Ein Windrad von Vestas in Aktion. / Quelle: Unternehmen

11.11.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Vestas und Gamesa steigern Gewinn – Trina Solar erhöht Prognose – Asian Bamboo schreibt weiter rote Zahlen

Der Dax verbuchte in der vergangenen Woche 0,7 Prozent Kurszuwachs auf 9.078 Punkte. Knapp ein Prozent legte der US-amerikanische Dow Jones Index auf 15.767 Punkte zu. Der japanische Nikkei fiel um 1,6 Prozent auf 14.087 Punkte. Um 2,1 Prozent schwächer beendete der Hang Seng Index in Hong Kong die Woche bei 22.744 Punkten. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um ein Prozent auf 105 Euro. Ebenfalls um ein Prozent auf 7.163 Dollar gefallen ist der Preis für die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“. Auch der Euro verlor ein Prozent an Wert. Sein Preis am Freitagabend: 1,336 Dollar.

Windaktien

Aufgrund gesunkener Kosten hat der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems das dritte Quartal 2013 trotz eines Umsatzeinbruchs mit mehr Gewinn abgeschlossen als im Vorjahresquartal. Zwar sank der Umsatz um 27 Prozent auf 1,442 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen wurde aber um 54 Millionen auf 67 Millionen Euro verbessert. Allerdings sei dieses Ergebnis durch einmalige Aufwendungen für die laufende Sanierung des Unternehmens belastet, so die Unternehmensführung. Vestas-CEO Anders Runevad passte die Gesamtjahresprognose an: Statt ein Prozent soll die Gewinnmarge zwei Prozent erreichen.

Die Hamburger Nordex SE meldete eine Bestellungen von Windräder durch den Kraftwerksbetreiber Enertrag AG. Dieser plane einen Windpark in Deutschland. Zudem soll Nordex sieben weitere Windturbinen für zwei weitere deutsche Projekte liefern, hieß es.

Ein Bündel neuer Aufträge hat der spanische Windkraftkonzern Gamesa Corp. Tecnologica geschnürt. Das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland soll Turbinen für Windparks in Brasilien, Finnland und Mauretanien liefern. Für alle drei Aufträge zusammengenommen bestellten Kunden bei Gamesa Windräder mit 526 Megawatt (MW) Leistungskapazität. Der brasilianische Projektierer Casa dos Ventos Energias orderte 105 Turbinen mit 210 MW für ein Vorhaben im brasilianischen Piauí. Bei der Bestellung aus Finnland handele es sich um einen Folgeauftrag von TuuliWatti. Diesmal orderten die Finnen Windräder mit insgesamt 286 MW Kapazität. Und mit einer Bestellung zur Lieferung von 15 Windrädern mit zusammen 30 MW aus Mauretanien gelang Gamesa überdies die Erschließung eines neuen Marktes in Nordafrika.
Außerdem legten die Spanier starke Zahlen für die ersten neun Monate 2013 vor. Demnach vervielfachte der Konzern das EBIT der ersten drei Quartale auf 90 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatten noch vier Millionen Euro zu Buche geschlagen. Nachdem in den ersten neun Monaten noch ein Nettoverlust angefallen war, wies Gamesa nun 31 Millionen Euro Nettogewinn aus. Der Umsatz der dieses Zeitraums ging allerdings um ein Fünftel zurück auf 1,65 Milliarden Euro.

In den ersten neun Monaten hat der französische Windkraftprojektierer Theolia seinen Umsatz um ein Drittel auf 55,6 Millionen Euro gesteigert. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Unternehmens aus Aix-en-Provence hervor, das zum Gewinn keine Angaben machte. Die im September 2013 angestrebte freundliche Übernahme von Theolia durch den ebenfalls französischen Finanzinvestor MEIF 4 AX Holdings SAS ist gescheitert, weil zu wenige Aktionäre auf das Angebot eingegangen waren.

Das erste Halbjahr beendete der US-amerikanische Windkraftzulieferer American Superconductor Inc. (AMSC) mit 47,3 Millionen Dollar Umsatz und 25,1 Millionen Dollar Nettoverlust. Das entspricht auf Jahressicht einem Umsatzrückgang um 4,7 Prozent. Dennoch lag auch der Nettoverlust mit 25,1 Millionen Dollar 4,1 Prozent unter dem Nettoverlust, der in der ersten Vorjahreshälfte zu Buche geschlagen war. Im zweiten Quartal 2013 erzielte AMSC mit 24,2 Millionen Dollar knapp 16 Prozent mehr Umsatz als im Vergleichszeitraum 2012. Zugleich sank der Nettoverlust des Quartals auf Jahressicht um 8,3 Prozent auf 14,6 Millionen Dollar.

Solaraktien

Die Phoenix Solar AG hat ihren Verlust in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich verringert. Das Photovoltaiksystemhaus aus Sulzemoos bei München beendete die ersten drei Quartale des laufenden Jahres mit 116 Millionen Euro Umsatz. Gemessen am Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Umsatzrückgang um 7,3 Prozent. Dabei entstanden 1,6 Millionen Euro EBIT-Verlust. Für die ersten neun Monate 2012 hatte Phoenix Solar 18,1 Millionen Euro EBIT-Verlust verbucht. Im dritten Quartal erzielte Phoenix Solar auf Jahressicht einen Umsatzanstieg um 16,7 Prozent auf 47,6 Millionen Euro. Und nach vier Millionen Euro EBIT-Verlust im Vorjahresquartal erreichte Phoenix Solar nun 2,2 Millionen Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen.

Die S.A.G Solarstrom AG schreibt rote Zahlen. In den ersten neun Monaten 2013 entstand dem Unternehmen aus Freiburg 2,8 Millionen Euro EBIT-Verlust, nach 800.000 Euro Ertrag im Vorjahreszeitraum. Die Gesamtleistung sank gegenüber dem ersten Dreivierteljahr 2012 um 11,5 Prozent auf 76,2 Millionen Euro. Der Umsatz in den fortgeführten Geschäftsbereichen schrumpfte von 90,1 auf 74,5 Millionen Euro. Hintergrund sei unter anderem ein starker Markteinbruch in Europa, hieß es.

Die SMA Solar Technology AG, Weltmarktführer im Bereich Wechselrichter für Photovoltaikanlagen, hat das dritte Quartal mit einem Umsatzrückgang und Verlust im operativen Geschäft beendet. Der Umsatz der ersten drei Quartale 2013 sank auf Jahressicht um 40,8 Prozent auf 709,3 Millionen Euro. Als EBIT wies der Konzern aus Niestetal bei Kassel 30,1 Millionen Euro Verlust für das erste Dreivierteljahr 2013 aus. Im Vorjahreszeitraum hatte SMA noch 116 Millionen Euro EBIT erzielt. SMA steckt in einer Restrukturierungsphase.

Die Solar-Fabrik AG aus Freiburg hat in den ersten neun Monaten 2013 einen Einbruch beim Umsatz und Gewinn erlitten. Nach einem Umsatz von 71,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum schrumpften die Erlöse auf 43,4 Millionen Euro. Der EBIT-Verlust der ersten drei Quartale wuchs auf 4,6 Millionen Euro. Zwischen Januar und September 2012 hatte die Solar-Fabrik AG eine Millionen Euro EBIT-Verlust hinnehmen müssen.

Das schwierige Marktumfeld für Solarausrüster macht auch dem Vakuumpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum AG weiter zu schaffen. Zumindest erklärte die Führung des Unternehmens aus Aßlar damit den deutlichen Rückgang von Umsatz und Ergebnis in den ersten neun Monaten und im dritten Quartal 2013. Gemessen am Vorjahreszeitraum ging der Umsatz der Pfeiffer Vacuum AG in den ersten neun Monaten 2013 um 15,4 Prozent zurück auf 299,8 Millionen Euro. Das EBIT des ersten Dreivierteljahres 2013 fiel mit 36,2 Millionen Euro 32,5 Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum. Das dritte Quartal beendete Pfeiffer Vacuum mit 14,9 Millionen Euro EBIT nach 17,1 Millionen Euro EBIT im Vergleichszeitraum 2012. Der Quartalsumsatz sank um 10,9 Prozent auf 99,9 Millionen Euro

Die Capital Stage AG aus Hamburg hat nach vorläufigen Zahlen 45,9 Millionen Euro Umsatz und 26,2 Millionen Euro EBIT in den ersten neun Monaten 2013 erwirtschaftet. Für die ersten drei Quartale 2012 hatte der Grünstromproduzent 36,5 Millionen Euro Umsatz und 17,1 Millionen EBIT verbucht. Vorstandschef Felix Goedhart hob die Prognose für das Gesamtjahr 2013 an. Bisher hatte er Umsatzerlöse in Höhe von mehr als 50 Millionen Euro und ein EBIT von über 26 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Nun geht Goedhart von 55 Millionen Euro Umsatz und mehr als 30 Millionen Euro EBIT aus.

Trotz eines Umsatzanstieges hat der US-Dachsolaranlagen-Projektierer SolarCity Inc. im dritten Quartal 2013 mehr Verlust verbucht als im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen aus San Mateo in Kalifornien steigerte den Quartalsumsatz um 52 Prozent auf 48,6 Millionen Dollar. Dennoch kletterte der Nettoverlust um 19 Prozent auf 34,6 Millionen Dollar. Gestiegene Fixkosten seien ein Grund dafür, so die Amerikaner.

Der einstige chinesische Branchenriese Suntech Power Holdings ist pleite. Das auf den Cayman-Inseln gemeldete Unternehmen stellte dort einen Antrag auf Gläubigerschutz. Auch in den USA hat es diesen Schritt in der vergangenen Woche unternommen. Kurz zuvor segneten die Verantwortlichen noch den Verkauf der Modulproduktionssparte Wuxi Suntech an den chinesischen Mitbewerber Shunfeng Photovoltaic International ab. Für die bereits seit längerem insolvente Tochtergesellschaft ist 500 Millionen Dollar als Preis aufgerufen.

Bildnachweis: Die Suntech-Niederlassung im chinesischen Wuxi. / Quelle: Unternehmen


Ein Gewinneinbruch hat der US-Solarkonzern SunEdison Inc. verzeichnet. Zwar lag der Umsatz des dritten Quartals 2013 mit 611,5 Millionen Euro 1,6 Prozent über dem des Vorjahresquartals. Dennoch verbuchte das Unternehmen aus St. Peters in Missouri 108 Millionen Dollar Nettoverlust für diesen Zeitraum. Für das dritte Quartal 2012 hatten die Amerikaner noch 37 Millionen Dollar Nettogewinn ausgewiesen.

Der Solarkonzern Canadian Solar hat seine Absatzprognose für das dritte Quartal 2013 erhöht. Die Führung des Unternehmens aus Guelph in der kanadischen Provinz Ontario gab bekannt, dass zwischen Juli und September 2013 Solarmodule mit einer Kapazität von 460 bis 480 MW ausgeliefert worden seien. Bislang waren die Verantwortlichen von Absätzen zwischen 410 bis 430 MW ausgegangen. Auch der Umsatz und die Gewinnmarge werden höher ausfallen als bislang angenommen, hieß es weiter. Zudem bestellte die China Three Gorges New Energy Corporation (CTGNE) Solarmodule mit 100 MW Kapazität für den Bau einer Photovoltaikanlage in China.

Die Führung von Trina Solar hob ebenfalls ihre Prognose für das dritte Quartal 2013 an. Der Solarhersteller aus Changzou habe zwischen Juni und September voraussichtlich Solartechnik mit 750 MW Kapazität abgesetzt haben, so die Verantwortlichen. Bisher war das Unternehmen von 650 bis 680 MW ausgegangen. Die Gewinnmarge werde bis zu 15,5 Prozent erreichen, hieß es weiter. Zuvor war hier ein einstelliger Wert in Aussicht gestellt worden.

Der chinesische Solarkonzern China Sunergy hat im zweiten Quartal 2013 mit 71,9 Millionen Dollar knapp ein Drittel weniger Umsatz erzielt als im Vorjahreszeitraum. Zugleich sank der Nettoverlust auf rund 1,8 Millionen Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte China Sunergy noch 30,3 Millionen Dollar Nettoverlust ausgewiesen. Einsparungen und mehr Absatz seien dafür verantwortlich, hieß es. Ihre Gesamtjahresprognose revidierten die Chinesen von 500 und 550 MW Absatz auf maximal 440 bis 480 MW.

Bioenergieaktien

Die Biokraftstoffspezialistin Vereinigte BioEnergie AG (Verbio) hat das erste Quartal ihres Geschäftsjahres mit 211,9 Millionen Euro Umsatz beschlossen, elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich verbuchte Verbio 4,7 Millionen Euro EBIT. Im Vorjahresquartal hatte ein EBIT-Verlust von 3,3 Millionen Euro zu Buche geschlagen.

Andere Aktien

Laut ihrer aktuellen Zwischenbilanz schreibt die Asian Bamboo AG aus Hamburg weiter rote Zahlen. Nach den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sind 3,6 Millionen Euro Nettoverlust angefallen. Im Vorjahreszeitraum hatte die Gesellschaft 1,9 Millionen Euro Nettogewinn erreicht. Der Umsatz verringerte sich um 59 Prozent auf 25,4 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund senkte die Führungsspitze die Umsatzprognose für das Gesamtjahr von 70 Millionen auf 50 Millionen Euro. Schon in den ersten Zwischenbilanzen des laufenden Jahres hatte Asian Bamboo Verluste gemeldet.

Die init innovation in traffic AG hat die ersten drei Quartale 2013 mit 61 Millionen Euro Umsatz und 10,7 Millionen Euro EBIT beendet. Das entspricht einem Umsatzrückgang um fünf Prozent, während das EBIT 29,9 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres lag. Für das dritte Quartal 2013 verbuchte das Verkehrstelematik-Unternehmen aus Karlsruhe mit 3,3 Millionen Euro 100.000 Euro mehr EBIT als im Vorjahresquartal. Der Quartalsumsatz legte auf Jahressicht sieben Prozent zu und erreichte 24 Millionen Euro.

Eine verbesserte Bilanz für das dritte Quartal 2013 hat der US-Elektrofahrzeuge-Hersteller Tesla Inc. vorgelegt. Demnach hat das Unternehmen aus Palo Alto in Kalifornien mit 431 Millionen Dollar Umsatz den Vergleichswert des Vorjahreszeitraums nahezu verneunfacht. Zugleich verringerte sich der Nettoverlust zwischen Juli und September auf Jahressicht von 110 Millionen Dollar auf 38,5 Millionen Dollar.

Bildnachweis: Ein Elektrosportwagen von Tesla auf der Straße. / Quelle: Unternehmen


Das US-amerikanische Bio-Lebensmittelunternehmen Whole Foods Market hat im Ende September 2013 abgeschlossenen vierten Quartal drei Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Im Vorjahreszeitraum waren 2,35 Milliarden Dollar erlöst worden. Auf Jahressicht kletterte der Umsatz um 13 Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar. Das Nettoergebnis hat der Bio-Lebensmittelhändler im vierten Quartal um 7,1 Prozent auf 121 Millionen Dollar verbessert. Im Gesamtjahr belief es sich auf 551 Millionen Dollar.
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