04.07.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Vestas schließt 2.000 MW-Rahmenvertrag - PV Crystalox Solar AG veröffentlicht Gewinnwarnung – Biogas Nord AG zurück in Gewinnzone

Der Dax legte in der vergangenen Woche 3,5 Prozent zu und kletterte auf 7.419 Punkte. Um 5,4 Prozent auf 12.582 Punkte stieg der US-amerikanische Dow Jones Index. 1,9 Prozent gewann der japanische Nikkei hinzu, er schloss am Freitag bei 9.868 Punkten. Der Preis für eine Tonne Öl der Sorte „Brent Crude Oil“ kletterte um 5,2 Prozent auf 111,70 Dollar. Eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade“ verteuerte sich um 4,4 Prozent auf 9.467 Dollar. Der Euro gewann 2,3 Prozent an Wert und notierte bei 1,4523 Dollar.

Windaktien


Einen Rahmenvertrag zur Lieferung von Windrädern mit bis zu 2.000 Megawatt (MW) Leistungskapazität hat der dänische Hersteller Vestas Wind Systems mit der französischen EDF Energies Nouvelles abgeschlossen. Wie das Unternehmen aus Randers mitteilte, will die Grünstromtochter des Energiekonzerns EDF Energies in den kommenden drei Jahren mindestens 50 Prozent seiner Windkraftprojekte in Europa und mindestens 30 Prozent seiner US-Vorhaben mit Turbinen von Vestas ausrüsten. Lieferungen im Umfang von 180 MW für Windparks in Europa seien im Rahmen des Vertrages schon fest vereinbart, so Vestas.

Zwei neue Aufträge zur Lieferung von Windrädern aus Polen und Frankreich sind beim Hamburger Turbinen-Hersteller Nordex SE eingegangen. Die private französische Projektgesellschaft Vent Local habe fünf Windkraftanlagen mit insgesamt 12,5 MW geordert; die Bestellung aus Polen umfasse acht Turbinen mit insgesamt 20 MW Leistung, so Nordex.

Die laufende Übernahme des finnischen Technologiezulieferers The Switch Engineering Oy durch den US-Windkraftzulieferer American Superconductor (AMSC) droht zu scheitern. Um weiteres Kapital für die insgesamt 190 Millionen Euro schwere Übernahme beschaffen zu können, hat AMSC einen 30-tägigen Aufschub der Zahlungsvereinbarungen erwirkt. Bislang hatte AMSC den Finnen 14,2 Millionen Euro in bar für 7,5 Prozent der Unternehmensanteile gezahlt. Sollte es AMSC der neuen Vereinbarung zufolge nicht gelingen, bis zum 30. September die restlichen 175,8 Millionen Euro zu bezahlen, werde der bereits entrichtete Anteil als Auflösungsgebühr des Übernahmevertrages einbehalten, teilte der US-Windkraftzulieferer mit.

Solaraktien

Die Conergy AG hat grünes Licht für sein umfangreiches Refinanzierungsprogramm erhalten. Wie der finanziell angeschlagene Solarkonzern mitteilte, hat das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg per Freigabebeschluss den Weg für das Umschuldungsprogramm frei gemacht, das Conergy von 190 Millionen Euro Schulden befreien soll. Eine Klage einzelner Conergy-Aktionäre gegen die Kapitalmaßnahmen hatte den Start des im Februar 2011 beschlossenen Restrukturierungsprogramms bislang verhindert.

Die Bonner SolarWorld AG hat ihre Anteile an der Joint-Venture-Fertigung in Südkorea verkauft. Die Kapazitäten des Konzerns in Sachsen und in den amerikanischen Produktionsstandorten in Kalifornien und Oregon werden dagegen erweitert, teilte das Unternehmen mit. Ihren wachsenden asiatischen Markt wolle die SolarWorld AG künftig aus den USA und aus Deutschland beliefern. Von dem Schritt erhofft sich der Solarkonzern logistische Kostenvorteile.

Die S.A.G Solarstrom AG hat sich einen Kredit für die Errichtung von Photovoltaikanlagen in Europa gesichert. Nach eigenen Angaben erhielt das Freiburger Unternehmen von der Deutschen Bank 80 Millionen Euro zur Zwischenfinanzierung eines Photovoltaik-Großprojekts in Italien mit 48 MW Nennleistung. Zudem begibt die S.A.G Solarstrom AG eine neue Unternehmensanleihe, die weitere 25 Millionen Euro einbringen soll. Die Anleihe ist mit 7,5 Prozent verzinst und hat eine Laufzeit von sechs Jahren. Bis spätestens zum 7. Juli 2011 können Anleger das Wertpapier zeichnen.

Einen ersten Vertriebserfolg in Italien meldete die neu eröffnete Niederlassung der Payom Solar AG in Turbigo nördlich von Mailand. Eine dänische Investorengruppe habe Dachsolaranlagen mit 4 MW Leistung bestellt. Der Auftragswert belaufe sich auf knapp 13 Millionen Euro, so das Merkendorfer Solarunternehmen.

Die deutsch-britische Waferproduzentin PV Crystalox Solar AG hat eine Gewinnwarnung für das zweite Halbjahr 2011 herausgegeben. Der für den Mai prognostizierte Absatz von 210 bis 225 MW sei wohl nicht erreicht worden, so das Unternehmen aus Abingdon in der britischen Grafschaft Oxfordshire. Ein operativer Verlust drohe. Grund für den Einbruch sei die lahmende Endverbrauchernachfrage vor allem in Deutschland.

Einen Großauftrag zur Lieferung von Ausrüstung zur Verarbeitung von Silizium meldete der schweizerische Solarausrüster Meyer Burger Technology AG. Von zwei Meyer-Burger-Tochtergesellschaften habe der Silizium- und Wafer-Produzent GCL Poly aus China Drahtsägen und Inspektionssysteme im Wert von 160 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 133,7 Millionen Euro) bestellt, teilte das Unternehmen mit. Zudem habe man die Übernahme des ostdeutschen Solarausrüsters Roth & Rau AG vollendet und halte nunmehr knapp 82 Prozent an der Gesellschaft.

Bildhinweis: Drahtsäge von Meyer Burger. / Quelle: Unternehmen


Zwei Großaufträge aus Europa mit zusammengenommen 91 MW Leistungskapazität meldete der chinesische Solarkonzern Trina Solar. Der spanische Solarprojektierer Gestamp Asetym Solar S.L habe Photovoltaikmodule mit 55 MW Gesamtleistung bestellt, um diese auf den Dächern verschiedener Werke des französischen Autoherstellers Renault in Frankreich zu installieren. Zur Realisierung eines Photovoltaik-Großprojekts in Italien soll Trina Solar zudem Module mit 36 MW Leistung liefern. Kunde sei die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG, teilte das Unternehmen mit Sitz in Changzhou mit.

Für umgerechnet 195 Millionen Euro will der chinesische Solarkonzern China Sunergy seine Solarzellenproduktion am Stammwerk in Yangzhou City erweitern. Noch im ersten Halbjahr 2012 soll das Werk 500 MW Solarzellen mehr produzieren als bisher, hieß es.

Für zwei große Freiflächensolaranlagen in seinem Heimatland soll der chinesische Solarkonzern Yingli Green Energy Holding Photovoltaikmodule mit zusammengenommen 110 MW Leistung liefern. Nach Angaben des Unternehmens aus Boading hat die China Power Investment Corporation die Module über eine Tochterfirma geordert. Beide Projekte befinden sich in der Provinz Qinghai. Für den einen Photovoltaikpark in Wulan seien Module mit 30 MW bestimmt, für das andere Solarkraftwerksprojekt in Golmund 80 MW, so Yingli.

Bioaktien

Trotz eines Umsatzrückgangs im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 hat die bkn biostrom AG ihren Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringert. Laut der aktuellen Zahlen der Spezialistin für Biogasanlagenbau aus Vechta sank der EBIT-Verlust von 800.000 auf 170.000 Euro. Dennoch fiel der Umsatz im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode von 6,5 auf 3,8 Millionen Euro zurück.

Ein Umsatzsprung um 53 Prozent hat die Bielefelder Biogasspezialistin Biogas Nord AG (BGN) im Geschäftsjahr 2010 nach fünf Verlustjahren zurück in die Gewinnzone gebracht. Dies geht aus der Bilanz hervor, die das Unternehmen nun vorlegte. Demnach kletterte der Umsatz von 37 Millionen Euro in 2009 auf 56 Millionen Euro. Das EBIT wuchs nach einem Verlust von 962.000 Euro im Vorjahr auf 1,47 Millionen Euro Gewinn an.

Der indische Biotreibstoffhersteller Kior Inc. ist an die New Yorker Börse gegangen. Erlöst wurden 150 Millionen Dollar für zehn Millionen Aktien zu je 15 Dollar. Damit blieb Kior um 25 Prozent unter der erwarteten Einnahme. Kior produziert Biotreibstoff aus Ausgangsstoffen wie Holz oder Gras.

Andere Aktien

Die Cloppenbuger Fahrradherstellerin Derby Cycle AG hat die Derby Cycle Australia Pty Ltd gegründet. Mit dem 100-prozentigen Tochterunternehmen werde ab sofort der Vertrieb in Australien aufgenommen. Den bisherigen australischen Vertriebspartner Green Apple Sports Ltd habe die Derby Cycle AG übernommen und in das neue Unternehmen Derby Cycle Australia Pty Ltd. integriert. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte Derby Cycle mit.

22 Diesellokomotiven haben die Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH (VPS) beim Bahntechnikkonzern Vossloh AG aus Werdohl bestellt. Der Auftrag im Wert von 40 Millionen Euro sehe eine Erweiterungsoption um fünf weitere Zugmaschinen vor, hieß es.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Opens external link in new windowAktien: Kurse (Link entfernt)“.

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