Der Hersteller von Windenergieanlagen Suzlon aus Indien schreibt wieder schwarze Zahlen. Im Bild Windkraftanlagen von Suzlon. / Foto: Unternehmen

21.11.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Umsatzrückgang bei Senvion – VTG AG auf Wachstumskurs – SolarWorld in kritischer Lage – Capitial Stage erweitert Portfolio

In der vergangenen Woche verlor der Dax minimal um 3,4 Punkte auf 10.665 Punkte. Der amerikanische Dow Jones Index legte leicht zu, um 20 Punkte auf 18.868 Punkte. Der japanische Nikkei-Index verbesserte sich um 3,4 Prozent auf 17.967 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index fiel um 0,6 Prozent auf 22.362 Punkte. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent stieg um 4 Prozent auf 46,54  Dollar. Der Goldpreis fiel um 1,6 Prozent auf 1.208 Dollar je Unze. Der Euro verbilligte sich im Wochenverlauf um 2,4 Prozent und kostet jetzt 1,06 Dollar.

Windaktien

Senvion, Windkraftanlagenhersteller aus Hamburg, hat im dritten Quartal 2016 weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. Wie das Unternehmen mitteilte, schrumpfte der Umsatz um 4 Prozent oder 24 Millionen Euro auf 584 Millionen im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q3 2015: 608 Millionen Euro). Der bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag bei 47 Millionen Euro, ein Minus von 8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (Q3 2015: 55 Millionen Euro). Senvion bekräftigte die Jahresumsatzprognose für 2016 von 2,25 bis 2,3 Milliarden Euro. Für 2015 hatte der Hersteller 1,56 Milliarden Euro Umsatz verbucht. In den ersten neun Monaten 2015 sank der Umsatz um 5 Prozent oder 81 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr, nämlich von 1,54 Milliarden auf 1,45 Milliarden. Von Januar bis September 2016 konnte Senvion das EBIT um 1 Million Euro steigern auf 86 Millionen Euro gegenüber 2015.

Die zur PNE Wind-Gruppe zählende WKN AG hat einen französischen Windpark verkauft. Der Husumer Windpark-Projektierer veräußerte das französische Windenergieprojekt Saint Martin l'Ars an die John Laing Group plc. Der Windpark mit einer Gesamtleistung von 10,25 Megawatt wird im Department Vienne im Westen Frankreichs errichtet. Der Baubeginn ist bereits erfolgt. Dabei kommen fünf Windenergieanlagen von Senvion mit einer Leistung von jeweils 2,05 Megawatt zum Einsatz. WKN zeichnet für den Bau der Projekte verantwortlich und wird seitens John Laing erneut als Generalunternehmerin (EPC-Contractor) beauftragt.

Gute Nachrichten für den Windkraftanlagenhersteller Nordex aus Hamburg: Er dürfte von einem Vorhaben des spanischen Mischkonzerns Acciona profitieren. Acciona plant, bis 2020 zwei Milliarden Euro in Erneuerbare Energien zu investieren. Damit will das Unternehmen eine installierte Leistung von 10,5 Gigawatt (GW) erreichen. 80 Prozent der Investitionen sollen im Rahmen des "Sustainability Master Plan 2020" in Entwicklungsländer gehen. Gut für Nordex, denn der Windkraftanlagen-Hersteller hatte im Frühjahr den spanischen Windpark-Betreiber Acciona Windpower übernommen. Acciona Windpower ist aussichtsreich in Amerika und in Schwellenländern aufgestellt, das machte das Unternehmen attraktiv für Nordex. Früherer Eigentümer war die Acciona, die im Zuge des Deals größte Nordex-Einzelaktionärin wurde. Deswegen hat Acciona ein Interesse daran, Acciona Windpower bzw. Nordex Aufträge zukommen zu lassen, und tut dies auch regelmäßig. Darüber hinaus hat Nordex einen Auftrag von der WIND-consult Meßfeld Gesellschaft für die neu eingeführte Windkraftturbine N117/3600 erhalten. Im November wird die erste dieser Windkraftanlagen in Bargeshagen in der Nähe von Rostock in Betrieb gehen. Zum Serienstart im Sommer 2017 soll die vollständige Zertifizierung der Anlage vorliegen.

Gamesa, Windkraftanlagen-Hersteller aus Spanien, meldet einen weiteren Vertriebserfolg in China. Demnach hat die einheimische Sinohydro 18 Windräder mit einer Gesamtleistung von 90 Megawatt (MW) für einen Windpark geordert, der von einer Tochter des chinesischen Wasserkraft- und Bauunternehmens entwickelt wird. Gamesa liefert, errichtet und betreibt die Windkraftanlagen des „Nangang Windparks“ nahe der Hafenstadt Tianjin. Die bestellten Anlagen werden im letzten Quartal 2017 geliefert und im ersten Quartal 2018 in Betrieb genommen.

Der dänische Windkraftanlagenhersteller Vestas hat eine 30-Megawatt-Order für einen Windpark in Australien erhalten. Vestas liefert Turbinen für das Kiata-Projekt nahe der Stadt Nhill im Südosten. Auftraggeber ist das australische Windenergie-Unternehmen Windlab Limited. In Betrieb genommen werden die Windkraftanlagen in der zweiten Jahreshälfte 2017. Der Kiata Windpark sei ein „Engineering, Procurement and Construction“-Projekt, kurz EPC, hieß es. Vestas kümmert sich unter anderem um die Detail-Planung und Kontrolle, die Beschaffung, die Ausführung der Bau- und Montagearbeiten sowie um Serviceaufgaben.

Pattern Energy, Windparkbetreiber aus den USA, ist weiter auf Wachstumskurs und steigerte den Umsatz im dritten Quartal 2016. Das Unternehmen aus Kalifornien schreibt jedoch immer noch rote Zahlen. Der Nettoverlust betrug 11,1 Millionen US-Dollar. Das ist eine Verbesserung zum selben Zeitraum in 2015, wo der Verlust mit 35,3 Millionen um einiges höher war. Betrachtet man jeweils die ersten neun Monate, schneidet Pattern Energy aber 2016 schlecht ab mit einem Gesamtverlust von 55,7 Millionen im Vergleich zu 51,7 Millionen in 2015. Bei Umsatz konnte Pattern Energy gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent auf 91,9 Millionen Euro zulegen. Von Januar bis Ende September 2016 beträgt die Umsatzsteigerung 14 Prozent, von 239 Millionen im Jahr 2015 auf rund 273 Millionen US-Dollar in diesem Jahr. Pattern Energy kündigte für das vierte Quartal eine höhere Dividende an, die am 31. Januar 2017 ausgezahlt wird. Sie beträgt 0,4 Dollar für eine Klasse-A-Aktie.

Suzlon Energy Ltd, einer der weltgrößten Hersteller von Windkraftanlagen, hat seine Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017 bekanntgegeben. Begonnen hatte das Geschäftsjahr für den indischen Konzern am 1. April. Demnach hat Suzlon seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 57 Prozent gesteigert: Dieser betrug im zweiten Quartal 2.746 Crore Indische Rupien, ein Wachstum von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (umgerechnet 377 Millionen Euro). Das Nettoergebnis lag bei 238 Crore Rupien, umgerechnet etwa 30 Millionen Euro. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen noch Verluste in Höhe von 202 Crore Rupien verbucht.

Solaraktien

Die Phoenix Solar AG meldet einen weiteren Auftrag aus Jordanien. Das Unternehmen aus Sulzemoos bei München hatte schon im Herbst 2015 Vertriebserfolge in dem Königreich erzielt. Der aktuelle Auftrag stammt von der Jordan Ahli Bank. Für sie soll die Phoenix Solar Overseas GmbH ein Solarkraftwerk mit einer Nennleistung von 1,5 MW errichten. Nach Unternehmensangaben wird die Tochtergesellschaft der Phoenix Solar AG hierbei mit dem einheimischen Partner Al Rokh kooperieren, einer Tochtergesellschaft der Millennium Energy Industries (MEI). Die Phoenix Solar AG hat in der Türkei die bislang größte Solaranlage des Landes errichtet. Das Kraftwerk Solentegre mit 9,1 MW Nennleistung erhielt die vollständige Abnahme durch die türkische Regierung. Das größte Photovoltaikkraftwerk in der Türkei konnte nach vier Monaten Bauzeit schlüsselfertig übergeben werden.

Für die SolarWorld AG wird die Lage immer kritischer. Der Solarkonzern hat die offizielle Zwischenbilanz für das dritte Quartal veröffentlicht. Darin bestätigt er die miserablen Zahlen, die er nach vorläufigen Berechnungen Ende Oktober gemeldet hatte. Weitere Angaben in dem aktuellen Zahlenwerk zeigen aber, wie bedenklich die Lage des Unternehmens aus Bonn inzwischen ist. SolarWorld hat im dritten Quartal 204,5 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet und damit rund vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Beim EBIT stieg der Verlust von sechs auf 25 Millionen Euro an. Das entspricht den bereits vorab gemeldeten Quartalszahlen. Der Solarkonzern litt zuletzt unter dem starken Preisverfall für Solarmodule. Die Preise sanken laut SolarWorld im dritten Quartal um 20 Prozent. Hintergrund ist ein großes Überangebot im Weltmarkt nach einem starken Nachfrageeinbruch in China, dem weltweit größten Solarmarkt. Dort war zur Jahresmitte die Solarförderung stark gekürzt worden.

Der Solarparkbetreiber 8point3 Energy Partners kauft First Solar Anteile an einem Solarpark in den USA ab. Dabei geht es um das 300-Megawatt-Stateline-Solarprojekt, an dem der US-Solarkonzern First Solar mit 34 Prozent beteiligt war. Diesen Anteil übernimmt 8point3 Energy für 329,5 Millionen US-Dollar. First Solar und SunPower hatten 8point3 Energy Partners im Frühjahr 2015 gegründet und Solarprojekte an diese Betreibergesellschaft (YieldCo) ausgelagert. Die Transaktion soll am 1. Dezember abgeschlossen sein, finanziert wird sie durch Mitteln aus dem Kassenbestand sowie mit Schuldscheindarlehen und Krediten im Rahmen der bestehenden Kreditfazilität.

Canadian Solar hat in der japanischen Präfektur Yamaguchi ein Solarkraftwerk mit einer Leistung von 24 MW in Betrieb genommen. Es sei die größte Einzelanlage, die Canadian Solar bislang in Japan gebaut habe, teilte das kanadische Solarunternehmen mit. Die 92.064 von Canadian Solar produzierten Solarmodule sollen pro Jahr rund 28.487 Megawattstunden Strom erzeugen. Dieser wird im Rahmen eines auf 20 Jahre angelegten Abnahmevertrages für 40 japanische Yen (umgerechnet 0,34 Euro) pro Kilowattstunde an den japanischen Versorger Chugoku Electric Power Company verkauft.

Minimale Erholung bei Ascent Solar Technologies: Nach einer verheerenden Zwischenbilanz im zweiten Quartal 2016 hat die Dünnschicht-Photovoltaikspezialistin aus Colorado den Verlust verringern können. Sie steckt aber immer noch in den roten Zahlen. Auch machte das Unternehmen in den ersten neun Monaten weniger Umsatz. Der Nettoverlust vom Ascent Solar verringerte sich gegenüber dem dritten Quartal 2015 um 21 Prozent, von minus 7,0 Millionen auf minus 5,5 Millionen Dollar im dritten Quartal 2016. Das US-Unternehmen meldete für Juli bis September 2016 einen Umsatz von 453.000 US-Dollar, Vergleichszahlen aus dem Vorjahresquartal wurden nicht genannt. Nach eigenen Angaben konnte Ascent Solar aber darüber hinaus erzielte Einnahmen noch nicht verbuchen, was unter anderem mit einer Vertragsänderung mit einem Großkunden und den dadurch veränderten Rechnungslegungsvorschriften zusammenhing.

Solarausrüster Amtech Systems hat Zahlen für das vierte Quartal 2016 veröffentlicht. Für das Unternehmen aus Tempe in Arizona endete das Geschäftsjahr am 30. September. Zwar konnte der US-Solarausrüster seinen Umsatz steigern und mehr Aufträge einfahren. Jedoch bleibt Amtech in der Verlustzone. Der Nettoverlust beläuft sich im vierten Quartal auf 0,3 Millionen Dollar, das sind 0,02 Dollar Verlust pro Aktie, eine Verschlechterung zum Vorjahresquartal mit einem Nettogewinn von 0,10 Dollar pro Aktie. Betrachtet man das gesamte Geschäftsjahr, konnte Amtech den Verlust minimal verringern, je Aktie machten Anleger im Vorjahr einen Verlust von 0,65 Dollar, im jetzt abgeschlossenen Geschäftsjahr beträgt der Verlust pro Aktie 0,53 Dollar.

Der chinesische Solarkonzern JinkoSolar hat Zahlen für das dritte Quartal 2016 vorgelegt. Sowohl Umsatz als auch Gewinn konnte JinkoSolar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Der Umsatz lag im dritten Quartal bei umgerechnet 855,3 Millionen US-Dollar – ein Zuwachs um 39 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Den Nettogewinn bezifferte JinkoSolar mit 35,0 Millionen US-Dollar, ein Zuwachs von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (28,4 Millionen US-Dollar). Außerdem hat der Konzern den Verkauf seines Anteils an der Projektgesellschaft Jiangxi JinkoSolar Engineering Co. abgeschlossen. Jiangxi JinkoSolar ist für die Entwicklung und Installation von Photovoltaik-Projekten in China zuständig. JinkoSolars kompletter Anteil von 55 Prozent sei an Shangrao Kangsheng Technology Co., Ltd. veräußert worden, teilte der Photovoltaik-Hersteller mit. Das Käuferkonsortium werde von Xiande Li, dem Vorsitzenden des Direktorengremiums von JinkoSolar, angeführt. Der Kaufpreis beträgt 250 Millionen US-Dollar.

Solaranlage von JinkoSolar: Im dritten Quartal präsentierte das chinesische Unternehmen gute Zahlen. Aber die Geschäfte im Heimatmarkt werden schwieriger. / Foto: Unternehmen


Der chinesische Photovoltaik-Hersteller JA Solar hat auch für das dritte Quartal 2016 starke Absatz- und Umsatzzahlen vermeldet. Allerdings ist der Nettogewinn deutlich gesunken, wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht. Demnach hat sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent bzw. umgerechnet 624,3 Millionen US-Dollar gesteigert. Beim Nettogewinn blieb JA Solar jedoch mit 6,6 Millionen Dollar deutlich hinter den Vergleichswerten zurück: Im Vorjahresquartal hatte der Nettogewinn noch bei 38,8 Millionen US-Dollar gelegen.

SolarEdge Technologies aus Israel produziert Wechselrichter für kleine Solaranlagen, die Solarstrom in netzfähigen Wechselstrom umwandeln. Das Unternehmen beliefert hauptsächlich SolarCity und Vivint Solar aus den USA, die Solaranlagen auf Privathäusern errichten. Der Umsatz von SolarEdge legte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017 nur um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Das Geschäftsjahr begann am 1. Juli. Der Umsatz betrug demnach 128,5 Millionen US-Dollar. Außerdem verbuchte SolarEdge einen Nettogewinn von 15,6 Millionen, das sind 1,2 Millionen weniger als im Vorjahreszeitraum (14,4 Millionen). Das verwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,35 US-Dollar, 0,03 US-Dollar mehr gegenüber dem Vorjahr. Im zweiten Quartal erwartet SolarEdge einen Umsatzrückgang auf 110 bis 120 Millionen Dollar, unter anderem weil der Wettbewerb und Preisdruck auf dem US-Markt groß ist.

Bioenergie-Aktien

Die insolvente KTG Energie AG darf ihren Darlehensvertrag mit der Agrar ZG Projektbeteiligungs GmbH erweitern. Mit Zustimmung des vorläufigen Gläubigerausschusses und Genehmigung des Insolvenzgerichts kann die Betreiberin von Biogas-Anlagen den abgeschlossenen Darlehensvertrag über ein Massedarlehen in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro auf bis zu 24,95 Millionen erhöhen. Die Erhöhung von bis zu 4,95 Millionen dient weiterhin der Sicherstellung des operativen Betriebs der KTG Energie und ihrer Töchter.

Andere Aktien

Der Hamburger Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage hat eine britische Solaranlage mit einer Erzeugungsleistung von 5 MW erworben. Der Solarpark verfüge über eine feste staatliche Einspeisevergütung mit einer Laufzeit von 20 Jahren, sei bereits in Betrieb und seit Dezember 2015 an das Stromnetz angeschlossen. Der Solarpark liegt im Südwesten Englands im Bezirk Devon. Verkäufer ist HCE Europe Limited, Tochter des indischen Projektentwicklers Hindustan Cleanenergy Limited. Zudem wird  Capital Stage sein französisches Solarparkportfolio bis Ende 2017 um über 60 MW ausbauen. Angekündigt hatte Capital Stage das Vorhaben bereits im März, nun werden die Pläne konkreter: Das Unternehmen hat sich mit seinem französischen Partner Luxel, einem Projektentwickler aus dem südfranzösischen Pérols, die Fremdfinanzierung mehrerer Parks auf Projektebene gesichert. Die Solarparks verfügen über eine Einspeisevergütung mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Capital Stage geht davon aus, dass der erste Solarpark (5 MW) voraussichtlich zu Beginn des zweiten Quartals 2017 und der letzte Solarpark (10 MW) Ende 2017 voll betriebsbereit sein wird. Zudem gab Capital Stage bekannt, dass der bisherige Vorstandschef Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach auf eigenen Wunsch sein Vorstandsmandat zum 31. Dezember 2016 niederlegt. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren ausschließlich private und persönliche Gründe, hieß es. Ein Nachfolger wurde nicht genannt, der Vorstand sei mit den verbliebenen zwei Mitgliedern gut aufgestellt.

Die Sto SE aus Stühlingen wird die Ziele für Umsatz und Ergebnis in 2016 wohl verfehlen. Die Öko-Baustoffspezialistin gibt das Ziel auf, den in 2015 erzielten Jahresumsatz von 1,217 Milliarden Euro in diesem Jahr um fünf Prozent zu übertreffen. Sie strebt jetzt nur noch eine stabile Umsatzentwicklung an. Zudem erwartet der Sto-Vorstand beim EBIT einen Einbruch von 81,5 Millionen Euro in 2015 auf 52 bis 62 Millionen Euro. Bislang hatte er für 2016 ein EBIT von 80 bis 90 Millionen Euro angestrebt.

Die VTG AG ist auf Wachstumskurs und bestätigt die Jahresprognose. Das Hamburger Unternehmen für Waggonvermietung und Schienenlogistik verzeichnete in den ersten neun Monaten einen leichten Umsatzrückgang um drei Prozent auf 742,0 Millionen Euro. Laut Vorstand Dr. Heiko Fischer haben zum Beispiel die gesenkte Lkw-Maut und der niedrige Dieselpreis das Geschäft mit der Waggonvermietung belastet. Hier sanken die Umsätze von Januar bis September um fast vier Prozent. In der Schienenlogistik habe die VTG Geschäfte mit schwacher Marge aufgegeben, auch hätten Produktionsunterbrechungen zu verringerten Erlösen geführt. Fischer bekräftigte die Jahresprognose, wonach der Umsatz in 2016 leicht unter dem Vorjahreswert von 1,03 Milliarden Euro liegen dürfte. Weil die VTG aber zugleich profitabler gewirtschaftet hat, konnte sie den Gewinn in den ersten neun Monaten trotz des gesunkenen Umsatzes deutlich verbessern. So hat sie durch neue Kreditverträge die Zinsbelastung erheblich verringert und konzentriert sie sich nun auf margenstarke Aktivitäten. Hinzu kommen Synergieeffekte aus Übernahmen.

Der insolvente Mischkonzern Abengoa steckt weiterhin tief in den roten Zahlen: In den ersten neun Monaten 2016 weist das Unternehmen aus Sevilla einen Nettoverlust von 5,4 Milliarden Euro aus. Vor einer Woche hatte Abengoa die gerichtliche Genehmigung für ihr Rettungskonzept erhalten, mit dem die Schuldenlast verringert werden soll. Nun hofft das Unternehmen, sich mithilfe des Konzepts sanieren zu können. Von Januar bis September 2016 verbuchte der spanische Konzern einen Umsatz von 1,04 Milliarden Euro. Vergleichszahlen lieferte Abengoa nicht. Nicht im Umsatz enthalten seien die Bioenergie-Projekte und die Aktivitäten in Brasilien, weil diese aufgrund der Insolvenz nicht fortgeführt werden konnten. Abengoas EBITDA betrug in diesem Zeitraum 90 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum 2015 hatte der Konzern einen Verlust von 194 Millionen Euro verbucht. Ursachen für die roten Zahlen seien unter anderem die Wertminderung bestimmter Vermögenswerte  und die verlangsamte Geschäftsentwicklung, hieß es.

Solarthermisches Kraftwerk von Abengoa mit Parabolrinnen-Kollektoren: Der insolvente spanische Konzern will sich sanieren. / Foto: Unternehmen


Der britische Ökostromanlagenbetreiber Atlantica Yield hat Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht und konnte demnach seinen Umsatz deutlich steigern. Der insolvente spanische Erneuerbare-Energien-Konzern Abengoa SA hatte im Frühjahr 2016 die Kontrolle über Atlantica Yield abgegeben. Vormals hieß die YieldCo Abengoa Yield, unter diesem Namen ist das Unternehmen auch an der Börse notiert.

Grünes Licht für die Fusion mit SolarCity: Die Aktionäre des US-Elektroauto-Herstellers Tesla Motors und die Anleger von SolarCity haben dem Deal zugestimmt. Das teilte Teslas CEO (Chief Operating Officer) und Gründer Elon Musk mit. Demnach hätten die erforderlichen 85 Prozent der Anleger in eine Übernahme eingewilligt.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik Aktien: Kurse. (Link entfernt)

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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