Windräder von Vestas. / Foto: Unternehmen

13.10.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Rückschlag für Windradhersteller Vestas in Brasilien – Solarausrüster Solarausrüster GT Advanced unter Gläubigerschutz – Insolvenzverwalter übernimmt beim Fahrradhersteller MIFA

Der Kurs des DAX fiel im Verlauf der vergangenen Woche um 4,4 Prozent auf 8.789 Punkte. 2,7 Prozent auf 16.547 Punkte verlor der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei sank um 5,2 Prozent auf 15.934 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index kletterte um marginale 0,1 Prozent auf 23.088 Punkte. Um 3,8 Prozent verbilligte sich das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ auf 90,23 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ erhöhte sich um 1,1 Prozent auf 6.704,50 Dollar. Der Euro gewann 0,9 Prozent an Wert auf 1,2628 Dollar.

Windaktien
Die einvernehmliche Stornierung eines Großauftrags zur Lieferung von Windrädern mit 254 Megawatt (MW) Leistungskapazität nach Brasilien hat der dänische Hersteller Vestas Wind Systems bekannt gegeben. Auftraggeber war CPFL Renováveis gewesen, die im Jahr 2011 insgesamt 127 Windräder für mehrere Bauvorhaben im Nordosten des Landes bestellt hatte. Doch die brasilianische Regierung habe die Rahmenbedingungen für Windkraftvorhaben seit dem Vertragsabschluss verändert, teilte das Unternehmen aus Århus mit. Die Vertragspartner hätten sich nicht auf eine daher erforderlich Anpassung der Vertragsbedingungen verständigen können.

Der spanische Windkraftkonzern Gamesa Corp. Tecnlogica wiederum meldete, dass ein neuer Auftrag zur Lieferung von Windrädernmit 68 MW Gesamtkapazität nach Brasilien eingegangen sei. Der einheimische Projektierer Sequoia Energia und der Versorger Companhia Hidroelétrica do São Francisco hätten die Anlagen für ein gemeinsames Windparkprojekt in Bundesstaat Bahia geordert, hieß es. Außerdem sei vereinbart worden, das Gamesa die Windräder für mindestens 15 Jahre betreibt. Zudem habe eine Tochtergesellschaft des türkischen Stahlkonzerns Kardemir, neun Windräder mit 18 MW Gesamtkapazität für ein Bauvorhaben in der Provinz Izmir geordert, so Gamesa weiter.

Solaraktien


Der finanziell angeschlagene Solarprojektierer Carpevigo Holding AG aus Holzminden hat die Zinszahlung an seine Anleihegläubiger wieder aufgenommen. Die Gläubiger hatten einem Sanierungsplan zugestimmt, der ein dreijähriges Moratorium vorsieht. Gemäß dieses Planes seien erste Zahlungen erfolgt, teilte die Unternehmensführung mit.

Die Erweiterung eines umfangreichen Erstausrüster-Vertrages haben die Photovoltaikunternehmen SolarCity und REC Solar beschlossen. Für den Bau von Dachsolaranlagen in 15 US-Bundestaaten bezieht der im kalifornischen San Mateo ansässige Projektierer SolarCity demnach Module mit 220 MW Leistungskapazität von REC Solar. Das gab der norwegische Solarhersteller bekannt. Der ursprüngliche Vertrag hatte Lieferungen im Umfang von 100 MW vorgesehen.

Der Verkauf von drei Solarparks mit zusammen 30 MW Leistungskapazität hat Canadian Solar nach eigenen Angaben umgerechnet 161,2 Millionen US-Dollar eingebracht. Die Anlagen stehen demnach alle in der kanadischen Heimat des Konzerns aus Guelph in Ontario. Käufer sei die TransCanada Corp. Weitere 46 Millionen Dollar stelle der Versicherer Manufacturer's Life Insurance Company zum Bau eines Solarparks mit zehn MW in Kanada zur Verfügung. Und für den Bau einer Solarfarm mit zehn MW Kapazität bestellte die Conti-Gruppe Technik bei dem Solarhersteller. Schwierigkeiten hat der Konzern hingegen mit Projekten in Japan. Weil mehrere Netzbetreiber die Genehmigungen für neue Stromnetzanschlüsse verschoben hätten, komme es bei Photovoltaikvorhaben mit 135 MW Kapazität voraussichtlich zu Verspätungen, teilte das Unternehmen mit.
Bild: Freiflächenanlage von Canadian Solar. / Foto: Unternehmen


Der US-Solarausrüster GT Advanced Technologies Inc. (GTAT) aus Merrimack in New Hampshire hat überraschend Insolvenz angemeldet. Von der Pleite sind auch die Solarausrüster Manz AG und Meyer Burger Technology AG betroffen. Weil beide zum Kundenkreis von GT zählen, haben die deutschen Unternehmen Forderungen in Millionenhöhe beim zuständigen Gericht angemeldet.

Mit der vollzogenen Übernahme des US-Solarunternehmens Hudson Energy Power hat die SunEdison-Tochter TerraForm Power erstmals Solaranlagen zugekauft, die nicht vom Mutterkonzern stammen. Das Anlagen-Portfolio der Solarstromproduzentin TerraForm Power erweitere sich damit um 25,5 MW aus 101 laufenden Solarfarmen. Weitere 4,5 MW, die Hudson Energy noch entwickelte, fallen somit SunEdison selbst zu, hieß es.

Über zwei Kapitalmaßnahmen hat die chinesische Trina Solar knapp 139 Millionen Dollar eingenommen. Der Solarkonzern aus Changzhou hatte Wandelanleihen mit einer Laufzeit bis Oktober 2019 angeboten, die ihm nach eigenen Angaben über 112 Millionen Dollar einbrachten. Weitere knapp 27 Millionen Dollar erhielt Trina Solar durch die Ausgabe neuer Aktien an Investoren. Die Einnahmen will das Unternehmen zur Finanzierung neuer Photovoltaikprojekte und zum Ausbau der Produktionskapazitäten einsetzen.

Einen großen Auftrag zur Lieferung von Solarmodulen mit 60 MW Leistungskapazität meldete der chinesische Solarkonzern LDK Solar. Eine Tochtergesellschaft der staatlichen Nuclear Power Technology Corp. habe die Module für ein Photovoltaik-Bauvorhaben in Xinjang bestellt, hieß es.

Bioenergieaktien

Trotz einer Umsatz- und Absatzsteigerung ist der Bioethanolhersteller CropEnergies AG in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres (Bilanzstichtag 31. August) in die roten Zahlen geraten. Das zeigt die endgültige Bilanz der CropEnergies AG, die das Unternehmen nun veröffentlicht hat. Der Umsatz kletterte demnach auf Jahressicht um neun Prozent auf 404,6 Millionen Euro. Nach 26,2 Millionen Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) in der ersten Hälfte des Jahres 2013/2014 fielen nun 4,4 Millionen Euro EBIT-Verlust an. Als Grund für die Entwicklung gab das Unternehmen aus Mannheim Preisdruck an.


Nahe Osaka in Japan soll eine Biogasanlage errichtet werden, bei der Technik der EnviTec Biogas AG aus Lohne zum Einsatz kommt. Der Biogasanlagenbauer aus Lohne erhielt den entsprechenden Auftrag dazu nach eigenen Angaben von einer Tochter der japanischen Recycling-Spezialistin Remtec.


Andere Aktien

Der Fahrradhersteller MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG darf sich nicht in Eigenverwaltung sanieren. Das gab das Unternehmen aus Sangerhausen bekannt. Das zuständige Amtsgericht habe die vorläufige Eigenverwaltung aufgehoben und ein Regelinsolvenzverfahren angeordnet. Insolvenzverwalter sei der Jurist Dr. Lucas Flöther. Außerdem hat Vorstand Dr. Stefan Weniger MIFA mit sofortiger Wirkung verlassen. Erst im Frühjahr 2014 war Weniger als Sanierungsexperte zur Führung der MIFA AG hinzugestoßen. Nach dem Abgang ist Thomas Meyer, der erst zum 1. Oktober sein Amt antrat, nun Alleinvorstand.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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