Vestas-Windräder vom Typ V52. / Foto: Unternehmen

15.12.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Rekord-Großauftrag für Vestas – Gewinnwarnung der Solar-Fabrik AG – Übernahmeangebot für Biodieselspezialistin Petrotec AG

Der Kurs des DAX ging in der vergangenen Woche um 4,9 Prozent zurück auf 9.595 Punkte. Um 3,6 Prozent abwärts auf 17.300 Punkte ging es für den US-amerikanischen Dow Jones Index. Der japanische Nikkei verlor 4,7 Prozent an Wert und erreichte 17.190 Punkte. 3,1 Prozent Kursverlust auf 23.249 Punkte schlugen für den chinesischen Hang Seng Index zu Buche. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ brach um weitere 10,5 Prozent ein auf 61,78 Euro. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 6.491 Dollar. Der Kurs des Euro stieg um 1,6 Prozent auf 1,2479 Dollar.


Windaktien


Den bislang größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte hat der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems erhalten. Der Konzern aus Århus soll 365 Windräder mit 310 Megawatt (MW) für ein Windparkvorhaben in Kenia liefern. Diese Windfarm werde in unmittelbarer Nähe zum Turkana-See errichtet und solle 2017 ans Stromnetz angeschlossen werden, hieß es. Dazu müssen Vestas zufolge allerdings 420 Kilometer Übertragungsnetzkabel neu verlegt werden.


Zum Bau eines Windparks mit 91 MW Leistungskapazität im Norden der türkischen Provinz Tekirdag soll der Hersteller Nordex SE die Turbinen liefern. Der Auftrag stamme von der einheimischen Adali Holding.
Die Energiekontor AG hat die Projektrechte an dem Offshore-Windparkvorhaben Borkum Riffgrund West II an den dänischen Energiekonzern Dong Energy verkauft. Bezahlt werde der Windpark in mehreren Tranchen, die bis 2018/19 in festgelegten Abschnitten fällig werden. Noch vor Jahresende soll die Dong-Energy-Tochter zunächst vier Millionen Euro zahlen. Bis zu acht Millionen Euro sollen noch folgen, abhängig davon, wie der Projektfortschritt weiter verläuft. Der Windpark soll auf bis zu 43 Windräder mit je 5 bis 6 MW Leistungskapazität ausgebaut werden.


Im Aufsichtsrat der PNE Wind AG ist es zum Eklat gekommen. Volker Friedrichsen, Windkraftpionier und Alleingesellschafter des Hamburger Emissionshauses reconcept, soll aus dem Gremium abberufen werden. „Sofern dieser nicht noch kurzfristig freiwillig sein Mandat niederlegt“, heißt es in einer Mitteilung des Cuxhavener Windkraftprojektierers, werde Unternehmen bei Gericht die Abberufung von Friedrichsen beantragen. Zudem hat das Unternehmen angekündigt, Feriedrichsen auf bis zu 6,2 Millionen Euro Schadenersatz zu verklagen. Hintergrund ist die Übernahme der WKN AG durch die PNE Wind AG in 2013. Zum Zeitpunkt des Verkaufs durch die Volker-Friedrichsen Beteiligungs-GmbH sollen WKN-Windparkprojekte überbewertet gewesen sein, so der Vorwurf der PNE-Führung.


Der spanische Windkraftkonzern Gamesa hat seine Schuldenlast umstrukturiert und damit nach eigenen Angaben deutlich erleichtert. Wie das Unternehmen aus dem Baskenland mitteilt, hat es mit einem Syndikat aus 15 spanischen und internationalen Banken eine neue Kreditlinie über 750 Millionen Euro vereinbart. Das gab das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland bekannt. Der neue Kredit werde 2019 zur Rückzahlung fällig.


Solaraktien


Unter schwachen Absatzzahlen im laufenden vierten Quartal 2014 leidet die Solar-Fabrik AG. Deshalb korrigierte die Unternehmensführung ihre Erwartung für die Gesamtjahresbilanz in Teilen nach unten: „Die Solar-Fabrik AG betrachtet ihre Umsatz- und Absatzziele für 2014 zwar als erreichbar, sieht jedoch aufgrund des schleppenden Geschäftsverlaufs im vierten Quartal, der insbesondere mit einem deutlich erhöhten Preisverfall einhergeht, das Ziel einer im Vergleich zum Vorjahr verbesserten EBIT-Marge auf Konzernebene gefährdet“, meldete das Unternehmen aus Freiburg. Die EBIT-Marge werde voraussichtlich unter minus 10 Prozent gedrückt, hieß es.

Bild: Sitz der Solar-Fabrik AG. &/ Foto: Unternehmen


Mit dem Kauf fünf weiterer Solarparks in Südwestfrankreich stockt die Capital Stage aus Hamburg den Gesamtbestand an Erneuerbare-Energieanlagen auf 364 MW auf. Die Parks kommen nach Unternehmensangaben auf 50,8 MW Gesamtkapazität. Capital Stage habe 70 Millionen Euro investiert, hieß es weiter.


In Pakistan soll eine Freiflächensolaranlage mit 100 MW Leistungskapazität entstehen. Dazu hat der chinesische Konzern JA Solar die benötigten Module geliefert. Die Anlage werde in Bahawalpur in der Provinz Pujab errichtet und sei danach die bislang größte Solarfarm des gesamten Landes, teilte das Unternehmen aus Shanghai mit.

Der kanadisch-chinesische Konzern Canadian Solar wird als heißer Kandidat für die Übernahme der US-amerikanischen Solarprojekteierersparte von Sharp gehandelt. Der japanische Technologiekonzern hatte im September 2014 erklärt, die US-amerikanische Solarprojektierer-Sparte Recent Solar verkaufen zu wollen. Canadian Solar sei bereit, 247 Millionen Dollar für das Unternehmen zu zahlen, hieß es.


Der koreanische Mischkonzern Hanwha Corp. führt seine beiden Photovoltaikhersteller zusammen: HanwhaQ.Cells steht vor der Übernahme durch Hanwha SolarOne, den an der US-Börse notierten Hersteller mit Sitz im chinesischen Qidong. Die Übernahme ist Hanwha SolarOne zufolge bereits vereinbart und von den jeweiligen Aufsichtsgremien abgesegnet. Nach der Übernahme würde der Konzern jährlich Solarmodule mit 3.280 MW Leistungskapazität produzieren können. Dem Vertrag zufolge werde Hanwha SolarOne die HanwhaQ.Cells zu 100 Prozent übernehmen, hieß es.


Der chinesische Photovoltaikriese Yingli Green Energy intensiviert seine Geschäftsaktivitäten in Thailand. Mit einigen Partnern, darunter der chinesische Technologiekonzern Huawei, hat Yingli dazu jüngst eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel sei es, in größerem Umfang Photovoltaikprojekte in Thailand zu realisieren, hieß es. Partner bei diesem Vorhaben sind Solventia Solar Energy und die Kasikornbank. Ein konkretes Photovoltaik-Ausbauziel, das durch diese Kooperation befördert werden soll, wurde noch nicht genannt.


Bioenergieaktien

Die Borkener Biodieselspezialistin Petrotec AG steht vor der Übernahme durch den US-amerikanischen Biokraftstoffhersteller Renewable Energy Group aus Ames in Iowa. Der bisherige Hauptaktionär IC Green Energy Ltd. aus Tel Aviv vereinbarte den Verkauf seines Aktienpaketes (rund 69 Prozent aller Anteile) mit den Amerikanern.

Andere Aktien
Der Insolvenzverwalter des Fahrradherstellers Mitteldeutsche Fahrradwerke AG aus Sangershausen hat einen Käufer gefunden: den Automobilzulieferer IFA Rotorion-Holding GmbH aus Haldensleben in Sachsen-Anhalt. Dieser übernehme alle Wirtschaftsgüter und auch alle Beschäftigten von MIFA, gab das Unternehmen bekannt. Sollte das Kartellamt dem Kauf zustimmen, werde die Übernahme rückwirkend zum 1. Dezember 2014 erfolgen. Die Börsennotierung der MIFA bleibe von dem Kauf bis auf weiteres unberührt, hieß es. Möglich wurde die nun vereinbarte Transaktion durch eine Bürgschaft der Landesregierung von Sachsen-Anhalt für einen Kredit in zweistelliger Millionenhöhe, den die landeseigene Investitionsbank MIFA gewähren soll.

Bild: MIFA-Fahrräder im Einsaz. / Foto: Unternehen

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik   Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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