Windräder von Vestas. / Quelle: Unternehmen

02.12.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Vestas liefert Windräder in die Türkei – SolarWorld übernimmt Solarsparte von Bosch – Vossloh AG erhält Großauftrag aus Saudi-Arabien

Der Dax kletterte in der vergangenen Woche um zwei Prozent auf 9.405 Punkte. 0,2 Prozent Kurszuwachs auf 16.098 Punkte verbuchte der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei legte 1,8 Prozent zu und erreichte 15.662 Punkte. Um 0,8 Prozent aufwärts auf 23881 Punkte ging es für den Hang Seng Index in Hong Kong. Ein Prozent billiger wurde das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“. Es kostete 109,91 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ fiel um 0,8 Prozent auf 7.031 Dollar. Der Euro stieg um 0,2 Prozent auf 1,358 Dollar.

Windaktien
Einen Auftrag zur Lieferung von Windrädern in die Türkei hat der dänische Hersteller Vestas Wind Systems erhalten. Das Unternehmen aus Århus gab bekannt, dass der türkische Mischkonzern Tefirom Group zur Erweiterung eines bestehenden Windparks in seiner Heimat neue Turbinen mit zusammen 23 Megawatt (MW) bestellt habe. Mit den sieben Windrädern soll Vestas den Windpark Bakaras in der Provinz Hatay aufrüsten.

Der Vorstand der Nordex SE hat eine Kapitalerhöhung beschlossen. Das Grundkapital des Unternehmens aus Hamburg werde durch die Ausgabe von bis zu 7,35 Millionen Stückaktien (zu je einem Euro) auf bis rund 80,88 Millionen Euro erhöht, teilte Nordex mit. Altaktionäre haben kein Bezugsrecht. Die neuen Aktien werden institutionellen Anlegern angeboten. Die Mittel aus der Kapitalerhöhung will der Windradhersteller zur Finanzierung des Wachstums, für die Entwicklung neuer Windenergieanlagen sowie zur Erhöhung der Eigenkapitalquote und Rückzahlung von Verbindlichkeiten einsetzen.

Der spanische Windkraftkonzern Gamesa hat seine Beteiligung an einem großen Windkraftportfolio in den USA verkauft. Dabei handele es sich um drei Windparks mit zusammen 400 MW Leistungskapazität an verschiedenen Standorten in den USA, an denen die Spanier 40 Prozent hielten. Dieser Anteil sei nun für 117 Millionen Euro an Algonquin Power & Utilities verkauft worden, so der Konzern aus Zamudio im Baskenland.

Solaraktien

Der Bonner Solarkonzern SolarWorld AG übernimmt offiziell weite Teile der Solarsparte der Robert Bosch GmbH. In einem Vertrag, dessen Unterzeichnung SolarWorld bekannt gab, ist damit auch die Übernahme einer Fabrik für Solarzellen im thüringischen Arnstadt mit 700 MW Produktionskapazität jährlich sowie eines Werkes für Solarmodule mit 200 MW Produktionskapazität pro Jahr vereinbart. Die finanziell schwer angeschlagene SolarWorld AG gab an, dass die Transaktion „die Finanzmittel der SolarWorld AG nicht reduzieren“ werde. Offenbar ist Bosch damit zufrieden überhaupt einen Abnehmer gefunden zu haben.

Bildnachweis: Einblick in die Produktion von SolarWorld. / Quelle: Unternehmen


An die französische EDF Optimal Solutions, eine Tochter des staatlichen Energiekonzerns EDF, hat Centrosolar France 19.000 Solarmodule mit 3,7 MW Gesamtleistung ausgeliefert. Nach Angaben der Münchner  Muttergesellschaft Centrosolar Group AG wurden sie in Wismar produziert und in Frankreich  auf 190 Dächern installiert.

Weil sich Projekte weiter verzögern hat die S.A.G. Solarstrom ihre Prognose für das Gesamtjahr 2013 nach unten korrigiert. Das Ziel, beim Absatz und Installationen mehr als 117 MW zu erreichen, werde deutlich verfehlt, teilte die Unternehmensführung mit. Daher sei es auch unmöglich, 2013 mit Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) abzuschließen. Wahrscheinlich sei ein EBIT-Verlust. Dazu, wie hoch dieser Verlust ausfallen könnte, machte S.A.G. keine Angaben.

Der Solarausrüster Meyer Burger Technology AG hat einen Auftrag im Umfang von rund zwölf Millionen Schweizer Franken erhalten. Ein Kunde aus dem asiatischen Raum habe Drahtsägen für die Produktion von Solarmodulen bestellt. Es handle sich um einen Folgeauftrag. Besagter Kunde habe 2011 erstmals eine Großbestellung bei dem Solarausrüster aus Thun in Auftrag gegeben, so der Unternehmensvorstand.

Der US-amerikanische Solarkonzern SunEdison Inc. will eine Tochtergesellschaft mit dem Namen SunEdison Yield Co gründen und in diese bestehende Solarparks des Unternehmens einzubringen. 20 bis 30 Prozent der Anteile der Tochter sollen dann auf dem Kapitalmarkt angeboten werden. Daraus erhofft sich SunEdison einen Platzierungserlös von bis zu 300 Millionen Dollar betragen. Das erklärte der SunEdison-Finanzchef Brian Wuebbels. Außerdem setzt die Stadt New York beim Bau einer Solaranlage auf die Expertise des Solarkonzerns aus St. Peters, Missouri. Geplant sei, eine ehemalige Müllkippe auf Staten Island in ein Sonnenstromkraftwerk mit zehn MW Leistungskapazität zu verwandeln, hieß es dazu.

Der chinesische Photovoltaikhersteller LDK Solar aus Xinyu schreibt weiter tiefrote Zahlen. Im dritten Quartal 2013 verbuchte LDK mit 127 Millionen Dollar 23 Prozent aber weniger Nettoverlust als im Vorjahresquartal. Damals waren noch 165,3 Millionen Dollar Nettoverlust angefallen. Dabei haben die Chinesen das dritte Quartal auf Jahressicht mit 46 Prozent weniger Umsatz beschlossen. 156 Millionen Dollar zwischen Juli und September 2013 stehen 291,5 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum gegenüber.

Für das dritte Quartal 2013 meldete der chinesische Solarkonzern JA Solar einen EBIT-Verlust von 5,2 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen aus Shanghai noch einen Fehlbetrag von 87,4 Millionen Dollar verbucht. Der Umsatz von JA Solar kletterte im dritten Quartal auf 287,3 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal hatte JA Solar 268 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftet.

Der britische Projektierer Solarcentury hat Solarmodule mit einer Gesamtkapazität von 15,2 MW bei der chinesischen Yingli Green Energy bestellt. Wie das Unternehmen aus Baoding mitteilt, soll die Auslieferung an den Kunden bis Ende Januar 2014 erfolgen. Die Solarmodule seien für das Solarkraftwerk Hill Farm in der Nähe von Oxford vorgesehen.

Für ein Photovoltaik-Projekt in der kanadischen Provinz Ontario soll die chinesisch-koreanische Hanwha SolarOne Solarmodule mit einer Gesamtkapazität von 42,5 MW liefern. Wie die im chinesischen Quidong ansässige Tochter des koreanischen Mischkonzerns Hanwha bekannt gab, stammt der Auftrag von der kanadischen Investmentgesellschaft Investor Fiera Axium Infrastructure.

Bioenergieaktien

In den ersten neun Monaten 2013 erzielte die auf Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen spezialisierte 2G Energy AG 300.000 Euro EBIT und 65,8 Million Umsatz. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen aus Heek noch vier Millionen Euro EBIT und 68,3 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Die Unternehmensführung bewertete die Entwicklung dennoch positiv, weil 2G Energy am Ende des ersten Halbjahres 2013 noch einen deutlichen EBIT-Verlust und auch weniger Umsatz verbucht hatte.
Bildnachweis: Motor einer KWK-Anlage von 2G Energy. / Quelle: Unternehmen


Andere Aktien

Den Zuschlag zur Befestigung einer 450 Kilometer langen Bahnstrecke in Saudi-Arabien hat die Vossloh AG erhalten. Eine Tochtergesellschaft des Bahntechnikkonzerns aus Werdohl werde Befestigungssysteme für die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Mekka nach Medina liefern, teilte Vossloh mit. Der Auftrag sei rund 30 Millionen Euro wert, die Lieferungen dazu sollen noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden, hieß es.

Die auf Umwelt- und Medizintechnik spezialisierte Beteiligungsgesellschaft New Value AG aus Baar im schweizerischen Kanton Zug bleibt auf ihrem Konsolidierungskurs. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/2014 (Bilanzstichtag 30. September) beendeten die Schweizer mit deutlich reduzierten Verlusten. Der Eigenkapitalwert oder Net Asset Value - kurz NAV - der New Value AG lag mit 9,23 Millionen Schweizer Franken 5,1 Prozent unter dem Vergleichswert der Vorjahreshälfte. Damals verbuchte New Value noch 9,73 Millionen Schweizer Franken NAV. Das sind umgerechnet 7,9 Millionen Euro. Deutlich rückläufig war der Verlust vor Steuern der New Value AG. Dieser reduzierte sich auf 503.000 Schweizer Franken nach 6,63 Millionen Schweizer Franken in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Ebenso deutlich ging der Jahresverlust zurück. Hier stehen minus 503.000 Schweizer Franken in der ersten Jahreshälfte 2013/2014 einem Verlust in Höhe von 6,5 Millionen Schweizer Franken im Vorjahreszeitraum gegenüber. Erfolge bei der Restrukturierung seinen für diese Entwicklung verantwortlich, hieß es.

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Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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