02.04.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: PNE Wind AG kauft Aktien zurück – Conergy AG verringert Jahresverlust deutlich – Helma Eigenheimbau AG erhöht Dividende

Der DAX beendete die vergangene Woche mit 1,4 Prozent Kursverlust bei 7.795 Punkten. Um 0,3 Prozent auf 14.580 Punkte kletterte der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei sank um 0,5 Prozent auf 12.415 Punkte. Der Hang Seng Index in Hong Kong schloss um 0,8 Prozent verbessert bei 22.299 Punkten. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verzeichnete 2,2 Prozent Kursanstieg auf 110 Euro. Eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verbilligte sich um 1,8 Prozent auf 7.560 Euro. Der Euro verlor 1,3 Prozent an Wert und fiel auf 1,2809 Dollar.

Windaktien

Der Windkraftprojektierer PNE Wind AG aus Cuxhaven hat knapp 4,13 Millionen Aktien zurückgekauft. Bei der Rückkaufaktion gab das Unternehmen nach eigenen Angaben durchschnittlich 2,60 Euro je Aktie aus. Das entspreche zusammen etwa neun Prozent des Grundkapitals der PNE Wind AG. Die Aktien könnten als sogenanntes Akquisitionskapital bei der Teilübernahme eines anderen Windkraftprojektierers eingesetzt werden, über die PNE Wind derzeit verhandelt, so die Unternehmensspitze.

Solaraktien

Die Hamburger Conergy AG verharrt weiter tief in der Verlustzone. Allerdings gelang es dem Solarkonzern, die millionenschweren Verluste in 2012 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu verringern. Gleichzeitig gingen aber auch Umsatz und Absatz zurück. Das geht aus der nun veröffentlichten Jahresbilanz der Conergy AG hervor. Demnach sank der Jahresumsatz um 37 Prozent von 754,1 Millionen Euro auf 473,5 Millionen Euro. Dennoch wies Conergy mit 83,8 Millionen Euro Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) deutlich weniger als halb so viel EBIT-Verlust aus als noch 2011. Damals belief sich das EBIT-Defizit auf 179 Millionen Euro. Das vierte Quartal beendete Conergy trotz eines Umsatzrückgangs ebenfalls mit deutlich weniger Verlust. Hier erzielte Conergy mit 121,8 Millionen Euro knapp ein Drittel weniger Umsatz als zwischen Oktober und Dezember 2011. Der EBIT-Verlust auf Quartalsebene verringerte sich um 25 Prozent auf 34,1 Millionen Euro.

Die Centrosolar AG hat mitgeteilt, dass der Verlust im Gesamtjahr 2012 weit mehr als die Hälfte des Grundkapitals verschlungen hat. Zudem gab das Münchner Solarunternehmen weitere Details zu den immer noch vorläufigen Zahlen für 2012 bekannt. Der Verlust nach Steuern belief sich demnach auf insgesamt 89,4 Millionen Euro. Der Nettoverlust erhöhte sich von 16,8 Millionen auf 73,6 Millionen Euro. Neben der Verschlechterung im Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) schlug in dieser Bilanzposition eine 32 Millionen Euro schwere Abwertung auf Firmenwerte zu Buche. Der Jahresumsatz sank um 22 Prozent auf 227 Millionen Euro. Die Veröffentlichung des endgültigen Geschäftsberichts hat die Unternehmensspitze wegen „der außergewöhnlich hohen Erstellungs- und Prüfungsanforderungen“ bis auf Weiteres verschoben.

Einen Gewinneinbruch hat der hessische Wechselrichterhersteller SMA Solar AG im Geschäftsjahr 2012 hinnehmen müssen. Verglichen mit dem Vorjahr hat sich das EBIT mehr als halbiert. 240,3 Millionen Euro EBIT in 2011 steht in der aktuellen Bilanz des Unternehmens aus Niestetal bei Kassel 102 Millionen Euro EBIT für 2012 gegenüber. Zugleich sank der Umsatz auf Jahressicht um zwölf Prozent auf 1,46 Milliarden Euro. Dennoch werde SMA Solar seinen Aktionären auf der Hauptversammlung die Ausschüttung von 0,60 Euro Dividende je Aktie vorschlagen. Das ist weniger als die Hälfte der Dividende, die für 2011 ausgeschüttet worden war.

Bildnachweis: Produktion bei SMA Solar. / Quelle Unternehmen


Die Verantwortlichen der Capital Stage AG aus Hamburg gehen davon aus, dass der Solarparkbetreiber seinen Wachstumskurs 2013 fortsetzen kann. Dieser Optimismus findet in der Prognose Ausdruck, die die Unternehmensspitze veröffentlicht hat. Darin werden 60 Millionen Euro Umsatz und 26 Millionen Euro EBIT vorausgesagt. Gemessen am Ergebnis in 2012 entspräche dies einem Umsatzzuwachs von 33 Prozent und einem Gewinnsprung um knapp 27 Prozent.

Die Geschäftsbereiche jenseits der Solarbranche sollen die Manz AG in 2013 zurück in die Gewinnzone führen. Der Vorstand des Solarausrüsters aus Reutlingen sieht „deutliche Chancen, die Umsatz- und Ertragskraft des Unternehmens 2013 steigern zu können.“ Gelingen soll dies mit Displays für Elektronik und Computer und am Markt für Elektrofahrzeuge beziehungsweise für stationäre Stromspeicherung. Dank Aufträgen im Gesamtwert von 128 Millionen Euro sei mit einem Umsatzwachstum von zehn Prozent und mit einem positiven EBIT zu rechnen, erklärte Finanzvorstand Martin Hipp. Die schwachen vorläufigen Zahlen bestätigte die Manz AG. Der Umsatz sank auf Jahressicht um 23,5 Prozent auf 184,1 Millionen Euro. Dabei waren 30,7 Millionen Euro EBIT-Verlust angefallen. Im Vorjahr hatte Manz noch 3,1 Millionen Euro Ertrag beim EBIT verzeichnet.

Tief in die Verlustzone ist der schweizerische Solarausrüster Meyer Burger Technology AG geraten. Das Unternehmen aus Thun verbuchte für das Gesamtjahr 2012 umgerechnet 110,8 Millionen Euro EBIT-Verlust. Zugleich hat sich der Umsatz im Vergleich zu 2011 mehr als halbiert. Nach 1,07 Milliarden Euro Umsatz in 2011 kam der Konzern auf 528,2 Millionen Euro in 2012.

Eine Einigung mit seinen Gläubigerbanken über die Fortführung laufender Kredite hat der norwegische Solarkonzern Renewable Energy Corporation (REC) aus Sandvika erzielt. Demnach läuft die Finanzierung des schwer angeschlagenen Konzerns unter nachverhandelten Konditionen weiter. Ein Kredit im Gesamtwert von 252 Millionen Euro sei auf 53 Millionen Euro reduziert worden. Zusätzlich dazu geben die Gläubigerbanken eine an verschiedene Bedingungen geknüpfte Kreditgarantie über weitere 53 Millionen Euro, die ab 2014 in Anspruch genommen werden könne, so REC.

Die kriselnde LDK Solar hat über 15 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Anteilsscheinen an Fulai Investments Ltd. erhalten. Wie der Solarkonzern aus Xinyu mitteilte, erwarb die auf den Britischen Jungferninseln ansässige Fulai Investments Ltd. weitere zwölf Millionen Aktien für 1,28 Dollar je Stück. Es handelt sich um die zweite Tranche einer Transaktion, bei der Fulai Investments Ltd. für insgesamt 31,1 Millionen Dollar LDK-Aktien kaufen soll.

Ein erheblicher Umsatzeinbruch und weiterhin sehr hohe laufende Kosten haben den chinesischen Solarkonzern Solargiga Energy Holding2012 tief in die roten Zahlen gestürzt. Auf Konzernebene entstand dem Unternehmen aus Hong Kong umgerechnet 208,4 Millionen Dollar Verlust. 2011 konnte Solargiga noch umgerechnet sieben Millionen Euro Jahresgewinn auf Konzernebene ausweisen. Der Umsatz hat sich von 2011 nach 2012 deutlich mehr als halbiert: In der Bilanz steht umgerechnet 414,3 Millionen Dollar Umsatz für 2011 einem Umsatz von 160,4 Millionen Dollar in 2012 gegenüber.

Mit mehr als doppelt so viel Nettoverlust wie im Vorjahr und deutlich weniger Umsatz hat der chinesische Solarkonzern JA Solar das Geschäftsjahr 2013 abgeschlossen. Obwohl der Absatz im vierten Quartal anzog geriet der Konzern dennoch tiefer in die Verlustzone. Das Unternehmen verbuchte für 2012 umgerechnet 1,08 Milliarden Dollar Umsatz und 276,6 Millionen Dollar Nettoverlust. Im Vorjahr hatte JA Solar noch 1,73 Milliarden Euro Umsatz bei knapp 90 Millionen Dollar Nettoverlust erzielt. Das vierte Quartal beendete das Unternehmen aus Shanghai mit 268,1 Millionen Dollar Umsatz und 102,4 Millionen Dollar Nettoverlust. Gemessen am Vorjahreszeitraum sind das 8,4 Prozent weniger Umsatz und 50 Prozent mehr Nettoverlust.

Bioaktien

Die BDI - BioEnergy International AG hat rote Zahlen gemeldet. Im Gesamtjahr 2012 musste die österreichische Spezialistin für Bioenergie-Technologie aus Grambach nahe Graz einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Einmalige Kosten und Abschreibungen aus der laufenden Umstrukturierung ließen 6,7 Millionen Euro EBIT-Verlust entstehen. Im Vorjahr hatte BDI - BioEnergy noch 3,6 Millionen Euro EBIT-Gewinn erzielt. Zugleich ist der Umsatz um 14,1 Prozent von 34,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 29,8 Millionen Euro in 2012 gesunken.

Andere Aktien

Die Helma Eigenheimbau AG will ihre Aktionäre an der starken Entwicklung des Jahres 2012 mit einer deutlich erhöhten Dividende beteiligen. Wie das Unternehmen mitteilte, soll die Ausschüttung im Vergleich zu 2011 um 75 Prozent auf 0,35 Euro je Aktie angehoben werden. Der Aufsichtsrat der Spezialistin für individuelle Massivhäuser und nachhaltige Energiekonzepte aus Lehrte habe dem Plan zugestimmt, dies auf der Hauptversammlung am 5. Juli 2013 vorzuschlagen.
Außerdem hat das Unternehmen den Zuschlag für zwei Neubau-Projekte sowie ein Umbauprojekt in Hannover erhalten. Die Investition werde voraussichtlich 14 Millionen Euro Umsatz erbringen, hieß es.

Bildnachweis: Bau eines Massivhauses von Helma. / Quelle Unternehmen

Laut der testierten Bilanz des Schienenlogistik-Spezialisten und Waggonvermieters VTG AG aus Hamburg erzielte das Unternehmen 2012 rund 767 Millionen Euro Umsatz und 69 Millionen Euro EBIT. Gemessen an der Bilanz für 2011 sind das 2,3 Prozent mehr Umsatz aber 4,8 Prozent weniger EBIT.

Trotz einer leichten Umsatzeinbuße hat die Centrotec Sustainable AG in 2012 deutlich mehr EBIT eingefahren als noch 2011. Die Spezialistin für Energieeffizienz-Technologie aus Brilon beschloss 2012 mit 533,8 Millionen Euro Umsatz und 35,2 Millionen Euro EBIT. Verglichen mit dem Vorjahr ist das zwar 0,8 Prozent weniger Umsatz aber 42,2 Prozent mehr EBIT. Ihren Aktionären will die Führung der Centrotec Sustainable AG 0,15 Euro Dividende für 2012 vorschlagen.

Obwohl der Fahrradhersteller Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (MIFA) in 2012 mehr Umsatz erzielen konnte als im Vorjahr, ging der Gewinn zurück. Das zeigt die aktuelle Bilanz des Unternehmens aus Sangershausen. Der Umsatz von MIFA kletterte auf Jahressicht um 10,7 Prozent auf 111,3 Millionen Euro. Nach 4,6 Millionen Euro EBIT im Vorjahr kam MIFA auf 2,9 Millionen Euro EBIT.

Vor allem die Auslandsmärkte sollen der init innovation in traffic AG 2013 und darüber hinaus zu Wachstum verhelfen. So sieht es die mittelfristige Prognose der Spezialistin für Verkehrstelematik aus Karlsruhe vor. Diese Wachstumsperspektive sei zugleich Grundlage dafür, auch für das wirtschaftlich schwierige Jahr 2012 wie im Vorjahr 0,80 Euro Dividende an die Aktionäre auszuschütten, hieß es. „Mit dem Rekordauftragsbestand von 177 Millionen Euro haben wir bereits einen Großteil des Umsatzes für 2013 und 2014 gesichert. Wir gehen daher aktuell in unserer Planung für 2013 von einer Umsatzsteigerung auf 105 Millionen Euro bei einem EBIT von 18 Millionen Euro aus“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Gottfried Greschner. Dabei war das Geschäftsjahr 2012 nicht so gut verlaufen wie 2011. init bestätigte bislang vorläufige Zahlen: Das EBIT war demnach um 20,4 Prozent auf 17,3 Millionen Euro zurückgegangen, obwohl init mit 95,3 Millionen Euro 9,3 Prozent mehr Umsatz erzielen konnte als 2011.

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