17.10.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Vestas meldet Vertriebserfolge in Nordamerika – Gewinnwarnung von Phönix Solar – CropEnergies mit starker Halbjahresbilanz

Im Laufe der vergangenen Woche verbesserte sich der DAX um 5,1 Prozent auf 5.967 Punkte. Um 4,9 Prozent auf 11.644 Punkte stieg der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei legte 1,65 Prozent auf 8.748 Punkte zu. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um knapp acht Prozent auf 112,30 Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade“ erhöhte sich um 3,7 Prozent auf 7.310 7.579 Dollar. Der Euro gewann 3,7 Prozent an Wert und kostete zum Wochenschluss kostete 1,386 Dollar.

Windaktien

Die französische La Compagnie du Vent, ein Unternehmen der GDF Suez Group, hat bei der Hamburger REpower Systems SE 23 Windräder mit zusammengenommen 47 Megawatt (MW) Leistung bestellt. Sie sind für zwei Windpark-Projekte in der französischen Region Burgund vorgesehen. 15 Anlagen des Typs MM92 sind für den Windpark La Bretelle gedacht, acht Anlagen derselben Baureihe werden im Projekt Echalot errichtet. Die Inbetriebnahme ist für den Dezember 2012 geplant.

Einen Großauftrag aus Texas hat der dänische Windanlagenhersteller Vestas erhalten. Bestellt wurden 55 Turbinen mit 99 MW Gesamtleistung von E.ON Climate and Renewables North America, LLC, der Erneuerbare Energien-Tochter des deutschen Energiekonzerns in den USA. Im Auftrag enthalten ist die Inbetriebnahme und fünfjährige Wartung der Anlagen. Die Inbetriebnahme soll bis Ende 2012 erfolgen.
Ferner gab Vestas einen Vertriebserfolg in Kanada bekannt. Dem Unternehmen zufolge hat ein ungenannter Kunde den weltweit größten Hersteller von Windrädern damit beauftragt, bis Ende 2012 in der kanadischen Provinz Ontario 99 Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 178 MW zu errichten.

Solaraktien

Der Centrosolar Group AG aus München ist es gelungen, im dritten Quartal einen operativen Gewinn zu erwirtschaften. Centrosolar machte dazu allerdings keine konkreten Angaben. Laut dem Unternehmen betrug der Quartalsumsatz nach vorläufigen Zahlen rund 72 Millionen Euro. Centrosolar erklärt den Schwenk in die Gewinnzone nach einem Minus im ersten Halbjahr zum einen mit dem Fokus Dachanlagen aus eigener Produktion mit örtlichen Handwerkern als Vertriebspartner, zum anderen mit einem wirksamen Kostenmanagement. Bei einer Belebung der Nachfrage im vierten Quartal könne es gelingen, ein positives operatives Jahresergebnis zu erzielen. Allerdings wurde die bisherige Umsatzprognose für 2011 auf „etwa 300 Millionen Euro“ deutlich reduziert.

Eine verlustreiche Jahresbilanz 2011 erwartet das Photovoltaik-Systemhaus Phoenix Solar. Das geht aus der Gewinnwarnung hervor, die das Unternehmen aus Sulzemoos bei München herausgegeben hat. Phoenix Solar prognostizierte bis zu 49 Millionen Euro Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das Gesamtjahr 2011. Im bisherigen Ausblick hatte die Gesellschaft keine konkreten Angaben zum EBIT gemacht. Hauptgrund für die Gewinnwarnung sei der anhaltende Preissturz bei Solarmodulen, hieß es. Phoenix Solar senkte die Umsatzprognose von 635 Millionen Euro auf 350 bis 400 Millionen Euro.

Ihre ungeprüfte Bilanz für die ersten neun Monate und das dritte Quartal 2011 hat die solarhybrid AG vorgelegt. Demnach erzielte die Photovoltaik-Spezialistin aus Brilon 286 Millionen Euro Umsatz und 11,5 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT). Weil die solarhybrid AG im Vorjahr noch nicht quartalsweise bilanziert habe, gebe es keine Vergleichszahlen, hieß es. Für das dritte Quartal 2011 ergaben die vorläufigen Berechnungen 181 Millionen Euro Umsatz und 6,9 Millionen Euro EBIT.
Weil die Auftragsbücher des Unternehmens derzeit gut gefüllt seien, hält solarhybrid weiter an der Prognose für das Gesamtjahr 2011 fest. Demnach soll sich der Umsatz auf mehr als 400 Millionen Euro summieren und das EBIT auf mindestens 15 Millionen Euro.

Den Bau eines Solarparks mit 25 MW Gesamtleistung hat der kalifornische Solarkonzern SunPower Corp. angekündigt. Noch vor Jahresfrist will er mit der Errichtung der McHenry Solar Farm in Modesto im US-Bundesstaat Kalifornien beginnen. Der Anschluss an das US-Stromnetz ist für die zweite Jahreshälfte 2012 vorgesehen, hieß es. Näheres zum Finanzrahmen oder zum Auftraggeber des Vorhabens gab SunPower nicht bekannt.

Einen Auftrag von Southern California Edison (SCE) hat der US-amerikanische Wechselrichterhersteller Satcon Technology Corporation erhalten. Der Versorger habe für verschiedene Photovoltaik-Vorhaben in den USA Wechselrichter bestellt, die den Grünstrom von Solaranlagen mit einer Leistungskapazität von 48 MW ins Stromnetz einspeisen können, hieß es.

Der US-amerikanische Solarprojektierer SunEdison, ein Tochterunternehmen von MEMC Electronic Materials, hat sich eine Kreditlinie in Höhe von 300 Millionen Dollar für drei Jahre Laufzeit gesichert. Kreditgeber sind die Deutsche Bank Securities und die Rabobank. Mit dem Geld will SunEdison Solaranlagen in den USA und Kanada zwischenfinanzieren. Bislang hat das Unternehmen in beiden Ländern bereits Projekte mit 330 MW Gesamtleistung realisiert.
Ferner gab MEMC bekannt, dass Sun Edison Photovoltaikprojekte in Italien und Spanien mit einer Gesamtleistung von 33 MW an das bayrische Emissionshaus KG Allgemeine Leasing (KGAL) verkauft hat. Alle zwölf Projekte würden laut Vertrag weiterhin von SunEdison gewartet und betrieben.

Bioaktien

Der Mannheimer Biokraftstoff-Hersteller CropEnergies hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 von März bis August den Konzernumsatz um 28 Prozent auf 275,2 Millionen Euro gesteigert. Maßgeblich für diesen Zuwachs waren höhere Preise für Bioethanol und eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich um 67 Prozent auf 29 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2011/12 erwartet CropEnergies weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum mit einem Umsatz zwischen 520 und 570 Millionen Euro. Die operative Marge soll rund 10 Prozent erreichen.

Andere Aktien

Die schweizerische Tropenholzspezialistin Precious Woods Holding AG hat 75 Prozent der Aktien der Konzerntochter Precious Woods Central America verkauft und damit ihre weitere Zahlungsfähigkeit gesichert. In der Konzerntochter sind alle Vermögenswerte von Precious Woods  in Zentralamerika integriert. Die Vermögenswerte in Zentralamerika waren gegenüber den Banken verpfändet. Mit denen hatte Precious Woods ein Stillhalteabkommen abgeschlossen, das bis Ende Oktober 2011 befristet war. Es bestand daher dem Unternehmen zufolge die Gefahr, dass die Banken nach Ablauf der Stillhaltepflicht eine Liquidation des Unternehmens anstreben würden.  Ein Beschluss der diesjährigen Generalversammlung im Mai 2011 habe es ermöglicht, dass „zwei größere Schweizer Aktionäre der Precious Woods Holding AG“ im Rahmen eines Bieterverfahrens je 37,5 Prozent der neu gegründeten Subholding Precious Woods Central America (PWCA) erwarben. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Anteile kann Precious Woods nach eigener Darstellung sämtliche Bankschulden der Holding sowie ein für 2012 fällig werdendes Wandeldarlehen frühzeitig zurückzahlen. Diese Entschuldung im Umfang von über 40 Millionen US-Dollar bezeichnet das Unternehmen als „einen echten Befreiungsschlag von der hohen Schuldenlast“. Gleichzeitig werde dadurch eine markante Senkung der Kapitalkosten erreicht und die Liquidität verbessert.
Weiter teilte die Tropenholzspezialistin mit, dass die beiden Schweizer Aktionäre ihr Darlehen von insgesamt fünf Millionen Dollar gewähren. Damit könne Precious Woods Amazon eine an bestehende Ländereien angrenzende Konzession in der Größe von 39.000 Hektar erwerben, um den mittelfristigen Ernteplan zu gewährleisten sowie weitere umfangreiche Ländereien rechtlich absichern.

Eine gestiegene Nachfrage meldet die Helma Eigenheimbau AG. In den ersten neun Monaten 2011 hat die Spezialistin für individuelle Massivhäuser und nachhaltige Energiekonzepte aus Lerthe 6,4 Prozent mehr Neuaufträge erhalten als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Helma verbuchte für die ersten neun Monate 2011 neue Aufträge im Wert von 74,4 Millionen Euro nach Neuaufträgen für 69,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

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