Bauarbeiten an einem Windpark von Futuren. Der Windkraftprojektierer aus Frankreich hat eine weitere Windfarm gestartet. / Foto: Futuren

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Vestas beliefert Windparks in China und Deutschland – SMA Solar Technology AG steigert Gewinn – Geschäftserfolg für Ballard Power Systems

Im Wochenverlauf legte der Dax zu und notierte am Freitagmittag mit 11.821 Punkten um 1,7 Prozent höher als vor einer Woche. Der amerikanische Dow Jones Index überschritt erstmals die 20.000er-Marke: Er sprang in dieser Woche um 1,9 Prozent auf 20.120 Punkte. Auch der japanische Nikkei-Index legte zu, um 1,2 Prozent auf 19.502 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index gewann 1,9 Prozent hinzu und notierte bei 23.360 Punkten. Aufwärts ging es ebenfalls beim Ölpreis: Ein Barrel Öl der Sorte Brent kostete zum Ende der Woche 55,55 Dollar und damit 1,5 Prozent mehr als vergangenen Freitag. Der Goldpreis fiel hingegen um 1,3 Prozent auf 1183,86 Dollar je Unze. Der Euro kostete 1,0684 Dollar und damit 0,5 Prozent mehr als zum Ende der Vorwoche. 





Windaktien

Der Windkraftanlagen-Hersteller Vestas aus Dänemark hat einen Großauftrag aus China erhalten. Die Dänen sollen Windräder mit einer Gesamtleistung von 110 Megawatt (MW) für ein nicht näher benanntes Projekt liefern. Auch der Name des Kunden und die Windrad-Typen blieben auf Wunsch des Auftraggebers geheim. Die Auslieferung und Inbetriebnahme der Windkraftanlagen soll Mitte 2017 erfolgen.
Vestas punktete außerdem in Deutschland: Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) hat für das Windkraftwerk Langenburg in Baden-Württemberg insgesamt zwölf Vestas-Anlagen bestellt. Der Auftrag umfasst auch die Lieferung und Inbetriebnahme der Windräder, sie werden voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2017 beginnen, teilte Vestas mit.

Der indische Windkraftanlagen-Hersteller Suzlon hat einen Auftrag für Windkraftanlagen mit rund 50 MW Leistung von einem namentlich nicht genannten Energieversorger aus Indien erhalten. Die Windräder sind für ein Projekt im Distrikt Kutch im westindischen Bundesstaat Gujarat bestimmt, das im März 2017 fertiggestellt werden soll. Suzlon wird auch 14 Jahre lang die Serviceleistungen für den Windpark übernehmen.

Der Aufsichtsrat der wind 7 AG hat einen neuen Vorstand bestellt. Die Windkraftspezialistin aus Eckernförde wird den Vorstand zum 1. März 2017 um Gotthard Georg Sonneborn erweitern. Der 59-jährige Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik wird insbesondere für das operative Geschäft in den Bereichen Betriebsführung, Datenfernüberwachung und Stromproduktion zuständig sein. Der bisherige Alleinvorstand Veit-Gunnar Schüttrumpf soll sich zukünftig auf die operativen Bereiche Service (StiegeWind) und Versicherungen (North Cura) konzentrieren. Mit Gotthard Georg Sonneborn als weiterem Vorstand trage man der Neuausrichtung der wind 7-Gruppe und dem starken Wachstum des Servicegeschäftes der letzten Jahre Rechnung, hieß es.

Die Futuren SA, französische Betreiberin von Windkraftanlagen aus Aix-en-Provence, hat ihren Windpark Les Monts in Betrieb genommen. Damit wurde die Leistung ihres französischen Windportfolios im Eigenbestand auf 159 MW gesteigert. Der jetzt fertig gestellte Windpark befindet sich im Départment Aube im Nordosten Frankreichs und hat eine Leistung von 13,2 MW. Damit habe Futuren insgesamt weltweit 746 MW an Windkraftanlagen installiert, erklärte das Unternehmen aus Aix En Provence.


Pattern Energy hat Details zur Ausgabe von Wertpapieren im Umfang von 350 Millionen Dollar bekannt gegeben. Die Rendite bis zur Fälligkeit der Anleihen beträgt demnach 5,875 Prozent. Das Windkraftunternehmen aus Kalifornien teilte mit, das Angebot werde voraussichtlich am 25. Januar 2017 geschlossen. Über die sogenannten Senior Notes (Schuldverschreibungen) soll bei institutionellen Anlegern und ausgewählten und „Nicht-US-Staatsbürgern“ Kapital eingesammelt werden.




Solaraktien

Mehrere asiatische Kunden des Solarausrüsters Meyer Burger haben Produktionstechnik für die Herstellung von Solarwafern und Solarzellen bestellt. Wie das Unternehmen aus Thun in der Schweiz mitteilt, hatten drei Bestellungen zusammen ein Auftragsvolumen von 19 Millionen Schweizer Franken (CHF). Die drei ungenannten Kunden aus Asien wollten damit Solarmodule effizienter fertigen. Außerdem gab es zwei Order im Gesamtwert von rund 18 Millionen CHF von zwei weiteren namentlich nicht genannten asiatischen Kunden. Damit gingen seit Jahresbeginn bei den Schweizern Aufträge im Wert von insgesamt 62 Millionen CHF ein.

Die Phoenix Solar AG hat einen Auftrag von der Robinsons Land Corporation (RLC) auf den Philippinen erhalten: Das bayrische Solarunternehmen soll dort vier Solar-Dachanlagen errichten, davon drei auf RLC-Shoppingcentern. Die Nennleistung der Photovoltaik-Systeme beträgt insgesamt 3,04 MW. Phoenix Solar Philippines plant, beschafft und errichtet die Aufdach-Solaranlagen, die Fertigstellung ist für Ende Juni 2017 geplant.

Der Aufsichtsrat von Singulus Technologies AG hat den Vertrag mit Vorstandschef Stefan Rinck verlängert. Wie der kriselnde Solarausrüster Kahl am Main bekannt gab, wurde Rinck für weitere fünf Jahre ernannt. Der Diplom-Ingenieur ist seit September 2009 Vorstandsmitglied und seit April 2010 Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.

Ein Großaktionär hat ein vollständiges Übernahmeangebot für den Vakuumpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum Technology AG vorgelegt: Die Busch-Gruppe aus dem Schwarzwald bietet je Pfeiffer-Aktie 96,20 Euro. Damit wird der Solarzulieferer mit rund 949 Millionen Euro bewertet. Die Pfeiffer-Aktionäre erhalten damit einen Aufschlag von rund zwölf Prozent auf den volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurs der Aktien vor der Ankündigung des Angebots. Vor dem Gebot hielt die Busch-Gruppe bereits knapp 30 Prozent an Pfeiffer Vacuum.


Trotz eines Umsatzeinbruchs hat die SMA Solar Technology AG aus Niestetal in Nordhessen den operativen Gewinn in 2016 gesteigert. Der Hersteller von Wechselrichtern für Solaranlagen hat seine vorläufigen Jahreszahlen und die Prognose für 2017 veröffentlicht.



Trotz eines unerwartet hohen Rückgangs der durchschnittlichen Verkaufspreise um fast 20 Prozent wurde das das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf ca. 65 Millionen Euro (pro-forma 2015: 43,3 Millionen Euro) deutlich gesteigert. Es wurde ein Umsatz von mehr als 940 Millionen Euro erwirtschaftet (pro-forma 2015: 981,8 Millionen Euro).  Für 2017 erwartet der Vorstand einen Rückgang beim Umsatz und beim Gewinn. erzielte 2016 mit einer verkauften Wechselrichter-Leistung von mehr als 8 GW einen Absatzrekord (2015: 7,3 GW). Allein in Indien konnte der Hersteller Photovoltaik-Wechselrichter mit mehr als einem GW Gesamtleistung absetzen, das entspricht einem Marktanteil von rund 26 Prozent.

Solarpark mit Wechselrichtern von SMA: Der Hersteller konnte 2016 unter anderem in Indien viele Umsätze erzielten. / Foto: SMA Solar Technology AG

Die Manz AG hat Großaufträge mit einer Gesamtkapazität von 350 MW erhalten und beginnt eine strategische Zusammenarbeit mit zwei Energieunternehmen aus China. Der Solarausrüster aus Reutlingen kooperiert mit der Shanghai Electric Group und der Shenhua Group im Bereich der Dünnschicht-Solartechnologie. Bei den zwei Großaufträgen handelt es sich um eine Produktionslinie mit 306 MW Kapazität sowie um eine Forschungslinie mit einer Kapazität von 44 MW. Erstere wurde von einem neu gegründeten Forschungs-Joint-Venture bestellt, der zweite Auftrag wurde von einem neu gegründeten Modul-Joint-Venture verbundener Tochtergesellschaften der Shenhua Group und Shanghai Electric erteilt. Die Installation soll 2017 beginnen und im Folgejahr 2018 abgeschlossen sein.

Vivint Solar, Spezialistin für Aufdach-Solaranlagen, hat die Geschäfte auf New Hampshire erweitert und ist damit nun in 15 US-Bundesstaaten aktiv. Wie der Solarprojektierer mitteilte, sei New Hampshire ein wachsender Markt: In den kommenden fünf Jahren werde der Bundesstaat mehr als elfmal so viele Solaranlagen zubauen, als in den vergangenen fünf Jahren installiert wurden.

Canadian Solar punktete erneut Solarprojektgeschäft: Eine US-Tochter des kanadischen Solarunternehmens hat einen 20-jährigen Stromabnahmevertrag mit dem kommunalen Versorger Sacramento Municipal Utility District vereinbart. Der Projektentwickler Recurrent Energy wird den Strom aus einem 60-MW-Solarpark liefern, der ab Mitte des Jahres in Fresno County (Kalifornien) errichtet werden soll. 2018 soll die Anlage ans Netz gehen.
Außerdem hat Canadian Solar Solarmodule für ein Projekt in Delfzijl in den Niederlanden geliefert. Das Photovoltaik-Kraftwerk des deutschen Projektierers Wirsol wurde am 19. Januar in Betrieb genommen und hat eine Gesamtleistung von 30 MW.

Der Solarparkbetreiber 8point3 Energy Partners aus Kalifornien hat seinen Geschäftsbericht für das vierte Quartal 2016 und das Gesamtjahr veröffentlicht. Das Unternehmen, dessen Großaktionäre die US-Solarkonzerne SunPower und First Solar sind, erzielte demnach 2016 einen Umsatz in Höhe von 61,198 Millionen Dollar (Vorjahr: 10,660 Millionen Dollar). Der Nettogewinn betrug 12,910 Millionen Dollar, gegenüber einem Verlust von 3,916 Millionen Dollar im Vorjahr. Damit stieg der Gewinn pro Aktie von 18,726 Dollar in 2015 auf 27,101 Dollar in 2016. Dabei muss berücksichtigt werden, dass das Geschäftsjahr 2015 um einen Monat verkürzt war.

Die kriselnde ReneSola hat sich einen finanzstarken Partner an die Seite geholt. Wie der chinesische Solarkonzern mitteilt, will die China Resources Group künftig Solarparks von ReneSola finanzieren und hat dazu eine strategische Partnerschaft vereinbart. Demnach will der staatseigene Mischkonzern, eines der größten Unternehmen in China, künftig mit jährlichen Darlehen in Höhe von mindestens einer Milliarde Rinminbi das Projektgeschäft von ReneSola unterstützen. Das sind umgerechnet rund 145 Millionen Dollar.

Firmenchef Victor Lee hat seine Beteiligung an der Dünnschichtphotovoltaik-Spezialistin Ascent Solar Technologies erhöht. Über die Tertius Financial Group (TFG) aus Singapur, an der Lee aktuell 50 Prozent hält, übernimmt Lee etwa 333,33 Millionen Stammaktien von Ascent Solar. Im Gegenzug annulliert TFG Schuldscheine in Höhe von 600.000 Dollar zuzüglich Zinsen, die am 6. Dezember 2016 von Ascent Solar an die TFG ausgegeben wurden. Das neue Eigentumsrecht der TFG an Ascent Solar beträgt den Angaben zufolge rund 24 Prozent der Stammaktien.

JinkoSolar liefert Solarmodule für eine Aufdach-Anlage in Australien. Der chinesische Solarkonzern versorgt ein Photovoltaik-Projekt an der University of New South Wales. Über die Gesamtleistung wurden keine Angaben gemacht.

Der Solarkonzern Hanwha Q Cells aus Südkorea hat einen 317,1 Millionen Dollar schweren Deal mit einem US-Energieversorger bekannt gegeben. Das US-amerikanische Unternehmen Florida Power & Light Company (FPL) hat Solarmodule bestellt, die Hanwha zufolge noch in diesem Jahr geliefert werden sollen. Eine Angabe zur Gesamtleistung der Module wurde nicht gemacht.


Der Solarausrüster Amtech Systems aus Arizona hat starke Vertriebszahlen für das laufende Geschäftsjahr 2017 veröffentlicht: Demnach hat das Unternehmen am Stichtag 20. Januar 2017 bei seinen Aufträgen im Solarbereich bereits die 60-Millionen-Dollar-Marke erreicht. Vor allem aus Asien war die Nachfrage seit Ende September hoch, große Order kamen aus China, Malaysia und Taiwan. Zum Vergleich: Amtech hatte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016, das am 30. September 2016 endete, neue Solaraufträge in Höhe von lediglich 11,8 Millionen Dollar erhalten und im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016 einen Auftragseingang von 28 Millionen Dollar erzielt. Die Mehrheit der Bestellungen soll in den kommenden sechs Monaten ausgeliefert werden.






Andere Aktien

Ballard Power Systems aus Kanada meldet einen weiteren Geschäftserfolg in China. Das Unternehmen soll einen Hersteller von Elektro-Bussen mit Brennstoffzellen-Technik ausstatten. Die Zhuhai Yinlong Energy Gruppe aus Zhuhai in der Provinz Guangdong wolle nun auch Elektro-Busse mit einem solchen Antrieb bauen und habe zehn Systeme mit der Technologie geordert. Ballard Power Systems werde diese im Laufe des Jahres an den Neukunden ausliefern. Die fertigen Elektro-Busse sollen in Peking zum Einsatz kommen. Protonex, eine Tochtergesellschaft von Ballard Power Systems, hat Aussicht auf neue Exportaufträge aus dem Militärbereich. Wie die Brennstoffzellen-Spezialistin aus Kanada mitteilte, habe Protonex eine Klassifikation von der US-Regierung erhalten. Damit dürfen Brennstoffzellen-Produkte an militärische Verbündete und kommerzielle Kunden im Ausland verkauft werden, ohne dass eine Exportlizenz benötigt wird.

Bus mit Brennstoffzellen-Technologie von Ballard Power Systems: In China winken weitere Großaufträge. / Foto: Unternehmen

Hain Celestial hat ein Gemeinschaftsunternehmen in Indien gegründet: Wie der US-Biolebensmittelhändler vermeldete, habe das strategische Joint Venture zwischen Future Consumer Limited (FCL) und Hain Tilda India Private Limited das Ziel, gemeinsam Lebensmittel-Marketing und Produktentwicklung in Indien zu betreiben. FCL gehört zur Future Group, einem indischen Einzelhandelspionier, der hochwertige Konsumgüter für die nächste Generation der indischen Verbraucher aufbauen will. 

TerraForm Global und TerraForm Power, zwei US-Betreibergesellschaften von Erneuerbare-Energien-Anlagen, haben eine Exklusivvereinbarung mit dem kanadischen Vermögensverwalter Brookfield Asset Management abgeschlossen. Demnach verhandeln beide über eine „potenzielle Verbindung der Geschäfte“ innerhalb einer festen Frist ausschließlich mit Brookfield. TerraForm Global und TerraForm Power sind Betreibergesellschaften (YieldCos) des insolventen Ökostromriesen SunEdison. Den Vorschlägen zufolge würde Brookfield entweder 100 Prozent der Anteile der TerraForm-Unternehmen übernehmen, oder aber SunEdison als Finanzier ersetzen.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.

Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x