19.12.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Vertriebserfolge für Nordex – Solon insolvent – Großauftrag für Vossloh

Der DAX verlor in der vergangenen Woche 4,7 Prozent an Wert. Er schloss am Freitagabend bei 5.702 Punkten. 2,8 Prozent büßte der US-amerikanische Dow Jones Index ein. Er notierte bei 11.864 Punkten. Der japanische Nikkei fiel um 3,5 Prozent auf 8.662 Punkte. Ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um 6,6 Prozent auf 101,56 Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ sank um sechs Prozent auf 7.365 Dollar. Der Eurokurs gab 2,4 Prozent nach und sank auf 1,304 Dollar.

Windaktien

Zum Bau eines Windparks in der italienischen Region Kalabrien soll der Hamburger Windradhersteller Nordex SE zehn Turbinen liefern. Bestellt wurden die Windkraftanlagen von Secia Energia, einer Tochtergesellschaft der Industrie-Unternehmensgruppe Maccaferri. Wie der Windturbinenbauer mitteilte, sind die Anlagen für den Windpark San Biagio bestimmt.
Die französische Tochtergesellschaft des Windenergieanlagenherstellers hat unterdessen vier selbst entwickelte Windparks verkauft. Wie die Muttergesellschaft mitteilte, bestehen die Projekte aus 19 Anlagen mit 47,5 MW Gesamtkapazität. Käufer eines der vier Projekte sei die Allianz Renewable Energy Partners IV Ltd. Dieser Windpark befinde sich in der Region Cher im Zentrum Frankreichs. Die drei anderen Projekte gehen an die BNP Paribas Clean Energy Partners.
Zudem hat der deutsche Windparkbetreiber Boreas vier Anlagen für sein ostfranzösisches Projekt „Coume“ bei Nordex bestellt. Die Hamburger sollen die Turbinen noch in diesem Jahr liefern und ans Netz bringen.


Für einen Windpark im Department Somme hat der französische Projektierer Theolia die Finanzierung gesichert. Wie das Unternehmen aus Aix-en-Provence in Südfrankreich erklärte, soll das Projekt Magremont aus sechs Windrädern mit je 2,5 MW Leistung bestehen. Mit dem Bau der Windfarm sei bereits im September begonnen worden. Über Einzelheiten der Finanzierung machte Theolia keine Angaben.

Der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems hat aus Schweden einen Auftrag über 32 Windkrafträder mit 96 Megawatt (MW) Leistung erhalten. Auftraggeber ist die Stena Renewable AB. Der Auftrag beinhaltet Garantie und Service für 15 Jahre. Die Lieferungen für das Lemnhult Projekt in Vetlanda sollen im August 2012 beginnen und bis April 2013 abgeschlossen sein.


Solaraktien

Der Solarkonzern Solon SE ist pleite. Wie das Berliner Unternehmen mitteilte, sind die Gespräche mit den Gläubigern über die Verlängerung der Kreditlinien und mit potenziellen Investoren gescheitert. Deshalb habe Solon nun einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Solon werde „ die Möglichkeiten zur Restrukturierung im Rahmen des Insolvenzverfahrens nutzen“, hieß es. Weitere Insolvenzanträge seien für die Tochtergesellschaften Solon Photovoltaik GmbH, Solon Nord GmbH und Solon Investments GmbH gestellt worden. Damit ist das Konzept zur Neuordnung der Konzernfinanzierung, an dem der Vorstand seit Monaten arbeitete, gescheitert. Dabei ging es unter anderem darum, die zum Jahresende 2011 fällige Rückzahlung eines 275-Millionen-Euro-Kredits zu gewährleisten.
Bildnachweis: Solaranlage von Solon. / Quelle Unternehmen


Aus Thailand hat die Hamburger Conergy AG einen weiteren Großauftrag erhalten. Der neun MW starke Solarpark in Pak Thong Chai in der Provinz Nakhon Ratchasima rund 250 Kilometer nordöstlich von Bangkok ist bereits Conergys vierter Solarpark in dem fernöstlichen Land.

Die Solar Millennium AG aus Erlangen hat ihre Unternehmensanleihe 8 für Neuzeichnungen vorzeitig geschlossen. Ursprünglich hatte die Spezialistin für solarthermische Kraftwerke damit Kapital für die Finanzierung von Projekten in den USA einsammeln wollen. Diese Pläne stehen nun aber zur Disposition. Solar Millennium will das US-Geschäft verkaufen und kündigte an, für die Anleihe geleistete Zahlungen zurück zu erstatten, denen bisher keine Depoteinbuchung gegenüber stehe.

Großaufträge aus Deutschland und Italien meldete die solarhybrid AG aus Brilon. Auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflughafens in Neubrandenburg projektiert und errichtet die solarhybrid AG einen großen Freiflächensolarpark. Die Photovoltaikanlage mit 150 MW geplanter Leistungskapazität werde auf 700 Hektar Land errichtet und voraussichtlich bis zum Jahresende 2012 ans Stromnetz angeschlossen, teilt das  Solarunternehmen mit. In Italien habe solarhybrid unterdessen mit dem Bau eines 123-MW-Freiflächensolarparks gestartet. Der nun begonnene erste Bauabschnitt des Solarparks Vega mit 39 MW Leistungskapazität werde voraussichtlich bis März 2012 ans Stromnetz angeschlossen, teilte das Solarunternehmen mit.

Seine Prognose für das Gesamtjahr 2011 erneut nach unten revidiert hat der US-Solarkonzern First Solar. Statt wie bisher mit einer Umsatzspanne zwischen drei und 3,3 Milliarden Dollar rechnet der Solarkonzern aus Tempe in Arizona nun nur noch mit 2,8 und 2,9 Milliarden Dollar Umsatz. Entsprechend deutlich schraubte First Solar auch seine Gewinnerwartung zurück. Als Hauptgrund für die erneute Gewinnwarnung führte First Solar anhaltende Verzögerungen im Segment Solarsysteme an. Diese seien wiederum hauptsächlich wetterbedingt. Für 2012 prognostiziert First Solar nunmehr eine Umsatzspanne zwischen 3,7 und vier Millionen Dollar. Im operativen Geschäft seien Erträge von bis zu 450 Millionen Dollar zu erwarten. Als Bandbreite für Neuinvestitionen im Gesamtjahr 2012 gibt der Konzern zwischen 375 und 425 Millionen Dollar an.

Einen Auftrag zur Lieferung von Solarmodulen mit 54 MW Leistungskapazität für Photovoltaikprojekte im US-Bundesstaat Kalifornien meldete die SunPower Corporation. Auftraggeber sei NRG Solar, eine Tochter des US-Energiekonzerns NRG Energy, so das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen San José. Eine erste Tranche Photovoltaik-Komponenten mit 24 MW Leistungskapazität sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden, hieß es. Diese seien für den Solarpark Borrego Solar Project in San Diego bestimmt. Außerdem habe SunPower an seinem Stammsitz mit den Arbeiten an einer Freiflächensolaranlage mit 1,5 MW Leistungskapazität begonnen. Errichtet werde das Sonnenstromkraftwerk auf dem Gelände des Evergreen College.

Auf Photovoltaik-Module von Canadian Solar setzt Siemens bei zwei Projekten in Spanien. Das Unternehmen aus der kanadischen Provinz Ontario liefert nach eigenen Angaben Module mit einer Kapazität von 2,5 MW für zwei Dachanlagen, die Siemens für die Universität Murcia errichtet.

Andere Aktien

Die Verkehrstechnikspezialisten init innovation in traffic systems AG aus Karlsruhe meldete einen Vertriebserfolg. Demnach wurde ihre Tochter init GmbH von der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH (INVG) mit der Installation neuer Hard- und Software für deren Leitzentrale und für Fahrzeuge beauftragt. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf über zwei Millionen Euro.

Der Chemieriese BASF hat beim Werdohler Bahntechnikkonzern Vossloh AG für rund 40 Millionen Euro Lokomotiven bestellt. Sie sollen auf dem Streckenverkehr und im Rangierdienst an den BASF-Standorten Ludwigshafen, Schwarzheide und Antwerpen eingesetzt werden. BASF und Vossloh haben zudem umfangreiche Serviceleistungen vereinbart, darunter auch die gemeinsame Optimierung der Instandhaltungs- und Ersatzteillogistik des Schienenfahrzeugparks.

Bildhinweis: Lok der Vossloh AG. / Quelle: Unternehmen



Die US-amerikanische Wellenkraftspezialistin Ocean Power Technologies hat Zahlen für das zweite Quartal des Rechnungsjahres bis Ende Oktober veröffentlicht. Der Umsatz des Unternehmens aus Pennington im Bundesstaat New Jersey betrug 1,5 Millionen Dollar, der operative Verlust 4 Millionen Dollar. In der Vorjahresperiode waren es 1,9 Millionen Dollar und 5,7 Millionen Dollar. In den ersten sechs Monaten des Rechnungsjahres summierte sich der Umsatz auf 3,4 Millionen Dollar und übertraf damit die Vorjahresperiode, in der 3,2 Millionen Dollar eingenommen wurden. Der operative Verlust betrug in diesem Zeitraum aktuell 9,2 Millionen Dollar im Vergleich zu 12 Millionen Dollar im Vorjahr.

Ein deutlich verbessertes Ergebnis für das vierte Quartal 2011 hat die US-amerikanische Brennstoffzellenspezialistin FuelCell Energy Inc. vorgelegt. Demnach kletterte der Quartalsumsatz auf Jahressicht um 76 Prozent auf 34,7 Millionen US-Dollar. Der Nettoverlust des Berichtszeitraums reduzierte sich im Vergleich zum vierten Quartal 2010 um 43 Prozent von 12,4 auf 7,1 Millionen Dollar. Grund für die Konsolidierung sei erhöhte Nachfrage nach einzelnen größeren Systemlösungen, teilte das Unternehmen mit Sitz in Danbury, Conneticut, mit. Für das Gesamtfiskaljahr 2011, das für FuelCell Energy am 31. Oktober endet, wies das Unternehmen mit 122,6 Millionen Dollar 76 Prozent mehr Umsatz aus als im Vorjahr. Zugleich reduzierte FuelCell Energy den Nettoverlust um 14 Prozent auf 45,9 Millionen Dollar.
Außerdem meldete die Brennstoffzellenspezialistin einen Auftrag aus Spanien. Der spanische Technologiekonzern Abengoa plane, sein Hauptquartier in Sevilla mit einem 300 Kilowatt starken Brennstoffzellen-Kraftwerk auszustatten. Mittelfristig wolle Abengoa bei der Entwicklung eines Biogas-Stromkonverters auf die Brennstoffzellentechnologie von FuelCell Energy setzen.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Opens external link in new windowAktien: Kurse (Link entfernt)“.

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