BARD Offshore 1 ist der erste laufende Offhore-Windpark der BARD-Gruppe

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: PNE Wind AG investiert in Offshore-Windkraft – Aktionäre klagen gegen SolarWorld – Precious Woods schreibt rote Zahlen

Der DAX stieg im Verlauf der Vorwoche um 1,9 Prozent auf 8.676 Punkte. Der US-amerikanische Dow Jones Index kletterte um 0,7 Prozent auf 15.495 Punkte. Um 2,1 Prozent auf 14.706 Punkte verbesserte sich der japanische Nikkei. 3,8 Prozent Kursgewinn auf 23.502 Punkte verbuchte der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ sank um 2,1 Prozent auf 109,31 Euro. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verteuerte sich um 3,1 Prozent auf 7.302 Dollar. Der Euro legte 1,7 Prozent auf 1,352 Dollar zu.

Windaktien
Den Kauf der Projektrechte für drei Offshore-Windkraftvorhaben hat der Windkraftprojektierer PNE Wind AG aus Cuxhaven bekannt gegeben. Nach dem aktuellen Planungsstand haben die Windparks ein Potential 240 Megawatt (MW) Leistungskapazität kommen. Verkäufer ist die finanziell angeschlagene BARD Engineering GmbH. Als Kaufpreis wurden 17 Millionen Euro genannt. Der Kaufvertrag hänge aber noch von „verschiedenen Vollzugsbedingungen“ ab. Über die nachträgliche Aufstockung einer mit acht Prozent fest verzinsten Anleihe hat PNE außerdem 33,6 Millionen Euro frisches Kapital für das Projektgeschäft zu Lande und zu Wasser eingeworben. Insgesamt kommen die beiden Tranchen der bis 2018 datierten Anleihe auf 100 Millionen Euro. Außerdem wechselte die Anleihe ihr Handelssegment an der Frankfurter Börse. Dort wird sie seit kurzem im Prime Standard gehandelt, das ist die Handelsklasse mit den schärfsten Transparenzrichtlinien.

Den Verkauf eines frisch errichteten Windparks in Frankreich meldete der Windradhersteller Nordex SE. Das mit vier Turbinen ausgestattete Windkraftwerk Chaussée de César Sud komme auf zehn MW Leistungskapazität und befinde sich in der Nähe von Boutges in der Zentralregion des Landes, hieß es aus der Nordex-Zentrale in Hamburg. Käufer seien die Stadtwerke München.

Beim Bau von Windparks in den USA setzt der Grünstromprojektierer Renewable Energy Systems Americas Inc. aus Broomfield in Colorado im großen Stil auf Turbinen des dänischen Herstellers Vestas. Die Amerikaner bestellten nun 30 Windräder mit 60 MW Gesamtleistungskapazität für zwei noch nicht näher benannte Bauvorhaben, die 2014 und 2015 begonnen werden sollen.

Ebenfalls aus den USA hat der spanische Hersteller Gamesa Corp. Technologia einen Auftrag erhalten. Das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland gab bekannt, dass Heritage Sustainable Energy neun Windräder mit 20 MW Leistungskapazität bestellt habe. Diese seien für das Projekt Big Turtle im Nordosten von Michigan bestimmt, hieß es. Zusätzlich dazu werde Gamesa den Windpark nach der Fertigstellung zwölf Jahre lang warten.

Solaraktien

Gegen den beschlossenen Sanierungsplan der finanziell angeschlagenen SolarWorld AG aus Bonn sind mehrere Anfechtungsklagen eingereicht worden. Die Kläger argumentieren damit, dass sie gegenüber den Anleihe-Gläubigern benachteiligt werden. Die SolarWorld AG rechnet nach eigenen Angaben dennoch damit, den im Restrukturierungskonzept anvisierten Zeitplan einhalten zu können.
Bildnachweis: Einblick in die Produktion von SolarWorld. / Quelle: Unternehmen


Der Solartechnikhersteller aleo solar AG aus Prenzlau gab das Ende seiner USA-Aktivitäten bekannt. Die Tochtergesellschaft aleo solar North America Inc. habe es bislang nicht geschafft, in den Vereinigten Staaten profitabel zu wirtschaften. Deshalb fasste werde die in Denver ansässige Tochter aufgelöst.

Eine entscheidende Hürde auf dem Weg zu einer möglichen Sanierung hat der insolvenzgefährdete Solarprojektierer Carpevigo Holding AG genommen. Mit der Zustimmung der Gläubiger von drei Anleihen im Gesamtwert von rund 43,5 Millionen Euro können die Zinsen dieser Wertpapiere bis auf Weiteres auszusetzt werden. Dies ist möglich weil die Gläubiger einer der drei Anleihen nun in einer zweiten Versammlung dem Zahlungsmoratorium von Carpevigo zugestimmt haben. Außerdem wählten diese Gläubiger einen gemeinsamen Anlegervertreter. Das gab Carpevigo bekannt. Bis Ende des laufenden Jahres will der Vorstand einen konkreten Sanierungsplan vorlegen.

Beim chinesischen Solarkonzern Suntech dreht sich das Personalkarussell weiter. Der teil-insolvente Photovoltaikhersteller gab ohne Erklärung den sofortigen Rücktritt des CEO und Finanzvorstand David King mit. Nur wenige Wochen zuvor hatten mehrere Mitglieder ebenfalls abrupt das Führungsgremium von Suntech verlassen. Kings Nachfolge hat Zhou Weiping angetreten, der zugleich Präsident und Direktor von Suntech ist.

Andere Aktien


Im ersten Halbjahr 2013 erwirtschaftete der schweizerische Forstinvestmentspezialist Precious Woods mit 4,3 Millionen Dollar 18 Prozent weniger Umsatz als in der ersten Vorjahreshälfte. Der EBIT-Verlust der ersten sechs Monate stieg auf Jahressicht um sechs Prozent auf 6,09 Millionen Dollar. Dank einer Kostenreduktion und positiven Effekten aus einem FSC-Audit konnte Precious Woods den Verlust nach Abschreibungen, Zinsen und Steuern um 300.000 Dollar auf 7,6 Millionen Dollar senken. Im Vorjahreszeitraum hatte ein Verlust von 7,9 Millionen Dollar zu Buche geschlagen. Speziell der Verkauf der Tropenholzprodukte in Europa, die Precious Woods aus dem Holzanbau in Brasilien und Gabun herstellt, sei „eine echte Enttäuschung“ gewesen, teilte das Unternehmen mit. Eine Konsequenz aus der Entwicklung in Europa: Mit Stéphane Glannaz stellte Precious Woods einen neuen Verantwortlichen für den gesamten Handel der Unternehmensgruppe vor.
Bildnachweis: Holzproduktion von Precious Woods in Gabun. / Quelle: Unternehmen

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik "Aktien: Kurse (Link entfernt)“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank AG.

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