Einblick in die Produktion des Windkraftanlagenherstellers Nordex. Der hat im ersten Quartal sein Wachstum fortgesetzt. / Foto: Unternehmen

17.05.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Umsatzsprung bei Windradhersteller Nordex – SMA Solar schreibt wieder schwarze Zahlen – EnviTec Biogas AG meldet Großauftrag von Dong Energy

Der DAX stieg in der vergangenen Woche um 0,8 Prozent auf 9.953 Punkte. Der US-amerikanische Dow Jones Index gab um 1,1 Prozent nach auf 17.535 Punkte. Um 1,8 Prozent aufwärts auf 16.379 Punkte ging es für den japanischen Nikkei. Der Kurs des chinesischen Hang Seng Index fiel um 1,9 Prozent auf 19.719 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 5,1 Prozent auf 47,84 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ ging um 3,1 Prozent zurück auf 4.660 Euro. Der Euro verlor 0,9 Prozent an Wert und notierte am Freitagabend bei 1,1303 Dollar.

Windaktien

Der Windradhersteller Nordex SE aus Hamburg hat nach vorläufigen Berechnungen im ersten Quartal 2016 einen Umsatz in Höhe von 637 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Umsatzsprung um 28,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu Gewinn oder Verlust machte das Nordex-Management keine vorläufigen Angaben. Das Volumen der neu eingegangenen Aufträge lag mit 542 Millionen Euro 16 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Grund sei ein Sondereffekt durch einen Großauftrag im Vorjahresquartal. Die Entwicklung sei „erwartungsgemäß“, hieß es. Der Wert der bestehenden Aufträge sank um 1,1 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro. Die im ersten Quartal 2016 durch Nordex neu installierte Windkraftleistung hat sich deutlich mehr als verdoppelt und erreichte 490 Megawatt (MW). Die endgültige Quartalsbilanz kündigte die Nordex-Führung für den 23. Mai 2015 an.

Die PNE Wind AG beendete das erste Quartal 2016 mit 11,9 Millionen Euro Umsatz. Gegenüber dem Vergleichszeitraum ist dies ein Umsatzrückgang um 21,7 Prozent. Dennoch drehte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) zurück ins Plus: Die PNE Wind AG verbuchte für das erste Quartal 2016 einen EBIT-Ertrag von 200.000 Euro nach 6,0 Millionen Euro EBIT-Verlust im ersten Quartal 2015. Einerseits habe das Geschäft mit der Windstromerzeugung aus den eigenen Windfarmen positiv auf das Ergebnis gewirkt. Andererseits hätten Baukosten für neue Windparks dem entgegengestanden, erklärte das Management.

364 Millionen Euro Umsatz erzielte der Windradhersteller Senvion SE aus Hamburg im ersten Quartal 2016. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Umsatzrückgang um 1,3 Prozent. Zugleich verbuchte Senvion einen EBIT-Verlust in Höhe von 20,3 Millionen Euro. Dieses sei durch einmalige Effekte aus der Übernahme durch die aktuellen Eigentümer und den Börsengang von Senvion vor einigen Wochen belastet, hieß es dazu. Bereinigt um diese Kosten wies Senvion ein positives Quartals-EBIT von 13,7 Millionen Euro aus. Vergleichszahlen zum EBIT in den ersten drei Monaten 2015 machte Senvion nicht öffentlich.

Solaraktien

Die SMA Solar Technology AG hat dank eines Umsatzanstiegs die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Der Wechselrichterhersteller aus Niestetal schloss das erste Quartal 2016 mit 253,8 Millionen Euro Umsatz und 25,3 Millionen Euro EBIT ab. Im ersten Quartal 2015 hatte SMA Solar noch 226,3 Millionen Euro Umsatz und 5,4 Millionen Euro EBIT-Verlust verbucht. Alle Geschäftsbereiche hätten profitabel gewirtschaftet, so das SMA-Management.

Auf den Philippinen hat die Phoenix Solar AG eine Solaranlage mit 2,5 MW Gesamtkapazität realisiert.  Zudem habe das Unternehmen aus Sulzemoos den Bau einer zweiten Anlage auf den Philippinen mit 1,8 MW Leistungskapazität begonnen, teilte der Vorstand mit.

Solar City Inc. aus San Mateo in Kalifornien hat das erste Quartal 2016 mit einem Umsatzanstieg um 81,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 122,6 Millionen Dollar beendet. Zugleich kletterte auch der Nettoverlust des Quartals um 16,1 Prozent auf knapp 25 Millionen Dollar. Grund seien die weiter gestiegenen Kosten im operativen Geschäft des Dachsolaranlagenprojektierers, hieß es.

Die ebenfalls auf Dachsolaranlagen spezialisierte Vivint Solar Inc. verbuchte für das erste Quartal 2016 einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 80,5 Prozent auf 17,2 Millionen Dollar. Dennoch fiel ein Nettoverlust von 31,2 Millionen Dollar an. Im ersten Quartal 2015 hatte Vivint Solar noch 12,1 Millionen Dollar Nettogewinn erzielt. Die Kosten des operativen Geschäfts lagen mit 94,6 Millionen Dollar um 94,3 Prozent über denen im Vorjahreszeitraum.

Im Bild: Aufbau einer Photovoltaikanlage von Vivint Solar. / Foto: Unternehmen

Der dritte börsennotierte Mitbewerber am Markt für Dachsolaranlagen ist Sunrun Inc. Das Unternehmen aus San Francisco verdoppelte den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 49,1 Millionen Dollar. Allerdings kletterten die Kosten im operativen Geschäft um 75 Prozent auf 165,5 Millionen Euro. Damit sank der Nettogewinn um 12,7 Prozent auf 13,1 Millionen Dollar. Sowohl SolarCity als auch Vivint Solar und Sunrun installierten im Berichtszeitraum deutlich mehr Solaranlagen als im Vorjahreszeitraum.

Canadian Solar hat eine Bilanz für das erste Quartal 2016 vorgelegt. Der Quartalsumsatz fiel auf 721,4 Millionen Dollar nach 860,9 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Zugleich hat sich der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert. 22,6 Millionen Dollar für das erste Quartal des laufenden Jahres stehen in der Bilanz 61,3 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum 2015 gegenüber.

JA Solar aus Shanghai in China hat die Produktionskapazitäten erweitert. Der Solarhersteller meldete die Inbetriebnahme einer neuen Fabrik mit 1.500 MW Produktionskapazität pro Jahr in Xingtai.

Bioenergieaktien

Der dänische Energiekonzern Dong Energy lässt sich eine Biogasanlage mit 6,0 MW Stromerzeugungskapazität von der EnviTec Biogas AG aus Lohne errichten. Gebaut werde die Anlage in Großbritannien. Auftraggeber sei eine Tochtergesellschaft von Dong Energy, teilte EnviTec Biogas mit.

Die KTG Energie AG plant eine Dividende für 2015. Der Biogasanlagenbetreiber aus Hamburg will seinen Aktionären für das Geschäftsjahr 2015 0,46 Euro je Aktie auszahlen. Das gab die Unternehmensführung bekannt. Das wäre die dritte Dividende überhaupt und die dritte Dividendenerhöhung. Gemessen an der Vorjahresdividende ist das ein Anstieg um ein Cent.

Einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 39,5 Prozent verbuchte die BDI Bio Energy AG für das erste Quartal 2016. Zugleich gelang es der Spezialistin für Anlagen zur Herstellung von Biodiesel, den Verlust vor Steuern und Zinsen um 100.000 Euro auf 1,7 Millionen Euro zu senken. Das Marktumfeld für Anlagenbauer in den Segmenten Biodiesel und Biogas sei schwierig, so das Unternehmen aus Grambach bei Linz in Österreich.

Andere Aktien

Trotz eines Umsatzrückgangs ist der Bahntechnikkonzern Vossloh AG im ersten Quartal 2016 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,5 Prozent auf 240,1 Millionen Euro. Das Quartals-EBIT erreichte 2,3 Millionen Euro nach 2,2 Millionen Euro EBIT-Verlust im ersten Quartal 2015. Einerseits habe es Verschiebungen beim Umsatz gegeben. Andererseits hätten die Kosteneffizienzprogramme weiter Wirkung gezeigt, so die Unternehmensführung.

Die auf Waggonvermietung und Schienenlogistik spezialisierte VTG AG hat Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Demnach lag der Umsatz mit 243,8 Millionen Euro 3,1 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Zudem kletterte das EBIT um 0,3 Prozent auf 34,9 Millionen Euro. Dank einer zinsgünstigen Refinanzierung und geringerer Abschreibungen sei unterm Strich eine Verdreifachung des Gewinns je Aktie auf 0,30 Euro erzielt worden, so die VTG-Führung.

Bildhinweis: VTG-Waggons im Einsatz. / Foto: Unternehmen

Die init innovation in traffic AG aus Karlsruhe hat im ersten Quartal 2016 deutlich weniger Umsatz und Gewinn erzielt als im Vergleichszeitraum 2015. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht der Spezialistin für Verkehrstelematik hervor. Demnach fiel der Quartalsumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17,5 Prozent auf 19,4 Millionen Euro. Das EBIT lag mit 899.000 Euro um 23,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Im ersten Quartal 2015 hatte init innovation noch 1,2 Millionen Euro EBIT ausgewiesen. Unter anderem seien 2016 höhere Kosten im operativen Geschäft angefallen, so die Unternehmensführung.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.

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