarprojektierer SolarCity Corp. hat in den ersten neun Monaten 2014 mit 183,2 Millionen Dollar 57,2 Prozent mehr Umsatz erzielt als im Vorjahreszeitraum. Zugleich hat sich allerdings der EBIT-Verlust deutlich mehr als verdoppelt. Er wuchs auf 215,6 Millionen Dollar nach 94 Millionen Dollar EBIT-Defizit im ersten Dreivierteljahr 2013. Das geht aus der Bilanz des Unternehmens aus San Mateo in Kalifornien hervor.

In Großbritannien wird derzeit ein Solarpark mit 46 MW Leistungskapazität umgesetzt. Beim Bau der Anlage in Oxfordshire setzt der deutsche Projektierer Bellectiric nach eigenen Angaben auf Module des US-Herstellers First Solar Inc. aus Tempe in Arizona.

Der US-Solarkonzern SunPower Inc. rechnet für das laufende vierte Quartal mit einer besseren Geschäftsentwicklung als bisher angenommen. Das Unternehmen aus San José in Kalifornien passte heute seine Quartalsprognose nach oben an: Ursprünglich war die Unternehmensführung davon ausgegangen, das vierte Quartal mit Umsatzerlösen zwischen 575 und 625 Millionen Dollar zu beenden und 0,15 bis 0,30 Dollar Gewinn je Aktie zu erzielen. Aus einer Bilanzierung des Projektportfolios mit 579 Megawatt Gesamtleistung habe sich die Umsatz- und Gewinnerwartung jedoch deutlich erhöht, teilten die Kalifornier mit.

Bild: Solarprojekt von SunEdison Inc. / Foto: Unternehmen


Knapp einen Monat nach seinem Börsendebüt hat der US-amerikanische Solarprojektierer Vivint Solar Inc. einen deutlichen Quartalsverlust bekannt gegeben. Das Unternehmen aus Lehi im US-Bundesstaat Utah vervierfachte den Nettoverlust im dritten Quartal auf Jahressicht auf 58,4 Millionen Dollar. Dagegen stieg der Quartalsumsatz um satte 266 Prozent auf 8,3 Millionen Dollar. Die Führung von Vivint Solar erklärte die höheren Verluste mit Investitionen in das Unternehmenswachstum.

Auf den Philippinen soll der US-Konzern SunEdison im großen Stil Solaranlagen planen, errichten und später auch betreiben. Das Unternehmen aus St. Peters in Missouri gab die Unterzeichnung eines Rahmenvertrages zum Bau und Betrieb von Solaranlagen mit 300 MW Gesamtkapazität bekannt.


Der kanadisch-chinesische Konzern Canadian Solar hat das dritte Quartal 2014 mit 914 Millionen Dollar Umsatz und 104,2 Millionen Dollar Nettogewinn beendet. Ein Rekordergebnis, wie die Führung des Unternehmens aus Guelph in Ontario betonte. Gegenüber dem Vorjahresquartal kletterte der Umsatz damit um 86 Prozent während der Nettogewinn beinahe viermal höher ausfiel.

In Bolivien haben die Arbeiten am ersten großen Solarpark des Landes begonnen. Die Module für das Vorhaben mit 7,5 MW Leistungskapazität hat der chinesische Hersteller Yingli Green Energy geliefert. Das teilte das Unternehmen aus Baoding mit. Gebaut wird demnach in Cobija im Bundesstaat Pando.

Bioenergieaktien

Preisdruck belastet die aktuelle Bilanz des Biokraftstoff-Herstellers Petrotec AG aus Borken: Während der Gesamtumsatz der ersten drei Quartale mit 134,3 Millionen Euro 7,1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums lag, entstand in diesem Zeitraum ein EBIT-Verlust von 400.000 Euro. Für das erste Dreivierteljahr 2013 hatte die Petrotec AG noch 6,2 Millionen Euro EBIT-Ertrag verbucht.

Bild: LKW der Petrotec AG. / Foto: Unternehmen

Verzögerungen bei Großprojekten belasten die Bilanz der Biodieselanlagen-Spezialistin BDI Bio Energy International AG. Das Unternehmen aus Grambach bei Graz in Österreich erzielte mit 11,5 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2014 weniger als die Hälfte des Umsatzes, der im Vorjahreszeitraum zu Buche geschlagen war. Dabei entstand ein EBIT-Verlust von 4,1 Millionen Euro nach 948.000 Euro EBIT-Gewinn im Vergleichszeitraum des Vorjahres.


Andere Aktien

Trotz eines Umsatzeinbruchs schaffte die deutsch-chinesische Bambus-Spezialistin Asian Bamboo im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten 2014 die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Asian Bamboo erzielte laut der Bilanz mit 18,5 Millionen Euro im ersten Dreivierteljahr 2014 25 Prozent weniger Umsatz als in den ersten drei Quartalen 2013. Dennoch erwirtschaftete das Unternehmen mit Sitz in Hamburg neun Millionen Euro Nettogewinn nach 3,5 Millionen Euro Nettoverlust im Vorjahreszeitraum. „Dieser Turnaround im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf ein gutes Kostenmanagement zurückzuführen“, so der Vorstand.


Der Hamburger Schienenlogistikkonzern VTG AG hat das dritte Quartal des laufenden Jahres mit 1,9 Prozent mehr Umsatz und 7,9 Prozent mehr EBIT beendet. Während der Quartalsumsatz 610 Millionen Euro erreichte, stieg das Quartals-EBIT auf 60,9 Millionen Euro. Zu verdanken sei dies einer verbesserten Nachfrage, hieß es.



Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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