Einblick in die Produktion von Nordex. / Quelle: Unternehmen

03.02.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Nordex zieht positive Absatzbilanz – SolarWorld reicht tiefrote Bilanz nach – hohe Verluste für STR Holdings

Der Dax verlor in der vergangenen Woche 0,9 Prozent und fiel auf 9.306 Punkte. 1,2 Prozent Kursverlust auf 15.707 Punkte verbuchte der US-amerikanische Dow Jones Index. Um 2,1 Prozent abwärts auf 14.956 Punkte ging es für den japanischen Nikkei. Der Hang Seng Index in Hong Kong schloss am vergangenen Freitag 1,3 Prozent unter dem Niveau der Vorwoche bei 22.142 Punkten. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um 1,4 Prozent auf 106,40 Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ ging um 1,9 Prozent zurück auf 7.043 Dollar. Der Euro-Kurs sank um 1,4 Prozent auf 1,348 Dollar.

Windaktien


Im Jahr 2013 hat der Hamburger Windkrafthersteller Nordex seinen Absatz im deutschen Markt um rund 165 Prozent gesteigert. Nach eigenen Angaben erreichen die von Nordex in Deutschland aufgestellten Anlagen eine Kapazität von 251 Megawatt (MW). Nordex habe damit in 2013 den Marktanteil in Deutschland gegenüber dem Vorjahr auf 8,4 Prozent verdoppelt.

Einer Gewinnwarnung zufolge hat der Windradhersteller Sinovel Wind Group aus Peking das Geschäftsjahr 2013 mit umgerechnet 486 Millionen Dollar Nettoverlust beendet. Im Vorjahr hatte Sinovel noch rund 96 Millionen Dollar Nettoverlust verbucht. Den starken Anstieg begründeten die Chinesen mit von Kunden verschobenen Aufträgen.


Solaraktien

Der finanziell schwer angeschlagene Bonner Konzern SolarWorld hat das Geschäftsjahr 2012 mit 620 Millionen Euro Verlust vor Steuern und Zinsen und 606 Millionen Euro Verlust auf Konzernebene abgeschlossen. Das steht fest, nachdem SolarWorld die geprüfte Bilanz nachgereicht hat. In einer ersten vorläufigen Bilanz für 2012 war SolarWorld noch von 492 Millionen Euro EBIT-Verlust und 476 Millionen Euro Defizit auf Konzernebene ausgegangen. Die Erarbeitung der endgültigen Bilanz hatte längere Zeit in Anspruch genommen. Zugleich bekräftigte die Unternehmensspitze, das erst kürzlich gestartete Sanierungsprogramm bis Ende Februar 2014 abschließen zu wollen.

Nachdem schon eine italienische Tochter der S.A.G. Solarstrom AG in die Insolvenz gefolgt ist, steht nun auch die britische S.A.G. Solar UK Ltd. unmittelbar vor der Pleite. Ein Großgläubiger der S.A.G. Solar UK habe dies beim zuständigen Gericht beantragt, teilte die Muttergesellschaft aus Freiburg mit.

Der schweizerische Solarausrüster Meyer Burger Technology AG rechnet erst für 2015 mit der Rückkehr in die Gewinnzone. Wie Finanzvorstand Michel Hirschi mitteilte, ziehen die Geschäfte zwar seit dem zweiten Halbjahr 2013 wieder an. Aber auch in 2014 werde man wohl kaum genügend Umsatz erreichen, um Gewinne zu erwirtschaften.

Vorläufige Zahlen für das vierte Quartal 2013 hat der Solarhersteller REC Solar ASA vorgelegt. Demnach hat das Unternehmen mit Stammsitz in Oslo zwischen Oktober und Dezember 2013 rund 182 Millionen Dollar Umsatz erzielt und drei Millionen Dollar Verlust vor Steuern Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erwirtschaftet. Das EBITDA sei durch die mittlerweile aufgegebene Unternehmenssparte für Solarsysteme belastet. Das EBITDA aus dem fortgeführten Geschäft belaufe sich auf 18 Millionen Dollar, hieß es weiter.  REC Solar ist erst im vierten Quartal 2013 aus der Aufspaltung des Konzerns Renewable Energy Corporation (REC) hervorgegangen. Dass diese Bilanzposition sich im Vergleich zu den Zahlen vor der Aufspaltung verbessert hat, liege an der weiter gesteigerten Kosteneffizienz.

Auf einem 250 Hektar großen Grundstück im australischen Nyngan in New South Wales haben die Bauarbeiten an einem Freiflächensolarpark begonnen. Errichtet wird diese von First Solar. Nach Unternehmensangaben ist das Bauvorhaben mit 102 MW geplanter Leistungskapazität die bislang größte Solaranlage Australiens vom US-Konzern First Solar aus Tempe in Arizona.

Einer aktuellen, hauseigenen Prognose zufolge hat der US-Solarzulieferer STR Holdings Inc. das vierte Quartal 2013 mit einem Quartalsumsatz zwischen 6,5 und 6,7 Millionen Dollar beendet. Der Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen in dieser Zeit liege zwischen 3,4 und 3,9 Millionen Dollar, hieß es.

Canadian Solar hat ein kanadisches Solarkraftwerk mit einer Gesamtkapazität von zehn MW verkauft. Wie das Unternehmen mit Sitz in Guelph in der Provinz Ontario bekannt gab, unterzeichnete ein Fonds des Investment-Riesen BlackRock aus den USA einen Kaufvertrag mit einer Tochtergesellschaft von Canadian Solar für das Projekt Westbrook in Kingston, Ontario.
In Japan hat Canadian Solar nach eigenen Angaben in 2013 Solartechnik im Umfang von 508 Megawatt (MW) ausgeliefert und damit einen Marktanteil von sieben Prozent erreicht. Mit zwei neue Niederlassungen will das Unternehmen seine Präsenz in dem boomenden Solarmarkt ausbauen.

Der Kuala Lumpur International Airport in Malaysia bezieht einen Teil seiner Stromversorgung seit kurzem aus Solarenergie. Dafür hat der US-Konzern SunEdison Inc. aus St. Peters in Missouri gesorgt. Wie die Amerikaner mitteilten, haben sie auf dem Gelände des Flughafens eine Freiflächenanlage und einige Photovoltaik-Carports errichtet, die zusammen auf 19 MW Leistungskapazität kommen.

Einen Auftrag aus Großbritannien zur Lieferung von Solarmodulen mit insgesamt 57 MW Leistungskapazität hat der chinesische Solarkonzern ReneSola erhalten. Das Unternehmen aus Jiashan erhielt die Order nach eigenen Angaben von Isolux Corsan. Es handele sich um einen Nachfolgeauftrag. Verbaut würden die bestellten Module in drei Solaranlagen in Cornwall, Dorset und Norfolk, hieß es.

Andere Aktien

Um den Verkauf seiner Elektroautos in Deutschland anzukurbeln, plant der US Hersteller Tesla Motors eine Kooperation mit dem Deutschen Automobilverleih Sixt. Das kündigte Tesla-Chef Elon Musk bei einem Aufenthalt in München an. Zudem denke das Unternehmen darüber nach, speziell das Modell Tesla S auch als Leasingfahrzeug in Deutschland anzubieten.

Die Aktionärsstruktur des österreichischen Forstwirtschaftsunternehmens Teak Holz International (THI) AG hat sich verändert. Die Hörmann Privatstiftung von Unternehmensgründer Erwin Hörmann bleibt mit 19,08 Prozent aller THI-Aktien größter Einzelaktionär vor Klaus Hennerbichler, der 18,98 Prozent aller Anteilsscheine hält. Neue dritte Großaktionärin ist die luxemburgische Beteiligungsgesellschaft Tecalux Capital. Das von Marcello Comoli kontrollierte Unternehmen ist mit 14,82 Prozent neu bei THI eingestiegen. Die übrigen Aktien sind in Streubesitz.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer "Aktien: Kurse (Link entfernt)“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.


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