09.11.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Suzlon Energy senkt Jahresprognose – SolarWorld AG verdient deutlich weniger – Schmack Biogas AG hofft auf Investoren

Für den DAX ging es in der vergangenen Woche wieder bergauf, er gewann 1,35 Prozent auf 5.481 Punkte. Der US-amerikanische Dow Jones verbesserte sich leicht auf 10.006 Punkte (plus 0,44 Prozent). Der japanische Nikkei sank um 1,76 Prozent auf 9.717 Punkte. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent Crude Oil stieg um ein Prozent auf 75,98 US-Dollar. Kupfer verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 6.532 Dollar je Tonne der Qualität „Copper Grade A“. Der Euro gewann fast zwei Cent gegenüber dem US-Dollar auf 1,488 Dollar (plus 1,24 Prozent).


Windaktien

Der Nettoverlust des indischen Herstellers von Windkraftanlagen, Suzlon Energy, ist im 2. Quartal von 23 Crore Rupien im Vorjahreszeitraum auf 356 Crore Rupien angewachsen. Wie das Unternehmen mitteilte, brach der Quartalsumsatz um 31 Prozent auf 4.793 Crore Rupien ein. Eine Crore Rupie beträgt zehn Millionen Rupien. Eine Indische Rupie entspricht 0,01437 Euro.
Suzlon geht für das Gesamtjahr nun davon aus, nur noch Windräder mit einer Gesamtleistung von 1.900 bis 2.100 Megawatt (MW) auszuliefern (bisherige Prognose: 2.400 bis 2.600 MW). Ende September lagen dem Unternehmen Aufträge über 1.488 MW vor.
Der französische Grünstromprojektierer EDF Energies Nouvelles hat in den ersten neun Monaten den Umsatz um 12,7 Prozent auf 708,6 Millionen Euro gesteigert. Die Tochtergesellschaft des Energieriesen EDF bekräftigte das Ziel, das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Gesamtjahr auf 280 bis 300 Millionen Euro zu steigern (1. Halbjahr: 140,2 Millionen Euro). EDF Energies Nouvelles hat seine installierte Windkraftkapazität auf 2.378 MW ausgebaut. Weitere 860 MW befinden sich im Aufbau. Bis 2012 will das Unternehmen 3.500 MW Windkraftkapazität erreichen. Bis dahin soll die Leistung im Bereich Photovoltaik auf 500 MW anwachsen.

Solaraktien

Weil der Vertragspartner wesentliche vertragliche Pflichten nicht erfüllt habe, ist die Thalheimer Q-Cells SE aus einem Liefervertrag mit der chinesischen LDK Solar ausgestiegen. Wie Q-Cells meldete, handelt es sich um einen im Dezember 2007 mit LDK Solar geschlossenen Vertrag über die Lieferung von Solarwafern. Über eine Bankgarantie fordert Q-Cells nun 244,5 Millionen US-Dollar zurück, die im Rahmen der Vereinbarung als Anzahlung geleistet wurden. Das Landgericht Berlin lehnte den Antrag von LDK Solar ab, gegen die Inanspruchnahme der Bankgarantie eine einstweilige Verfügung zu erlassen.

Laut vorläufigen Zahlen kletterte der Umsatz des amerikanischen Solarausrüsters GT Solar International im 2. Quartal auf 100 bis 105 Millionen Dollar (1. Quartal: 71,8 Millionen Dollar). Der Nettogewinn ist im Vergleich zum Vorquartal ebenfalls stark gewachsen, von 7,8 Millionen Dollar oder 5 Dollarcents je Aktie auf 9 bis 10 Millionen Dollar oder 6 bis 7 Dollarcents je Aktie. GT Solar International bekräftigte die Prognose für das Gesamtjahr von 450 Millionen bis 550 Millionen Dollar Umsatz und einem Gewinn je Aktie in Höhe von 45 bis 60 Dollarcents (Vorjahr: 541 Millionen Dollar und 61 Dollarcents je Aktie).

Von 16,8 auf 20,4 Millionen Dollar ist der Umsatz des kanadischen Solarunternehmens Arise Technologies in den ersten neun Monate in 2009 gestiegen. Nach vorläufigen Zahlen der Gesellschaft aus Waterloo, Ontario, sank der Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 8,2 Millionen Dollar oder sechs Dollarcents auf 5,4 Millionen Dollar oder vier Dollarcents.

Solarmodule mit einer Gesamtkapazität von 115 MW soll die chinesische Suntech Power Systems in 2010 für Projekte in den USA und Kanada liefern. Auftraggeber ist laut dem Solarunternehmen aus Wuxi der Grünstromprojektierer enXco, eine Tochter der französischen EDF Energies Nouvelles.

Die Bonner SolarWorld AG erreichte in den ersten neun Monaten einen Konzernumsatz von 634,1 Millionen Euro (minus fünf Prozent). SolarWorld bestätigte die Umsatzprognose 2009 von einer Milliarde Euro und wies darauf hin, dass die konzernweite Absatzmenge seit Jahresbeginn kumuliert um 22 Prozent gestiegen sei. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) brach dennoch von 209,3 auf 117,7 Millionen Euro ein. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 19 Prozent.

An den Standorten Randegg und Schlatt hat die Konstanzer solarcomplex AG zwei weitere Bioenergiedörfer realisiert. Das Investitionsvolumen von zusammen 5,5 Millionen Euro wurde zu rund drei Vierteln aus KfW-Darlehen finanziert. Der Eigenkapitalanteil von einem Viertel stamme aus neu ausgegebenem Aktienkapital, hieß es.

Der Ausrüster für die Solarbranche Roth & Rau AG verbucht zum 30. September 2009 einen Auftragsbestand in Höhe von 134,57 Millionen Euro (2008: 238,23 Millionen Euro). Laut den vorläufigen Zahlen des TecDAX-Unternehmens aus Hohenstein-Ernstthal beliefen sich die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten auf 159,51 Millionen Euro (2008: 197,48 Millionen Euro). Im Gesamtjahr will Roth & Rau nun nur noch zirka 200 Millionen Euro Umsatz erreichen; zuvor wurden 500 bis 550 Millionen Euro prognostiziert. Das EBIT des Unternehmens sank in den ersten neun Monaten auf 13,13 Millionen Euro (2008: 20,87 Millionen Euro).

Nach den ersten neun Monaten 2009 meldet der Technologiekonzern Singulus Technologies AG einen EBIT-Verlust von 13,9 Millionen Euro. Mit Sonderaufwendungen betrage der Fehlbetrag sogar 53,3 Millionen Euro (Vorjahr: minus 11,7 Millionen Euro). Der Umsatz sank von 149,9 auf 95,9 Millionen Euro. Das Unternehmen aus Kahl am Main bestätigte die Prognose für das Geschäftsjahr: 115 bis 125 Millionen Euro Umsatz und ein deutlich negatives Ergebnis.

Für eine ungenannte Summe hat das US-Solarunternehmen First Solar ein kalifornisches Solarprojekt mit 117 MW Leistung erworben. Verkäufer ist laut US-Medienberichten die Ausra Inc. Diese wolle sich verstärkt auf das Geschäft mit Solarthermie fokussieren, hieß es.

Der Berliner Solarkonzern Solon SE hat den Zuschlag für den Bau eines weiteren Solarkraftwerkes in Spanien erhalten. Für die Renewable Energies and Photovoltaics Spain S.L. (REPS) soll er ein Projekt mit elf Megawatt peak (MWp) schlüsselfertig errichten. Die endgültige Investitionsentscheidung stehe noch aus, hieß es.

Ein EBIT in Höhe von 2,5 Millionen Euro hat die Solar-Fabrik AG im dritten Quartal erzielt. Der Vorstand erwarte ein ähnlich gutes Ergebnis auch für das vierte Quartal, hieß es in einer Mitteilung des Freiburger Solarmodulherstellers. In den ersten neun Monaten lag der Konzernumsatz bei 89 Millionen Euro (2008: 129,6 Millionen Euro). Das EBIT betrug minus 1,15 Millionen Euro (Vorjahr: minus 848.000 Euro).

Der börsennotierte Hersteller von Vakuum- und Hochtemperatur-Anlagen PVA TePla AG verbuchte in den ersten neun Monaten ein auf 11,1 Millionen Euro verbessertes EBIT (Vorjahreszeitraum: 9,7 Millionen Euro). Der Umsatz lag bei 98,9 Millionen Euro, nach120,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Auftragseingang belief sich in den ersten drei Quartalen auf 39,6 Millionen Euro (Vorjahr 169 Millionen Euro). PVA TePla rechnet für 2009 mit einem Konzernumsatz in Höhe von 145 Millionen Euro und einem EBIT von 15 bis 17 Millionen Euro.


Bioenergieaktien

„Namhafte Investoren“ interessieren sich für die Sanierung der Unternehmensgruppe Schmack Biogas AG. Das teilte der börsennotierte Biogasanlagenbauer mit Sitz in Schwandorf mit. Aufgrund des Projektgeschäfts verfolge der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Ampferl eine zügige Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Ampferl prüfe zudem auch andere Sanierungsalternativen wie insbesondere die „übertragende Sanierung“. Diese sehe vor, dass die vorhandenen Vermögenswerte ganz oder teilweise auf eine neue Gesellschaft der Investoren übertragen werden. Zur Identität der möglichen Investoren macht Schmack keine Angaben.

Der börsennotierten österreichischen Spezialistin für Biokraftstoffanlagen, BDI BioDiesel International AG, fehlt es an Großaufträgen. In den ersten neun Monaten schrumpfte der Umsatz laut dem Unternehmen um mehr als die Hälfte von 48,8 auf 21,7 Millionen Euro. Das EBIT erreichte 0,7 Millionen Euro (2008: 3,8 Millionen Euro).


Andere Aktien

Die AGO AG Energie + Anlagen, Kulmbacher Spezialistin für Energieversorgungsanlagen, hat die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten des Jahres um 25 Prozent auf 32,1 Millionen Euro gesteigert. Das EBIT ist dagegen von 1,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 404.000 Euro eingebrochen. Der Auftragsbestand stieg um 68 Prozent auf 34,8 Millionen Euro.
AGO-Vorstandssprecher Hans Ulrich Gruber erwartet ein sehr starkes viertes Quartal, er bekräftigte die Prognose für das Gesamtjahr von einem Umsatz deutlich über dem Vorjahresniveau und einem gesteigerten Ertrag.
Wie AGO weiter berichtete, soll das Unternehmen für die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH ein Holzgasheizkraftwerk bauen Das Projekt im Volumen von 17 Millionen Euro werde etwa Mitte 2011 abgeschlossen sein. Zu weiteren Projektdetails hätten die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.

Der US-amerikanische Biolebensmittelhändler Whole Foods Market hat den Nettogewinn im 4. Quartal von 1,5 Millionen Dollar oder einem Dollarcent je Aktie im Vorjahreszeitraum auf 28,7 Millionen Dollar oder 20 Dollarcents je Aktie gesteigert. Der Umsatz wurde um zwei Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar verbessert. Firmenchef John Mackey rechnet im Gesamtjahr mit einem Zuwachs der Erlöse um fünf bis acht Prozent und einem Jahresgewinn von 1,05 bis 1,1 Dollar je Aktie.
Das Unternehmen aus dem texanischen Austin teilt weiter mit, dass es noch immer mit der Abwicklung der 2007 eingestielten Übernahme der Konkurrentin Wild Oats beschäftigt ist. Die US-Handelsaufsicht FTC hatte bestimmt, dass Whole Foods Teile des Filialnetzes von Wild Oats verkaufen muss.

Für die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres hat die Wärmetechnikspezialistin Centrotec Sustainable AG einen Umsatz von 329,9 Millionen Euro gemeldet. Das sind 4,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Das EBIT belief sich demnach auf 18,4 Millionen Euro (2008: 22,9 Millionen Euro). Im Gesamtjahr soll der Umsatz 455 Millionen Euro und das EBIT 27 Millionen Euro erreichen.



Mit 44,3 Millionen Euro hat die Karlsruher init innovation in traffic systems AG im 3. Quartal 30 Prozent mehr Umsatz gemacht als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Zahlen wurde das EBIT mit 7,2 Millionen Euro mehr als verdreifacht. Der Konzernüberschuss vervierfachte sich von 1,2 auf 5,2 Millionen Euro. Ende September verbuchte die Telematikspezialistin einen Rekordauftragsbestand von 149 Millionen Euro, fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Man könne die für 2009 gesetzten Ziele von 60 Millionen Euro Umsatz und 8,6 Millionen Euro EBIT erreichen und gegebenenfalls sogar übertreffen, hieß es.

Die Gelsenkirchener Schlauchspezialistin Masterflex AG ist tief in die roten Zahlen gerutscht. Der EBIT-Verlust der ersten neun Monate betrug nach ihren Angaben 1,7 Millionen Euro (Vorjahr: plus 4,2 Millionen Euro). Der Konzernumsatz sank um 20,2 Prozent auf 54 Millionen Euro. Die Masterflex AG strebe zusammen mit ihren Finanzpartnern eine „signifikante Restrukturierung“ der Fremdfinanzierung bis spätestens Sommer 2010 an.

Mit 320 Millionen Dollar verzeichnete das US-amerikanische Geothermieunternehmen Ormat Technologies in den ersten neun Monaten 28 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn der Gesellschaft aus Reno im Bundesstaat Nevada kletterte von 37,9 Millionen Dollar oder 87 Dollarcents je Aktie auf 53,9 Millionen Dollar oder 1,19 Dollar je Aktie.

Die Hamburger Asian Bamboo AG hat ihre vorläufigen Neunmonatszahlen bestätigt: 40,7 Millionen Euro Umsatz (plus 29 Prozent); 19,4 Millionen Euro Nettoergebnis (plus 34 Prozent); Nettoergebnis-Marge bei 47,7 Prozent (Vorjahr: 46,1 Prozent). Die Bambusproduzentin bestätigte ihre Jahresprognose von über 55 Millionen Euro Umsatz und einer bereinigte Nettoergebnis-Marge von mindestens 45 Prozent. Auf der nächsten Hauptversammlung wolle man den Aktionären eine Dividende von 0,30 Euro für das laufende Geschäftsjahr vorschlagen. Umsatz und Nettoergebnis sollten auch in 2010 und in 2011 kräftig ansteigen.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Opens external link in new windowAktien: Kurse (Link entfernt)“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der Opens external link in new windowUmweltBank.

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Bilder: Solarzellen von First Solar in einem Projekt der Phoenix Solar AG / Quelle: Phoenix Solar; Kessel in einem Blockheizkraftwerk der AGO AG; Bordrechner für Busse und Bahnen aus der Produktion der init innovation in traffic systems AG. / Quelle: Unternehmen
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