30.04.12 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Serviceauftrag für Vestas - LDK Solar schließt Übernahme von Sunways ab – EnviTec Biogas AG meldet Gewinnsprung

Für den deutschen Leitindex DAX ging es in der vergangenen Woche leicht aufwärts, er kletterte um 0,8 Prozent auf 6.801 Punkte. Um 1,5 Prozent legte der US-amerikanische Dow Jones Index auf 13.247 Punkte zu. Dagegen verlor der japanische Nikkei 0,4 Prozent auf 9.527 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte„Brent Crude“ verbilligte sich um 1,6 Prozent auf 119,50 Dollar. Eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verteuerte sich um drei Prozent auf 8.430 Dollar. Der Euro stieg um 0,27 Prozent auf 1,324 Dollar.

Windaktien

Die dänische Vestas Wind Systems hat Service- und Wartungsverträge für mehrere Windparks in Italien abgeschlossen. Die Windfarmen mit zusammen 268 Megawatt (MW) Leistungskapazität sind dem Unternehmen zufolge zwischen 2002 und 2011 mit Windturbinen von Vestas ausgestattet worden und lieferten Strom für rund 500.000 Menschen in den Regionen Kampanien und Apulien. Die Betreiberein ERG Renew S.p.A., eine Grünstromtochter der ERG-Gruppe, habe Vestas nun mit neuen Verträgen für 15 Jahre zu Service und Wartung der Anlagen verpflichtet.

Die wind 7 AG, Erneuerbare-Energie-Projektierer aus Eckernförde, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um 10,7 Prozent auf 2,67 Millionen Euro gesteigert. Der Jahresüberschuss beleif sich auf 38.463 Euro. Im Vorjahr hatte die wind 7 noch 363.000 Euro Verlust gemeldet.

Der französische Windkraftprojektierer Theolia S.A. hat nach vorläufigen Zahlen im ersten Quartal 2012 seinen Umsatz um 43 Prozent auf 19,91 Millionen Euro gesteigert. Die installierte Windkraftkapazität wuchs seit dem Vorjahreszeitraum von 291 auf 304 MW.  

Solaraktien

Die Münchener Wacker Chemie AG hat eine neue Fertigungsanlage für Silizium, den wichtigsten Rohstoff für Solarzellen-Produktion, in Betrieb genommen. Die Anlage am sächsischen Standort Nünchritz soll eine Kapazität von jährlich 15000 Tonnen Polysilizium erreichen. Das Unternehmen plant, die Gesamtkapazität seiner Siliziumproduktion auf rund 52000 Tonnen und in 2014 weiter auf 70000 Tonnen steigern. Es gehört damit nach eigenen Angaben zu den größten Polysilizium-Produzenten weltweit.

Der Umsatz der Colexon Energy AG ist in 2011 auf 94,8 Millionen Euro eingebrochen. Im Vorjahr hatte das Hamburger Photovoltaik-Unternehmen Unternehmen noch rund 102 Millionen Euro erlöst. Beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel für 2011 ein Fehlbetrag in Höhe von 15 Millionen Euro an. Das Vorjahres-EBIT hatte mit 9,5 Millionen deutlich im Plus gelegen. Die negativen Geschäftszahlen erklärte Colexon mit „gravierenden Veränderungen der Rahmenbedingungen im Photovoltaikmarkt und die daraus entstehenden Abwärtsspirale aus Überkapazität und Preisverfall“.

Einen Umsatz und Gewinnrückgang hat auch der norwegische Solarkonzern Renewable Energy Corporation ASA (REC) gemeldet. Demnach hat das Unternehmen mit Sitz in Sandvika im ersten Quartal 2012 einen Umsatz von umgerechnet 282,7 Millionen Euro erwirtschaftet und damit nur noch etwa die Hälfte des Vorjahreszeitraums. Damals erzielte REC 543,11 Millionen Euro Umsatz. Der Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Quartal 2012 gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres fiel noch stärker aus. Das EBIT im ersten Quartal 2012 lag umgerechnet bei 7,8 Millionen Euro, nach im ersten Quartal 2011 102,85 Millionen Euro. Der Nettoverlust im ersten Quartal 2012 betrug  27,63 Millionen Euro. Im gleichen Vorjahreszeitraum lag das norwegische Unternehmen noch mit 14,28 Millionen in den roten Zahlen.
Aufgrund der anhaltenden negativen operativen Ergebnisse will der Solarkonzern auch seine letzte Wafer-Produktionstätte in Norwegen (Herøya) schließen. Die Produktion dort soll im zweiten Quartal eingestellt werden.
An einen geschlossenen Solarfonds des Münchner Emissionshauses Chorus GmbH hat REC einen laufenden Solarpark in Ostdeutschland verkauft. Der Photovoltaikpark mit rund sechs MW Leistung wurde im brandenburgischen Bitterfeld errichtet und bereits im Dezember 2011 ans Stromnetz angeschlossen.

Der chinesische Solarkonzern LDK Solar Co. Ltd. hat seinen Anteil am Solarhersteller Sunways AG auf 70,88 Prozent erhöht und damit die Übernahme des Unternehmens aus Konstanz abgeschlossen. Die Sunways AG wird weiterhin mit dem Namen und der bestehenden ISIN an der Börse geführt. Bereits im Februar dieses Jahres hat die Bundesfinanzaufsichtsbehörde (BaFin) der Übernahme von Sunways durch LDK Solar zugestimmt.
SPI Solar Inc, US-amerikanische Projektierer-Tochter von LDK Solar, soll im Rahmen der  Helios-Initiative in Griechenland Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 100 MW Leistungskapazität entwickeln und errichten. Das Unternehmen mit Sitz in Roseville in Kalifornien wurde damit beauftragt, zunächst Solaranlagen mit zusammengenommen 23 MW Leistungskapazität an verschiedenen Standorten in Griechenland zu errichten. Der chinesische Mutterkonzern aus Xinyu werde die Module dafür liefern, hieß es. Da bereits alle Genehmigungen vorlägen sei damit zu rechnen, dass die Anlagen Anfang 2013 fertig gestellt sein werden, so LDK weiter.

Bildhinweis: Transparente Solarzellen von Sunways im Einsatz / Quelle: Unternehmen


Der kanadische Solarkonzern Canadian Solar hat eine solaren Aufdachanlage in New Bern im US-Bundesstaat North Carolina errichtet. Die 1,26 MW starke Aufdachanlage sei in Zusammenarbeit mit dem Solar-Unternehmen Zep Solar entstanden und soll rund 100 Haushalte mit dem sauberen Strom versorgen können, meldet Canadian Solar.

Ein Konsortium von Banken aus Hong Kong und Korea hat dem finanziell angeschlagenen chinesischen Solarkonzern Hanwha SolarOne Kreditlinien in Höhe von 180 Millionen US-Dollar gewährt. Das Darlehen für das Photovoltaik-Unternehmen aus Qidong hat nach dessen Angaben eine Laufzeit von drei Jahren.

Bioaktien

Im Geschäftsjahr 2011 hat der Biogashersteller EnviTec Biogas AG aus Lohne seinen Umsatz um 64,8 Prozent auf 243,9 Millionen in 2011 gesteigert. Auch das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Es sprang in 2011 auf 10,8 Millionen Euro. In 2010 hatte das EBIT noch bei rund einer Million Euro gelegen.
Trotz der positiven Zahlen will der Vorstand in diesem Jahr auf eine Dividendenzahlung verzichten. „Wir haben uns dazu entschieden, keine Dividende auszuschütten, sondern weiter in den ertragsstarken und gut planbaren Eigenbetrieb zu investieren“, erläuterte Jörg Fischer, Finanzvorstand der EnviTec Biogas AG.

Der US-Biokraftstoffhersteller Green Plains Renewable Energy Inc., ist im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres in die roten Zahlen gerutscht. Das Unternehmen aus Omaha im US-Bundesstaat Nebraska erwirtschaftete nach eigenen Angaben einen Nettoverlust von etwa 12,7 Millionen US-Dollar. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte das Ergebnis mit 7,53 Millionen Dollar noch deutlich im positiven Bereich gelegen. Auch der Umsatz von Green Plains ging zurück, von 812,32 Millionen Dollar auf 775, 34 Millionen Dollar.

Andere Aktien

Für das erste Quartal hat der Werdohler Bahntechnikkonzern Vossloh AG einen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabilen Umsatz bekannt gegeben. Mit 255,7 Millionen Euro blieb er leicht unter den 259,5 Millionen Euro des ersten Quartals 2011. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank im ersten Quartal um 43,4 Prozent auf 10,2 Millionen Euro. Vossloh erklärt den Ergebniseinbruch vor allem mit weiteren Projektverzögerungen im China-Geschäft.

Die schweizerische Tropenholzspezialistin Precious Woods AG hat in 2011 einen Millionenverlust erwirtschaftet. Wie das Unternehmen aus Zug bekannt gab, fiel beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA - earnings before interest, taxes, depreciation and amortization) ein Fehlbetrag von 2,1 Millionen US-Dollar an.
Mit 69 Millionen Dollar bewegte sich der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres, wobei der zwischenzeitlich aufgegebene Geschäftsbereich Precious Woods Central America herausgerechnet wurde. Das Gesamtergebnis aus dem laufenden Geschäft lag mit minus 41,5 Millionen Dollar wieder klar im negativen Bereich, aber dieser Fehlbetrag lag um rund 30 Millionen Dollar unter dem Minus des Vorjahres. Das Nettoergebnis schrumpfte von rund 66 Millionen auf etwas über 55 Millionen Dollar.

Bildhinweis: Baummessungen in einer Plantage von Preciuos Woods. / Quelle: Unternehmen


Über ein Tochterunternehmen hat der US-Konzern Ormat Technologies den Auftrag zur Ausrüstung eines geothermischen Großkraftwerks in seinem Heimatland gesichert. Die Unternehmenstochter Ormat Nevada Inc. sei im Rahmen einer Ausschreibung dazu auserkoren worden, zwei Energiekonverter im Gesamtwert von 61,2 Millionen Dollar für ein geothermisches Großkraftwerk zu liefern und auch zu verbauen, teilte das Unternehmen aus Reno mit.
Zusätzlich zu dem noch endgültig aus zu verhandelnden Liefervertag seinen vorbereitende Arbeiten im Wert von neun Millionen Dollar mit dem nicht näher benannten Kunden vereinbart worden.

Den höchsten Umsatz ihrer Unternehmensgeschichte hat in 2011 die Eigenheimbau-Spezialistin Helma AG eingefahren. Das geht aus der aktuellen Bilanz des Unternehmens aus Lehrte hervor. Demnach ist der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahresergebnis um 39 Prozent auf 103,6 Millionen Euro angestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg noch stärker, um 76 Prozent auf 4,8 Millionen Euro. Diesen überproportionalen Gewinnsprung erklärt Helma mit in 2011 erzielten Skaleneffekten.

Die Sto AG aus Stühlingen hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 12,3 Prozent auf 1,106 Milliarden Euro gesteigert. Das EBIT ist um 22,1 Prozent auf 104,5 Millionen Euro gewachsen. Des Weiteren meldete die Bau-Dämmstoff-Spezialistin die vorzeitige Verlängerung des Vertrages mit dem Vorstandsvorsitzenden Jochen Stotmeister bis zum 30. Juni 2015.

Der Umsatz der Wassertechnik-Spezialistin Hydrotec AG aus Rehau ist 2011 von 1,812 Millionen Euro auf 1,755 Millionen Euro geschrumpft. Das erklärte das Unternehmen mit der Konzentration auf margenstarke Aufträge. Beim EBIT gelang Hydrotec die Rückkehr in die Gewinnzone. 2010 war hier ein Fehlbetrag in Höhe von 76.000  Euro angefallen. Für 2011 wurde nun ein Plus von 4.000 Euro verbucht. Das Nettoergebnis kletterte von 24.000 auf 53.000 Euro.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite "Opens external link in new windowAktien: Kurse (Link entfernt)“.

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