Windrad von Vestas. Der Konzern hat einen neuen Großauftrag erhalten. / Foto: Unternehmen

17.08.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Vestas ergattert Windkraft-Großauftrag aus USA – JA Solar schafft Gewinnsprung – Vorstandswechsel bei Capital Stage

4,4 Prozent Kursverlust brachten den deutschen Leitindex DAX im Verlauf der vergangenen Woche unter die 11.000-Punkte Marke. Er notierte am Freitagabend bei 10.985 Punkten. Der US-amerikanische Dow Jones Index legte 0,5 Prozent zu und erreichte 17.473 Punkte. Um 0,3 Prozent abwärts auf 20.583 Punkte ging es für den japanischen Nikkei. Der chinesische Hang Seng Index verschlechterte sich um 2,3 Prozent auf 23.991 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte Brent Crude verbilligte sich um 0,9 Prozent auf 48,75 Euro. Um 0,2 Prozent aufwärts auf 5.170 Dollar ging es für die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“. Der Euro kletterte um 1,3 Prozent auf 1,1104 Dollar.


Windaktien

Zum Bau eines Windparks in den USA mit 100 Megawatt (MW) Gesamtkapazität soll Vestas Wind Systems 50 Windräder liefern. Zusätzlich zu Lieferung und Installation sei Vestas auch mit einem Servicevertrag mit fünfjähriger Laufzeit beauftragt worden, hieß es. Angaben zum Kunden oder zum konkreten Projekt machte das Unternehmen aus Århus nicht.


Dank des Verkaufs seiner kompletten Großbritanniensparte hat der Windkraftprojektier PNE Wind AG im ersten Halbjahr 2015 trotz eines Umsatzeinbruchs beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) mehr Gewinn erzielt als in der ersten Vorjahreshälfte. Einerseits sank der Halbjahresumsatz um 39,3 Prozent auf 71,9 Millionen Euro. Andererseits kletterte das EBIT auf 24 Millionen Euro nach 2,8 Millionen Euro EBIT im ersten Halbjahr 2013. Im zweiten Quartal 2015 erzielte die PNE Wind AG 30 Millionen Euro EBIT nach 3,6 Millionen Euro EBIT im Vorjahresquartal. Der Quartalsumsatz lag dagegen mit 56,7 Millionen Euro 33,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das geht aus der Bilanz der PNE Wind AG aus Cuxhaven hervor.


Solaraktien

Positive Sondereffekte haben den Solarausrüster centrotherm photovoltaics AG zurück in die Gewinnzone gebracht. Das Unternehmen aus Blaubeuren steigerte den Umsatz im Vergleich zur Vorjahreshälfte um 10,1 Prozent auf 86 Millionen Euro. Das EBIT stieg auf 10,6 Millionen Euro, nachdem in der Vorjahreshälfte noch ein EBIT-Verlust von 200.000 Euro angefallen war. Grund dafür sei die Endabrechnung eines älteren Auftrags, der nun bilanzwirksam geworden sei, hieß es.


Trotz eines Umsatzrückgangs um 13,4 Prozent auf 33,5 Millionen Euro hat der Solarausrüster PVA TePla weniger in der ersten Jahreshälfte 2015 weniger EBIT-Verlust eingefahren als im Vorjahreszeitraum. Dieser hat sich im Vergleich zur Vorjahreshälfte deutlich mehr als halbiert. Er lag bei zwei Millionen Euro. Zugleich sei es gelungen, mehr den Auftragseingang deutlich zu steigern, teilte die Unternehmensführung mit. Aufgrund von Umstellungen im Betriebsablauf durch die laufende Neuorganisation seien die Kapazitäten nicht ausgelastet gewesen, erklärte das Unternehmen.


Der norwegische Solarhersteller REC Solar ASA hat sich vom Börsenhandel verabschiedet. Hintergrund des Abschieds ist die Übernahme durch die chinesische Elkem Group. Die REC-Aktie ging zum Ende der vergangenen Woche aus dem Handel.


Der Photovoltaikleuchten-Hersteller Carmanah Technologies Inc. aus British Columbia in Kanada hat das erste Halbjahr 2015 mit knapp 27 Millionen Dollar Umsatz und 10,3 Millionen Dollar Nettogewinn beendet. Gemessen am Ergebnis der Vorjahreshälfte bedeutet das einen Umsatzsprung um 49,2 Prozent sowie eine Vervielfachung des Nettogewinns um den Faktor 20.


Die Pläne zum Bau einer neuen Fabrik zur Herstellung von Dünnschicht-Solartechnik in China hat der US-Hersteller Ascent Solar verworfen. Vielfältige technische Probleme hätten den Bau der Solarfabrik bislang verhindert, teilte das Unternehmen aus Thornton in Colorado der US-Börsenaufsicht mit. Demnach hatten die Amerikaner bislang 230.000 Dollar in das Gemeinschaftsprojekt mit chinesischen Partnern investiert.


Beim Bau zweier großer Solarparks auf den Philippinen und in Indien mit zusammen 78,6 MW Gesamtkapazität soll Technik von Hanwha Q Cells Co. Ltd. zum Einsatz kommen. Das kleinere der beiden Bauvorhaben soll laut dem Hanwha koreanischen Solarkonzern auf 28,6 MW Leistungskapazität kommen und auf einer der Hauptinseln der Philippinen realisiert werden. Vertragspartner sei der belgische Ökostromprojektierer Enfinity. Zudem gründeten die Koreaner ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem indischen Energieunternehmen Azure Power, das einen Solarpark mit 50 MW Kapazität im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh errichten werde.


Dank guter Geschäfte in seiner chinesischen Heimat hat der Photovoltaikhersteller JA Solar den Nettogewinn der ersten Jahreshälfte um 45,6 Prozent auf 27,6 Millionen Dollar steigern können. Dabei kletterte der Halbjahresumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,8 Prozent auf 824,4 Millionen Dollar. Für das zweite Quartal 2015 verbuchte JA Solar auf Jahressicht einen Umsatzanstieg um 11,8 Prozent auf 436,8 Millionen Dollar. Der Nettogewinn des zweiten Quartals lag mit 21,9 Millionen Dollar beinahe viermal höher als im Vorjahresquartal. Mit verantwortlich für diese Entwicklung war der deutlich gesteigerte Absatz im zweiten Quartal. Das gaben die Chinesen bekannt.

Bild: Einblick in die Produktion von JA Solar. / Foto: Unternehmen


Bioenergieaktien

Die auf den Bau von Biodieselproduktionsanlagen spezialisierte BDI BioEnergy International AG hat im ersten Halbjahr 2015 mit 11,7 Millionen Euro 36 Prozent mehr Umsatz erzielt als in der Vorjahreshälfte. Dennoch stieg auch der EBIT Verlust um 13 ,8 Prozent auf 2,9 Millionen Euro. Die Bilanz sei durch das schwierige Marktumfeld und Projektverzögerungen belastet gewesen so das Management. Allerdings habe der Verkauf von Beteiligungen zumindest das Periodenergebnis verbessert, erklärte das Management Außerdem erhielt das Unternehmen aus Grambach in Österreich einen Nachfolgeauftrag zum Bau einer Biodiesel-Anlage in Schottland. Begonnen hatte BDI Bio Energy International das in der Umsetzung befindliche Vorhaben bereits im Januar 2015. Der neue Auftrag betreffe die zweite Phase des Vorhabens, erläuterten die Österreicher.


Andere Aktien

Der Ökokraftwerkbetreiber Capital Stage AG aus Hamburg hat dem Solarprojektierer GP Joule eine Freiflächensolaranlage mit 14 MW Gesamtkapazität abgekauft. Capital Stage investiere 17 Millionen Euro in die Anlage, dessen erster Bauabschnitt seit 2012 Strom produziere, hieß es. Vollständig in Betrieb gehen soll der Solarpark demnach im September 2015. Außerdem wird der langjährige Vorstandschef Felix Goedhart das Unternehmen nach Ablauf seines Vertrages zum 31. Oktober 2015 verlassen und dann durch den ehemaligen E.ON-Vorstand Klaus-Dieter Maubach ersetzt. Goedardt habe den Vertrag „aus persönlichen Gründen“ nicht mehr verlängert, hieß es.
Bild: Vorstandschef Felix Goedardt verlässt die Capital Stage AG. / Foto: Unternehmen


Trotz eines Umsatzanstiegs um 7,3 Prozent auf 47,1 Millionen Euro hat die Verkehrstelematikspezialistin init innovation in systems AG in der ersten Jahreshälfte 2015 knapp 73 Prozent weniger Umsatz erzielt als im Vorjahreszeitraum. Das EBIT fiel von 6,4 Millionen auf 3,7 Millionen Euro. Die Unternehmensführung machte höhere Personal- und Vertriebskosten und negative Währungseffekte aus der Entwicklung des US-Dollar für diese Entwicklung verantwortlich.


Eine Millionen junge Aktien will der Elektroautobauer Tesla Motors Inc. auf den Markt bringen. Die Emission soll das Kapital des US-Autobauers aus Palo Alto in Kalifornien um bis zu 500 Millionen Dollar erweitern. Dieses frische Kapital sei für die Entwicklung neuer Fahrzeuge und den Aufbau der Produktionskapazitäten für Elektrobatterien eingeplant, kündigte Konzernchef Elon Musk an. Der Multimilliardär erklärte, er werde selbst Aktien für 20 Millionen Dollar kaufen.


Der US-Ökostromriese SunEdison aus Belmont hat sich in ein laufendes Photovoltaikbauvorhaben mit 420 MW geplanter Gesamtkapazität eingekauft. Dazu gründete der Konzern aus Belmont in Kalifornien ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Energieanlagenprojektierer Dominion. Beide Muttergesellschaften halten SunEdison zufolge 50 Prozent der Projektrechte an der Solarfarm „Four Brothers“, die 2016 in Utah in Betrieb gehen soll.


Die mittlerweile zu einer eigenen Unternehmensgruppe gewachsene SunEdison-Tochter TerraForm Power gab bekannt, dass sie einen 280 Millionen Dollar schweren Kredit für die Sparte TerraForm Private Warehouse erhalten habe. Diese Gesellschaft war eigens mit dem Ziel gegründet worden, mehre US-Windparks mit 521 MW Kapazität zu übernehmen und diese maximal sieben Jahre lang im Bestand zu halten. Die Finanzspritze kommt demnach von nicht näher benannten Großinvestoren.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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