Windpark mit Turbunen von Vestas. / Quelle: Unternehmen

24.06.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick Umweltaktien

Der DAX ist in der vergangenen Woche um 4,1 Prozent auf 7.789 Punkte gesunken. Um 1,7 Prozent abwärts auf 14.804 Punkte ging es für den US-amerikanischen Dow Jones Index. Einen Kursanstieg um 5,1 Prozent auf 13.362 Punkte verbuchte hingegen der japanische Nikkei. Der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong gab 3,3 Prozent nach: er fiel auf 20.263 Punkte. 4,1 Prozent billiger als in der Vorwoche war das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“. Es kostete 100,80 Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ fiel um 3,1 Prozent auf 6.867 Dollar. Der Kurs des Euro verbilligte sich um 1,6 Prozent auf 1,3121 Dollar.

Windaktien

Mehrere Geschäftserfolge meldete der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems aus Århus. Ein Auftrag zur Lieferung und Installation von 17 Windrädern mit insgesamt 51 Megawatt (MW) Leistungskapazität kam aus Schweden. Auftraggeber sind die schwedische Holmen Energy und der französische Investmentfonds Eurofideme 2. Umgesetzt werde das Projekt in Norrtälje, so Vestas. Zudem unterzeichnete das Unternehmen Verträge zum Verkauf zweier Windparks in Rumänien und Bulgarien. Käufer der beiden laufenden Projekte mit zusammen 84 MW Kapazität sei LUKERG Renew. Der Verkauf werde voraussichtlich in acht Wochen abgewickelt. Dann werde Vestas 126,8 Millionen Euro dafür einstreichen. Außerdem errichten die Dänen derzeit in Deutschland einen Windpark mit 14,3 MW geplanter Leistungskapazität aus vier Turbinen.

Mit der Verlängerung eines Servicevertrages inklusive Garantieleistungen hat die US-Sparte des Windradherstellers Gamesa Corp. Tecnologica einen Rechtsstreit mit einem großen Kunden einvernehmlich beigelegt. Gamesa verständigte sich mit der auf Windenergie spezialisierten australischen Beteiligungsgesellschaft Infigen Energy auf die Erweiterung der Serviceleistungen und Garantien für fünf Windparks in den USA, die zusammen auf 285,7 MW Leistungskapazität aus 180 Windrädern kommen. Die Verträge und Garantien wurden jeweils um 15 Jahre verlängert. Der Einigung war ein Rechtsstreit über einen Sturmschaden bei einer der fünf Windfarmen aus dem Jahr 2009 vorausgegangen. Der Windkraftkonzern mit Hauptsitz im spanischen Zamudio hatte sich geweigert, Schäden an mehreren Turbinen als Garantiefall zu betrachten.

Der US-amerikanische Windkraftzulieferer American Superconductor Inc. (AMSC) aus Devens um Bundesstaat Massachusetts schreibt weiter rote Zahlen. Der Jahresumsatz 2012/2013 (Bilanzstichtag 31. März) kletterte zwar um 14,2 Prozent auf 87,4 Millionen Dollar nach 76,5 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Nettoverlust hat sich auf Jahressicht mehr als halbiert: 66,1 Millionen Dollar Defizit in 2012/2013 stehen in der Bilanz 136,8 Millionen Dollar Nettoverlust für das Vorjahr gegenüber. Das vierte Quartal 2012/2013 beendete der Windkraftzulieferer mit 20,4 Millionen Dollar Umsatz und 19,8 Millionen Dollar Nettoverlust. Gemessen am Vergleichszeitraum des Vorjahres ist das 28,6 Prozent weniger Umsatz und 6,6 Prozent weniger Nettoverlust. Gelungen sei dies auch Dank Einsparungen bei laufenden Kosten, hieß es.

Solaraktien

Der Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology AG befürchtet, das zweite Quartal 2013 mit einem Verlust abschließen zu müssen. Die Unternehmensführung gab bekannt, dass sie gemessen am Vorjahreszeitraum mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 34 Prozent rechnet. Maximal sei von 280 Millionen Euro Umsatz für die Zeit zwischen Anfang April und Ende Juni 2013 auszugehen. Reagieren werde das Unternehmen aus der Nähe von Kassel mit weiteren Entlassungen. Bislang hatte es geheißen, dass 500 der 5.600 Mitarbeiter die Kündigung bekommen sollen. Wie viele weitere Stellen gestrichen werden sollen, ließ SMA Solar noch offen.

Der bisherige Alleinvorstand der Solen AG aus Meppen wird das Photovoltaik-Unternehmen Ende Juni 2013 verlassen. Der Insolvenzverwalter, der Aufsichtsrat und der scheidende Vorstand einigten sich auf eine Vertragsauflösung. Der Rückzug werde auf Kupfers eigenen Wunsch vollzogen, teilte die Unternehmensführung mit. Als Kupfers Nachfolgerin hat der Aufsichtsrat Nadine Hackmann berufen, sie war bisher Geschäftsführerin der Unternehmenssparte Solen Energy GmbH.

Der US-amerikanische Photovoltaik-Konzern First Solar Inc. hat durch die Ausgabe von neuen Aktien rund 430 Millionen Dollar eingesammelt. Das gab das Unternehmen aus Tempe im Bundesstaat Arizona bekannt. Das frische Kapital sei vor allem für das Projektgeschäft, also für die Planung und Entwicklung neuer Solarparks vorgesehen, hieß es.

Zum Ausbau der Geschäftstätigkeiten im Bereich Unterhaltungselektronik und Telekommunikation will die chinesisch-amerikanische Dünnschicht-Photovoltaik-Spezialistin Ascent Solar aus Thornton in Colorado einem privaten Großinvestor aus Asien neue Vorzugsaktien anbieten. Geplant ist, dass der nicht näher benannte Anleger neue Vorzugsaktien im Gegenwert von sechs Millionen Dollar zeichnet. Im Bereich Unterhaltungselektronik und Telekommunikation arbeitet Ascent Solar unter anderem an einem Solar-Akku für das Apple-Iphone. Auch hierfür sollen Teile der neuen Mittel verwendet werden.
Bildnachwies: Präsentation des Ascent Solar-Smartphone-Akku. / Screenshot: ECOrepoer.de

Einen Auftrag aus der Heimat hat der US-amerikanische Solarausrüster Amtech Systems erhalten. Das Unternehmen aus Tempe in Arizona soll eine Anlage zur Beschichtung von Photovoltaik-Modulen liefern. Die Maschine werde die Kapazität haben, Module mit zusammen 100 MW Leistungskapazität zu beschichten, so Amtech. Das Auftragsvolumen liege im zweistelligen Millionenbereich. Geordert habe die Anlage die US-Sparte des koreanischen Solarherstellers Nexolon. Sie ist derzeit im Begriff in San Antonio, Texas, eine Solarfabrik zu errichten.

Eine Verlängerung des Gläubigerschutzes für seine insolvente Europa-Sparte hat der chinesische Solarkonzern Suntech Power Holdings erreicht. Wie der Mutterkonzern mit Hauptsitz in Wuxi mitteilte, wurde dieses zunächst auf zwei Monate befristete Moratorium um ein halbes Jahr verlängert. Laut David King, seit wenigen Monaten Vorstandschef des einst größten Solarherstellers der Welt, hat die Europa-Tochter große Fortschritte bei der Restrukturierung gemacht und könne ihre Geschäfte normal weiterführen. Der Aufschub sei jedoch nötig, damit das Unternehmen sich mit den Gläubigern auf das weitere Vorgehen einigen könne.

Beim Bau eines größeren Freiflächensolarparks in Indien sind Module des chinesischen Herstellers Hanwha SolarOne zum Einsatz gekommen. Hanwha SolarOne war gemeinsam mit dem deutschen Generalunternehmer AIC Project GmbH beauftragt worden, ein Photovoltaik-Kraftwerk mit fünf MW Leistungskapazität in Kadiri, 160 Kilometer entfernt von Bangalore, zu realisieren. Die Anlage ist nach Angaben vom Hanwha Solar innerhalb von zwölf Wochen auf einem acht Hektar großen Areal gebaut und nun in Betrieb genommen worden.

Der chinesische Solarkonzern China Sunergy hat offiziell die ersten Module aus seiner neuen Fabrik in der Türkei ausgeliefert. Die Lieferung umfasse 6,4 MW Leistungskapazität und sei für einen französischen Großkunden bestimmt, hieß es. Neben kristallinen Solarmodulen im Umfang von 300 MW jährlich produziert das Unternehmen aus Nanjing in der neuen türkischen Fabrik auch 100 MW Solarzellen pro Jahr.

Licht und Schatten beim chinesischen Solarhersteller Yingli Green Energy aus Baoding: Zum einen sei ein Vertrag mit den Verantwortlichen der Stadt Qujing und der Region Honghe unterzeichnet worden, der bis 2016 den Bau von Solaranlagen mit 3.000 MW Leistungskapazität in der Provinz Yunnan vorsehe. Zum anderen reagiere die Unternehmensführung unter anderem mit dem Stopp einer Dividendenzahlung auf die neuen vorläufigen Strafzölle für chinesische Photovoltaikprodukte in Europa.

Bioenergieaktien

Mit kontinuierlichem Wachstum will die Biostromspezialistin KTG Energie AG Umsatz und Ergebnis 2014 verbessern. Ziel sei es, den Jahresumsatz von 31,6 Millionen Euro im laufenden Jahr bei einer stabilen EBIT-Marge auf 50 Millionen Euro zu steigern, erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Berger. Der Schlüssel dazu soll der Ausbau des Kraftwerksportfolios im Eigenbetieb sein. Dazu habe die Tochter des Hamburger Landwirtschaftskonzerns KTG Agrar AG jüngst mehrere Biogasanlagen mit zusammen 4,6 MW Leistungskapazität gekauft.

Andere Aktien

Einen Auftrag zur Lieferung von Soft- und Hardware für ein Fahrgastinformationssystem hat die IVU Traffic Technologies AG aus Berlin erhalten. Mehr als 200 Busse des Verkehrsunternehmens Rhenus Veniro GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Moers sollen umgerüstet werden. Bestellt worden sei ein so genanntes ITCS-System, das neben Fahrgastinformationen auch Komponenten zur Betriebslenkung und zum Ticketverkauf beinhalte. Die Aufrüstungsmaßnahme werde mit Finanzmitteln der Landesregierung unterstützt, so die IVU weiter.

Bildnachweis:
Bus einer ÖPNV-Flotte, die von IVU Traffic Technologies umgerüstet werden soll. / Quelle: Unternehmen

Paukenschlag bei der Carmanah Technologies Corporation aus Kanada. Die Führungsmannschaft um CEO Bruce Cousins wurde ausgetauscht. Das gab das auf energieeffiziente Beleuchtungssysteme spezialisierte Unternehmen aus Victoria im Bundesstaat British Columbia bekannt. Außer ihm verlassen auch die Vorstände Cruickshank und Nocente das Board of Directors. Dafür will Großaktionär Michael Sonnenfeldt selbst in das Führungsgremium eintreten.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer "Aktien: Kurse (Link entfernt)“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.



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