Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Phoenix Solar AG meldet Rekordzahlen - Ethanolhersteller Aventine droht Insolvenz - Gewinneinbruch für Mayr-Melnhof

In der vergangenen Woche setzte sich die Erholung des DAX fort. Er legte um 2,91 Prozent auf 4.069 Punkte zu. Der US-amerikanische Dow Jones stagnierte dagegen, er gewann lediglich 0,75 Prozent auf 7.278 Punkte hinzu. Der japanische Nikkei sprang dagegen um 10 Prozent auf 7.946 Punkte. Der Barrel Öl (Brent Crude Oil) verteuerte sich um satte 12,5 Prozent auf 51,30 Dollar. Kupfer (Copper Grade A) verteuerte sich um 7,7 Prozent auf 3.970 Dollar. Der Euro legte gegenüber dem Dollar um 5 Prozent zu auf 1,36 Dollar.

Windaktien

Der Cuxhaven Windenergieprojektierer Plambeck Neue Energien AG hat seine Wandelschuldverschreibung 2004/2009 in Höhe von 23,5 Millionen Euro vollständig zurück gezahlt. Ein Teil der Anleger habe innerhalb der Laufzeit von dem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht und Schuldverschreibungen in Aktien getauscht, teilte das Unternehmen mit. Plambeck will den Aktionären auf der Hauptversammlung am 14. Mai eine Umfirmierung in "PNE Wind AG" vorschlagen werden. Der neue Name solle die strategische Neuausrichtung auf das Kerngeschäft der Windpark-Projektierung zeigen.

Solaraktien

Der Konzernumsatz der Bonner Solarparc AG sank in auf 7,9 Millionen Euro nach 33,6 Millionen Euro im Vorjahr. Wie das Unternehmen bekannt gab, reduzierte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 1,7 Millionen Euro (2007: 4,4 Millionen Euro). Das Konzernergebnis belief sich auf 0,3 Millionen Euro (2007: 1,9 Millionen Euro). Das Konzernergebnis je Aktie liege damit bei 0,05 Euro (Vorjahr: 0,31 Euro). Solarparc plant, eine Dividende von 0,10 Euro je Aktie auszuschütten (Vorjahr: 0,20 Euro). Wie es weiter hieß, beläuft sich der konzerneigene Windparkbestand auf 56,7 Megawatt (MW). Solarparc betreue eigene und fremde Solarkapazitäten mit 44,4 Megawatt peak (MWp) Leistung.

Solar Millennium hat den testierten Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2007/2008 vorgelegt und die Ende Januar veröffentlichten vorläufigen Zahlen bestätigt (Konzern-Umsatz 32,0 Millionen, Jahresüberschuss 6,2 Millionen Euro). Im Geschäftsjahr 2008/2009 will das Unternehmen 150 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften, plus 48 Millionen Euro Sondereffekt. Das EBIT soll 30 Millionen Euro erreichen, plus einem Sondereffekt von rund 12 Millionen Euro.


Energy Conversion Devices (ECD) aus Rochester Hills im US-Bundesstaat Michigan hat ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr korrigiert. Statt 395 Millionen bis 440 Millionen Dollar Umsatz soll mit 256 Millionen Dollar jetzt nur noch das Niveau des Vorjahres erreicht werden.

Die Sulzemooser Phoenix Solar AG hat 2008 Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis erreicht. Die Gesamtumsatzerlöse kletterten demnach auf 402 Millionen Euro (Vorjahr: 260 Millionen Euro). Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz wuchs von 27 Prozent auf 40 Prozent. Das EBIT stieg auf 33,8 Millionen Euro (Vorjahr: 22,3 Millionen Euro). Die EBIT-Marge (Verhältnis von EBIT zu Umsatz) erreichte 8,4 Prozent (Vorjahr: 8,6 Prozent). Das vorläufige Konzernergebnis nach Steuern sprang auf 23,7 Millionen Euro (Vorjahr: 14,5 Millionen Euro). Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Umsatz von rund 520 Millionen Euro sowie ein EBIT von rund 31 Millionen Euro erwartet.

Einen Rückgang bei Umsatz und Ertrag im laufenden Geschäftsjahr kündigte die Wacker Chemie AG aus München an. Vor allem das Geschäft mit Siliziumwafern werde sich schwierig entwickeln. Um gegenzusteuern hat Wacker unter anderem für zunächst jeweils sechs Monate Kurzarbeit beantragt. In 2008 steigerte das Unternehmen das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 1,06 Milliarden Euro (Vorjahr 1,00 Milliarden Euro). Das Jahresergebnis nach Steuern beträgt 438 Millionen Euro (Vorjahr 422 Millionen Euro). Der Konzernumsatz wuchs auf 4,30 Milliarden Euro (Vorjahr 3,78 Milliarden Euro). Wacker will voraussichtlich 1,80 Euro Dividende ausschütten (2007: 2,25 Euro plus 0,75 Euro Sonderbonus).

Einen Umsatzanstieg um 52 Prozent auf 252,6 Millionen Dollar meldete die kanadische Siliziumproduzentin Timminco Ltd. für das Geschäftsjahr 2008. Gleichzeitig wuchs der Nettoverlust auf 22,6 Millionen Dollar oder 0,22 Dollar pro Aktie (Vorjahr: 18,0 Millionen oder 0,20 Dollar pro Aktie). Timminco kündigte an, die Produktion zum Beginn des 2. Quartals vorübergehend auszusetzen und Mitarbeiter freizustellen.

Nach einem Nettogewinn von sechs Millionen Dollar oder 0,21 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum verbuchte der Solarzellenhersteller Canadian Solar für das 4. Quartal 2008 einen Verlust von 50,6 Millionen Dollar oder 1,42 Dollar je Aktie. Den Umsatz bezifferte das Unternehmen mit Hauptsitz in Toronto und Produktionsstätten in China mit 73 Millionen Dollar. Das sind 43 Prozent weniger als im Vorjahr. Ursachen des Einbruchs seien negative Währungseffekte, der Preisverfall von Solarprodukten und eine Abwertung der Lagerbestände, so Canadian Solar. Im Gesamtjahr belief sich der Verlust auf 10,0 Millionen Dollar oder 0,32 Dollar je Aktie. Der Umsatz wurde von 302,8 Millionen auf 709,2 Millionen Dollar gesteigert.

Die Thalheimer Q-Cells SE hat ihre vorläufigen Geschäftszahlen für 2008 bestätigt (1,25 Milliarden Euro Umsatz; 205 Millionen Euro EBIT; 190,6 Millionen Euro Jahresüberschuss). Mit einem Produktionsvolumen von 570,4 MWp war Q-Cells nach eigenen Angaben der weltweit größte Solarzellenhersteller.

Ein Umsatzplus von rund 50 Prozent auf 169 Millionen Euro berichtete der Spezialmaschinenbauer PVA TePla AG für 2008. Nach vorläufigen Zahlen verbesserte sich das EBIT auf rund 15 Millionen Euro (Vorjahr: 10 Millionen Euro). Der Auftragsbestand betrug Ende 2008 152 Millionen Euro (Vorjahr: 137,1 Millionen Euro). Im laufenden Geschäftsjahr hofft PVA TePla auf einen konstanten Konzernumsatz und eine EBIT-Marge von neun bis elf Prozent.

Der chinesische Solarzellenhersteller China Sunergy hat 2008 einen Umsatzanstieg um knapp 50 Prozent auf 351 Millionen Dollar erzielt. Das Jahresergebnis fiel mit minus 22,5 Millionen Dollar oder minus 0,57 Dollar je Aktie negativ aus. Wesentliche Ursachen dafür seien der Preisverfall bei Solarprodukten und Abschreibungen auf Lagerbestände im 4. Quartal, so China Sunergy. Wie es weiter hieß, wird das Unternehmen bis 2018 jedes Jahr Solarzellen mit 50 MW Leistung an den deutschen Modulhersteller asola (Advanced and Automotive Solar System GmbH) liefern. Insgesamt werde asola innerhalb von zehn Jahren voraussichtlich 480 MW beziehen, vereinbarten die Unternehmen. Einzelheiten seien aber noch auszuhandeln.

Bioenergieaktien

Vor der Insolvenz steht der US-amerikanische Ethanolhersteller Aventine Renewable Energy. Die Gesellschaft aus Pekin im Bundesstaat Illinois ist nach eigenen Angaben so gut wie zahlungsunfähig. Nur wenn es gelänge, zusätzliche Kredite zu erlangen oder Unternehmensteile bzw. das gesamte Unternehmen zu verkaufen, könne man seine Verpflichtungen erfüllen, so Aventine.

Eine weitere US-Ethanolproduzentin, VeraSun Energy, hat sieben ihrer 16 Produktionsanlagen versteigert. Wie das Unternehmen aus Brookings im Bundesstaat Süddakota bekannt gab, gingen die Anlagen für insgesamt 477 Millionen Dollar an die Valero Energy. Das Unternehmen hatte im Herbst 2008 Gläubigerschutz beantragt. Es verfügt nun noch über neun Produktionsanlagen.

Laut den vorläufigen Geschäftszahlen für 2008 ist das Eigenkapital des Borkener Biodieselherstellers Petrotec AG um 41,8 Millionen Euro auf 9,7 Millionen Euro geschrumpft. Die liquiden Mittel sind von 23,5 Millionen Euro im Vorjahr auf eine Millionen Euro zurückgegangen. Den Umsatz gibt Petrotec mit 77,7 Millionen Euro an (Vorjahr: 60,8 Millionen Euro), das EBIT mit minus 42,7 Millionen Euro (Vorjahr: minus 37,6 Millionen Euro). Das Nettoergebnis belief sich auf minus 41,8 Millionen Euro (Vorjahr: 39,8 Millionen Euro). Petrotec setzt bei der anstehenden Sanierung auf die Hilfe des strategischen Investors IC Green Energy Ltd.

Die Merseburger bioenergy systems GmbH und bioenergy systems project GmbH, beide 100-prozentige Töchter der niederländischen bioenergy systems N. V., haben beim Amtsgericht Halle Insolvenz angemeldet. Andere Gesellschaften der Gruppe blieben hiervon unberührt, teilte die Mutter mit.

Andere Aktien

Die Wiesbadener SGL Carbon SE meldete für 2008 Umsatzerlöse in Höhe von 1,61 Milliarden Euro (plus 17 Prozent). Das EBIT verbesserte sich auf 306 Millionen Euro, die Umsatzrendite lag bei 19 Prozent. Der Jahresüberschuss sprang um 42 Prozent auf 190,4 Millionen Euro. Für das laufenden Geschäftsjahr 2009 erwartet das Unternehmen einen Umsatz- und EBIT-Rückgang. Vorstandschef Robert Koehler kündigte ab April Kurzarbeit an den Standorten im bayerischen Meitingen, im hessischen Griesheim und in Bonn an. Geplant sei auch ein Abbau von bis zu 250 Stellen. Insgesamt wolle der Konzern 2009 Einsparungen von 26 Millionen Euro erzielen.
Über ihre Beteiligungsgesellschaft SKion hat die Milliardärin und Quandt-Erbin Susanne Klatten insgesamt 5,124 Millionen Aktien oder 7,92 Prozent von SGL Carbon gekauft. SKion sei am Erwerb von zusätzlichen Aktien interessiert, werde aber unter der Schwelle von 25 Prozent der Stimmrechte bleiben, hieß es.

Wichtige Aufträge in den Hauptmärkten Ungarn und Rumänien meldete die Klagenfurter SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG (SWU). In Rumänien vereinbarte SWU demnach Geschäfte im Wert von 2,3 Millionen Euro, in Ungarn betrage das Volumen 1,3 Millionen Euro. Der Auftragsstand lag Ende Februar 2009 den Angaben zufolge bei 41 Millionen Euro nach 45 Millionen Euro im Vorjahr.

Einen Rückgang des EBIT um knapp 35 Prozent auf 8,2 Millionen Dollar berichtete die US-amerikanische Luftreinigungsspezialistin Ceco Environmental Corp. für das Geschäftsjahr 2008. Laut dem US-Unternehmen aus Cincinnati belief sich der Nettoverlust auf 5,0 Millionen Dollar oder 30 Dollarcents je Aktie (Vorjahr: Nettogewinn von 6,3 Millionen Dollar oder 45 Dollarcents je Aktie). Der Umsatz schrumpfte um 7,7 Prozent auf 217,9 Millionen Dollar.
Für das 4. Quartal meldete das Unternehmen ein Umsatzplus von 14,3 Prozent auf 68,0 Millionen Dollar. Das EBIT sei um 57,1 Prozent auf 4,4 Millionen Dollar gestiegen. Der Nettogewinn wuchs um 88,9 Prozent auf 3,4 Millionen Dollar, je Aktie stieg er von 12 auf 19 Dollarcents.

Der Wiener Karton- und Faltschachtelhersteller Mayr-Melnhof Karton AG hat 2008 Umsatzerlöse in Höhe von 1,731 Milliarden Euro erwirtschaftet, nach 1,737 Milliarden im Vorjahr. Das EBIT sank auf 136,9 Millionen Euro (2007: 169,4 Millionen). Der Jahresüberschuss fiel auf 96,9 Millionen Euro (2007: 116,6 Millionen). Der Gewinn je Aktie lag bei 4,38 Euro, nach 5,22 Euro im Vorjahr. Mayr-Melnhof will den Aktionären dennoch die Ausschüttung einer Dividende auf Vorjahresniveau (1,70 Euro je Aktie) für 2008 vorschlagen.

Die Karlsruher Spezialistin für Verkehrstelematik init innovation in traffic systems AG will ihren Aktionären in diesem Jahr eine höhere Dividende zahlen. Der Vorstand schlägt die Zahlung von 0,16 Euro je Stückaktie vor. Das sind zwei Cent mehr als 2007.

Das Berliner Software-Unternehmen IVU Traffic Technologies AG hat den Umsatz in 2008 auf 33,8 Millionen Euro gesteigert (2007: 31,4 Millionen Euro). Das EBIT sank auf 1,3 Millionen Euro (2007: 2,3 Millionen Euro). Den Jahresüberschuss in Höhe von 1,3 Millionen Euro habe man dazu genutzt, die Darlehen weiter zu reduzieren, so IVU. Ab Mitte 2009 wolle man schuldenfrei sein. Für das Geschäftsjahr 2009 erwartet das Unternehmen einen Umsatz über 35 Millionen Euro.


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Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der Opens external link in new windowUmweltBank.

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Bildhinweis: Silizium von Wacker Chemie; Produktionsanlage von Petrotec. / Quelle jeweils: Unternehmen
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