18.07.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Vestas füllt seine Auftragsbücher – Stühlerücken bei Conergy – Telematik-Spezialistin init verbucht Vertriebserfolg in den USA

Der Dax fiel in der vergangenen Woche um 2,4 Prozent auf 7.220 Punkte. 1,4 Prozent verlor der US-amerikanische Dow Jones Index und notierte bei 12.480 Punkten. Der japanische Nikkei sank um 1,6 Prozent auf 9.974 Punkte. Die Tonne Öl der Sorte „Brent Crude Oil“ verbilligte sich um 0,6 auf 117,60 Dollar. Marginal teurer wurde eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade“; ihr Preis stieg um 6 Dollar auf 9.697 Dollar. Der Euro gab 0,7 Prozent auf 1,415 Dollar nach.

Windaktien

Beim Windradhersteller Gamesa sind Aufträge zur Lieferung von Windrädern mit zusammengenommen 300 Megawatt (MW) nach Brasilien eingegangen. Sie stammen von der spanischen Iberdrola Renovables und dem brasilianischen Projektentwickler Corporación Inveravante. Dazu nahm der spanische Turbinenhersteller eine Fabrik in Brasilien in Betrieb, die jährlich Gondeln für Windräder mit 400 MW fertigen soll. Zudem habe das spanische Energieunternehmen Cobra Energia 35 Turbinen der Zwei-Megawattklasse für drei Windfarmen im spanischen Salamanca bestellt, gab Gamesa bekannt.

Neue Aufträge aus Brasilien und Puerto Rico meldete der dänische Windturbinenhersteller Vestas Wind Systems. Für drei Windparks  im brasilianischen Bundesstaat Bahia habe ein einheimisches Projektierer-Konsortium insgesamt 40 Turbinen mit zusammen 90 MW Leistungskapazität geordert. Nach Puerto Rico werde Vestas 13 Windräder mit insgesamt 23,4 MW Leistung liefern, so das Unternehmen mit Sitz in Randers. Die Auslieferungen an beide Kunden sollen noch in 2011 beginnen.

Wegen nicht bezahlter Rechnungen von Kunden aus China muss der US-Windkraftzulieferer American Superconductor Corp. (AMSC) aus Devens in Massachusetts zwei Quartalsberichte des Geschäftsjahres 2010 nachträglich korrigieren. Betroffen seien die Umsätze des dritten und vierten Quartals 2010, teilte AMSC nun mit. Der Umsatz im dritten Quartal 2010 werde durch die Korrekturen von 101,5 auf 98 Millionen Dollar abgesenkt. Im vierten Quartal habe AMSC lediglich 43 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftet statt wie ursprünglich ausgewiesen 114,2 Millionen Dollar. Daraus ergebe sich für das gesamte Rechnungsjahr 2010/2011 bis einschließlich März 2011 ein Umsatz von 307 Millionen Dollar. Zuvor war AMSC für diesen Zeitraum von 430 bis 440 Millionen Dollar ausgegangen. Das Unternehmen betonte allerdings, dass die Korrekturen der Geschäftsberichte noch nicht abgeschlossen seien.

Solaraktien

Alle amtierenden Aufsichtsräte der Conergy AG werden ihre Ämter mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 26. August 2011 niederlegen. Das meldete das Solarunternehmen. Der ehemalige Aufsichtsratschef und vorherige Vorstandschef Dieter Ammer war vor wenigen Wochen zurückgetreten, weil die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittelt. Die AG aus Hamburg erklärte den Rücktritt der Aufsichtsräte mit der künftig veränderten Eigentümerstruktur, die sich aus der aktuellen Kapitalerhöhung ergebe. Fortan würden die Gläubiger der Conergy AG über rund 60 Prozent des Aktienkapitals verfügen. Auf der Hauptversammlung werde das Gremium neu gewählt.
Im Eiltempo hat Conergy zudem ein Photovoltaikgroßkraftwerk in Großbritannien realisiert. Innerhalb von nur sechs Wochen habe Conergy in Hawton in der Grafschaft Nottinghamshire einen Solarpark mit fünf Megawatt peak (MWp) Leistung installiert, teilte das Unternehmen mit.

Einen Auftrag zur Errichtung eines Solarparks mit 4,7 MWp Leistung hat die Phoenix Solar AG aus Sulzemoos bei München erhalten. Das Sonnenstromkraftwerk entstehe entlang der Bahnlinie von Stockach nach Radolfzell im Raum Bodensee. Das Photovoltaik-Systemhaus fungiere bei dem Projekt als Generalunternehmer. Auftraggeber sei die solarcomplex AG aus Siegen.

Über ihre Tochtergesellschaft Solen Energy GmbH hat die Payom Solar AG einen Auftrag zur Umsetzung  eines Solarprojektes mit einer Leistung von rund 2 MW erhalten. Auftraggeber für das Freiflächen-Kraftwerk in Melle ist die Teutoburger Energie Netzwerk e. G. (TEN). Das Investitionsvolumen beträgt rund 3,8 Millionen Euro.

Einen Umsatzrekord für das zurückliegende Quartal des laufenden Geschäftsjahres erwartet der US-Solarausrüster Amtech Systems Inc. Nach vorläufigen Berechnungen werde das dritte Quartal des Fiskaljahres 2011 (Bilanzstichtag: 30. Juni) mit 70 Millionen Dollar Umsatz abschließen, teilte das Unternehmen mit Sitz in Tempe im Bundesstaat Arizona mit. Verglichen mit dem Quartalsumsatz des Vorjahres würde dies einen Anstieg um 62 Prozent und damit einen neuen Umsatzrekord bedeuten, hieß es weiter.

Zwei Aufträge zur Lieferung von Solarmodulen mit insgesamt 35 MW Leistungskapazität meldete LDK Solar. Beide Lieferungen seien für Solarprojekte im LDK-Stammland China vorgesehen, so der Solarkonzern aus Xinyu. Kunden seien zwei nicht näher benannte chinesische Stromversorger. Für verschiedene Vorhaben in der Provinz Qinghai seien 30 MW Module geordert worden, für Projekte in der Provinz Jilin Module mit 5 MW Leistungskapazität.

Die chinesische ReneSola mit Sitz in Shanghai hat ihre Umsatzerwartung für das zweite Quartal 2011 von bis zu 300 Millionen Dollar auf nunmehr maximal 245 Millionen Dollar gesenkt. Anstatt wie bisher mit einer Gewinnmarge zwischen 25 und 27 Prozent rechnet ReneSola nun nur noch mit 17 bis 19 Prozent als Gewinnspanne. Bislang hatte der Konzern angestrebt, Module und Wafer mit bis zu 350 MW Leistung im zweiten Quartal 2011 auszuliefern. Nach neuester Schätzung sollen die Auslieferungen des Berichtszeitraums nun maximal 300 MW erreichen. Der Preisverfall für Module wie Wafer falle stärker aus als erwartet, erklärte dazu ReneSola-CEO Xianshou Li.

Bioaktien

Trotz eines Umsatzanstieges ging der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) der DTB- Deutsche Biogas AG im Geschäftsjahr 2010/2011 im Vergleich zum Vorjahr zurück. Laut der aktuellen Bilanz der Spezialistin für Biogasanlagen mit Sitz in Friesoythe kletterte der Umsatz zum Bilanzstichtag 31. März um 13,5 Prozent auf 20,2 Millionen Euro, während das EBIT 7,7 Prozent einbüßte und auf 4,45 Millionen Euro zurückfiel.

Aus den Erlösen einer noch laufenden Anleihe-Emission (WKN: A1KQ8V) hat die BKN biostrom AG ihr Biogasanlagen-Portfolio für den Eigenbetrieb erweitert. Die Mittel seien in fünf laufende Biogasanlagen sowie ein im Bau befindliches Projekt investiert worden, teilte die Anlagebauspezialistin aus Vechta mit.

Andere Aktien

Ihren ersten umfassenden Auftrag zur Lieferung eines elektronischen Zahlungssystems für den öffentlichen Personennahverkehr in den USA hat die init innovation in traffic Systems AG ergattert. Die US-Tochtergesellschaft der Karlsruher Telematik-Spezialistin wurde vom Verkehrsverbund der kalifornischen Hauptstadtregion Sacramento (SACOG) mit der Installation und Integration eines Smartcard-basierten Zahlungssystems beauftragt. Geliefert werden sollen mehrere Soft- und Hardwarekomponenten wie Fahrgast- und Verkaufsterminals, Bordcomputer oder Ticketverwaltungssysteme, die in mehr als 500 Fahrzeugen und an mehr als 80 Haltestellen zum Einsatz kommen sollen, so init.

Von ihrem französischen Nahrungsergänzungsmittelhändler Kalisterra hat sich der niederländische Bio-Lebensmittelhersteller Royal Wessanen N.V. jetzt getrennt. Über den Verkaufspreis wurde nichts mitgeteilt. Mit einem Bankenkonsortium hat Wessanen nach eigenen Angaben verbesserte Kreditkonditionen ausgehandelt. Ein 100-Millionen-Euro-Kredit sei zu niedrigeren Zinsen bis Februar 2014 verlängert worden, hieß es.

Die US-amerikanische Wellenkraftspezialistin Ocean Power Technologies hat Zahlen für das vierte Quartal und für das gesamte Geschäftsjahr 2010/2011 vorgelegt (Bilanzstichtag 30. April). Im Gesamtjahr stieg der Umsatz demnach um 31 Prozent auf 6,7 Millionen Dollar. Hauptumsatzträger waren Aufträge der US-Marine, hieß es. Der operative Verlust blieb mit 21,3 Millionen Dollar auf dem Niveau des Vorjahres. Im vierten Quartal sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 2,4 auf 1,9 Millionen Dollar. Dennoch sank der operative Verlust für das vierte Quartal von 6,4 auf 5,4 Millionen Dollar.

Die US-amerikanische Luftreinhaltungsspezialistin Ceco Environmental Corp. hat neue Aufträge im Wert von 5,2 Millionen Dollar erhalten. Wie das Unternehmen aus Cincinnati mitteilt, stammen die Bestellungen aus dem Heimatmarkt, aber auch aus Mexiko und aus China.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Opens external link in new windowAktien: Kurse (Link entfernt)“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  Opens external link in new windowUmweltBank.


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