Erstmals überhaupt hat der Windradhersteller Vestas einen Auftrag aus Guatemala erhalten. Im Bild: Eine Vestas-Windfarm in Australien. / Foto: Unternehehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Vestas soll Windpark in Guatemala errichten – Gewinnwarnung beim Solarausrüster PVA TePla – Utz Claassen neuer Aufsichtsrat der MIFA AG

Der Dax knackte zum Ende der vergangenen Woche die 10.000-Punkte-Marke. Er schloss mit 0,7 Prozent Kursgewinn bei 10.017 Punkten. 1,4 Prozent Kursanstieg auf 16.944 Punkte verbuchte der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei kletterte um 3,7 Prozent auf 15.185 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong fiel um 0,5 Prozent auf 22.951 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 108.81 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ ging um 1,8 Prozent zurück auf 6.834 Dollar. Der Euro hielt sich weiter stabil. Sein Kurs: 1,364 Dollar.

Windaktien

Seinen ersten Auftrag zum Bau eines Windparks in Guatemala hat der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems erhalten. Die Eólico San Antonio El Sitio S.A. und die Wind Turbine Investments S.A. Corp. hätten dazu gemeinsam 16 Windräder mit 53 Megawatt (MW) Gesamtleistungskapazität geordert. Das Projekt werde voraussichtlich 2015 mit der Stromproduktion starten. Zudem habe der Grünstromanlagenbetreiber EDP Renewables Vestas damit beauftragt, weite Teile seines US-amerikanischen Windparkbestands mittels eines neuen Programms effizienter zu machen. Um künftig weiter an Ausschreibungen für große Windkraftvorhaben in Brasilien teilnehmen zu können, plant Vestas 32 Millionen Euro in seine Produktion vor Ort zu investieren. Ein Teil dieses Geldes werde der Erweiterung der Windradproduktion in Brasilien von 400 auf 800 MW jährlich zufließen.

Für das Geschäftsjahr 2013 erhalten die Aktionäre der PNE Wind AG insgesamt 0,15 Euro Dividende je Aktie. So hat es die Hauptversammlung des Windkraftprojektierers aus Cuxhaven auf Vorschlag der Unternehmensführung beschlossen. In dieser Dividende sei eine Sonderausschüttung in Höhe von 0,05 Euro enthalten, teilt der Vorstand mit. Damit fällt die Dividende für 2013 um 50 Prozent höher aus als die für das Jahr 2012. „2013 war das erfolgreichste Geschäftsjahr unserer Unternehmensgeschichte und konnte mit einem Rekordergebnis abgeschlossen werden. Hiervon profitieren nun erneut auch unsere Aktionäre“, so Martin Billhardt, Vorstandsvorsitzender der PNE Wind AG.

Trotz eines Umsatzrückgangs hat der Windkraftzulieferer American Superconductior Inc. (AMSC) aus Devens im US-Bundesstaat Massachusetts den Verlust im Geschäftsjahr 2013 reduziert. AMSC beendete das Geschäftsjahr (Bilanzstichtag 31. März) mit 84,1 Millionen Dollar Umsatz und 56,2 Millionen Dollar Nettoverlust. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis bedeutet dies einen Umsatzrückgang um 3,8 Prozent, während der Nettoverlust 14,9 Prozent unter Vorjahresniveau liegt. Die Verbesserung im Nettoergebnis habe sich aus der Senkung laufender Kosten ergeben, erklärte Daniel P. McGahn, Präsident und Chief Executive Officer (CEO) von AMSC. So sei es gelungen „weniger Kapital zu verbrennen“, so McGahn.

Solaraktien

Der Solarausrüster PVA TePla AG hat eine Gewinnwarnung herausgeben. Im aktualisierten Ausblick geht die Unternehmensführung von sechs Millionen Euro Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) aus. Bisher hatten die Verantwortlichen damit gerechnet, 2014 mit einem positiven EBIT zu beschließen. Die Umsatzerwartung senkte der Solarausrüster aus Aßlar auf 70 bis 80 Millionen Euro anstatt 90 bis 100 Millionen Euro. Anzahlungen für bestellte Kristallzuchtanlagen für die Produktion von Solarsilizium aus Thailand und Russland seien ausgeblieben. Deshalb, und mit Blick auf die politische Lage in beiden Ländern, sei die Korrektur nötig gewesen, so der Vorstand. Zudem werde PVA TePla die Kristallzuchtanlagen-Herstellung im dänischen Frederikssund bis Ende 2014 schließen um Geld zu sparen, hieß es.

Der Bonner Solarkonzern SolarWorld wird künftig mit dem US-Elektroautohersteller Tesla Motors kooperieren. Deutsche Kunden von Tesla einen Zuschuss bekommen, wenn sie sich für einen Carport von SolarWorld zum Auftanken ihrer Fahrzeuge entscheiden. Den ersten Käufern stellt SolarWorld zudem Preisnachlässe in Aussicht.

Ein US-Investor hat ein Tochterunternehmen der insolventen Centrosolar Group AG übernommen. Die auf Befestigungssysteme für Solarmodule spezialisierte Renusol GmbH mit Sitz in Köln und einer US-Niederlassung geht an RBI Solar Inc. mit Sitz in Cincinnati. Wie das neue Tochterunternehmen ist RBI Solar auf Montagesysteme für Solaranlagen spezialisiert. Die Insolvenzverwaltung der Münchner Photovoltaikspezialistin   gab weiter bekannt, dass der Insolvenzmasse durch die Transaktion 2,6 Millionen Euro zufließen werden.

Die Solarzellenproduktion der insolventen Sunways AG hat einen neuen Besitzer. Käufer ist die neu gegründete Bluecell GmbH. Das gab die Sunways AG bekannt. Zugleich stellte der Solarhersteller aus Konstanz klar, das die Sunways-Aktionäre bei der vereinbarten Transaktion der Sunways Production GmbH leer ausgehen werden. Bluecell werde alle derzeit in der Produktion in Arnstadt Beschäftigten übernehmen und plane die Wiederaufnahme des Betriebs.


In Singapur soll die Phoenix Solar AG eine Dachsolaranlage mit 1,2 MW Leistungskapazität realisieren. Gebaut werde auf dem Dach einer Lagerhalle einer Tochtergesellschaft des belgischen Logistik-Konzerns Katoen Natie aus Antwerpen.

Die SunPower Corp. aus San José in Kalifornien hat zwei Solarparks mit 33 MW Leistungskapazität in Südafrika in Betrieb genommen. AE-AMD Renewable Energy aus Kapstadt hatte die beiden Anlagen in der Region Nordkap in Auftrag gegeben. SunPower hoffe darauf, dass dieser Erfolg ein Türöffner für weitere Südafrika-Aufträge mit bis zu 86 MW Kapazität sein wird. Für das US-Militär soll SunPower zudem ein Sonnenstromkraftwerk mit 19 MW Leistungskapazität bauen. Das Vorhaben solle auf dem Gelände des Luftwaffenstützpunkts Nellis in Nevada errichtet werden, wo SunPower bereits eine Solarfarm realisiert hat.

Der US-Solarkonzern SunEdison Inc. aus St. Peters in Missouri erweitert seine Aktivitäten in Asien: Ein neuer Vertrag mit dem chinesischen Solarwaferhersteller Huantai Group sehe vor, dass die Chinesen künftig Rohstofflieferungen aus der Siliziumfabrik von SunEdison in Korea erhalten sollen, teilt der US-Konzern mit. Des Weiteren habe man sich darauf verständigt künftig gemeinsam Solarprojekte in China zu entwickeln.

Beim Bau von Dachsolaranlagen in ihrer US-amerikanischen Heimat setzt die SolarCity Inc. im großen Stil auf Technik und Knowhow des norwegisch-amerikanischen Herstellers REC Solar ASA. Nach Angaben von REC Solar wurde ein Rahmenvertrag unterzeichnet, der die Lieferung und Installation von Solarmodulen in 15 US-Bundesstaaten vorsieht. REC Solar soll demnach gemeinsam mit der Montagesysteme-Spezialistin Zep Solar mindestens 100 MW Photovoltaikleistung auf US-amerikanischen Dächern installieren. Die Order, die REC Solar mit der Planung, Materialbeschaffung und Realisierung beauftrage, werde bei Bedarf auf 240 MW ausgeweitet, hieß es weiter.

Fortschritte im internationalen Geschäft meldete auch ReneSola Ltd. Der Konzern aus Jiashan habe einen Auftrag zur Lieferung von Solarmodulen mit sechs MW für eine Photovoltaikanlage in New Jersey erhalten. Zum anderen habe die Deutschlandsparte des Solartechnik-Herstellers für den Energiekonzern EnBW einen Freiflächensolarpark mit zehn MW Kapazität fertiggestellt, so die Chinesen.

Andere Aktien

Utz Claassen wurde als neuer Aufsichtsrat der finanziell schwer angeschlagenen Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (MIFA) vorgestellt. Der ehemalige EnBW-Vorstand und Ex-Chef der Solar Millennium AG wurde ausdrücklich als Sanierer bei der MIFA AG an Bord geholt. „Herrn Claassen sind bereits drei große Unternehmenssanierungen gelungen - darunter die Konzernsanierung der EnBW Energie Baden-Württemberg“, umriss MIFA-Aufsichtsratschef Uwe Lichtenhahn die Erwartungen an den prominenten Neuzugang an der Spitze der MIFA AG. Claassen löse in dem dreiköpfigen Gremium Dr. Klaus-Dietrich Kramer ab, der sein Aufsichtsratsmandat am 2. Juni 2014 niedergelegt habe.

Der Brennstoffzellenhersteller FuelCell Energy Inc. aus Danbury in Connecticut ist im ersten Halbjahr 2014 tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Halbjahresumsatz (zum Bilanzstichtag 30. April) kletterte zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent auf 82,7 Millionen Dollar. Dennoch stieg auch der Nettoverlust um 38,8 Prozent auf 26,4 Millionen Dollar. Das zweite Quartal 2014 beendete FuelCell Energy Inc. mit 38,3 Millionen Dollar Umsatz und 16,6 Millionen Dollar Nettoverlust. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum hat sich der Nettoverlust damit knapp verdoppelt, während der Quartalsumsatz 9,6 Prozent unter dem im zweiten Quartal 2013 lag.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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