Windräder von Vestas. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Starke Zahlen beim Windradhersteller Vestas – PV Crystalox weiter in der Verlustzone – Biolebensmittelhersteller Hain Celestial fährt Rekordumsatz ein

Der DAX beendete die vergangene Woche mit 2,7 Prozent Kursanstieg bei 9.093 Punkten. Um zwei Prozent auf 17.003 Punkte verbesserte sich der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei stieg um 1,5 Prozent auf 15.545 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong legte 0,6 Prozent zu und knackte die 25.000-Punkte-Marke. Sein Kurs: 25.112 Punkte. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ sank um 0,9 Prozent auf 102,31 Euro. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verteuerte sich um 3,1 Prozent auf 7.087 Dollar. Der Kurs des Euro fiel um 1,1 Prozent auf 1,3241 Dollar.


Windaktien

Der Windradhersteller Vestas Wind Systems aus Århus in Dänemark beendete das erste Halbjahr 2014 mit 2,62 Milliarden Euro Umsatz. Verglichen mit dem Umsatz der ersten sechs Monate 2013 ist dies eine Steigerung um 15 Prozent. Zugleich erzielte Vestas 104 Millionen Euro Halbjahresgewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) nach 96 Millionen Euro EBIT-Verlust im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für das zweite Quartal 2014 wies Vestas mit 1,34 Milliarden Euro 13 Prozent mehr Umsatz aus als im Vorjahresquartal. Das Quartals-EBIT vervielfachte sich auf 104 Millionen Euro nach 12 Millionen Euro im Vergleichszeitraum 2013. Basis dieser Entwicklung sei die verbesserte Kostenstruktur innerhalb des Konzerns, erklärte der Vorstand. Zudem hoben die Verantwortlichen die für das Gesamtjahr prognostizierte EBIT-Marge um ein Prozent auf sechs Prozent an.

Einen Vertriebserfolg in Deutschland meldete der Windkraftprojektierer ABO Wind AG. Das Unternehmen aus Wiesbaden stellte demnach jüngst einen neuen Bauabschnitt eines Windparks in Rheinland-Pfalz fertig, der an den südhessischen Energieversorger GGEW AG verkauft wurde. Dieser bestehe aus drei Turbinen mit 10,2 Megawatt (MW) Gesamtkapazität.

Der US-Windkraftzulieferer American Superconductor Inc. aus Devens in Massachusetts gab bekannt, er sei von dem Turbinenhersteller Inox Wind aus Indien mit der Lieferung von Steuerungstechnik für Windräder im Wert von 15 Millionen Dollar beauftragt worden.

Solaraktien

Den Ausverkauf einer Anleihe im Gegenwert von 1,5 Millionen Euro meldete die Colexon Energy AG aus Hamburg. Weil die Nachfrage nach dem Wertpapier deutlich über dem Angebot gelegen habe, sei die Anleihe deutlich überzeichnet gewesen, hieß es. Außerdem gab der Vorstand bekannt, dass der Wiederaufbau von Dachsolaranlagen in Astenhof abgeschlossen worden sei. Die Arbeiten waren Colexon zufolge nötig gewesen, weil die alten Hallendächer eingestürzt waren. Mit den neuen Anlagen gelinge dank verbesserter Einstrahlungswerte eine höhere Rendite, hieß es.

Der deutsch-britische Waferhersteller PV Crystalox PLC mit Sitz in Berlin ist in der ersten Hälfte des laufenden Jahres trotz eines Umsatzanstiegs tiefer in die Verlustzone geraten. Das geht aus einer aktuellen Bilanz des Unternehmens hervor. Demnach kletterte der Umsatz der ersten sechs Monate auf Jahressicht um 6,2 Prozent auf rund 30,1 Millionen Euro. Dennoch beendete PV Crystalox die erste Jahreshälfte mit knapp 5,8 Millionen Euro Verlust vor Steuern und Zinsen nach 3,9 Millionen Euro EBIT-Ertrag im Vorjahreszeitraum. Der Preisdruck und das schwierige Marktumfeld in der Solarindustrie hätten das Ergebnis beeinträchtigt, hieß es.

Der norwegisch-amerikanische Solarhersteller REC Solar ASA hat einen neuen Vertrag zur Lieferung von Solarmodulen an einen Kunden in den USA geschlossen: Das Unternehmen aus Sköyen soll Module mit 50 MW Kapazität an die US-Dachsolaranlagenspezialistin Sunrun liefern. Die auf Solarsysteme für Privathaushalte spezialisierte Kundin werde bis zu 100 MW an Modulen von REC abnehmen, hieß es.

Der Verkauf eines Solarparks mit zehn MW Leistungskapazität in seiner Heimatprovinz Ontario bringt dem kanadischen Solarkonzern Canadian Solar 60,3 Millionen Dollar. Käufer der just ans Stromnetz angeschlossenen Anlage in Kawartha Lakes sei eine Tochter der BlueEarth Renewables Inc. Die Transaktion sei Teil eines Rahmenvertrags, der weitere Verkäufe vorsehe. Insgesamt plane BlueEarth den Kauf von Solaranlagen mit 38,5 MW Kapazität, teilte Canadian Solar mit.
Foto: Solarpark mit Modulen von Canadian Solar / Quelle: Unternehmen

Beim Bau eines Solarparks in seiner Heimat setzt der indische Solarprojektierer Welspun Energy Pvt. Ltd. auf Technik des chinesischen Herstellers ReneSola Ltd. aus Jiashan. Die Chinesen gaben bekannt, dass der in Neu Delhi ansässige Kunde Solarmodule mit 5,4 MW Kapazität bestellt habe.

Dank höherer Absätze und einer verbesserten Konzernstruktur erzielte der Photovoltaikhersteller JA Solar Co. Ltd. aus Shanghai in der ersten Hälfte 2014 mit 757,3 Millionen Dollar 51,6 Prozent mehr Umsatz als in der Vorjahreshälfte. Dabei erwirtschafteten die Chinesen 20,2 Millionen Euro Nettogewinn nach 55,1 Millionen Dollar Nettoverlust im Vorjahreszeitraum. Die Absatzprognose für das Gesamtjahr korrigierte der JA-Solar-Vorstand nach oben: Statt Absätzen zwischen 2.700 und 2.900 MW sollen es der aktualisierten Prognose zufolge 2.900 bis 3.100 MW werden.

Eine verbesserte Bilanz für das zweite Quartal 2014 legte JinkoSolar vor. Der Konzern aus Shanghai steigerte demnach den Quartalsumsatz auf Jahressicht um 37,5 Prozent auf 392 Millionen Dollar. Der Nettogewinn hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beinahe verdreifacht. Er stieg auf 22,3 Millionen Dollar. Außerdem meldete JinkoSolar einen Auftrag zur Lieferung von Photovoltaikmodulen mit zusammen 40 MW an einen Projektierer in Chile bekannt.

Zum Bau eines Solarparks in der chinesischen Provinz Jiangsu soll der heimische Hersteller Trina Solar rund 320.000 Photovoltaikmodule mit 82 MW Gesamtkapazität liefern. Auftraggeber sei die Sihong Tianganghu Photovoltaic Power Generation Co., teilte der Konzern aus Changzhou mit.

Andere Aktien

Eine leicht verbesserte Bilanz für das erste Halbjahr 2014 hat die VTG AG veröffentlicht. Mit 404,7 Millionen Euro lag der Umsatz der ersten sechs Monate des laufenden Jahres marginale 0,1 Prozent über dem Umsatz in der Vorjahreshälfte. Zugleich kletterte das Halbjahres-EBIT des Waggonvermieters und Schienenlogistikspezialisten um 2,4 Prozent auf 38 Millionen Euro.

Der Hamburger Landwirtschaftskonzern KTG Agrar AG bringt eine neue Anleihe auf den Markt. Das Biowertpapier III soll am 15. Oktober 2014 starten. Diese Inhaber-Teilschuldverschreibung ist nach Unternehmensangaben mit 7,25 Prozent jährlich verzinst und läuft fünf Jahre, also bis 2019. Sie soll bis zu 50 Millionen Euro bei Anlegern einwerben. Investoren einer KTG-Anleihe aus 2010 biete der Konzern einen Tausch im Verhältnis 1:1 an, hieß es.

Bild: Feldarbeiten der KTG Agrar AG / Foto: Unternehmen


Das erste Halbjahr 2014 beendete der US-Brennstoffzellenhersteller Fuel Systems Solutions mit 46,2 Millionen Dollar Nettoverlust nach 1,8 Millionen Nettogewinn im Vergleichszeitraum 2013. Zugleich fiel der Halbjahresumsatz um 19,5 Prozent auf 168,7 Millionen Dollar. Das geht aus der Bilanz des Unternehmens aus New York hervor. Die Prognose für 2014 senkte der Vorstand auf 335 Millionen bis 355 Millionen Dollar Umsatz bei 4 Millionen bis 8 Millionen Dollar Gewinn vor Steuern Zinsen und Abschreibungen (EBITDA). In der bisherigen Prognose hatte die Unternehmensführung 340 Millionen bis 360 Millionen Dollar Umsatz und 14 Millionen bis 20 Millionen Dollar EBITDA in Aussicht gestellt.

Der US-Biolebensmittelhersteller Hain Celestial Group Inc. hat sein Fiskaljahr 2014 (Bilanzstichtag 30. Juni) mit einem Umsatzrekord beschlossen. Und das EBIT lag deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Der Gesamtjahresumsatz kletterte um 24 Prozent auf 2,15 Milliarden Dollar. Das EBIT legte auf Jahressicht 31,1 Prozent zu und erreichte 256 Millionen Dollar. Speziell das Geschäft in der Heimat habe sich gut entwickelt, hieß es.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik   Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der   UmweltBank.

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