11.07.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Vertriebserfolge für Vestas – Suntech löst Liefervertrag mit MEMC auf – Gewinnwarnung von Vossloh

Der Dax gab in der vergangenen Woche leicht um 0,2 Prozent auf 7.403 Punkte nach. Um 0,6 Prozent kletterte dagegen der US-amerikanische Dow Jones Index auf 12.657 Punkte. Der japanische Nikkei stieg um 2,7 Prozent auf 10.138 Punkte. Der Preis für eine Tonne Öl der Sorte „Brent Crude Oil“ erhöhte sich um 5,8 Prozent auf 118,20 Dollar. Eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade“ verteuerte sich um 2,4 Prozent auf 9.691 Dollar. Der Euro verbilligte sich um 1,8 Prozent auf 1,425 Dollar.

Windaktien

Einen Auftrag zur Lieferung von 16 Windrädern mit je 1,8 Megawatt (MW) Leistung nach Mexiko hat der dänische Hersteller Vestas Wind Systems erhalten. Auftraggeber ist die Projektgesellschaft REM Generación Electrica Mexicana. Die Auslieferung soll im November beginnen.
Mit der schwedischen Eolus Vind AB hat Vestas einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Windkraftanlagen mit 180 MW abgeschlossen. Konkrete Liefervereinbarungen gebe es noch nicht, so der weltweit größte Windturbinenbauer.
Einen Auftrag zur Lieferung von 30 Windrädern mit je zwei MW Leistung nach Brasilien hat Vestas von Alantic Energias Renováveis S.A. erhalten. Die Order mit einer Gesamtleistung von 60 MW ist für zwei Windparks in der Region Rio Grande du Norte im Norden des Landes bestimmt. Die Lieferung soll im vierten Quartal 2012 beginnen und bis zum Ablauf des dritten Quartals 2013 abgeschlossen werden.

Gemeinsam mit der ebenfalls spanischen Iberdrola S.A. errichtet der Windturbinenhersteller Gamesa einen Windpark in Honduras. Wie Gamesa  mitteilte, wurde bereits die erste Windturbine des 300-Millionen-Dollar Projets in Cerro de Hula 24 Kilometer südlich der Stadt Tegucigalpa in Honduras errichtet. Innerhalb von 18 Monaten würden 50 weitere Windräder mit je 2 MW Leistung installiert. Gamesa soll die Windräder für das Großprojekt nicht nur liefern, sondern auch errichten und ans Stromnetz anschließen. Auftraggeber des Windparks ist die Mesoamérica Energy.

Einen Vertrag über die Lieferung von Windkraftanlagen mit insgesamt einem Gigawatt Leistung haben die irische Mainstream Renewable Power und der chinesische Hersteller Sinovel Wind Group abgeschlossen. Verabredet wurde, dass Sinovel in den kommenden fünf Jahren die Windräder liefert und Mainstream die Windparks projektiert.

Solaraktien

Die vorzeitige Verlängerung eines Konsortialkredits in Höhe von 150 Millionen Euro hat die Phoenix Solar AG gemeldet. Der ursprünglich im November 2008 abgeschlossene Kredit eines nicht näher benannten Bankenkonsortiums sei nun bis November 2012 verlängert worden, hieß es in einer Mitteilung des Photovoltaiksystemehauses aus Sulzemoos bei München. Die Mittel seien unter anderem zur Finanzierung des Umlaufvermögens der Phoenix Solar AG bestimmt.

Der Thalheimer Solarkonzern Q-Cells SE soll Solarmodule mit einer Kapazität von zehn MW in die kanadische Provinz Ontario liefern. Dort entsteht derzeit in Sault Ste. Marie ein 60 MW-Solarpark im Auftrag des Finanzinvestors Starwood Energy Group Global, LLC. Die Anlage soll Ende 2011 in Betrieb gehen wird von der US-Tochter des deutschen Solarkonzerns realisiert.

Über die Platzierung einer Anleihe hat der Solarkonzern SolarWorld AG 150 Millionen Euro eingeworben. Dieses frische Kapital wolle das Bonner Unternehmen für weiteres internationales Wachstum verwenden, erklärte Finanzvorstand Philipp Koecke.

Die Wacker Chemie AG hat ihr Geschäft mit silicon-basierten Trennmitteln zur Produktion von Reifen an die Rhein Chemie Rheinau GmbH verkauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Rhein Chemie, eine Tochtergesellschaft der Lanxess AG, übernimmt im Rahmen dieser Vereinbarung die Rechte an den entsprechenden Produktrezepturen sowie die bestehenden Kundenverträge und Vorräte für diese Geschäftsaktivität. Wacker soll darüber hinaus Rhein Chemie unter anderem mit den erforderlichen Siliconrohstoffen beliefern. Der Zularzulieferer hatte im Geschäftsjahr 2010 mit Reifentrennmitteln einen Umsatz im mittleren einstelligen Millionenbereich erzielt.

Der chinesische Solarkonzern Suntech Power Holdings stellt seine Versorgung mit Siliziumwafern um. Wie das Unternehmen aus Wuxi mitteilte, hat es seinen langfristigen Liefervertrag mit der US-amerikanischen MEMC Electronic Materials aufgelöst. Der war 2006 abgeschlossen worden und hätte Suntech verpflichtet, bis 2016 von MEMC weitere Wafer im Umfang von 4,6 Gigawatt zu beziehen. Die Chinesen wollen nun ihre eigene Waferproduktion ausbauen und erhoffen sich von der Vertragsauflösung Einsparungen im Umfang von über 400 Millionen US-Dollar.
Im Gegenzug soll MEMC Vorauszahlungen von Suntech im Wert von 53 Millionen Dollar einbehalten und eine weitere Kompensation im Umfang von 67 Millionen Dollar erhalten. Inklusive Abschreibungen und weiteren Transaktionen verursacht die Vertragsauflösung für die Chinesen nach deren Angaben Gesamtkosten in Höhe von 212 Millionen Dollar.

Bildhinweis: Silizium ist der wichtigste Rohstoff für die Produktion von Solarzellen. / Quelle: PVA Tepla


MEMC Singapore, eine Tochter der US-amerikanischen MEMC Electronic Materials, will gemeinsam mit dem koreanischen Solarausrüster Jusung Engineering eine Solarzellenproduktion aufbauen. An dem Joint Venture sollen beide Partner je 50 Prozent der Anteile halten. Verabredet wurde, dass das Gemeinschaftsunternehmen bereits im ersten Halbjahr 2012 eine Produktionskapazität von 100 MW erreicht. Beide Partner wollen jeweils 16 Millionen Dollar investieren und erhoffen sich Kostenvorteile durch die Zusammenarbeit.

Der US-Wechselrichterhersteller Satcon hat im zweiten Quartal voraussichtlich nur einen Umsatz von 45 bis 47 Millionen Dollar erreicht. Prognostiziert hatte das Unternehmen aus Boston 50 bis 60 Millionen Dollar Umsatz. Satcon kündigte eine Restrukturierung und die Streichung von15 Prozent der Arbeitsplätze an. Damit sollen fünf Millionen Dollar pro Jahr eingespart werden. Weitere Einsparungen würden durch die Ausgabe von Anleihen im Wert von 15 Millionen Dollar erreicht, so das Unternehmen.

Zwei Order aus Asien für Technologie zur Herstellung von Solarsilizium im Wert von 81,7 Millionen US-Dollar hat der US-Solarzulieferer GT Solar International erhalten. Es handle sich um zwei neue Kunden, teilte das Unternehmen mit Sitz in Merrimack, New Hampshire mit. Näheres zu den Geschäftspartnern gab GT Solar nicht bekannt.
Die Übernahme des Silizium-Wafer-Herstellers Silver Age Holdings hat die chinesische JA Solar bekannt gegeben. Den Kaufpreis bezifferte der Solarkonzern aus Shanghai mit 180 Millionen Dollar. Mit der Übernahme des Wafer-Herstellers könne er die Produktionskapazität in diesem Bereich auf 785 MW steigern. Finanziert werde der Kauf aus den Mitteln einer Kapitalerhöhung. Geplant sei die Ausgabe von 30,9 Millionen neuer Aktien am US-Markt. Bislang war JA Solar-Chairman Baofang Jin Hauptaktionär der Silver Age Holdings Ltd.

Andere Aktien

Die Vossloh AG aus Werdohl hat die Gewinnprognose für 2011 zurückgenommen. Wie der Bahntechnikkonzern mitteilte, führen „externe Faktoren in Auslandsmärkten“ dazu, dass seine Prognose für das Gesamtjahr nicht mehr erfüllt werden kann. Als Hauptgrund nennt der Konzern deutlich verzögerte Produktabrufe aus China. Wechsel an der Spitze des chinesischen Eisenbahnministeriums hätten dazu geführt, dass sich eine Reihe von Projekten verzögere, für die bei Vossloh Ausrüstung geordert worden sei. Zudem verzögerten sich auch in Russland die Bestellungen von Schienenbefestigungen. Dies wiederum sei auf „technische Probleme anderer Projektbeteiligter“ zurückzuführen. Zudem bleibe die Geschäftsentwicklung in Teilen Südeuropas hinter den Erwartungen zurück.
Der Bahntechnikkonzern erwartet für das Geschäftsjahr 2011 Umsätze von bis zu 1,25 Milliarden Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 120 und 130 Millionen Euro. Noch vor wenigen Wochen war Vossloh von rund 1,4 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 160 Millionen Euro EBIT ausgegangen.

Bildhinweis: Schienenbefestigungssystem von Vossloh. / Quelle: Unternehmen

Der Baustoffhersteller Sto AG hat die tschechische Stomix spol. s.r.o. übernommen. Mit dem Zukauf der Produzentin von mineralischen Wärmedämmverbundsystemen mit Sitz in Zulova habe die Sto AG auch sechs Tochterunternehmen der Stomix sowie zwei Produktionsstätten erworben, teilte das Unternehmen aus Stühlingen mit. Die neue Tochter beschäftige 258 Mitarbeiter und werde im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich 20 Millionen Euro Umsatz erzielen.

Über eine im tschechischen Planá ansässige Tochterfirma vertreibt die Gelsenkirchener Masterflex AG ihre Produkte ab sofort in Tschechien und der Slowakei. Bislang sei die Masterflex ?esko s.r.o lediglich als Produktionsstätte genutzt worden, teilte die Spezialistin für Schlauchsysteme mit. Aktuell ist die Masterflex AG nach eigenen Angaben mit acht verschiedenen Tochtergesellschaften außerhalb Deutschlands aktiv, darunter in Russland und in Brasilien.

Der Nettoauftragseingang der Helma Eigenheimbau AG ist in den ersten sechs Monaten 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 Prozent gestiegen. Laut der Spezialistin für Massivhäuser und nachhaltige Energiekonzepte aus Lerthe belief sich der Auftragseingang auf 53,7 Millionen Euro. Verantwortlich für den Zuwachs sei im Wesentlichen das Projektgeschäft der Helma Wohnungsbau GmbH. Weitere Details zur Bilanzentwicklung im ersten Halbjahr 2011 nannte Helma noch nicht. Die im März 2011 getroffene Prognose für das Gesamtjahr 2011 bestätigte das Unternehmen indes. Es sei weiterhin davon auszugehen, dass Helma 100 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften werde. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet der Unternehmensvorstand  einen weiteren Umsatzanstieg um 25 Prozent auf 125 Millionen Euro.

Die Heliocentris Energy Solutions AG, Spezialistin für umweltfreundliche Energiespeicherlösungen aus Berlin, hat einen Vertriebserfolg ihrer Tochtergesellschaft P21 gemeldet. Sie hatte das Unternehmen erst vor kurzem übernommen. Wie mitgeteilt wird, soll P21 die Überwachung und Datenerfassung im Rahmen einer wissenschaftlichen Photovoltaik-System-Testplattform des Kuwait Institute for Scientific Research (KISR) übernehmen. Auftraggeber sei Life Energy aus Kuwait, die sich erst kürzlich als strategischer Partner an Heliocentris beteiligt hat.

Der Auftragsbestand der Wassertechnikspezialistin Hydrotec AG ist auf 5,2 Millionen angewachsen. Wie das Unternehmen aus Rehau mitteilte, lagen ihm zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres lediglich Aufträge im Wert von 600.000 Euro vor. Insgesamt seien seit dem Ende des zweiten Quartals am 31. Mai Bestellungen im Wert von 3,8 Millionen Euro eingetroffen.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Opens external link in new windowAktien: Kurse (Link entfernt)“.

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