Offshore-Windkraftanlagen von Vestas: Die Geschäfte der Dänen laufen gut, auch die mit Windrädern für den Einsatz auf See. / Foto: Vestas Wind Systems

10.02.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Starke Jahresbilanz von Vestas Wind Systems – Großaufträge für First Solar – Verbio AG meldet Rekordergebnis

In dieser Woche legte der Dax nur 15 Punkte zu und notierte am Freitagmittag bei 11.659 Punkten. Der amerikanische Dow Jones Index verbesserte sich hingegen um 1,5 Prozent auf 20.203 Punkte. Einen Zuwachs von fast zwei Prozent auf 19.375 Punkte gab es beim japanischen Nikkei-Index. Der chinesische Hang Seng Index lag mit 23.591 Punkten ebenfalls fast zwei Prozent über dem Kurs vom vergangenen Freitag. Um 1,2 Prozent abwärts ging es beim Ölpreis: Das Barrel Öl der Sorte Brent verbilligte sich auf 56,25 Dollar. Der Goldpreis legte um gut 1,1 Prozent zu auf 1226,99 Dollar je Unze. Der Euro kostete 1,064 US-Dollar und damit etwa 0,9 Prozent mehr als zum Ende der Vorwoche.

Windaktien

Der Hamburger Windkraftanlagen-Hersteller Nordex konnte seinen Anteil am wichtigen Absatzmarkt Deutschland im vergangenen Jahr steigern. Das Unternehmen verdoppelte die Zahl der hierzulande errichteten Windräder auf 267. Entsprechend stieg der Marktanteil von Nordex auf rund 15 Prozent (2015: 12 Prozent). Nordex profitierte nach eigenen Angaben vor allem von seiner starken Position bei effizienten Anlagen für den Einsatz in schwächeren Windregionen.

Senvion hat einen Windpark in Frankreich mit fünf Anlagen mit insgesamt 15 Megawatt (MW) Leistung ausgestattet. Wie der Windkraftanlagen-Hersteller aus Hamburg mitteilte,  wird der Windpark von Noria und Quadran projektiert und befindet sich in Coupéville im Departement Marne.

Vestas Wind Systems aus Dänemark hat starke Zahlen vorgelegt: Der Jahresumsatz sprang im Geschäftsjahr 2016 gegenüber 2015 um 22 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Der Windkraftanlagen-Hersteller erfüllte damit die ehrgeizige Prognose. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 1,421 Milliarden Euro. Sondereffekte in 2015 herausgerechnet bedeutet dies ein Plus von 41 Prozent. Die EBIT-Marge kletterte auf von 10,2 auf 13,9 Prozent. Der Nettogewinn stieg um 41 Prozent auf 965 Millionen Euro. Aufgrund dieser positiven Entwicklung will der Vorstand der Hauptversammlung eine deutlich erhöhte Dividende vorschlagen. Sie soll von 6,82 Dänischen Kronen (DKK) im Vorjahr auf 9,71 DKK steigen. Für 2017 stellt der Vorstand eine stabile Entwicklung in Aussicht. Der Jahresumsatz soll 9,23 bis 10,25 Milliarden Euro erreichen. Vestas strebt eine EBIT-Marge von 12 bis 14 Prozent an.
Vestas hat zudem von Greenwind S.A, einer Tochter des argentinischen Stromversorger Pampa Energía, einen Großauftrag erhalten und soll 29 Windräder mit einer Gesamtleistung von 100 MW liefern. Diese sind für den Corti-Windpark im Bezirk Bahía Blanca in Ost-Argentinien bestimmt. Der Auftrag umfasst Lieferung, Montage, Bauarbeiten und die Inbetriebnahme der Windenergieanlagen. Darüber hinaus ist ein 10-jähriger Service-Vertrag enthalten. Die Turbinenlieferung ist laut Vestas für das dritte Quartal 2017 geplant, während die Inbetriebnahme für das zweite Quartal 2018 erwartet wird.

Der Windkraftanlagen-Hersteller Gamesa aus Spanien hat den Markteintritt in Indonesien geschafft: Gamesa liefert Windräder mit einer Gesamtleistung von 75 MW für Indonesiens ersten Windpark. Kundin ist die PT UPC Sidrap Bayu Energi, ein Gemeinschaftsunternehmen der UPC Renewables, PT Binatek und AC Energy Holdings. Der Auftraggeber will 30 Gamesa-Anlagen im Windpark Sidrap auf der Insel Sulawesi in Betrieb nehmen. Die Spanier sollen die Windräder im dritten Quartal dieses Jahres ausliefern, damit das Projekt wie geplant im ersten Quartal 2018 in Betrieb gehen kann. Indonesien sei ein Windmarkt mit hohem Potential, teilte Gamesa mit.
Außerdem haben die Spanier einen Auftrag vom thailändischen Projektentwickler Gunkul Engineering Public Company Limited erhalten: Gamesa soll 20 Windräder mit einer Gesamtleistung von 52,5 Megawatt (MW) für den Windpark Mittraphap in der Provinz Nakhon Ratchasima im Süden Thailands liefern. Ausgeliefert werden sollen die Turbinen im dritten Quartal dieses Jahres, die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2018 geplant. Zudem wird Gamesa den Windpark für die nächsten zehn Jahre warten. 

Der Windkraft-Zulieferer American Superconductor (AMSC) aus Devens im US-Bundesstaat Massachusetts hat Zahlen für das dritte Quartal 2016 veröffentlicht, das am 31. Dezember endete. Demnach konnte das Unternehmen seinen Verlust etwas verringern, bleibt aber in den roten Zahlen. AMSC verbuchte einen Nettoverlust von 2,8 Millionen Dollar im dritten Quartal, das entspricht einem Minus von 0,2 Dollar pro Aktie (Vorjahr: Minus 3,0 Millionen Dollar oder 0,22 Dollar je Aktie). Der Umsatz betrug 27,1 Millionen Dollar, ein Plus von 1,3 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Für das vierte Quartal erwartet AMSC nach eigenen Angaben einen Umsatz im Bereich von 22,0 Millionen bis 26,0 Millionen Dollar. Der Nettoverlust der Gesellschaft für das vierte Quartal soll voraussichtlich weniger als 5,5 Millionen Dollar oder 0,39 Dollar pro Aktie betragen.

Solaraktien


Canadian Solar hat nach eigenen Angaben den Verkauf von drei Solar-Kraftwerken in Kanada abgeschlossen. Die Anteile wurden an eine Tochtergesellschaft von Fengate Real Asset Investments verkauft, für umgerechnet 195,32 Millionen US-Dollar. Das Portfolio umfasst drei Solar-Projekte mit einer Gesamtleistung von 59,8 MW. Canadian Solar wird unter anderem den Betrieb und die Wartung der Anlagen übernehmen.

Amtech Systems hat Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2017 veröffentlicht, das am 31. Dezember endete. Demnach hat der Solarausrüster aus dem US-Bundesstaat Arizona den Umsatz aufgrund einer guten Auftragssituation gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert. Auch der Verlust konnte deutlich verringert werden. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um rund 7 Millionen gegenüber dem Vorjahr auf 29,1 Millionen Dollar, davon stammten 11,4 Millionen aus dem Solargeschäft. Amtech meldete nur noch einen Nettoverlust von 53.000 Dollar oder 0,0 Dollar pro Aktie. Am 31. Dezember 2016 lag der Auftragsbestand des Unternehmens bei 51,5 Millionen Dollar (Anteil des Solar-Geschäfts: 35,8 Millionen Dollar)


Der US-Solarkonzern First Solar hat tausende Solarmodule für Solarparks in Thailand geliefert. Nun gaben das Unternehmen und der thailändische Projektentwickler Prime Road Group die Fertigstellung von vier Solarparks mit insgesamt 18 MW Kapazität bekannt. Das Kooperations-Projekt erstreckt sich über die Provinzen Ayutthaya und Pathum Thani und wurde im Rahmen eines Programms der thailändischen Regierung entwickelt. Der in den Solarparks erzeugte Strom wird an die staatliche "Provincial Electricity Authority of Thailand" verkauft, zu einem Tarif von 5,66 Thailändischen Baht pro Kilowattstunde, umgerechnet rund 0,15 Euro. Es wurde ein 25-jähriger Stromabnahmevertrag vereinbart. Außerdem soll der Solarkonzern Photovoltaik-Module mit einer Gesamtkapazität von 140 MW nach Australien liefern. Diese sind für die "Sun Metals Solar Farm" im Bundesstaat North Queensland bestimmt, das bislang größte Solarprojekt des Landes. Die Solarfarm soll die Zink-Raffinerie "Sun Metals" der Unternehmensgruppe Korea Zinc mit Strom versorgen.

Installation von First Solar: Der Konzern punktete in Thailand. / Foto: Unternehmen


Der chinesische Solarkonzern ReneSola hat Aufträge aus dem Heimatmarkt vermeldet. Demnach wird das Unternehmen Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 32 MW für Aufdach-Solaranlagen in den Provinzen Shandong, Anhui und Zhejiang liefern. Zudem wird ReneSola im Rahmen eines sogenannten EPC-Vertrags die Planung, Installation und Kontrolle der Projekte übernehmen. Angaben zum Auftraggeber machte der Solarkonzern nicht. ReneSola setzt zudem verstärkt auf das Geschäft als Solarprojektierer und hier auf den Heimatmarkt China. Ende Januar 2017 hatte das Unternehmen über 393 MW staatlich genehmigte und somit "startbereite" Aufdach-Solarprojekte in verschiedenen Provinzen des Landes in Planung.

Bioenergie-Aktien

Bei der Gläubigerversammlung der insolventen KTG Energie AG ist keine Mehrheit erreicht worden: Nun muss das zuständige Amtsgericht Neuruppin über den Insolvenzplan entscheiden. Wie die Betreiberin von Biogasanlagen meldete, mussten insgesamt fünf Gläubigergruppen über die Annahme des vom Vorstand erarbeiteten Plans zur Entschuldung und damit zum Fortbestand der Gesellschaft entscheiden. Vier der fünf im Insolvenzplan angelegten Gruppen stimmten mehrheitlich für die Umsetzung. Da in der Gruppe der Anleihegläubiger eine Mehrheit verfehlt wurde, muss nun das Amtsgericht über die Bestätigung des Plans entscheiden. Die Gläubiger haben sich für die Aufrechterhaltung der Eigenverwaltung ausgesprochen.

Die Verbio AG meldet einen Rekord beim Halbjahresergebnis. Die Produzentin von Biodiesel und von Bioethanol meldete einen gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Umsatz um 2 Prozent auf 338,8 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016/2017 bei 49,0 Millionen Euro und damit um 25 Prozent über dem des Vergleichszeitraumes. Verbio erzielte ein Ergebnis je Aktie von 0,41 Euro (1. Halbjahr 2015/2016: 0,34 Euro). Der Vorstand rechnet im Geschäftsjahr 2016/2017 mit einem EBITDA in der Größenordnung von 90 Millionen Euro, zuletzt ging das Unternehmen von 55 Millionen Euro aus. Ausschlaggebend für die erhöhte Prognose seien eine hohe Anlagenauslastung in Verbindung mit unerwartet sehr guten operativen Margen im zweiten Quartal, die positive Preisentwicklung von Bioethanol in den letzten Wochen sowie der aktuell gute Auftragsbestand für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2016/2017.

Andere Aktien

Die Osram Licht AG aus München meldete steigende Umsätze und hat die Jahresprognose bestätigt. So kletterte der Umsatz des Leuchtmittelherstellers in den ersten drei Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um nahezu acht Prozent und erreichte 991 Millionen Euro. Das EBITDA stieg im Jahresvergleich um etwa fünf Prozent auf 179 Millionen Euro, woraus sich eine Marge von 18,0 Prozent ergibt. Osram bestätigte den im November gegebenen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Für 2017 erwartet der Vorstand ein Umsatzwachstum von fünf bis sieben Prozent. Das verwässerte Ergebnis je Aktie soll zwischen 2,35 und 2,65 Euro erreichen, sofern der seit 2016 laufende Aktienrückkauf wie geplant fortgesetzt werde.
Außerdem hat Osram das operative Geschäft von Maneri-Agraz Enterprises erworben. Maneri-Agraz mit Sitz in Houston, Texas, bietet energieeffiziente Beleuchtungslösungen für Gewerbeeinrichtungen und Industrieanlagen an. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Konzernzentrale von Osram: Der Leuchtmittelhersteller meldete steigende Umsätze und eine Übernahme. / Foto: Unternehmen


Steico SE aus Feldkirchen bei München hat nach vorläufigen Berechnungen den Umsatz in 2016 gegenüber dem Vorjahr um 10,6 Prozent auf knapp 209 Millionen Euro gesteigert. Das EBITDA sprang um 24,4 Prozent auf 33,2 Millionen Euro, das EBIT sogar um über 49 Prozent auf 18,2 Millionen Euro. Damit hat der Spezialist für nachhaltige Holzdämm- und Baustoffe die Prognose weit übertroffen. Steico erklärte den starken Wachstumssprung vor allem mit dem Ausbau der Produktion von Furnierschichtholz.

Die Delignit AG hat vorläufige Zahlen veröffentlicht und demnach 2016 ihren Umsatz und ihr Ergebnis deutlich gesteigert. Die Holzwerkstoffspezialistin erhöhte ihren Umsatz nach vorläufigen, ungeprüften Zahlen um rund 9,4 Prozent auf rund 48,6 Millionen Euro nach 44,4 Millionen im Vorjahr. Die positive Umsatzentwicklung 2016 wurde dabei von beiden Geschäftsbereichen, Automotive und Technological Applications, getragen. Das EBITDA verbesserte sich um rund 7,8 Prozent auf 3,7 Millionen Euro nach 3,5 Millionen in 2015. Pro Aktie entspricht das Ergebnis 0,18 Euro gegenüber 0,14 Euro je Aktie im Vorjahr.

Die auf nachhaltige Forstwirtschaft spezialisierte Precious Woods AG aus Zug in der Schweiz hat vorläufige Zahlen präsentiert. Demnach hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 mehr Holz verkauft und den Gewinn gesteigert. Das EBIT betrug 1,7 Millionen Dollar (2015: 1,0 Millionen Dollar). Im ersten Halbjahr 2016 hatte Precious Woods noch ein Minus von 0,4 Millionen Dollar verbucht. "Das Ergebnis 2016 wurde durch politische Probleme gegen Jahresende in Brasilien beeinträchtigt", teilte das Unternehmen mit. Wegen eines Streiks gefolgt von Kompetenzstreitigkeiten der Zollbehörden konnte Precious Woods Amazon zwei Monate lang kein Holz exportieren. Dennoch konnte Precious Woods den Umsatz aus Verkäufen gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent steigern, von 44,4 auf 45,7 Millionen Dollar in 2016.

Whole Foods Market hat das erste Quartal des Geschäftsjahres 2017 Mitte Januar abgeschlossen. Demnach stieg der Quartalsumsatz des größten Bio-Lebensmittelhändlers der USA gegenüber dem Vorjahreszeitraum zwar um 1,8 Prozent auf 3,92 Milliarden Dollar. Er wuchs aber nur durch die Eröffnung neuer Filialen. Die Erlöse der Niederlassungen, die länger als ein Jahr laufen, sind dagegen um 2,4 Prozent geschrumpft. Sie sind damit das sechste Quartal in Folge abgesunken. Aufwendungen für die Umstrukturierung und die sinkenden Erlöse führten im ersten Quartal zu einem gesunkenen Nettogewinn. Dieser belief sich auf 95 Millionen Dollar oder 0,30 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte sich der Gewinn je Aktie noch auf 0,46 Dollar belaufen.

TerraForm Power, US-Betreiberin von Wind- und Solarparks, hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016 hohe Verluste verbucht. Auch droht weiterhin das Delisting von der Börse, weil das Unternehmen die Fristen für die Geschäftsberichte womöglich nicht einhalten kann. Wie die Betreibergesellschaft (YieldCo) berichtet, lag der Nettoverlust der Aktionäre im zweiten Quartal 2016 bei 20,9 Millionen Dollar oder 0,23 Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal hatte TerraForm Power noch einen Gewinn von 29 Millionen Dollar vermeldet. Die YieldCo des insolventen Ökostromriesen SunEdison konnte aber den Umsatz im zweiten Quartal steigern: Dieser lag bei 187,3 Millionen Dollar, ein Plus von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Orion Energy Systems hat den Nettoverlust im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2017 (bis 31. Dezember 2016) fast halbiert. Die Spezialistin für energiesparende Beleuchtungssysteme aus dem US-Bundesstaat Wisconsin steigerte den Umsatz um 23 Prozent auf 20,6 Millionen Dollar gegenüber 16,8 Millionen Dollar im 3. Quartal 2016. Der Nettoverlust verbesserte sich auf 1,1 Millionen Dollar gegenüber 2,0 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Auftragsbestand stieg um 28 Prozent auf 9,6 Millionen Dollar (Vorjahr: 7,5 Millionen Dollar).


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.

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