Die Energiekontor hat einen britischen WIndpark verkauft. / Foto: Energiekontor AG

19.12.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: PNE Wind meldet größten Windpark-Verkauf der Unternehmensgeschichte – Canadian Solar startet Solarfabrik in Brasilien – FuelCell Energy kauft Brennstoffzellen-Kraftwerk

In der vergangenen Woche legte der Dax um rund 1,8 Prozent auf 11.404 Punkte zu. Der amerikanische Dow Jones Index stieg um rund 0,5 Prozent auf 19.855 Punkte. Der japanische Nikkei-Index kletterte um 0,6 Prozent auf 19.343 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index verlor um 3,2 Prozent und liegt jetzt bei 22.004 Punkten. Ein Barrel Öl der Sorte Brent kostete einen Dollar mehr als in der Vorwoche und damit 55,17 Dollar. Der Goldpreis fiel um zwei Prozent auf 1.134,78 Dollar je Unze. Der Euro verbilligte sich im Wochenverlauf um ein Prozent und kostet jetzt 1,04 Dollar.

Windaktien

Der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex aus Hamburg hat sich einen neuen Auftrag in den USA gesichert. Wie das Unternehmen mitteilte, habe ein nicht näher benannter „internationaler Kraftwerksbetreiber“ mit der Nordex-Gruppe einen Auftrag zur Lieferung von Turbinen-Komponenten im Wert von 32 Millionen Dollar gezeichnet. Nordex habe bereits mit der Umsetzung des Auftrags begonnen. Die Wind-Projekte sollen im Wesentlichen 2018 installiert werden.

Die ABO Wind AG, Windkraftprojektierer aus Wiesbaden, rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem besseren Ergebnis als bislang angenommen. „Aktuell gehen wir davon aus, das bereits gute Vorjahresergebnis von 7,8 Millionen Euro um mindestens 30 Prozent zu übertreffen“, sagte Vorstand Matthias Bockholt. Im Vorjahr hatte der Windkraftprojektierer den Jahresüberschuss sogar um 50 Prozent auf 7,8 Millionen Euro gesteigert. Nun peilt der Vorstand für 2016 "mehr als zehn Millionen Euro" an. Voraussichtlich können die Aktionäre auf eine abermals verbesserte Dividende hoffen.

Die Energiekontor AG hat den englischen Windpark Gayton le Marsh verkauft. Der Windpark liegt nahe der Ostküste Englands in der Grafschaft Lincolnshire, Käufer ist ein nicht näher genannter britischer Investor. Die Herstellerin von Windkraftanlagen aus Bremen hatte an dem Standort acht Windräder mit jeweils 2,05 Megawatt errichtet und Anfang 2016 in Betrieb genommen. Der Verkauf soll zur Entschuldung konzerneigener Windparks beitragen und ist wichtig für das Erreichen des Jahresziels 2016. Außerdem zahlt die Energiekontor-AG-Tochter Energiekontor Finanzierungsdienste GmbH & Co KG die Stufenzinsanleihen I, II, III und IV mit einem Gesamtvolumen von 18,5 Millionen Euro vorzeitig ganz oder teilweise zurück. Insgesamt werden Schuldverschreibungen in Höhe von rund 18,5 Millionen Euro bis zum 31. März 2017 vorzeitig zurückgezahlt. Damit will Energiekontor die Entschuldung der konzerneigenen Windparks beschleunigen und die Konzern-Eigenkapitalquote verbessern.

Die PNE Wind AG aus Cuxhaven hat ein großes Windpark-Portfolio zu 80 Prozent an eine Tochtergesellschaft von Allianz Global Investors verkauft. Es sei der größte Windpark-Verkauf der Unternehmensgeschichte, teilte der Windkraft-Projektierer mit. Die verkauften Anteile mit einer Kapazität von 142 MW haben einen Unternehmenswert von mehr als 330 Millionen Euro. PNE Wind behält 20 Prozent der Anteile am Portfolio und übernimmt das Betriebsmanagement. Bei dem Käufer handelt es sich um die AREF II Renewables Investment Holding S.à r.l, Tochter des Energie- und Infrastrukturfonds Allianz Renewable Energy Fund II, der von Allianz Global Investors GmbH verwaltet wird.

Der Hamburger Windkraftanlagen-Hersteller Senvion hat seinen ersten Rahmenvertrag in Indien abgeschlossen: Senvion liefert 220 Windräder mit einer Leistung von mehr als 500 MW an einen großen indischen unabhängigen Energieversorger. Die Anlagen sollen aus dem von Senvion kürzlich erworbenen indischen Kenersys-Portfolio stammen. Geliefert wird ab 2017, die Fertigstellung ist für Ende 2019 geplant. Senvion hat bereits ein Servicezentrum in Indien aufgebaut, das über zehn Jahre für die Wartung der Turbinen zuständig sein wird.

Der spanische Windkonzern Gamesa hat die Laufzeit eines Kredits in Höhe von 750 Millionen Euro bis zum Jahr 2022 verlängert. Die Vereinbarung wurde mit einer Gruppe von 16 spanischen und internationalen Finanzinstituten geschlossen, teilte Gamesa mit. Somit handelt es sich um einen sogenannten syndizierten Kredit. Mit der Erneuerung verbesserten sich auch die Konditionen des Darlehens, sagte der Windkraftanlagen-Hersteller, ohne weitere Details zu nennen.

Der Windkraftanlagen-Hersteller Vestas aus Dänemark soll Windräder mit einer Gesamtkapazität von 270 MW für das australische Projekt „Sapphire Wind Farm“ liefern. Der Standort befindet sich nahe der Stadt Glen Innes im Bundesstaat New South Wales. Auftraggeber ist die australische SWF Nominees Pty, die von CWP Renewables und der Investmentfirma Partners Group geführt wird.
Außerdem hat die auf Windkraft zur See spezialisierte MHI Vestas Offshore Wind, ein Joint Venture von Vestas und Mitsubishi, einen Großauftrag erhalten. Das Gemeinschaftsunternehmen liefert 44 Offshore-Windräder mit einer Gesamtleistung von etwa 370 MW nach Belgien. Abnehmer ist der belgische Projektierer Norther N. V.
Darüber hinaus punktete Vestas erneut im schwierigen US-Windmarkt: Vom Windparkbetreiber MidAmerican Energy stammt eine Order für Turbinen mit einer Gesamtleistung von 153 Megawatt. Diese sind für das Projekt „Wind XI“ im US-Bundesstaat Iowa bestimmt und sollen 2017 geliefert werden. Zudem ist im Auftrag ein fünfjähriger Servicevertrag (Active Output Management 5000) für Vestas enthalten.

Solaraktien

Die 7C Solarparken AG,  Solarkraftwerksbetreiber aus Bayreuth, und die E.on-Tochter E.on Energie aus München, haben gemeinsam eine zweite Solaranlage fertiggestellt. Es handelt sich um eine 0,9-Megawatt-Dachanlage in Schinne (Bismark/Sachsen-Anhalt), die im November 2016 ans Stromnetz ging. Die Einspeisevergütung beträgt 111,5 Euro pro Megawattstunde.

Der Solarausrüster Meyer Burger Technology AG aus der Schweiz hat eine weitere Finanzspritze erhalten: Der Londoner Investor Carmignac Gestion hat sich verpflichtet, im Rahmen der ordentlichen Kapitalerhöhung bis zu 30 Millionen Aktien für 10,8 Millionen Schweizer Franken (CHF) zu kaufen. Es handele sich um Aktien, für welche die Bezugsrechte nicht ausgeübt werden und die nicht anderweitig platziert werden könnten, erläuterte Meyer Burger. Mit der Kapitalerhöhung will der Solarausrüster mindestens 160 Millionen CHF erlösen, vor allem für die Rückzahlung von in 2017 fälligen Anleihen.
Zudem hat Meyer Burger eine Kapitalerhöhung um rund 165 Millionen CHF durchgeführt. Wie der Solarausrüster mitteilte, wurden 99,9 Prozent der Bezugsrechte ausgeübt und insgesamt fast 457 Millionen neue Namensaktien angeboten.

Der US-Solarkonzern SunPower hat eine Mehrheit seiner Anteile an zwei großen Solarprojekten mit insgesamt über 134 MW verkauft: Käufer der Solaranlagen im kalifornischen Kern County ist der Erneuerbare-Energien-Investmentfonds New Energy Solar. SunPower hatte beide Projekte vollständig entwickelt und wird weiterhin eine Beteiligung daran halten. Der Solarstrom soll an die Stanford University aus Kalifornien und den Energie- und Wasserversorger Turlock Irrigation District geliefert werden.

Bildhinweis: Solarpark von SunPower. / Foto: Unternehmen

Canadian Solar, Solarkonzern mit Hauptsitz in Kanada, hat ein Großprojekt in Brasilien erfolgreich abgeschlossen: Im Bundesstaat Sao Paulo wurde eine Solarmodul-Fabrik mit einer Produktionskapazität von etwa 400 MW eingeweiht. Es ist das größte Werk dieser Art in Brasilien. Die Fabrik wurde von Canadian Solar in Zusammenarbeit mit der Technologiefirma Flex Energy gebaut. In einem Bericht der Regionalregierung heißt es, die Kosten belaufen sich auf umgerechnet 24 Millionen Dollar. Im Sommer hatte Canadian Solar angekündigt, die Fabrik werde im September die Produktion aufnehmen. Dieser Zeitplan wurde nicht eingehalten.

Eine große Solaranlage geht im US-Bundesstaat Nevada ans Netz: Der Solarkonzern First Solar und das Energie-Unternehmen NextEra Energy haben jetzt das 250-Megawatt-Projekt „Silver State South Solar Energy Center“ in Betrieb genommen. Errichtet wurde die Anlage von First Solar, betrieben wird sie von NextEra, die auch die Eigentümerin ist. Im Rahmen eines 20-jährigen Abnahmevertrags wird der Solarstrom an den Energieversorger Southern California Edison geliefert.

Andere Aktien

Die Brennstoffzellen-Spezialistin FuelCell Energy aus den USA hat ihr Projekt-Portfolio erweitert: FuelCell vermeldete den Kauf eines Brennstoffzellen-Kraftwerks, das jährlich über 11 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Die Anlage habe eine Leistung von 1,4 MW und sei seit etwa fünf Jahren in Betrieb: Der erzeugte Strom und Dampf werden an die Central Connecticut State University im Rahmen eines langjährigen Stromabnahmevertrags verkauft.

Der Bio-Lebensmittelhändler Whole Foods Market aus Texas hat in den USA neun Manager seiner Supermärkte entlassen. Diese hätten ein Bonus-Programm zu ihren Gunsten manipuliert. Den Angaben zufolge hatten die Führungskräfte in mehreren Läden in den Bundesstaaten Maryland, Virginia um District of Columbia die Regeln verletzt: Sie bereicherten sich demnach unrechtmäßig an der Gewinnbeteiligung für die einfachen Angestellten. Noch sei unklar, um wie viel Geld es genau gehe, hieß es.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik Aktien: Kurse. (Link entfernt)

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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