Windradflügel von Gamesa. Quelle: Unternehmen

09.12.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Vertriebserfolg für Gamesa in Brasilien – Hiobsbotschaft der S.A.G Solarstrom AG – Ormat baut geothermisches Großkraftwerk in Honduras

Der Dax hat die vergangene Woche mit 2,4 Prozent Kursverlust bei 9.405 Punkten beschlossen. Um 0,4 Prozent auf 16.030 Punkte gefallen ist der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei verlor 0,5 Prozent auf 15.586 Punkte. Um 0,5 Prozent abwärts auf 23.743 Punkte ging es für den Hang Seng Index in Hong Kong. Um 1,5 Prozent verteuerte sich das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“. Es kostete 109,91 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ stieg um 1,1 Prozent auf 7.111 Dollar. Der Euro kletterte um 0,9 Prozent auf 1,3701 Dollar.

Windaktien

Neue Aufträge zur Lieferung von Windrädern nach Brasilien hat der spanische Windkraftkonzern Gamesa Corp. Tecnologica erhalten. Insgesamt seien Windräder mit zusammen 128 Megawatt (MW) Leistungskapazität bestellt worden, die der Projektierer Gestamp Wind zur Errichtung von fünf Windparks geordert habe. Die Auslieferung sei für die zweite Jahreshälfte 2014 vorgesehen, so der Windradhersteller aus Zamudio im Baskenland. Zudem soll Gamesa für Gestamp in der Türkei auch die Windfarm Adares in der Nähe von Izmir mit Anlagen bestücken. Wie die Spanier bekanntgaben, wurden hierfür Windräder mit einer Kapazität von zehn MW bestellt. Die Auslieferung sei für die zweite Jahreshälfte 2014 vorgesehen.

Beim Bau von Windparks in der kanadischen Provinz Nova Scotia setzt die Nordamerika-Tochter des deutschen Grünstromprojektierers juwi auf zwölf Windräder des dänischen Herstellers Vestas. Das Unternehmen aus Århus gab bekannt, juwi Wind Ltd. habe die Windräder mit 24 MW Leistungskapazität bestellt, um diese an fünf Standorten in der Provinz aufzustellen.
Aufgrund anhaltender Proteste der Bevölkerung im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca verzögert sich ein Vestas-Windkraftbauvorhaben mit 396 MW geplanter Kapazität weiter. Die Dänen wollten die Errichtung der Anlagen für ein Finanzierer-Konsortium eigentlich im November abschließen.

Im Norden von Röslau bei Dürnberg und am Fenatsberg bei Rauschensteig will der Projektentwickler ABO Wind AG sieben Windkraftanlagen errichten. Wie das Unternehmen aus Wiesbaden mitteilte, erfolgt dies im Auftrag des fränkischen Kommunalunternehmens (gKU) Oberes Egertal. Die Bürger der Region sollen sich finanziell an den Windkraftanlagen beteiligen können. Dazu erarbeite das gKU Oberes Egertal gemeinsam mit ABO Wind verschiedene Beteiligungsmodelle, hieß es. Unterdessen hat die mit ABO Wind verbundene ABO Invest AG eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Zum Kauf zweier Windparks gab Abo Invest 4,5 Millionen neue Aktien aus und warb so 5,8 Millionen Euro ein.

Solaraktien

Weil bei dem Freiburger Solarunternehmen S.A.G. Solarstrom ein großes Geschäft im Bereich Anlagebau geplatzt ist, erwägt die S.A.G.-Führungsspitze nun, das Segment Anlagebau komplett aufzugeben. Ein fest einkalkuliertes Auftragsbündel zum Bau von Solaranlagen mit dreistelliger MW-Leistungskapazität werde nicht umgesetzt, teilte S.A.G. mit. Hintergrund seien die hohen Gewährleistungsbürgschaften, die mittlerweile vor Projektbeginn von Anlagebauern wie S.A.G. gefordert würden. Diese stünden häufig „in keinem angemessenen Verhältnis mehr zur erzielbaren Marge.“ Als Folge dessen werde das Segment Anlagebau „auf den Prüfstand gestellt.“ Sollte S.AG. sich aus dem Betätigungsfeld Anlagebau zurückzuziehen, würde ein beträchtlicher Teil des bisherigen Kerngeschäfts von S.A.G. Solarstrom wegfallen.

Bildnachweis: Freiflächenanlage von S.A.G. Solarstrom in Tschechien. / Quelle: Unternehmen

Eine Kooperation plant der US-amerikanische Dachsolaranlagen-Projektierer SolarCity mit dem US-Elektrofahrzeughersteller Tesla Motors Inc. Die Batterien der Fahrzeuge sollen künftig in Backup-Energiesystemen und Speicher für Solaranlagen verwendet werden. Die Batterien sollen die SolarCity-Anlagen nach Firmenangaben um 20 Prozent effizienter machen. Dazu will das Photovoltaik-Unternehmen aus San Mateo nach eigenen Angaben ein Pilotprojekt für private Dachanlagen in seinem Heimatbundesstaat Kalifornien starten. Erstes Ziel sei es jedoch, die Tesla-Batterien zunächst großen Kunden wie beispielsweise Industriekonzernen als Energiesystem-Backup anzubieten, kündigte SolarCity an. Tesla-Chef Elon Musk ist zugleich Chairman bei SolarCity.

Laut vorläufiger Berechnungen hat der Photovoltaik-Konzern ReneSola das dritte Quartal 2013 tief in der Verlustzone abgeschlossen. Das Unternehmen aus Jiashan verbuchte nach eigenen Angaben 200,3 Millionen Dollar Nettoverlust nach 78,6 Millionen Defizit im Vorjahreszeitraum. Dabei haben die Chinesen ihren Quartalsumsatz mit 419,2 Millionen Dollar auf Jahressicht nahezu verdoppelt. Allerdings musste das Unternehmen eine hohe Abschreibung auf eine Silizium-Fabrik vornehmen, die es jetzt aus Kostengründen stillgelegt hat.

Eine verbesserte Bilanz für das dritte Quartal 2013 hat China Sunergy vorgelegt. Demnach gelang es dem Konzern aus Nanjing, den Quartalsverlust auf Jahressicht um 41 Prozent auf 13,6 Millionen Dollar zu senken. Dabei fiel der Quartalsumsatz mit 57,1 Millionen Dollar um 1,9 Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum. Hintergrund der Konsolidierung sei die erhöhte Disziplin und Effizienz auf der Ausgabenseite des Unternehmens, hieß es.

Durch die Übernahme eines Solarherstellers will der chinesische Photovoltaikkonzern Trina Solar Ltd. seine Produktionskapazitäten ausbauen. Trina Solar ist nach eigenen Angaben dazu bereit, umgerechnet 45 Millionen Dollar zu investieren, um 51 Prozent der Changzhou NESL Solartech zu übernehmen. Um diese Transaktion zu stemmen hat Trina Solar eine Kooperation mit der Yabang Investment Holding vereinbart, die nach dem Geschäft noch 49 Prozent an NESL Solartech halten werde. Das neue Gemeinschaftsunternehmen soll ab 2014 jährlich Solarmodule mit insgesamt 500 MW herstellen können. Alle drei Unternehmen kommen aus Changzhou.

Einen Erfolg im Projektgeschäft hat der Solarkonzern Yingli Green Energy erzielt. Das Unternehmen aus Baoding unterzeichnete einen Vertrag mit dem chinesischen Projektierer Merchants New Energy. Demnach wird Merchants New Energy Yingli Photovoltaik-Vorhaben mit zusammen 300 MW Leistungskapazität abkaufen, die allesamt in China errichtet werden sollen. Yingli zufolge ist darüber hinaus vereinbart worden, dass die beiden Firmen auch im Ausland gemeinsam Projekte realisieren werden, etwa in Australien, Europa, Japan und Nordamerika.

Der Photovoltaik-Hersteller JinkoSolar aus Shanghai gab die Unterzeichnung eines Vertrages zur Entwicklung einer Freiflächenanlage mit 200 MW geplanter Leistungskapazität bekannt. Der Solarpark werde in der autonomen Region Ningxia im Nordwesten Chinas entstehen, teilte er dazu mit. Vertragspartner seien die Behörden der Stadt Lingwu. Die Gesamtinvestition rund um das Bauvorhaben bezifferte Jinko Solar auf umgerechnet rund 755 Millionen Dollar.

Bioenergieaktien
Die Hamburger Biostromproduzentin KTG Energie AG hat die LaTherm GmbH aus Dortmund übernommen. Die Transaktion sei strategisch wichtig, weil KTG damit Schlüsselpatente für Technologien zur Effizienzsteigerung der Biogasanlagen im Eigenbetrieb erworben habe, so der Vorstand. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Andere Aktien

Ormat Technologies Inc.,  US-amerikanische Spezialistin für geothermische Großkraftwerke, hat ihr Portfolio an Energieanlagen im Eigenbetrieb erweitert. Über eine Tochtergesellschaft hat das Unternehmen aus Reno in Nevada ein geothermisches Kraftwerksprojekt mit bis zu 35 MW Leistungskapazität in Honduras übernommen. Ormat werde 2014 mit Bohrungen beginnen. Im ersten Bauabschnitt werde ein Kraftwerksblock mit 18 MW Kapazität errichtet, hieß es.

Bildnachweis: Die Planung und der Bau Geothermischer Großkraftewerke ist Kerngeschäft von Ormat Technologies. / Bildquelle: Fotolia


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer "Aktien: Kurse (Link entfernt)“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x