Die Senvion GmbH plant ein Comeback an die Börse. Durch die möglichen Gewinne will der Windradhersteller weiter wachsen. / Foto: Unternehmen

29.02.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Nordex und Gamesa legen starke Zahlen vor – First Solar fährt Rekordergebnis ein – Waggonvermieter VTG AG schafft Gewinnsprung

Der DAX verbesserte sich im Verlauf der vergangenen Woche um 1,3 Prozent auf 9.513 Punkte. Um 1,5 Prozent auf 16.636 Punkte kletterte der US-amerikanische Dow Jones. Der Kurs des japanischen Nikkei legte 3,2 Prozent zu und erreichte 16.322 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index kletterte um 0,4 Prozent auf 19.285 Punkte. Um 5,2 Prozent auf 35,45 Euro stieg der Preis für ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verteuerte sich um 1,8 Prozent auf 4.690,50 Dollar. Der Euro sank um 2,1 Prozent auf 1,0939 Dollar.

Windaktien

Eine starke Bilanz für 2015 hat der Hamburger Windradhersteller Nordex vorgelegt. Demnach steigerte der Konzern den Umsatz gegenüber 2014 um 40 Prozent auf 2,43 Milliarden Euro.  Zugleich kletterte der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von Nordex im Gesamtjahr um 60 Prozent auf 126,2 Millionen Euro. Grund für die deutliche Steigerung seien gute Geschäfte und „unterdurchschnittlich gestiegene Strukturkosten“, erklärte das Nordex-Management.

Die ABO Wind AG hat die Genehmigung zum Bau des Windparks Uckley-Nord im brandenburgischen Königs Wusterhausen erhalten. Die Bauarbeiten hätten schon begonnen, teilte der Projektentwickler aus Wiesbaden mit. Das Bauvorhaben werde mit zehn Nordex-Windrädern ausgestattet und voll ausgebaut auf 33 Megawatt (MW) Leistungskapazität kommen, hieß es.

Gamesa Corp. Tecnologica beendete das Geschäftsjahr 2015 mit deutlich mehr Umsatz und Gewinn als 2014. Der Windradhersteller aus Zamudio im spanischen Baskenland steigerte den Gesamtjahresumsatz um 23 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Das EBIT kletterte um 54 Prozent auf 295 Millionen Euro. Der Nettogewinn sprang um 85 Prozent auf 170 Millionen Euro. So geht es aus der Bilanz hervor, die Gamesa veröffentlichte. Der Konzern habe von der wachsenden weltweiten Nachfrage profitiert und zugleich die Effizienz gesteigert, kommentierte das Management die Geschäftsentwicklung.

Aus Norwegen hat Vestas Wind Systems den bislang größten Lieferauftrag für Windräder bekommen. Der Konzern aus Århus in Dänemark soll nach eigenen Angaben 278 Windräder mit zusammen 1.001 MW Leistungskapazität für sechs Windparkbauvorhaben liefern. Auftraggeber sei ein Konsortium um den staatlichen norwegischen Energiekonzern Statkraft aus Oslo. Außerdem verlängerte Vestas einen Servicevertrag für sechs spanische Windparks mit 278 MW Kapazität. Der neue Vertrag laufe bis ans Ende der Lebensdauer der Windparks, hieß es. Weitere Details dazu blieben offen. Zudem legte Vestas einen 2013 begonnen Rechtsstreit mit seinem Ex-Finanzvorstand Henrik Nørremark außergerichtlich bei. Näheres zu der Einigung teilte das Management nicht mit. Nørremark hatte unter Betrugsverdacht gestanden. Offizielle Ermittlungen der zuständigen Behörden hatten diesen Verdacht jedoch nicht erhärtet.

Die Senvion GmbH arbeitet an der Rückkehr auf das Börsenparkett. So es das Marktumfeld zulasse, werde der Windradhersteller aus Hamburg noch im Sommer 2016 an die Frankfurter Börse zurückkehren. Geplant sei ein Listing im höchsten Börsensegment, dem „Prime Standard“, hieß es. Der Ertrag aus dem Börsengang soll für die Erschließung neuer Märkte und weiteres Wachstum genutzt werden, kündigte die Senvion-Führung an. Auf wie viel Kapital das Unternehmen dabei hofft, ließ das Management offen. Senvion war 2011 von seiner damaligen Muttergesellschaft von der Börse genommen worden. Damals firmierte der Windradhersteller noch unter dem Namen REpower Systems SE.

Solaraktien

Im US-Bundesstaat Nevada soll die Phoenix Solar AG eine Freiflächenanlage mit 65 MW geplanter Kapazität errichten. Dieser neue Auftrag stamme von der Invenergy Solar Development LLC, teilte das Unternehmen aus Sulzemoos mit.

Der US-Photovoltaikriese First Solar Inc. hat 2015 dank guter Geschäfte einen Rekordumsatz erzielt und auch den Gewinn deutlich gesteigert. Das geht aus der Bilanz hervor, die das Unternehmen aus Tempe in Arizona veröffentlicht hat. Demnach erzielte First Solar in 2015 einen Umsatz von 3,6 Milliarden Dollar nach 3,4 Milliarden Dollar Umsatz in 2014. Der Nettogewinn kletterte auf 546,4 Millionen Dollar nach 395,9 Millionen Dollar im Vorjahr. Auch beim Auftragsbestand habe First Solar mit Bestellungen für Solarmodule mit 3.400 MW Kapazität ein neues Rekordniveau erreicht, so der Vorstand.

Starke vorläufige Zahlen für 2015 hat die auf Solar-LED-Leuchtsysteme spezialisierte Carmanah Technologies Corp. vorgelegt. Das Unternehmen aus Victoria in der kanadischen Provinz British Columbia steigerte den  Jahresumsatz in 2015 gegenüber 2014 um 56 Prozent auf 68 Millionen Dollar. Alle Unternehmensbereiche hätten zu dem Umsatzanstieg beigetragen, erklärte der Vorstand weiter. Zu Gewinn oder Verlust machte Carmanah noch keine Angaben.
Bild: Die Carmanah Technologies Corp., Hersteller von Solar-LED-Leuchtsystemen, beeindruckt mit starken Zahlen / Foto: Unternehmen

Die Übernahme einer Fabrik für Photovoltaikmodule in den Niederlanden hat der chinesische Hersteller Trina Solar Holdings Co. Ltd. bekannt gegeben. Das Werk ist demnach in der Lage dazu, jährlich Module mit 200 MW Gesamtkapazität zu produzieren. Es handele sich um einen Kauf aus der Insolvenzmasse von Solland Solar  heraus, so die Chinesen. Weitere finanzielle Details nannte der Konzern aus Changzhou nicht.

Beim Bau eines großen Solarparks in Südafrika soll Technik von JA Solar Holdings Co. Ltd. zum Einsatz kommen. Der Konzern aus Shanghai hat sich in einer staatlichen Ausschreibung durchgesetzt. JA Solar sei als alleiniger Modullieferant für ein Solarparkvorhaben mit 86 MW geplanter Leistungskapazität ausgewählt worden, gaben die Chinesen bekannt.

Andere Aktien

Der Schienenlogistikspezialist und Waggonvermieter VTG AG hat 2015 einen Gewinnsprung geschafft. Das Unternehmen aus Hamburg meldete für 2015 einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr um 26,6 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sprang um 76,2 Prozent auf 336,5 Millionen Euro. Insbesondere die Übernahme der Ahaus Alstätter Eisenbahn Holding AG – AAE habe sich 2015 deutlich positiv auf Umsatz und Ergebnis der VTG ausgewirkt, teilte der Vorstandsvorsitzende Dr. Heiko Fischer mit.

Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter Ormat Technologies Inc. aus Reno in Nevada. So weist es die veröffentlichte Bilanz des Unternehmens aus. Gegenüber dem Vorjahr kletterte der Umsatz demnach um 6,3 Prozent auf den neuen Rekordwert von 594,6 Millionen Dollar. Speziell das Geschäft mit Kraftwerkstechnik sowie Anlagenplanung und Bau trugen dem Management zufolge dazu bei. Das EBIT legte gegenüber dem Vorjahr um 14,3 Prozent zu und erreichte 164,1 Millionen Dollar. Dabei habe Ormat von einem Steuervorteil profitiert, der sich im dritten Quartal für ein Kraftwerk in Kenia ergeben habe, so das Management. Dieser habe eine Entlastung um 48,7 Millionen Dollar gebracht, erklärten die Ormat-Verantwortlichen.

Die Aktionäre von Vivint Solar Inc. aus Lehi in Utah haben der milliardenschweren Übernahme durch den Ökostromriesen SunEdison Inc. zugestimmt. Das teilte die SunEdison-Führung mit. Zudem sei der Einspruch gegen eine mit diesem Geschäft verbundene Übernahme zahlreicher Solaranlagen durch eine Tochter von SunEdison vor Gericht gescheitert, so der Konzern aus Belmont in Kalifornien weiter.
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