Vestas-Windräder vom Typ V100. / Quelle: Unternehmen

16.12.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Vestas liefert Windräder nach Schweden – S.A.G Solarstrom AG insolvent – VTG AG kauft Güterwaggons in USA

Der Dax verlor in der vergangenen Woche 4,2 Prozent an Wert und schloss bei 9.006 Punkten. 1,6 Prozent Kursverlust auf 15.763 Punkte verbuchte der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei sank um 0,7 Prozent auf 15.472 Punkte. Um zwei Prozent abwärts auf 23.246 Punkte ging es für den Hang Seng Index in Hong Kong. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um 1,5 Prozent auf 108,30 Euro. Eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 7.244 Dollar. Der Euro kletterte um 0,3 Prozent auf 1,374 Dollar.

Windaktien
Ein langjähriger Kunde aus Schweden setzt weiter auf Windräder des dänischen Herstellers Vestas Wind Systems. Das Unternehmen aus Århus gab bekannt, dass Verträge zur Lieferung von Windrädern für vier schwedische Windparks unterzeichnet worden sind. Demnach orderte der Windkraftprojektierer Eolus Wind 29 Windräder mit zusammen 59 Megawatt (MW) Leistungskapazität, teilten die Dänen mit.

Einen Folgeauftrag zur Errichtung von Windrädern in Irland hat der Hamburger Hersteller Nordex SE erhalten. ESB International aus Dublin habe acht Turbinen mit zusammen 20 MW Leistungskapazität bestellt, hieß es. Der Windpark Woodhouse, für den die Anlagen bestimmt seien, werde ab Herbst 2014 im Südosten Irlands nahe der Stadt Dungravan errichtet.

Solaraktien

Die S.A.G. Solarstrom AG hat Insolvenz beantragt. Hintergrund sei ein finanzieller Engpass: Weil sich fest eingeplante Zahlungseingänge von Geschäftspartnern und Kunden weiter verzögerten, sei eine Lücke von 20 Millionen Euro entstanden. Diese habe in den Gesprächen mit den finanzierenden Banken nicht geschlossen werden können, erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Karl Kuhlmann.
Bildnachweis: Hauptsitz der S.A.G. Solarstrom AG in Freiburg. / Quelle: Unternehmen


Auf Druck einzelner Aktionäre hat es eine Änderung beim Rettungskonzept der finanziell schwer angeschlagenen SolarWorld AG gegeben. Weil streitbare Anteilseigner mit ihren Anfechtungsklagen gegen den beschlossenen Sanierungsplan Erfolg hatten, gewährt der Bonner Solarkonzern einem Teil der Altaktionäre die Möglichkeit, nach dem Schuldenschnitt außerbörslich verfügbare Aktien zu erwerben. Der ursprüngliche Rettungsplan hatte dieses Bezugsrecht nur dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Frank Asbeck und dem neuen katarischen Großinvestor Qatar Solar eingeräumt.

Die Aktie der insolventen Conergy verlässt das Börsenparkett. Einen entsprechenden Antrag auf Widerruf der Börsenzulassung stellte der Insolvenzverwalter Dr. Sven-Holger Undritz. Außerdem gelang es dem Rechtsanwalt, die Solarmodulfabrik in Frankfurt an der Oder an den chinesischen Solarhersteller Astronergy zu verkaufen.

Die Phoenix Solar AG aus Sulzemos bei München meldete einen neuen Auftrag aus Jordanien. Gemeinsam mit einem Partnerunternehmen sei eine Tochtergesellschaft mit der Realisierung einer Photovoltaikanlage mit einem MW Kapazität in dem Königreich betraut worden.

Der US-amerikanische Solarkonzern SunEdison Inc. hat die Umsatz- und Absatzprognose für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2013 gekappt. Hintergrund der Korrektur sei die Entscheidung weniger Solarprojekte zu verkaufen als bisher geplant. Zudem habe die schwache Nachfrage den Absatz im Halbleitersegment stärker belastet als ursprünglich angenommen, teilten die Verantwortlichen des Unternehmens aus St. Peters in Missouri mit. SunEdison erwartet für 2013 noch 905 bis 915 Millionen Dollar Umsatz aus dem Bereich Halbleitertechnik. Zuvor hatten die Verantwortlichen 920 bis 930 Millionen Dollar Umsatz prognostiziert. Im vierten Quartal soll der Umsatz der neuen Schätzung nach zwischen 205 und 215 Millionen Dollar liegen. Vorher war von 220 bis 230 Millionen Dollar Umsatz die Rede gewesen. Im Projektgeschäft sollen Solaranlagen mit 125 bis 135 MW im Portfolio von SunEdison verbleiben anstatt verkauft zu werden. Vorher wurde an dieser Stelle maximal 105 MW prognostiziert. Das vierte Quartal wird der neuen Schätzung nach 100 bis 110 MW dazu beitragen. Vorher war von 75 bis 80 MW die Rede.

Sein Fiskaljahr 2013 (Bilanzstichtag 30. September) beendete der US-Solarausrüster Amtech Systems Inc. mit 34,8 Millionen Dollar Umsatz. Im Vorjahr hatten die Amerikaner mit 81,5 Millionen Dollar noch deutlich mehr als doppelt so viel Umsatz erzielt. Dennoch lag der Nettoverlust mit 21,7 Millionen Dollar 21 Prozent unter dem des Vorjahres. Im vierten Quartal stehen 6,9 Millionen Dollar Umsatz im aktuellen Berichtszeitraum 10,9 Millionen Dollar Umsatz im Vorjahresquartal gegenüber. Dennoch sank der Nettoverlust des Quartals auf 2,1 Millionen Dollar nach 16,3 Millionen Dollar Defizit im Vorjahreszeitraum. Die Vorjahresbilanz sei stärker durch Abschreibungen belastet gewesen, hieß es.

Mehrere Vertriebserfolge hat Canadian Solar Inc. verbucht. Der kanadisch-chinesische Solarkonzern aus Guelph in der Provinz Ontario soll zum einen Module mit insgesamt 8,7 MW Leistungskapazität an den mexikanischen Projektierer Eosol Mexico aus Durango liefern. Dieser Kunde plane, die Technikkomponenten für Photovoltaikanlagen in seiner Heimat zu nutzen, so die Chinesen. Zum anderen soll Canadian Solar in Japan Solarparks mit zusammen 145 MW Kapazität errichten. Dazu gewährte die chinesische Kapitalgesellschaft Harvest North Star Capital Canadian Solar 40 Millionen Dollar Kredit. Zudem bestellte die chinesische Zhenfa New Energy Science & Technology Co., Ltd. Module mit 100 MW Gesamtkapazität für Bauvorhaben in China.

Der US-Projektentwickler Pristine Sun deckt sich für den Bau von Photovoltaikanlagen mit Modulen des chinesischen Herstellers ReneSola Ltd. ein. Konkret habe der Projektierer aus Kalifornien kristalline Solarmodule mit zusammen 6,8 Megawatt bestellt, teilte der Hersteller aus Jiashan mit.
Der US-amerikanische Kunde werde die Technik-Komponenten für eine Freiflächenanlage nutzen, die in Kalifornien errichtet werden soll, erklärten die Chinesen.

Der chinesische Solarkonzern Hanwha SolarOne Ltd. aus Qidong hat Photovoltaik-Module mit 50 MW Leistungskapazität an den chinesischen Energiekonzern China Huaneng Group geliefert. Mit den Modulen will der staatliche Konzern China Huaneng zwei Solarkraftwerke bestücken, eins in Ningxia Hui, das andere in der Inneren Mongolei.

Zur Errichtung von Solaranlagen im westafrikanischen Ghana gründet der chinesische Solarkonzern Solargiga Energy Holdings ein Gemeinschaftsunternehmen mit der staatlichen ghanaischen Entwicklungsgesellschaft Savannah Accelerated Development Authority (SADA). Ziel dieses Joint Ventures DCH-Solargiga seien Planung und Bau von Sonnenstromkraftwerken mit zusammen 200 MW Leistungskapazität im Norden Ghanas, teilte Solargiga mit. Das chinesisch-ghanaische Gemeinschaftsunternehmen soll zunächst Sonnenstromkraftwerke mit 40 MW umsetzen, erklärten die Chinesen.

Andere Aktien

Der Hamburger Schienenlogistik-Spezialist und Waggonvermieter VTG AG hat seine US-Güterwagenflotte um 350 Waggons für Futtermitteltransporte erweitert. Mit dem Zukauf wolle sich die US-Sparte von VTG ein neues Marktsegment der Waggonvermietung erschließen, hieß es.
Bildnachweis: Güterwaggons der VTG AG. / Quelle: Unternehmen

Die Bohrtechnikspezialistin Dahldrup & Söhne AG baut ihr Standbein als Energieversorger weiter aus. Über die Tochtergesellschaft Geysir Europe GmbH hat das Unternehmen mit Sitzen in Ascheberg und Grünwald bei München ihren Anteil an der Betreibergesellschaft eines geothermischen Kraftwerks in Landau auf 90 Prozent aufgestockt. Es handelt sich um die geox GmbH. Der neuste Zukauf betraf  einen 50-Prozent-Anteil, den die Bohrtechnikspezialistin von der Pfalzwerke AG übernommen habe.

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