Offshore-Windräder von Vestas sollen in der niederländischen Nordsee errichtet werden. / Quelle: Unternehmen

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Wochenrückblick: Offshore-Auftrag für Vestas – 2G Energy schreibt rote Zahlen – Daldrup & Söhne auf Wachstumskurs

Der DAX sank im Verlauf der Vorwoche um 0,4 Prozent auf 8.623 Punkte. 1,2 Prozent Kursverlust verbuchte der US-amerikanische Dow Jones Index. Er notierte zum Wochenabschluss bei 15.073 Punkten. Für den japanischen Nikkei ging es um 4,1 Prozent abwärts auf 14.024 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong verlor 68 Punkte auf 23.138 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 1,1 Prozent auf 109,40 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ fiel um 0,5 Prozent auf 7.271 Dollar. Der Euro stieg um 0,2 Prozent auf 1,355 Dollar.

Windaktien

Kurz nachdem der Windradhersteller Vestas Wind Systems aus Århus die Gründung eines Offshore-Joint-Ventures mit dem japanischen Mischkonzern Mitsubishi Heavy Industries (MHI) bekannt gemacht hatte, meldete die Unternehmensführung, dass Vestas 43 Offshore-Windräder mit zusammen 129 Megawatt (MW) Kapazität für den niederländischen Nordsee-Windpark Eneco Luchterduinen liefern soll. Der Bau der Anlage, die zur Hälfte dem japanischen Joint-Venture-Partner MHI gehört, werde voraussichtlich im Juli 2014 beginnen, hieß es.
Zum Bau einer großen Windfarm in Uruguay soll Vestas zudem 17 Windräder mit zusammen 51 MW Kapazität liefern. Auftraggeber ist den Angaben zufolge das argentinisch-US-amerikanische Joint Venture Fingano S.A. Der Windpark Carape, für den die Anlagen bestimmt seien, werde dann voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2014 in Maldonado errichtet.

Eine Order zur Lieferung von Windrädern nach Finnland hat der spanische Windkraftkonzern Gamesa Corp. Tecnologica bekommen. Das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland soll eine Windfarm in Salo im Süden des Landes mit drei Windkraftanlagen ausstatten, die zusammen auf 15 MW Leistungskapazität kommen.

Solaraktien

Für die beiden Fabriken der insolventen Conergy AG in Brandenburg will die Insolvenzverwaltung bis Ende Oktober 2013 einen Käufer gefunden haben. Das kündigte der Insolvenzverwalter Dr. Sven-Holger Undritz von der Kanzlei White & Case. Sowohl für  die auf Rahmen und Gestelle von Solaranlagen spezialisierte Mounting Systems GmbH als auch die Solarmodulfabrik in Frankfurt an der Oder gebe es Kaufinteressenten, hieß es. Allerdings kündigte der Jurist zugleich an, 52 der bislang 204 Mitarbeiter von Mounting Systems zu entlassen. Dank eines speziellen Arbeitszeitmodells werde in Frankfurt an der Oder hingegen vorerst niemandem kündigen.

Zwei große Bestellungen zur Lieferung von Solarmodulen nach Japan hat der US-Hersteller SunPower Corp. erhalten. Das Unternehmen aus San José in Kalifornien gab bekannt, dass die Shimizu Corp. Photovoltaikmodule mit insgesamt 69 MW Leistungskapazität geordert hat, um diese für den Solarpark Eurus Energy im Dorf Rokkasho im japanischen Aomori zu verbauen. Der zweite Lieferauftrag bezieht sich auf eine Solarfarm in Toyokoro in der Region Hokkaido, die ebenfalls der Eurus Energy Group gehört. Hier seien Module mit 27,4 MW Kapazität bestellt worden, hieß es. Besteller der Komponenten sei der dortige Generalunternehmer Obayashi Corp.
Bildnachweis: Freiflächensolarpark mit Technologie von SunPower. / Quelle: Unternehmen

Vertriebserfolge in der kanadischen Heimat bescherten dem kanadisch-chinesischen Solarkonzern Canadian Solar einen hohen Millionenerlös. Das Unternehmen mit Sitz in Guelph in Ontario verkaufte zwei Solarparks mit zusammen 16 MW Leistungskapazität und strich dafür 92,2 Millionen US-Dollar ein. Es handele sich um die Photovoltaikanlagen Brockville 2 und Burritts Rapids im Osten von Ontario. Zwei weitere Solarparks mit zusammen 20 MW verkaufte Canadian Solar an den US-Finanzdienstleister BlackRock. Zum Preis dieser, ebenfalls in Ontario errichteten Anlagen machte der Konzern keine Angaben.

Einen neuen Auftrag aus der chinesischen Heimat meldete der Solarhersteller JinkoSolar Holding Co. Das Unternehmen aus Shanghai soll Module mit zusammen 20 MW Leistungskapazität für einen Bauabschnitt einer Freiflächensolaranlage mit insgesamt 60 MW geplanter Stromproduktionskapazität liefern. Das Sonnenstromkraftwerk werde in Zhangbei in der Provinz Hebei errichtet, hieß es dazu.

Beim Bau einer Freiflächensolaranlage im bayrischen Straubing hat ein Bürgersolarfonds auf kristalline Solarmodule des koreanisch-chinesischen Herstellers Hanwha SolarOne gesetzt. Insgesamt verfüge der in sieben Wochen Bauzeit errichtete Solarpark Lerchenhaid II über 12,4 MW Leistungskapazität, wobei Hanwha SolarOne Module mit 8,2 MW geliefert habe. Betrieben wird die Anlage von der GSW Gold SolarWind Management GmbH, die sie auch errichtet hatte.

Bioenergieaktien


Die auf Kraftwärme-Kopplungsanlagen-Technologie spezialisierte 2G Energy AG ist im ersten Halbjahr 2013 in die roten Zahlen geraten. Der Halbjahresumsatz mit 41,9 Millionen Euro lag 16,6 Prozent unter dem des Vergleichszeitraums 2012. Die Umsatzschwäche erklärte der Vorstand zum einen mit der anhaltend schwachen Wirtschaftslage in Südeuropa und zum anderen damit, dass das Geschäft in den USA hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben sei. In der ersten Jahreshälfte 2013 verbuchte 2G Energy 2,1 Millionen Euro Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach 2,8 Millionen Euro EBIT-Gewinn im Vorjahreszeitraum. Auf Konzernebene entstand 1,6 Millionen Euro Verlust nach 1,9 Millionen Euro Gewinn im Vorjahreszeitraum.
Bildnachweis: Motor einer KWK-Anlage von 2G Energy. / Quelle: Unternehmen

Trotz eines Umsatzrückgangs konnte die auf Kraftwärme-Kopplungs-Anlagen und Blockheizkraftwerke spezialisierte AGO AG Energie + Anlagen ihr EBIT im ersten Halbjahr 2013 mehr als verdoppeln. Der Halbjahresumsatz ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent auf 20,6 Millionen Euro zurück. Zugleich kletterte das EBIT der ersten Jahreshälfte um 162 Prozent auf 386.000 Euro an. Im Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen gelang die Rückkehr in die Gewinnzone: Es erreichte 246.000 Euro nach 208.000 Euro Defizit im Vorjahreszeitraum.

Zwei neue Auslandsaufträge hat sich die Biodiesel-Spezialistin BDI BioEnergy International AG aus Grambach in Österreich sichern können. Die auf Technologie zur Kraftstoffproduktion aus Bioabfall spezialisierte BDI BioEnergy teilte mit, ein Bestandskunde aus den USA wolle bei der Modernisierung einer stillgelegten Biodiesel-Fabrik in Atlanta im Bundesstaat Georgia auf die Technologie der Österreicher setzen. Parallel dazu erhielten die Österreicher eine Order aus Großbritannien zum Bau einer Biodiesel-Reinigungsanlage. Das Volumen der beiden Aufträge belaufe sich auf rund 400.000 Euro.

Andere Aktien


Eine verbesserte Bilanz für das erste Halbjahr 2013 hat die auf Bohrtechnik spezialisierte Daldrup & Söhne AG vorgelegt. Das auf Bohrtechnik für geothermische Kraftwerke spezialisierte Unternehmen mit Sitzen in Ascheberg und Grünwald verbuchte in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 24,1 Millionen Euro Umsatz, mehr als sechs Mal so viel als im Vorjahreszeitraum. Die Gesamtleistung kletterte um 66 Prozent auf 34,2 Millionen Euro. Das EBIT wuchs auf 1,9 Millionen Euro nach 812.000 Euro im Vorjahreszeitraum. Hintergrund der Entwicklung sei die gute Auslastung wichtiger Geschäftsbereiche sowie die gute Auftragslage, teilte das Unternehmen hierzu mit.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik "Aktien: Kurse (Link entfernt)“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank AG.

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