07.06.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: PNE Wind setzt auf bulgarischen Windmarkt – Finanzspritze für Solon SE – Großauftrag für FuelCell Energy

Der DAX verlor in der vergangenen Woche 0,13 Prozent auf 5.946 Punkte. Der US-amerikanische Dow Jones Index fiel unter die 10.000-Punkte-Marke. Sein Kurs sank zu Wochenbeginn um 2 Prozent auf 9.931 Punkte. Der japanische Nikkei legte um 1,4 Prozent auf 9.901 Punkte zu. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude Oil“ sank um 0,4 Prozent auf 73,79 US-Dollar. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verbilligte sich um 7,5 Prozent auf 6.430 US-Dollar. Der Euro setzte seine Talfahrt fort. Mit 1,20 US-Dollar lag der Wechselkurs des Euro 2,4 Prozent unter dem der Vorwoche.

Windaktien

Die Gründung eines Joint Ventures in Bulgarien gab der Cuxhavener Windkraftanlagen-Projektierer PNE Wind AG bekannt. Das erste Projekt des Gemeinschaftsunternehmens mit der Windpark Dobrudzha OOD sei die Errichtung einer Windfarm mit 150 Megawatt (MW) Nennleistung in Bulgarien. An dem Joint Venture hält die PNE Wind AG über ihre PNE Ausland GmbH 51 Prozent der Anteile, 49 Prozent hält das bulgarische Partnerunternehmen.

Der dänische Windkraftanlagen-Hersteller Vestas Systems gab den Start eines Entwicklungsprogramms für Offshore-Windräder für Wassertiefen von bis zu 70 Metern mit integrierter Turbine bekannt.

Solaraktien

Die Einigung mit seinen Gläubigern über einen neuen Kredit meldete der Berliner Solarkonzern Solon SE. Demnach erhalten die Hauptstädter Bar- und Avalkreditlinien im Wert von 275 Millionen Euro von einem Bankenkonsortium von acht Kreditinstituten unter Führung der Deutschen Bank.

Im schleswig-holsteinischen Tarp errichtet die Hamburger Conergy AG ein Großprojekt. Das 6 Megawatt starke Solarkraftwerk soll im Juni fertig gestellt werden, teilte das Unternehmen mit.

Einen Vertrag zur Lieferung von Drahtsägen und Wafer-Inspektionssystemen im Wert von 25 Millionen Schweizer Franken (CHF) - umgerechnet 17,7 Millionen Euro -  hat die Meyer Burger Technology AG aus China erhalten. Die Bestellung erhielt der schweizerische Solarzulieferer nach eigenen Angaben von der in Shanghai ansässigen Ja Solar Holdings.

Einen Auftrag über Photovoltaik-Anlagen mit drei Megawatt Leistung hat der chinesische Solarkonzern Suntech erhalten. Auftraggeber ist eine Schulbehörde in Kalifornien, die die Anlagen auf sechs ihrer Schulen installieren lässt. In Großbritannien hat Suntech die Zulassung zum Verkauf ihrer Module erhalten. Seine Absatzprognose für 2010 hat der chinesische Solarkonzern Suntech um vier Prozent angehoben.

Eine 1,1 Megawatt-Dachsolaranlage hat der US-Solarprojektierer SunEdison auf einem Gebäude des Büroartikelhändlers Staples in La Miranda im US-Bundesstaat Kalifornien in Betrieb genommen.

Vier Aufträge für Solar-LED-Beleuchtung zur Kennzeichnung von Wasserstraßen hat die kanadische Carmanah Technologies Corporation erhalten. Auftraggeber ist die kanadische Küstenwache. Das Paket hat ein Volumen von 1,2 Millionen kanadischen Dollar.

Ein Investitionsabkommen mit dem Solarkonzern Bangkok Solar Power Co.(BSP), Ltd. hat der US-Solarprojektierer Prime Sun Power Inc. (PSP) vereinbart. BSP erwirbt bis zu 6.639.063 Aktien aus dem PSP-Stammaktienbestand. Das entspräche 14,2 Prozent des Aktienkapitals.

Auf dem Parkdeck des Flughafens von San Jose in Kalifornien hat Canadian Solar eine 1,12 Megawatt-Photovoltaikdachanlage installiert. Damit könne der Flughafen 20 Prozent seines Eigenbedarf decken, teilte das Unternehmen mit.

Eine zweite Produktionslinie für Module hat der kanadische Solarkonzern Arise im sächsischen Bischofswerda in Betrieb genommen. Mit beiden Produktionslinien kann das Unternehmen derzeit 7 Megawatt pro Monat herstellen.

Bioaktien

Eine Anbaufläche von mehr als 50.000 Hektar Roggen hat sich der Biokraftstoffhersteller Verbio überwiegend in Brandenburg und Sachsen durch Verträge für die Ernte 2010 gesichert.

Andere Aktien

Nachdem der börsennotierte Dortmunder Recyclingbetrieb Envio AG vor kurzem nach immer neuen Giftfunden im Hafengebiet stillgelegt wurde, müht sich das Unternehmen weiter um Schadensbegrenzung. Das Urteil eines unabhängigen Gutachters zur Lage auf dem Betriebsgelände werde bis Ende Juni erwartet, teilte der Envio-Vorstand mit. Envio hofft, den Betrieb auf Grundlage des Gutachtens mittelfristig wieder aufnehmen zu dürfen.

Den Verkauf sämtlicher Anteile an der stillgelegten Karton Deisswil AG im schweizerischen Deisswil im Berner Land, gab der österreichische Kartonhersteller Mayr-Melnhof AG bekannt. Käufer sei eine regionale Schweizer Investorengruppe. Die Kartonproduktion bleibe stillgelegt.

Die schweizerische Beratungsgesellschaft Hucon Swiss AG hat für 250.000 Euro weitere 1,25 Millionen Aktien der Hertener Wassertechnikspezialistin Aqua Society erworben. Hucon war seit Anfang des Jahres bereits mit zehn Prozent an Aqua Society beteiligt.

Die Aktionäre des US-Biotechnikausrüsters Millipore Corp. haben der Übernahme des Unternehmens durch den Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck KgaA zugestimmt. Merck zahlt 107 US-Dollar pro Aktie. Der Kaufpreis beträgt einschließlich der Übernahme der Verbindlichkeiten 7,2 Milliarden US-Dollar. Mit dem Vollzug der Transaktion wird im dritten Quartal gerechnet.

Einen Auftrag über die Lieferung von Brennstoffzellen für die Stromproduktion hat das US-Unternehmen FuelCell Energy Inc. erhalten. Der US-Strom- und Gasversorger Pacific Gas and Electric Co. hat 12,6 Millionen US-Dollar Brennstoffzellen mit 1,4 Megawatt Leistung bestellt.

Im Auftrag der chinesischen Shouguang Fuyuan Waste to Power Co. Ltd. soll die Spezialistin für Entsorgungssysteme ZhongDe Group in China eine Müllverbrennungsanlage mit integrierter Stromerzeugung errichten. Das Auftragsvolumen liegt bei 32 Millionen Euro, teilte der Hamburger Konzern mit.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite  "Opens external link in new windowAktien: Kurse (Link entfernt)".

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  Opens external link in new windowUmweltbank.



Bildhinweis: Drahtsäge der Meyer Burger Technology AG. / Quelle: Unternehmen

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