Windkraftanlage im Einsatz für PNE Wind: Im ersten Halbjahr 2017 hat die Windkraftspezialistin einen Verlust erwirtschaftet. / Foto: Unternehmen

11.08.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Senvion macht weniger Umsatz und Gewinn – Firmengründer Asbeck will insolvente SolarWorld kaufen – Schwache Zahlen von Carmanah

Alle großen Indizes haben in dieser Woche an Niveau verloren: Der Dax notierte am Freitagmittag bei 11.969 Punkten. Damit büßte der deutsche Leitindex gegenüber der Vorwoche rund 1,6 Prozent ein. Der US-amerikanische S&P 500 Index verlor rund 1,5 Prozent und auf 2.435 Punkte. Der japanische Nikkei-Index sank um fast 3 Prozent auf 19.382 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index stand bei 26.890 Punkten - ein Minus von 2,5 Prozent. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent kostete mit 51,66 Dollar annähernd so viel wie in der Vorwoche. Hingegen erhöhte sich der Preis für die Feinunze Gold um 1,4 Prozent auf 1.287,10 Dollar. Der Euro-Kurs fiel um 1,0 Prozent auf 1,1757 US-Dollar.

Wind-Aktien

Der Windkraftanlagen-Hersteller Senvion aus Hamburg erzielte im ersten Halbjahr 2017 einen Umsatz von 829,6 Millionen Euro. Dies ist ein Rückgang von 4,6 Prozent: Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch 869,5 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Das bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) betrug 61,8 Millionen Euro gegenüber 72,3 Millionen im ersten Halbjahr 2016. Auch hier ist also ein deutlicher Rückgang um 14,5 Prozent zu verzeichnen. Mit der bereinigten EBITDA-Marge misst man die Profitabilität eines Unternehmens: Senvion erreichte hier zuletzt 7,4 Prozent nach 8,3 Prozent in der Vorjahresperiode. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kletterte die Anzahl der Order um 70 Prozent auf ein Volumen von 940 Millionen Euro. Senvion erwartet für 2017 insgesamt neue Aufträge mit einem Volumen von 2 Milliarden Euro, doppelt so viele wie in 2016.
Die Finanzierung für zwei Windparkprojekte in Chile mit einer Leistungskapazität von insgesamt 399 Megawatt (MW) sei nun gesichert, teilte Senvion mit. Allerdings verschiebe sich die Fertigstellung in das kommende Jahr. Deshalb hat Senvion die Umsatzprognose verringert und erwartet nun einen Erlös zwischen 1,9 und 1,95 Milliarden für das Gesamtgeschäftsjahr 2017. Die bereinigte erwartete EBITDA-Marge für 2017 lässt Senvion unverändert bei 8,0  bis 8,5 Prozent, also ein leichtes Plus gegenüber 2016.

Die PNE Wind AG hat im ersten Halbjahr einen Verlust verzeichnet. Die Windkraftspezialistin aus Cuxhaven wies ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von minus 5,0 Millionen Euro (im Vorjahr: minus 1,4 Millionen Euro) und ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von minus 0,08 Euro (2016: minus 0,10 Euro) auf. PNE Wind erzielte zudem geringere Umsatzerlöse in Höhe von 39,5 Millionen Euro gegenüber 44,8 Millionen in 2016. "Die mit dem Aufbau des europäischen Windparkportfolios verbundenen hohen Aufwendungen wirkten sich belastend auf das Halbjahresergebnis aus", hieß es. Für das Gesamtjahr 2017 bestätigte der Vorstand den Ausblick. Er prognostiziert unverändert ein Konzern-EBIT im Bereich von 0 bis 15 Millionen Euro. "Trotz der notwendigen Investitionen in die Zukunft erwartet das Unternehmen somit auch in diesem Jahr positive Ergebnisse."

Vestas Wind Systems hat einen Auftrag aus Mexiko erhalten: Der Windkraftanlagen-Produzent soll einen großen Windpark bestücken und dazu Anlagen mit insgesamt 443 MW Leistung liefern. Bei der Vereinbarung handele es sich um einen Vertrag unter Vorbehalt, teilte Vestas mit. Auftraggeberin ist Zuma Energía, ein Erneuerbare-Energien-Unternehmen aus Mexiko. Vestas soll zudem für 15 Jahre die Service- und Wartungsarbeiten für das Windprojekt Reynosa III im Bundesstaat Taumaulipas übernehmen. Da der jetzige Vertrag eine Vorbehaltsklausel enthält, will Vestas bekanntgeben, sobald der Deal endgültig steht.

Gewinnsprung bei Dong Energy, einem der größten Betreiber von Offshore-Windparks: Der dänische Energiekonzern verbesserte sein EBITDA im zweiten Quartal um 70 Prozent. Nach rund 2,62 Milliarden Dänischen Kronen (DKK) im Vorjahreszeitraum stieg es im zweiten Quartal 2017 auf 4,44 Milliarden DKK. Eine Milliarde DKK sind umgerechnet 134,4 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2017 peilt der Konzern nun ein EBITDA zwischen 17 und 19 Milliarden DKK an, das sind umgerechnet zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden Euro. Bisher hatten die Dänen 15 bis 17 Milliarden DKK in Aussicht gestellt. Der Nettogewinn von Dong Energy sprang im zweiten Quartal um 273 Prozent auf 2,5 Milliarden DKK.
Zudem wird Dong Energy Anteile des Windparks Borkum Riffgrund 2 vor der deutschen Nordseeküste verkaufen. Der Investmentfonds Global Infrastructure Partners aus New York will 50 Prozent der Anteile am Offshore-Windpark übernehmen – für 1,17 Milliarden Euro. Noch in 2017 soll der Deal abgeschlossen sein. Er ist in die neue Umsatzprognose mit eingeflossen.

Solar-Aktien


Neue Entwicklung bei der insolventen SolarWorld AG: Unternehmensgründer und Chef Frank Asbeck will mehrere ausländische Tochterfirmen und die beiden deutschen Fabriken kaufen. Das Geld für den Deal kommt Berichten zufolge aus dem Scheichtum Katar. Die Gläubiger des Solarkonzerns müssen aber noch zustimmen. Insolvenzverwalter Horst Piepenburg teilte am Dienstag mit, er habe einen Kauf- und Übertretungsvertrag mit der SolarWorld Industries GmbH als Käuferin abgeschlossen. Hinter dieser Gesellschaft steckt Frank Asbeck. Neben der deutschen Fertigung erwirbt Asbeck auch die Gesellschaften von SolarWorld in Afrika, Asien, Japan und Frankreich – nicht aber die US-Tochter von SolarWorld. Ob diese veräußert wird, um Forderungen der Gläubiger bedienen zu können, ist offenbar noch unklar. Bei den Verhandlungen mit interessierten Investoren konnten einige Angebote nicht berücksichtigt werden, weil die Verträge laut Piepenburg zu viel Zeit in Anspruch genommen hätten. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Ein Großteil soll aber in der Ablösung der Schulden von SolarWorld bestehen. Aktionäre der bisherigen SolarWorld AG hätten keine Aussicht, an den Verkaufserlösen oder am restlichen Vermögen beteiligt zu werden, hieß es. Sie zahlen demnach wie schon bei der letzten Insolvenz des Konzerns im Jahr 2013 die Zeche.

Solarzellenfertigung bei SolarWorld: Die beiden deutschen Fabriken sollen gerettet werden, mit Kapital aus dem Scheichtum Katar. / Foto: SolarWorld AG


Phoenix Solar aus Sulzemoos in Bayern entwickelt, plant und baut Photovoltaik-Großkraftwerke. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2017 erzielte das Unternehmen damit einen Umsatz von 42,4 Millionen Euro. Das sind 20,5 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten 2016, wo der Konzern 53,3 Millionen Euro verbuchte. Das Absatzvolumen im ersten Halbjahr betrug 66 Megawatt Peak (MWp), ein leichtes Wachstum gegenüber dem Vorjahr (63 MWp). Höherer Absatz, aber weniger Umsatz: Dies sei "ein Zeichen des weiteren Preisverfalls in den internationalen Märkten", teilte Phoenix Solar mit. Der Verlust je Aktie erhöhte sich von minus 0,62 Euro in 2016 auf jetzt minus 1,17 Euro, er hat sich also fast verdoppelt. Der Vorstand hat die Prognose zurückgezogen und erwartet nun einen Umsatz zwischen 140 und 170 Millionen Euro (bisher: zwischen 160 und 190 Millionen). Er rechnet für 2017 mit einem EBIT zwischen minus 0,2 und 1,0 Millionen Euro. Zuvor hatte er zwischen 1,0 und 3,0 Millionen Euro angekündigt.

Der Umsatz von Wechselrichter-Hersteller SMA Solar Technology aus Hessen ist im ersten Halbjahr stark gesunken. Er schrumpfte um 21 Prozent auf 381,1 Millionen Euro. Davon entfiel allerdings mit 207,9 Millionen Euro der Löwenanteil auf das zweite Vierteljahr. Das EBITDA brach von 71,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 29,0 Millionen Euro ein. Das Ergebnis je Aktie sackte von 0,56 Euro auf 0,25 Euro ab. SMA Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon erwartet in der zweiten Jahreshälfte vor dem Hintergrund des starken Auftragseingangs in allen Märkten aber eine deutliche Belebung des Geschäfts. Laut Urbon hat sich der Auftragsbestand in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf rund 673 Millionen Euro deutlich erhöht. SMA Solar rechne nun für 2017 mit 900 Millionen bis 950 Millionen Euro Umsatz. Damit könnten die Hessen einen Jahresumsatz wie im Vorjahr erreichen. Das EBITDA soll zwischen 85 Millionen und 100 Millionen Euro im Gesamtjahr liegen. Deutlich weniger als in 2016, aber bislang hatte der Vorstand für 2017 nur ein EBITDA von 70 Millionen bis 90 Millionen Euro angestrebt.

Singulus Technologies hat Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr verbessert. Der Solarausrüster aus Kahl am Main meldet einen Halbjahresumsatz 2017, der mit 48,3 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr mit 24,6 Millionen Euro liegt. Der Auftragsbestand am 30. Juni 2017 betrug 87,7 Millionen Euro (30. Juni 2016: 133,5 Millionen). Insgesamt schloss das erste Halbjahr 2017 mit einem positiven EBIT von 2,5 Millionen Euro ab, gegenüber einem Minus von 9,3 Millionen Euro im Vorjahr. Das Finanzergebnis lag bei minus 0,8 Millionen Euro (2016 vor Sanierungsgewinn: minus 2,6 Millionen).

Das Solarunternehmen Photon Energy NV aus Amsterdam hat Quartalszahlen und vorläufige Halbjahresergebnisse veröffentlicht. Einzelne Geschäftsbereiche hätten sich in den ersten sechs Monaten 2017 verbessert, hieß es. Dadurch stiegen die Halbjahresumsätze von Photon Energy gegenüber 2016 um 23,3 Prozent auf 8,03 Millionen Euro. Das EBITDA legte um 20,5 Prozent auf 4,19 Millionen Euro zu. Das EBIT kletterte sogar um 71,8 Prozent auf 1,48 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2016 hatte Photon Energy noch einen Nettoverlust von 1,04 Millionen Euro verbucht. Dieser konnte laut dem Unternehmen in einen Nettogewinn von 0,08 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2017 "gedreht" werden. Photon Energy leitete außerdem Schritte zur Refinanzierung der 2013/2018 Anleihe ein. 2013 hatten die Niederländer diese Anleihe mit 40 Millionen Euro Volumen auf den Markt gebracht. Sie ist mit 8,00 Prozent jährlich verzinst und wird im März 2018 zur Rückzahlung fällig.

Vivint Solar, Solarprojektierer aus den USA, hat im zweiten Quartal 2017 einen Gesamtumsatz von 73,0 Millionen US-Dollar verbucht, ein Plus von 109 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (34,9 Millionen Dollar). Etwas mehr als die Hälfte davon stammt aus Leasingverträgen: Vivint Solar ist auf Solaranlagen auf Hausdächern spezialisiert, die das Unternehmen für die Kunden vorfinanzieren kann. Im zweiten Quartal 2017 wurde ein operativer Verlust in Höhe von 14,3 Millionen Dollar erwirtschaftet – allerdings eine deutliche Verbesserung gegenüber 2016, wo das Minus 36,5 Millionen betrug. Entsprechend verbesserte sich der Verlust je Aktie auf nun minus 0,04 Dollar von minus 0,11 Dollar im zweiten Quartal 2016. Im Auftragsbuch befinden sich noch Projekte mit einem Volumen von 55 MW. Installiert hat Vivint Solar im zweiten Quartal 47 MW, 23 Prozent weniger als im Vorjahr. Dafür stieg der Anteil an Direktverkäufen ohne Leasingverträge, was wiederum den Umsatz deutlich steigerte. Die Kosten je installiertem Watt Solarstromleistung lagen bei 2,88 Dollar, gegenüber 2,94 Dollar im Vorjahr und 2,98 Dollar im ersten Quartal 2017. Für das dritte Quartal 2017 erwartet Vivint Solar Installationen mit einem Umfang zwischen 46 und 52 MW und Kosten je Watt von 2,80 bis 2,90 Dollar. Die Kosten können also im Vergleich zum zweiten Quartal sinken oder leicht steigen.

Trotz starken Wachstums hat der US-Solarprojektierer Sunrun einen Gewinneinbruch im ersten Halbjahr erlitten. Das Unternehmen aus Kalifornien ist auf Dachsolaranlagen auf Privathäusern spezialisiert, die es den Kunden vorfinanziert. Diese stottern das Investment danach durch monatliche Zahlungen an Sunrun ab. Aufgrund dieses Geschäftsmodells muss der Solarprojektierer massiv in den Ausbau des Kundenstamms investieren. Im ersten Halbjahr erreichte Sunrun ein Umsatzplus von 9,5 Prozent auf 242 Millionen Dollar. Der Nettogewinn sank im Vergleich zu den ersten sechs Monaten von 2016 um 17 Prozent auf 45,8 Millionen Dollar.  Im zweiten Quartal gingen bei Sunrun Neuaufträge für 88 MW ein. Das sind 28 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2016. Mit der Umsetzung von 88 MW rechnet die Unternehmensführung für das dritte Quartal. Für das Gesamtjahr strebt sie nun 325 MW an. Das wäre ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Nettoverlust von Real Goods Solar (RGS) Energy ist im zweiten Quartal deutlich gestiegen. Wie die Spezialistin für Aufdach-Solaranlagen aus Denver im US-Bundesstaat Colorado bekannt gab, verbuchte sie für das zweite Vierteljahr ein Minus von 4,03 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum war ein Nettoverlust von 3,46 Millionen US-Dollar angefallen. Der Quartalsumsatz belief sich auf 4,99 Millionen US-Dollar.

Amtech Systems ist im dritten Quartal eine Rückkehr in die Gewinnzone gelungen. Der Solarausrüster aus dem US-Bundesstaat Arizona meldete zudem einen starken Anstieg beim Auftragseingang.  Der Umsatz wuchs im dritten Quartal von 33,3 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf jetzt 47,8 Millionen Dollar. Davon entfielen 29 Millionen Dollar auf das Solar-Geschäft. Im dritten Quartal 2016 hatte Amtech noch einen Nettoverlust von 1,2 Millionen Dollar oder 9 Dollarcents je Aktie verbucht und im zweiten Quartal 2017 ebenfalls rote Zahlen geschrieben. Doch nun erreichte das Unternehmen im dritten Quartal einen Nettogewinn in Höhe von 3,3 Millionen Dollar oder 25 Dollarcents je Aktie. Auch nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres steht das Unternehmen positiv da. Nach einem Nettoverlust von 6,7 Millionen Dollar in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016 verzeichnete Amtech jetzt ein Plus von 1,8 Millionen Dollar, bei einem 9-Monats-Umsatz von 109,8 Millionen Dollar nach 77,9 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Vorstand rechnet für das vierte Quartal mit weiterem Wachstum.

Canadian Solar hat ein großes Solarprojekt im US-Bundesstaat Kalifornien veräußert. Käufer ist Sempra Renewables LLC, ein Entwickler und Betreiber von Erneuerbare-Energien-Projekten. Das Unternehmen erwarb den Solarpark Great Valley Solar, der eine Spitzenleistung von 281 MW hat. Details zum Kaufpreis wurden nicht genannt. Sempra will den Park noch endgültig fertigstellen und im dritten Quartal 2018 in Betrieb nehmen.
Canadian Solar hat außerdem 80 Prozent der Anteile am brasilianischen Solarpark Pirapora III an EDF Energies Nouvelles verkauft, die Ökostrom-Tochter des französischen Energiekonzerns EDF. Die Franzosen waren zuvor bereits bei zwei anderen Solarprojekten der Kanadier in Brasilien eingestiegen. Alle drei Projekte liegen nahe beieinander im Bundesstaat Minas Gerais. Die Solarkraftwerke erreichen zusammen eine Leistungskapazität von rund 400 MW. Laut Canadian Solar soll Pirapora III im vierten Quartal den Betrieb aufnehmen. Wie bei den beiden anderen Solarparks werde das Projekt mit Modulen aus eigener Fertigung ausgestattet.

Der Solarkonzern Hanwha Q Cells meldet einen Gewinneinbruch im zweiten Quartal. Der Nettogewinn fiel von 76,8 Millionen auf nur noch 18,7 Millionen US-Dollar. Zudem verringerte sich der Umsatz von Hanwha Q Cells im zweiten Quartal um fast 10 Prozent auf 577,7 Millionen US-Dollar. Aufgrund starken Preisdrucks und hoher Investitionen in den Ausbau der Produktion hat sich die Marge des Solarkonzerns im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 mehr als halbiert. Die Unternehmensführung hat mit dieser Entwicklung gerechnet und bekräftigte die Prognose für das Gesamtjahr. Demnach will Hanwha Q Cells in 2017 insgesamt Solartechnik mit 5.300 bis 5.500 MW absetzen (Vorjahr: 4.583 MW) und die Produktionskapazität weiter ausbauen.

JinkoSolar aus China hat einen Solarpark in Mexiko mit Modulen ausgestattet. Wie der Solarkonzern mitteilt, wurden die Module mit zusammen 35,5 MW Leistungskapazität in einem Solarkraftwerk von Gransolar verbaut. Dieses befinde sich in Camargo im Bundesstaat Chihuahua. Gransolar sei ein Bestandskunde von JinkoSolar. Die Chinesen erhoffen sich von ihm weitere Aufträge aus der Region Lateinamerika.

Andere Aktien


Im ersten Halbjahr 2017 hat die Aumann AG ihren vorläufigen Zahlen zufolge ein deutliches Plus beim Umsatz und Ergebnis erzielt. Das Unternehmen aus Beelen im Münsterland steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um über 35 Prozent. Wie der Anbieter von Fertigungslinien für Elektromotoren weiter mitteilte, stieg das EBIT sogar um über 57 Prozent. Den vorläufigen Zahlen zufolge erzielte Aumann bis Ende Juni einen Umsatz von 98,0 Millionen Euro (Vorjahr: 72,4 Millionen). Das EBIT stieg auf 12,3 Millionen Euro im Vergleich zu einem EBIT von 7,8 Millionen im ersten Halbjahr 2016. Somit verbesserte sich die EBIT-Marge um 1,8 Prozentpunkte auf 12,6 Prozent. Das Ergebnis pro Aktie belief sich in den ersten sechs Monaten auf 61 Euro-Cent. Der Auftragseingang lag zum Ende des ersten halben Jahres bei 104,7 Millionen Euro, der Auftragsbestand bei 141,7 Millionen Euro. Der Maschinenbauer Aumann profitiert nach eigenen Angaben von der starken Nachfrage nach automatisierten Produktionslinien für die Elektromobilität: Das Segment E-Mobility wuchs um 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Ein Elektroauto: Die Aumann AG produziert Fertigungslinien für Elektromotoren. / Foto: VW


Plug Power ist auf Brennstoffzellen-Antriebe für Gabelstapler und kleine Transportfahrzeuge spezialisiert. Das Unternehmen aus Latham im US-Bundesstaat New York ist es gelungen, den Umsatz im zweiten Quartal leicht zu steigern, von 20,5 Millionen auf 22,6 Millionen Dollar. Der Nettoverlust im zweiten Vierteljahr hat sich aber mehr als verdreifacht, von 13,2 Millionen auf 42,6 Millionen Dollar. Die Unternehmensführung hofft nun darauf, im dritten Quartal die Trendwende zu schaffen und im Gesamtjahr einen Gewinn auszuweisen.

Über eine Anleihe will der Elektroauto-Hersteller Tesla 1,5 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt einsammeln. Der Termin für die Ausgabe sowie die konkreten Konditionen stehen aber noch nicht fest. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Palo Alto hat einen enormen Kapitalbedarf, es verbraucht pro Woche rund 100 Millionen Dollar. Nach eigenen Angaben benötigt Tesla im zweiten Halbjahr rund 2 Milliarden Dollar, um die Produktion wie geplant auszubauen. Ende des ersten Quartals 2017 verfügte der Elektroauto-Hersteller über 4 Milliarden Dollar an flüssigen Mitteln, zum Ende des zweiten Quartals noch über 3 Milliarden Dollar.

Absatzprobleme haben dazu geführt, dass Carmanah im zweiten Quartal einen Rückgang von Umsatz und Gewinn verzeichnete. Das Hauptgeschäft von Carmanah sind LED-Beleuchtungssysteme für Infrastrukturprojekte. Auch aufgrund von Umstellungen im Vertrieb sank der Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 12,1 Millionen US-Dollar. Das EBITDA sackte um 18 Prozent auf 1,8 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn verringerte sich von 0,9 Millionen auf 0,5 Millionen US-Dollar.

TerraForm Global, Betreibergesellschaft des insolventen Ökostromkonzerns SunEdison aus den USA, hat Zahlen für das zweite Quartal 2017 vermeldet. Im zweiten Quartal 2017 konnte TerraForm Global den Umsatz um 11 Prozent gegenüber 2016 steigern, er betrug 63,0 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig verbuchte die Betreibergesellschaft (YieldCo) ein Minus von 18 Millionen Dollar (Vorjahreszeitraum: plus 6 Millionen Dollar). Das bereinigte EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, sank um 14 Prozent auf 39,0 Millionen Dollar.
Derweil treibt die Schwestergesellschaft TerraForm Power ihre geplante Übernahme durch Brookfield Asset Management weiter voran. Wie das Unternehmen (derzeit ist es noch eine SunEdison-YieldCo) meldete, bietet es Anleihegläubigern der "2023 Anleihe" und der "2025 Anleihe" einen Rückkauf an. Die TerraForm Power Operating hatte die beiden Anleihen emittiert.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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