Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Singulus Technologies AG verzeichnet 46 Millionen Euro Verlust in 2008 – Rational AG verfehlt Ertragsziele – BKN biostrom AG baut Anlagen in Polen

In der vergangenen Woche legte der Deutsche Aktienindex DAX weiter zu. Er stieg um 3,31 Prozent auf 4.259 Punkte. Der US-amerikanische Dow Jones sprang um 7,08 Prozent auf 7.924 Punkte. Der japanische Nikkei verbesserte sich um 8,69 Prozent auf 7.636 Punkte. Der Barrel Öl (Brent Crude Oil) verteuerte sich auf 52,84 Dollar (plus 3,0 Prozent). Kupfer (Copper Grade A) kostete zum Wochenschluss mit 3.946 Dollar 0,6 Prozent weniger. Der Euro verlor 2,3 Prozent gegenüber dem Dollar auf 1,33 Dollar.


Windaktien

Die Hamburger REpower Systems AG hat den Bürgerwindpark Westre an der deutsch-dänischen Grenze mit drei Anlagen des Typs REpower 6M ausgerüstet. Wie das Unternehmen meldete, gehören die Turbinen mit ihrem Rotordurchmesser von je 126 Metern zu den größten Windkraftanlagen überhaupt. An dem Bürgerwindpark der Grenzstrom Vindtved GmbH & Co. KG seien über 200 Kommanditisten der Gemeinden Westre, Ellhöft und dem dänischen Lydersholm beteiligt.


Das Bundeskartellamt hat einem Windkraftgeschäft zwischen der Plambeck Neue Energien AG und der EnBW Energie Baden-Württemberg AG zugestimmt. Wie Plambeck meldete, handelt es sich um den Verkauf von der drei Onshore-Windparks in Niedersachsen und Brandenburg mit 52 Megawatt (MW) Gesamtleistung. Der Kaufpreis liege im zweistelligen Millionenbereich.


Der dänische Hersteller von Windkraftanlagen, Vestas Wind Systems A/S, baut in Brighton im US-Bundesstaat Colorado zwei Produktionsstätten. Laut einem US-Medienbericht will Vestas dort Windrotoren und Gondeln für Windturbinen herstellen. Das Investitionsvolumen belaufe sich auf 290 Millionen Dollar. In Pueblo errichte Vestas zudem für 250 Millionen Dollar eine Produktion für Windkrafttürme.


Solaraktien

Medienberichten zufolge plant die chinesische Regierung, Solaranlagen mit einer Leistung ab 50 Kilowatt mit 20 Yuan (2,93 Dollar) pro installiertem Watt zu fördern. Die Regierung wolle die Dächer von Schulen, Krankenhäusern und Regierungsgebäuden im Land mit Solaranlagen ausstatten, hieß es. Eine offizielle Bestätigung von Regierungsseite liegt bislang nicht vor.
Der Kurs von Suntech Power aus China stieg zeitweise um 49,5 Prozent und der von Motech aus Taiwan um 44 Prozent.


Der Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger hat das Konzernergebnis in 2008 Jahresvergleich von 12,5 Millionen Euro (19,2 Millionen Schweizer Franken) auf 24,8 Millionen Euro (38,1 Millionen Schweizer Franken) verdoppelt. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg um 208 Prozent auf 50,2 Millionen Euro (77,1 Millionen Franken). Der Nettoumsatz kletterte um 119 Prozent auf 296,7 Millionen Euro (455,4 Millionen Franken). Den Auftragsbestand zum Jahresende bezifferte das Unternehmen mit 829,8 Millionen Franken (Vorjahr: 657,9 Millionen). Von März bis Mai werde am Produktionsstandort Thun in Kurzarbeit produziert.


Die Solar-Fabrik AG hat eine neue Produktionsstätte für Solarmodule in Freiburg eröffnet. Wie das Unternehmen mitteilte, beträgt die Produktionskapazität 60 MW und steigert somit die Gesamtkapazität auf 130 MW.


Auf Dächern rund 20 km südlich von Ajaccio auf Korsika will der Schweizer Solarcontractor Edisun Power Europe AG ein Solarkraftwerk mit 930 Kilowatt (kW) Leistung errichten. Die Investitionssumme belaufe sich auf 4.5 Millionen Euro, so Edisun Power. Man habe zudem Rahmenverträge für Anlagen mit zwei MW auf Korsika unterzeichnet.


Dieter Manz, Vorstandsvorsitzender der Manz AG, hat Aktien seines Unternehmens im Wert von 1,6 Millionen Euro gekauft. Wie die Gesellschaft mit Sitz in Reutlingen berichtete, erwarb Manz im elektronischen Xetra-Handel der Deutschen Börse AG insgesamt 55.000 Anteilscheine.


Die Pfeiffer Vacuum Technology AG, börsennotierte Spezialistin für Vakuumpumpen, hat den Umsatz in 2008 auf 198,1 Millionen Euro gesteigert (Vorjahr: von 192,0 Millionen Euro). Das EBIT lag bei 51,5 Millionen Euro, nach 52,8 Millionen Euro in 2007. Die EBIT-Marge bezifferte Pfeiffer Vacuum auf 26,0 Prozent. Mit 38,0 Millionen Euro verbuchte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge das bisher höchste Nachsteuerergebnis der Unternehmensgeschichte (Vorjahr: 37,3 Millionen Euro).


Der Konstanzer Solarkonzern Sunways AG hat Pläne zurückgezogen, in die Siliziumproduktion einzusteigen. Man wolle weder eine Produktionslinie zur Herstellung von Polysilizium noch Solarzellen auf Basis von metallurgischem Silizium herstellen. Die Materialversorgung will Sunways künftig aus einer Kombination von Spotmarkteinkäufen und Langzeitlieferverträgen gewährleisten.


Eine Umsatzsteigerung von 360 auf 380 Millionen Euro hofft die Oldenburger aleo solar AG im laufenden Geschäftsjahr zu erwirtschaften. Das Unternehmen bestätigte den bereits vorab gemeldeten Gewinnsprung in 2008. Nach den endgültigen Zahlen stieg das EBIT um über 50 Prozent auf 23,8 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie liegt bei 1,20 Euro (Vorjahr 0,75 Euro). Die Produktion von Solarmodulen wuchs von 88 Megawatt im Jahr 2007 auf 129 Megawatt im Jahr 2008.


Der chinesische Solarzellenhersteller China Sunergy hat einen Großauftrag aus Taiwan erhalten. Wie das Unternehmen aus Nanjing bekannt gab, soll es im 2. Quartal an die Global Services LTM LLC Solarprodukte mit einer Kapazität von 5 MW liefern. Für die Lieferung weiterer 30 MW bis Dezember 2009 habe man ein Rahmenabkommen vereinbart. Über finanzielle Details machte China Sunergy keine Angaben.


Laut seinem testierten Jahresabschluss hat das Photovoltaik-Systemhaus Phönix Solar AG die vorläufigen Zahlen für 2008 bestätigt: Gesamtumsatz 402,5 Millionen Euro; EBIT 33,82 Millionen Euro; EBIT-Marge 8,4 Prozent; Ergebnis pro Aktie 3,63 Euro;  Auslandsanteil am Gesamtumsatz 39,7 Prozent.


Die Hamburger Conergy AG verschiebt die ursprünglich für den 27. März geplante Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses. Grund seien laufende Verhandlungen mit einem wichtigen Lieferanten, hieß es.


Der Projektierer von Solaranlagen Colexon Energy AG muss seine Konzernabschlüsse für 2006 und 2007 korrigieren. Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat laut Colexon eine Reihe von Fehlern festgestellt. Unter anderem sei demnach der Firmenwert 2007 um mindestens 2,4 Millionen Euro zu hoch ausgewiesen.


Die SolarWorld AG will 2009 ihren Umsatz erneut steigern und die Marke von einer Milliarde Euro überschreiten. Der US-Standort soll bis 2011 auf 500 MW-Produktionskapazität weiter ausgebaut werden. Dabei setzt SolarWorld auf die vom neuen US-Präsidenten Obama angekündigte Energiewende. 2008 wurden Gewinn und Umsatz konzernweit planmäßig gesteigert. Der Konzernumsatz stieg um 30,6 Prozent auf 900,3 Millionen Euro. Das EBIT kletterte um 31,1 Prozent auf 260,8 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine auf 15 Cent erhöhte Dividende vor.


PV Crystalox Solar, deutsch-britisches Solarunternehmen mit Produktionsstätte in Bitterfeld, hat das EBIT in 2008 um 111 Prozent auf 142,8 Millionen Euro erhöht. Der Umsatz wuchs um vier Prozent auf 274,1 Millionen Euro. Mit 275 MW seien aktuell 90 Prozent der Produktion in 2009 verkauft, hieß es.


Die solarhybrid AG aus Brilon hat eine weitere Kapitalerhöhung platziert. Wie das Solarunternehmen meldete, wurden unter Ausschluss des Bezugsrechts 500.000 neue Aktien zu jeweils 2,50 Euro platziert. Den überwiegenden Teil zeichneten Vorstand und Gründer Tom Schröder sowie der Gründungsinvestor H2M Energy. Der Bruttoemissionserlös beträgt 1,25 Millionen Euro und soll den Angaben zufolge der Finanzierung des weiteren Umsatzwachstums dienen.


Umsatzerlöse in Höhe von 212,1 Millionen Euro berichtete die Singulus Technologies AG für 2008 (Vorjahr: 229,5 Millionen). Bereinigt um Restrukturierungskosten und Impairmentaufwendungen (Wertminderung von Vermögenswerten) hat sich das EBIT von 4,2 auf zwei Millionen Euro mehr als halbiert. Ohne Bereinigung ergibt sich ein Fehlbetrag von 46,2 Millionen Euro (Vorjahr: plus 1,1 Millionen Euro).


Bioenergieaktien


Eine Gesetzesvorlage zur Senkung der Biokraftstoffquote in Deutschland ist in letzter Minute von der Tagesordnung des Deutschen Bundestages gestrichen worden. Laut einer Pressemitteilung des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und des Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) sollte nach den Vorgaben des Umweltausschusses des Parlaments der jetzt geltende gesetzliche Marktanteil für Biokraftstoffe rückwirkend zum 1.1. 2009 von 6,25 Prozent auf 5,25 Prozent verringert werden.


Starken Nachfragerückgang und erheblichen Preisdruck meldete der Biokraftstoffhersteller Verbio Vereinigte BioEnergie AG für das erste Quartal 2009. Aus diesem Grund könne für das Gesamtjahr 2009 keine belastbare Prognose zu Umsatz und Ergebnis getroffen werden. Ab 2011 hofft Verbio auf eine Verbesserung der Situation der Biokraftstoffbranche durch die Nachhaltigkeitsverordnung. Das Unternehmen mit Sitz in Leipzig bestätigte und ergänzte ferner die im Februar bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2008: Konzern-Umsatz 666,6 Millionen Euro; EBIT 13,9 Millionen Euro; Ergebnis nach Steuern 9,1 Millionen Euro; Ergebnis je Aktie 0,15 Euro.


Die BKN biostrom AG hat in Polen die 100-prozentige Tochtergesellschaft “Biogaz Polska Sp. z o. o.“ gegründet. Laut dem Projektentwickler von Biogasanlagen aus Vechta hat die Tochter mit der Stadt ?roda den Bau einer 1-Megawatt-Anlage auf der Basis von Abfällen aus der Lebensmittelindustrie und Klärschlämmen beschlossen. Aus weiteren acht Standorten in Polen errechne sich ein potentielles Umsatzvolumen von über 40 Millionen Euro.


Die Aktie des US-amerikanische Ethanolherstellers Aventine Renewable Energy wird vom Kurszettel der New Yorker Börse genommen. Wie die New York Stock Exchange bekannt gab, lag die Marktkapitalisierung für mehr als 30 Tage am Stück unter der Mindestmarke von 15 Millionen Dollar.


Andere Aktien


Aufträge im Wert von 60 Millionen Euro für eine Wasseraufbereitungsanlage und eine Kondensatreinigungsanlage meldete die Aqua Engineering South Africa Ltd., eine Tochter der Christ Water Technology AG (CWT). Die Anlagen sollten bis 2013 fertiggestellt sein, so CWT.


Die Dortmunder Recyclingspezialistin Envio AG hat 2008 nach vorläufigen Zahlen einen Nettogewinn in Höhe von 1,8 Millionen Euro erwirtschaftet, 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Für die ersten neun Monate 2008 hatte Envio mit 1,92 Millionen Euro einen höheren Gewinn gemeldet. Das Ergebnis pro Aktie soll bei mindestens 0,23 Euro liegen. Der Konzernumsatz stieg erstmalig über zehn Millionen Euro. Ursprünglich hatte Envio Erlöse in Höhe von 14,8 Millionen Euro für 2008 in Aussicht gestellt.


Die börsennotierte Wärmetechnikspezialistin Centrotec Sustainable AG hat ihre vorläufigen Zahlen für 2008 bestätigt: Konzernumsatz 476,1 Millionen Euro; EBIT 32,2 Millionen Euro; Ergebnis je Aktie (EPS) 1,13 Euro. Centrotec bestätigte auch den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr: 455 bis 480 Millionen Euro Umsatz und ein EBIT von 27 bis 32 Millionen Euro. Das EPS werde auf 0,85 bis 1,10 Euro sinken.


Mit 3,8 Millionen Euro hat sich das EBIT der Mifa Mitteldeutsche Fahrradwerke AG in 2008 vervielfacht (2007: 0,4 Millionen). Gleichzeitig sank der Umsatz laut dem Unternehmen mit Sitz in Sangershausen (Sachsen-Anhalt) um 7,6 Prozent auf 97,48 Millionen Euro. Den Jahresüberschuss gab Mifa mit 1,16 Millionen Euro oder 0,14 Euro je Aktie an. „Angesichts der sich rapide verschlechternden Rahmenbedingungen und den damit verbundenen Unwägbarkeiten“ wage man keine Prognose für den künftigen Geschäftsverlauf, hieß es.


Der Landsberger Küchenausrüster Rational AG hat den Umsatz in 2008 von 336,6 auf 343 Millionen Euro leicht erhöht. Das EBIT sank um zehn Prozent auf 83,1 Millionen Euro. Damit habe man die eigenen Ziele nicht erreicht, so Rational. Die Aktionäre sollen statt 4,50 Euro im Vorjahr nur noch 1,00 Euro Dividende pro Aktie erhalten.


Der Bahntechnikhersteller Vossloh AG meldete für 2008 Umsatzerlöse von 1.212,7 Millionen Euro (plus 18,5 Prozent). Das EBIT legte um 23,9 Prozent auf 137,7 Millionen Euro zu. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 9,48 Euro (2007: 4,83 Euro). Die EBIT-Marge stieg von 10,9 auf 11,4 Prozent. Die Dividende soll um fast 18 Prozent steigen, auf zwei Euro je Aktie, zuzüglich einer Sonderdividende von einem Euro aus dem Verkaufserlös des Geschäftsfelds Infrastructure Services. In 2009 will das Unternehmen eine EBIT-Marge von gut zehn Prozent und 6,37 Euro Ergebnis je Aktie erreichen.


Einen massiven Einbruch beim EBIT meldete der Kölner Umweltdienstleister und Rohstoffhändler Interseroh SE für 2008. Laut dem Jahresabschluss des Unternehmens sank das EBIT von 64,29 Millionen Euro in 2007 auf 25,52 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um über 18 Prozent auf rund 2,066 Milliarden Euro. Die Dividende soll 0,14 Euro je Aktie betragen.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Opens external link in new windowAktien: Kurse (Link entfernt)“.


Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der Opens external link in new windowUmweltBank.
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Bilder: Windrad von REpower / Quelle: Unternehmen; Wafering mit einer Maschine der Meyer Burger Technolgie AG / Quelle: Meyer Burger; Solarwafer / Quelle PV Crystalox AG; Blick in die Lackiererei der Mifa AG / Quelle: Mifa

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