Die Konzernzentrale von Vestas in Århus. / Quelle: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Vestas soll Windräder nach Rumänien liefern – SunPower meldet Gewinnsprung – Whole Foods Market kappt Prognose

Der Dax beendete die Vorwoche mit 3,9 Prozent Kurszuwachs bei 9.662 Punkten. Um 2,4 Prozent auf 16.163 Punkte kletterte der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei verbuchte 1,5 Prozent Kursverlust auf 14.662 Punkte. Der Hang Seng Index in Hong Kong legte drei Prozent zu und erreichte 22.298 Punkte. Um 0,4 Prozent verbilligte sich das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ auf 109,10 Dollar. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 7.150 Dollar. Der Euro-Kurs verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 1,3696 Dollar.

Windaktien

Beim Bau eines Windparks in Rumänien sollen Turbinen von Vestas Wind Systems zum Einsatz kommen. Das meldete der Hersteller aus Århus in Dänemark. Vestas hat einen Vertrag mit dem italienisch-russischen Joint Venture LUKERG Renew geschlossen, der die Lieferung von 42 Windrädern mit zusammen 84 Megawatt (MW) Leistungskapazität vorsieht. Der Vertrag sei mit einer Erweiterungsoption auf bis zu 150 MW ausgestattet.

Der US-amerikanische Windkraftzulieferer Zoltek Companies Inc. aus St. Louis in Missouri hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2,3 Millionen Dollar Nettoverlust erlitten. Im Vorjahreszeitraum hatte Zoltek noch drei Millionen Dollar Nettogewinn erzielt. Der Quartalsumsatz ging um 2,5 Prozent auf 35 Millionen Dollar zurück.

Der französische Windkraftkonzern Theolia SA aus Aix-en-Provence hat im ersten Rumpfgeschäftsjahr seit der Übernahme der deutschen Breeze Two Energy einen deutlichen Umsatzanstieg erzielt. Zwischen Februar und Dezember 2013 verbuchte Theolia insgesamt 95,4 Millionen Euro Umsatz. Gemessen am Gesamtjahresumsatz in 2012 ist das eine Steigerung um 41 Prozent. Zum Gewinn oder Verlust in dieser Zeit machte Theolia keine Angaben. Zudem erzielte Theolia einen Erfolg im Projektgeschäft: Ein Windkraft-Bauvorhaben im französischen Departement Moselle, dass nach der Fertigstellung über 7,5 MW Leistungskapazität verfügen soll, sei genehmigt worden, erklärte das Unternehmen.

Solaraktien


Die S.A.G. Solarstrom AG aus Freiburg hat sich von dem Vorhaben verabschiedet, das im Dezember 2013 beantragte Insolvenzverfahren in Eigenregie durchzuführen. Stattdessen soll Anfang März 2014 ein Regelinsolvenzverfahren starten. So könne die Sanierung des Unternehmens „schneller und einfacher“ vollzogen werden, teilte es dazu mit. Bei einer Regelinsolvenz verantwortet der Insolvenzverwalter alle Entscheidungen. Bei einer Insolvenz in Eigenregie hätte die bisherige Unternehmensführung das Heft des Handelns in der Hand behalten. Außerdem hat S.A.G. die Beraterfirma Roland Berger Strategy Consultants mit der Suche nach neuen Investoren beauftragt.

Der Jahresverlust der aleo solar AG in 2013 ist noch höher ausgefallen als angekündigt. Das Solarunternehmen mit Sitzen in Oldenburg und Prenzlau musste bekannt geben, dass mehr als die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt worden sind. Nach vorläufigen Berechnungen weise der Jahresabschluss 2013 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Verlust von 20 Millionen Euro auf. Der operative Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) betrage voraussichtlich 100 Millionen Euro, hieß es. Eine Insolvenz stehe allerdings nicht im Raum. Näheres zur Lage will der Vorstand auf einer außerordentlichen Hauptversammlung erläutern.
Bildnachweis: Die Fabrik von aleo solar in Prenzlau. / Quelle: Unternehmen

Dank erhöhter Nachfrage aus Japan und den USA hat der Solarausrüster centrotherm photovoltaics AG aus Blaubeuren zwischen Dezember 2013 und Januar 2014 neue Bestellungen im Wert von 30 Millionen Euro aus der Solarbranche erhalten. Diese Bestellungen machen die Hälfte des gesamten Auftragsbestands aus, gab das Unternehmen bekannt.

Der Photovoltaikzulieferer REC Silicon ASA schreibt rote Zahlen. Das Unternehmen mit Sitz in Moses Lake in Washington beendete das vierte Quartal 2013 mit 122,9 Millionen Dollar Umsatz. Gemessen am Vergleichszeitraum 2012 bedeutet das ein Umsatzanstieg um zwei Prozent. Den EBIT-Verlust reduzierte REC Silicon auf 6,3 Millionen Dollar nach 51 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum 2012. REC Silicon hat nach eigenen Angaben die Kostenstruktur optimiert und profitiere von stärkerer Nachfrage zu besseren Preisen.

Eine verbesserte Bilanz für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2013 hat der US-Konzern SunPower Inc. vorgelegt. Das Unternehmen aus Santa Clara in Kalifornien verbuchte mit 657,1 Millionen Dollar Umsatz zwar drei Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Dennoch erzielte SunPower 22,3 Millionen Dollar Nettogewinn nach 144 Millionen Dollar Netto-Verlust im vierten Quartal 2012. Das Gesamtjahr beendete der Konzern mit 2,5 Milliarden Dollar Umsatz und 95,6 Millionen Dollar Nettogewinn nach 352 Millionen Dollar Nettoverlust im Vorjahr. Die Produktionskosten seien im zweiten Jahr in Folge um 20 Prozent gesenkt worden, erklärte Konzernchef Tom Werner.

Weil Canadian Solar nach vorläufigen Berechnungen in 2013 deutlich mehr Solartechnik absetzen konnte als erwartet, hat die Führung des Konzerns mit Sitz in Guelph in der kanadischen Provinz Ontario die Prognose erhöht. Im vierten Quartal 2013 hat der Solarkonzern nach eigenen Angaben Photovoltaikmodule mit einer Gesamtkapazität zwischen 605 und 620 MW ausgeliefert. Im November 2013 hatte der Vorstand noch Auslieferungen mit maximal 500 MW prognostiziert. Der Quartalsumsatz soll sich zwischen 510 und 520 Millionen Dollar bewegen, hieß es. Gegenüber dem Umsatz im vierten Quartal 2012 wäre das eine Verbesserung um mehr als 70 Prozent. Zudem kündigte Canadian Solar gegenüber der Börsenaufsicht an, seine Produktionskapazitäten um 400 MW auf 2.600 MW erweitern zu wollen.

Der chinesische Solarkonzern China Sunergy meldete die Auslieferung einer großen Tranche von Modulen an einen chinesischen Großkunden. Weil dieser den Bau eines Photovoltaik-Kraftwerks mit 7,8 MW Leistungskapazität in Rumänien anstrebe, seien die Module in der China-Sunergy-Fabrik in der Türkei hergestellt und direkt nach Rumänien geliefert worden, hieß es.

Einen Auftrag zur Lieferung von Solarmodulen in die USA hat der chinesische Solarkonzern ReneSola Ltd. erhalten. Eine Sparte des US-amerikanisch-brasilianischen Öl- und Gaskonzerns Chevron Corp. habe rund 10.000 Photovoltaikmodule mit zusammen 3,1 MW Leistungskapazität bestellt, teilte China Sunergy mit. Die Module seien mehrere zusammengeschaltete Solaranlagen in Kalifornien gedacht, so der Konzern aus Jiashan.

Andere Aktien
Das US-Bio-Lebensmittelunternehmen Whole Foods Market aus Austin in Texas hat  die Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Wie das Unternehmen mitteilte, rechnet es nur noch mit einem Umsatzwachstum von 11 bis 12 Prozent anstatt 11 bis 13 Prozent. Laut der neuen Prognose würde Whole Foods Market den Jahresumsatz von 12,9 Milliarden Dollar in 2012 auf 14,3 bis 14,4 Milliarden Dollar steigern. Ferner erwartet fas Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinn je Aktie von 1,58 bis 1,65 Dollar. Hier hatte Whole Foods Market bislang einen Gewinn von 1,65 bis 1,69 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt.
Bildnachweis: Whole-Foods-Filliale in Austin, Texas. / Quelle: Unternehmen


Mit einer Klage wegen unlauteren Wettbewerbs sieht sich der US-Biokaffee-Hersteller Green Mountain Coffee Roasters aus Vermont konfrontiert. Der Lebensmittelhersteller TreeHouse Foods wirft Green Mountain Coffee Roasters vor, dass bei speziellem patentierten Kaffeeautomaten wegen einer Sperre ausschließlich hauseigene Einweg-Tabs genutzt werden können. Die Anwälte von TreeHouse Foods argumentieren, dies sei ein Versuch ein Monopol aufzubauen und damit illegal. Eine Stellungnahme von Green Mountain Coffee Roasters steht noch aus.

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