Der Windkraftprojektierer PNE Wind AG hat das Geschäftsjahr 2016 sehr erfolgreich abgeschlossen. Dazu trugen nach eigenen Angaben die Verkäufe einiger Windparks bei. Das Bild zeigt ein Windrad des Unternehmens. / Foto: PNE Wind AG

31.03.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Rekordergebnis für PNE Wind – SMA Solar Technology meldet Gewinnanstieg – EnviTec erhält Auftrag aus China

Der Dax ist im Wochenverlauf bis Freitagmittag um fast 2 Prozent auf 12.249 Punkte geklettert. Der US-amerikanische S&P 500 Index legte etwas schwächer zu, um rund 1 Prozent auf 2.368 Punkte. Der japanische Nikkei-Index verlor 1,5 Prozent auf 18.909 Punkte. Einzig der chinesische Hang Seng Index büßte fast 1 Prozent ein auf 24.136 Punkte. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent stieg rund 4 Prozent auf 52,67 Dollar. Der Goldpreis blieb im Wochenverlauf annähernd gleich. Am Freitagmittag kostete die Feinunze Gold 1.242,44 Dollar. Der Euro verbilligte sich um 1,2 Prozent auf 1,067 US-Dollar.

Windaktie

Der Windkraftprojektierer PNE Wind AG hat das Geschäftsjahr 2016 nach eigenen Angaben mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Dabei hatten die Cuxhavener im ersten Halbjahr noch einen Einbruch bei Umsatz und Gewinn erlitten. Grund für das im zweiten Halbjahr deutlich gestiegene operative Ergebnis seien unter anderem Windparkverkäufe, teilte PNE Wind mit. Der Ausblick von PNE Wind für 2017 ist allerdings verhalten, weil Investitionen erforderlich sind, die sich auf das Ergebnis auswirken. Die PNE Wind AG erwartet für das Geschäftsjahr 2017 auf EBIT-Basis weiterhin ein positives Ergebnis aus dem operativen Bereich in einer Größenordnung von 10 bis 20 Millionen Euro. Für 2016 verbuchte das Unternehmen einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 97,0 Millionen Euro (Vorjahr: 9,8 Millionen Euro). Das Ergebnis pro Aktie belief sich auf 0,90 Euro, im Vergleich zu 0,05 Euro im Vorjahr. Die PNE Wind AG erwirtschaftete einen Umsatz von 248,6 Millionen Euro, ein Plus von 127 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wo der Umsatz 109,5 Millionen betrug.

Gleich drei Aufträge hat der Windkraftanlagen-Hersteller Vestas aus China erhalten. Das dänische Unternehmen liefert nach eigenen Angaben Windräder mit einer Leistung von insgesamt etwa 151 Megawatt (MW) an unterschiedliche Auftraggeber, darunter der langjährige Vestas-Kunde HECIC New Energy. Eine weitere Großbestellung erreichte Vestas aus den USA. Demnach sollen die Dänen Anlagen mit einer Gesamtleistung von 148 MW nach Texas liefern. Vereinbart wurde ein 20-jähriger Servicevertrag. Auftraggeber ist die dänische Investmentfirma Copenhagen Infrastructure Partners. Vestas soll das "Bearkat I" Wind-Projekt im Bundesstaat Texas bestücken.
Auch MHI Vestas, ein Joint Venture von Vestas und Mitsubishi Heavy Industries, hat unter Vorbehalt den Zuschlag für die niederländischen Offshore-Projekte Borssele III und IV bekommen. Betrieben werden diese von einem Konsortium aus Shell, Eneco, Van Oord und Diamond Generating Europe (Mitsubishi-Tochter) namens Blauwwind II C.V.

Der chinesische Windkraftanlagen-Hersteller Goldwind hat seine Jahresbilanz für 2016 veröffentlicht. Demnach hat sich der Jahresumsatz gegenüber 2015 um 12 Prozent auf 26 Milliarden Renminbi (RMB) verringert. Das sind umgerechnet rund 3,5 Milliarden Euro. Insgesamt hat der Windkraftkonzern 2016 Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapazität von 6,4 Gigawatt (GW) installiert. Das ist etwa so viel wie im Vorjahr und entspricht einem Marktanteil von rund zwölf Prozent. Den Auftragsbestand zum Jahresende bezifferte Goldwind mit 14,2 GW. Trotz des Umsatzeinbruchs gelang es dem Windkraftanlagen-Hersteller in 2016, den operativen Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent auf 3,6 Milliarden RMB zu steigern. Der Nettogewinn je Aktie kletterte um drei Prozent auf 1,08 RMB.

Solaraktien


Die SolarWorld AG hat ihre im Februar vorab gemeldeten Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 bestätigt. Demnach erhöhte sich der EBIT-Verlust von vier Millionen Euro in 2015 auf 99 Millionen Euro. Trotz erhöhter Absatzmengen hat der Bonner Solarkonzern den starken Preisverfall bei Solarmodulen nicht auffangen können. 2016 wuchs der Absatz um 19 Prozent auf 1.375 MW, der Konzernumsatz kletterte gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf 803 Millionen Euro. Auch für 2017 rechnet das Unternehmen noch mit einem negativen Ergebnis.

Die SMA Solar Technology AG ist ein Hersteller von Wechselrichtern für Solaranlagen. 2016 hat das Unternehmen aus Niestetal bei Kassel Wechselrichter mit insgesamt 8,2 GW Leistungskapazität abgesetzt, rund 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Aufgrund eines hohen Preisrückgangs schrumpfte der Jahresumsatz zwar um 3,6 Prozent auf 946,7 Millionen Euro. Weil SMA weitaus effizienter wirtschaftete, verbesserte sich das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) dennoch um rund 17 Prozent auf 141,5 Millionen Euro. Das Konzernergebnis verdoppelte sich gegenüber 2015 auf 29,6 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie sprang von 0,41 auf 0,85 Euro. Der SMA-Vorstand will die Aktionäre mit einer Dividende in Höhe von 0,26 Euro pro Aktie an dem Jahresgewinn beteiligen. Für 2015 waren 0,14 Euro je Aktie ausgeschüttet worden. Für 2017 rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang beim Umsatz und auch beim Ergebnis.
Zudem hat SMA ihre Tochtergesellschaft SMA Railway Technology GmbH verkauft. Käufer ist der chinesische Bahntechnikkonzern Beijing Dinghan Technology. Über den Verkaufspreis haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion fließt ins erste Quartal 2017 ein.

Der Umsatz von Phoenix Solar aus dem bayrischen Sulzemoos ist 2016 wie angekündigt um rund 17 Prozent gestiegen. Im Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 139,2 Millionen Euro, gegenüber 119,4 Millionen Euro im Vorjahr. Insgesamt wurden weltweit Module mit einer Nennleistung von 153,7 Megawattpeak (MWp) verbaut, ein Plus von 55 MWp. Zum ersten Mal seit 2010 konnte das Unternehmen wieder ein positives EBIT erreichen. Es verbesserte sich auf 0,6 Millionen Euro gegenüber minus 1,6 Millionen Euro in 2015. Das auf die Aktionäre der Phoenix Solar AG entfallende Ergebnis war allerdings negativ und belief sich auf minus 4,6 Millionen Euro (2015: minus 5,2 Millionen). So entstand ein leicht verbessertes Ergebnis pro Aktie von minus 0,62 Euro gegenüber minus 0,71 Euro im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote betrug 8,6 Prozent. (Vorjahr: 12,3 Prozent). Für 2017 stellte der Solarkonzern ein starkes Umsatz- und EBIT-Wachstum in Aussicht. Jedoch sei noch nicht mit einem deutlich positiven Unternehmensergebnis zu rechnen.

Von Phoenix Solar errichtete Solaranlage: Das Unternehmen aus Bayern erzielte 2016 ein Umsatzwachstum. / Foto: Phoenix Solar

ReneSola, Solarkonzern aus China, hat vorläufige Geschäftszahlen für 2016 veröffentlicht. Das Unternehmen hat demnach deutlich weniger Solarmodule ausgeliefert als im Vorjahr. Laut Chief Executive Officer (CEO) Xianshou Li verringerten sich die Auslieferungen um 25 Prozent auf 1,2 GW. Der Jahresumsatz schrumpfte um 27,5 Prozent auf umgerechnet 929,8 Millionen US-Dollar. Zugleich verringerte sich das Nettoergebnis deutlich. Schon 2015 war ein Nettoverlust von 5,1 Millionen Dollar angefallen. In 2016 erhöhte er sich auf 34,7 Millionen Dollar. Der CEO rechnet für 2017 nicht mit einem deutlichen Wachstum und stellte nur einen Jahresumsatz von 900 bis 1.000 Millionen US-Dollar in Aussicht.

US-Solarkonzern First Solar hat ein Solarkraftwerk im US-Bundesstaat Nevada verkauft. Wie der Konzern aus Arizona mitteilte, wurde das 250-MW-Projekt an den Schweizer Asset Manager Capital Dynamics AG veräußert. Weiterhin werde First Solar das "Moapa Southern Paiute" Projekt in Clark County betreiben. Details zum Verkaufspreis nannte First Solar nicht. Das Unternehmen hatte die Anlage Mitte März in Betrieb genommen.
First Solar wird außerdem eine Solaranlage in Australien errichten. Es handelt sich um die "Manildra Solar Farm" im Bundesstaat New South Wales mit einer Gesamtleistung von 48,5 MW. Die Anlage wird mit umgerechnet etwa 6,8 Millionen Euro von der staatlichen Energiebehörde ARENA gefördert. First Solar hat zudem einen 13-jährigen Stromabnahmevertrag mit dem privaten Energieunternehmen EnergyAustralia vereinbart. Mit dem Bau soll noch im ersten Halbjahr 2017 begonnen werden.

Der koreanische Solarmodul-Hersteller Hanwha Q Cells hat ein Solarkraftwerk auf einer ehemaligen badischen Mülldeponie mit Modulen ausgestattet. Der Auftrag dafür kam vom regionalen Energieversorger Erdgas Südwest. Das Solarkraftwerk habe eine Leistung von 4,4 MW und befinde sich in der Gemeinde Malsch, hieß es dazu. Jährlich würden rund 4.500 Megawattstunden an sauberer Energie in das Stromnetz eingespeist.


Bioenergie-Aktien

Die EnviTec Biogas AG aus Lohne in Niedersachsen hat eine Biogas-Tankstelle in der ostchinesischen Hafenstadt Yantai mit einer Gasaufbereitungsanlage bestückt. Wie die Bioenergie-Spezialistin mitteilte, komprimiert eine neu installierte sogenannte CNG-Anlage das angelieferte Biomethan, mit dem dann vor allem Autos und Taxen betankt werden. EnviTec hofft auch, diese Technik auch bald verstärkt auf den deutschen Markt absetzen zu können: In Deutschland wurde die Steuerermäßigung für CNG-Fahrzeuge, die Ende 2018 ausgelaufen wäre, bis Ende 2026 verlängert. 

Andere Aktien

Die wind 7 AG aus Eckernförde rechnet in 2017 mit positiven Effekten aus Spanien. Grund sei ein Rechtsstreit mit dem spanischen Staat. Dabei geht es um Steuernachforderungen für den 2015 veräußerten spanischen Solarpark Torremejia. 14 laufende Gerichtsverfahren seien nun in erster Instanz gewonnen worden, teilte der Ökostrom-Anlagenbetreiber mit. Zuvor festgesetzte Strafzahlungen seien unwirksam. Das könnte im zweiten Quartal 2017 Ergebniseffekte von rund 80.000 Euro und einen Liquiditätszufluss von gut 140.000 Euro einbringen. Beim Jahresabschluss 2016 hätten sich ebenfalls noch Veränderungen ergeben, hieß es. Danach ergebe sich ein verbessertes negatives Konzernergebnis von 306.000 Euro. Anfang März war noch ein vorläufiges Minus von 320.000 Euro gemeldet worden

Die Immobilien-Spezialistin Helma Eigenheimbau AG hat ihre Rekordzahlen für 2016 beim Umsatz und Gewinn bestätigt. Demnach erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 25 Prozent auf 263,8 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie sprang von 2,69 auf 3,37 Euro und fiel damit noch etwas besser aus als im Februar nach vorläufigen Berechnungen angekündigt.

Die init innovation in traffic systems SE hat ihren Ausblick für 2017 vorgelegt. Demzufolge erwartet der IT-Dienstleister für den Nahverkehr im laufenden Jahr einen um 10 Prozent höheren Umsatz. Allerdings werde sich das operative Ergebnis in 2017 deutlich verringern, hieß es. Für 2016 will das Unternehmen aus Karlsruhe die Dividende um 10 Prozent auf 0,22 Euro pro Aktie erhöhen. Init erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 120 Millionen Euro (2016: 108,6 Millionen Euro). Das operative Ergebnis von init soll 2017 nur noch zwischen 5 und 7 Millionen Euro liegen. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 2016, wo init 11,6 Millionen Euro erreichte. Der Rückgang hänge mit der höheren Mitarbeiterzahl, gestiegenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie der Abarbeitung margenschwacher Projekte aus den Vorjahren zusammen. Für 2018 erwartet der Vorstand wieder einen Anstieg des operativen Ergebnisses.

Die Klimaschutztechnologie-Spezialistin Centrotec Sustainable AG hat ihre Prognose bei Umsatz und Ergebnis erfüllt und ihre vorläufigen Geschäftszahlen für 2016 bestätigt. Beim Umsatz wurden die erwarteten 570 Millionen Euro sogar leicht übertroffen: Im Geschäftsjahr 2016 erzielte Centrotec einen Umsatzzuwachs von  rund 5 Prozent auf 575,5 Millionen Euro, 2015 waren es 549,8 Millionen Umsatz. Das EBIT wurde "trotz erheblicher Investitionen" um fast 9 Prozent auf 34,8 Millionen Euro gesteigert. Je Aktie erhöhte sich das Ergebnis auf 1,21 Euro, gegenüber 1,18 Euro im Vorjahr. Aufgrund dieser Entwicklung und der weiter verbesserten Finanzstruktur plant Centrotec eine erneute Erhöhung der Dividende auf 0,30 Euro (2015: 0,25 Euro). Für 2017 erwartet das Unternehmen aus Brilon in NRW einen Umsatz von 575 bis 600 Millionen Euro, also von Stagnation bis hin zu einem moderaten Wachstum.

Hauptsitz von Centrotec in Brilon, NRW. Das Unternehmen konnte seine Prognosen für 2016 errreichen. / Foto: Unternehmen


Ein deutliches Wachstum für das Geschäftsjahr 2016 prognostizierte die Capital Stage AG, Betreiberin von Solarparks und Windkraftanlagen. Wie das Hamburger Unternehmen mitteilte, übertrifft das vorläufige operative Geschäftsergebnis 2016 sogar die eigenen Erwartungen. Die Umsatzerlöse stiegen den Angaben zufolge im Geschäftsjahr 2016 deutlich, um mehr als 25 Prozent auf rund 141,8 Millionen Euro (Prognose Capital Stage 2016: 140 Millionen Euro). Das EBITDA erreichte rund 106,1 Millionen Euro, die Prognose von Capital Stage waren 104 Millionen Euro. Auch das EBIT konnte erneut auf nunmehr rund 61,6 Millionen Euro gesteigert werden, Capital Stage hatte 60 Millionen Euro erwartet.

Die Öko-Baustoffspezialistin Sto SE hat das Geschäftsjahr 2016 besser abgeschlossen als im Herbst angekündigt. Der Sto-Vorstand geht nach vorläufigen Berechnungen davon aus, dass das Unternehmen aus Stühlingen im Schwarzwald 2016 ein Umsatzplus von 1,2 Prozent auf 1,231 Milliarden Euro erreicht hat. Das liegt leicht über der im November auf 1,217 Milliarden Euro gekürzten Prognose. Ursprünglich hatte die Öko-Baustoffspezialistin ein Umsatzplus von fünf Prozent anvisiert. Nach vorläufigen Berechnungen erreichte Sto in 2016 ein EBIT von 65 bis 75 Millionen Euro. Dies ist deutlich besser als angekündigt, wenn auch nicht so gut wie in 2015, wo das EBIT 81,5 Millionen Euro betrug.

Erfolg für die Daldrup & Söhne AG: Der Bohrtechnik- und Geothermiespezialist hat Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von über 20 Millionen Euro erhalten. Es handelt sich dabei um Geothermie-Bohrungen in Geretsried (Oberbayern) und Bad Bellingen (Baden-Württemberg), teilte das Unternehmen aus Ascheberg in Westfalen mit.

Gewinnwarnung von Shunfeng International Clean Energy (SFCE): Der chinesische Ökostromkonzern erwartet für das Geschäftsjahr ein Minus von 2,4 Milliarden chinesische RMB, umgerechnet etwa 349 Millionen Dollar. Noch im Januar hatte der Ökostromkonzern ein Minus von nur 923 Millionen RMB angekündigt – nun sieht die Bilanz deutlich düsterer aus. Eine Reihe Tochterunternehmen hätten hohe Verluste eingefahren, wie das Unternehmen zur Begründung mitteilte. Zudem verzögerten sich mehrere Solarprojekte.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.



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