Winder von Typ V112 von Vestas. / Foto: Unternehmen

05.01.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Vestas Wind Systems schnürt großes Auftragspaket – Capital Stage AG kauft Solaranlagen in Italien – Bambusspezialistin Asian Bamboo in der Krise

Der DAX beendete die erste Handelswoche 2015 mit 5,8 Prozent Kursgewinn bei 9.765 Punkten. Der US-amerikanische Dow Jones Index sank um 1,3 Prozent auf 17.823 Punkte. Um 2,2 Prozent abwärts auf 17.419 Punkte ging es für den japanischen Nikkei. Der chinesische Hang Seng Index verbesserte sich hingegen um 2,2 Prozent auf 23.858 Punkte. Der Sturz des Ölpreises setzte sich fort: Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um 5,4 Prozent auf 56,45 Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verringerte sich um 0,9 Prozent auf 6.255 Dollar. Der Kurs des Euro fiel um 1,5 Prozent auf 1,20 Dollar.

Windaktien


Der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems hat zum Abschluss des Kalenderjahres 2014 noch vier Großaufträge zur Lieferung und Errichtung von Windrädern mit 371 Megawatt (MW) Gesamtkapazität erhalten. Das teilte der Konzern aus Århus mit. Zwei dieser Aufträge betreffen Bauvorhaben in den USA, eine Order bezieht sich auf eine Windfarm in Chile und eine auf ein Großprojekt in Griechenland. EDF Renewable Energy orderte bei den Dänen 75 Windturbinen mit 150 MW Kapazität zum Bau eines Windparks in den USA. Zusätzlich sei ein neuer Rahmenvertrag mit dem Kunden geschlossen worden, der weitere Lieferungen mit bis zu 1.000 MW vorsehe, so Vestas. Der zweite US-Auftrag kommt demnach vom US-Solarkonzern SunEdison. Dieser habe Windräder mit insgesamt 60 MW Kapazität bestellt, hieß es. Auch dieser Auftrag beinhalte eine Erweiterungsoption auf Anlagen mit bis zu 600 MW. Der dritte Kunde bestellte Vestas zufolge 44 Windräder mit 88 MW Gesamtkapazität für ein Bauvorhaben in Chile. Und aus Griechenland meldeten die Dänen die Order von 23 Turbinen mit 73 MW Kapazität durch den langjährigen Kunden Terna Energy. Diese Windräder werde Vestas auf einer unbewohnten Insel in der Region Attika installieren, hieß es weiter.

Solaraktien


Die Capital Stage hat einen Kaufvertrag für sechs Solaranlagen mit 26,7 MW Gesamtkapazität in Italien unterzeichnet. In den Kauf dieser Anlagen investiert das Unternehmen aus Hamburg nach eigenen Angaben 30 Millionen Euro. Verkäufer sei der Photovoltaikprojektierer GP Joule aus Schleswig-Holstein. Mit dem Zukauf steigt die Photovoltaikleistung der Anlagen, die Capital Stage allein in Italien betreibt auf 58 MW. Die Neuerwerbungen seien seit 2013 in Betrieb, hieß es dazu. Im Kauf inbegriffen sei auch die Bankfinanzierung der UniCredit Bank und der BayernLB.


Der Verkauf einer Freiflächensolaranlage mit zehn MW Leistungskapazität in der kanadischen Provinz Ontario bringt Canadian Solar Inc. 52 Millionen US-Dollar ein. Das gab das Unternehmen aus Guelph bekannt. Käufer sei die TransCanada Corporation, teilte der Solarkonzern mit.


Die JPM Capital Corporation gewährt dem US-Solarkonzern SunEdison Inc. aus St. Peters in Missouri 75 Millionen Dollar Kredit als Projektfinanzierung für Photovoltaikvorhaben mit 60 MW Leistungskapazität. Das gab SunEdison bekannt. Wie das Geld konkret eingesetzt werden soll, blieb noch offen. Allerdings habe sich JPM Capital bereit erklärt, bis zu 175 Millionen US-Dollar als Finanzierung dazu zur Verfügung zu stellen, teilte SunEdison mit.

Bild: Solarpark von Sun Edison. / Foto: Unternehmen

Der Zusammenschluss von Hanwha SolarOne mit Hanwha Q Cells rückt näher. Die Anteilseigner von Hanwha Q Cells haben Unterlagen von Hanwha SolarOne erhalten, in denen der chinesisch-koreanische Solarhersteller zusammen mit der US-Börsenaufsicht die Übernahme detailliert erklärt. Das teilte der Solarhersteller mit Sitz in Qidong mit.



Bioenergieaktien


Die Petrotec AG aus Borken hat einen neuen Großaktionär. Für 17,2 Millionen Euro hat die REG European Holdings B.V. 69,09 Prozent aller Petrotec-Anteile vom bisherigen Großaktionär IC Green Energy aus Israel gekauft. Die im niederländischen Schiphol ansässige Europa-Tochter des US-Biodieselspezialisten Renewable Energy Group plant nach eigenen Angaben die Komplettübernahme von Petrotec und will den übrigen Aktionären in Kürze ein Angebot unterbreiten.


Andere Aktien

Die Lage bei der Bambusspezialistin Asian Bamboo AG aus Hamburg spitzt sich weiter zu: Nun hat ein zweiter Kreditgeber die sofortige Rückzahlung eines zweistelligen Millionenbetrags gefordert. Die französische Porparco, eine Tochtergesellschaft der Agence Française de Développement, fordert Asian Bamboo zufolge die sofortige Rückzahlung von 14 Millionen Euro. Der Kreditgeber sei der Meinung, Asian Bamboo habe gegen Vereinbarungen des Kreditvertrages verstoßen, so das Unternehmen. Mit der gleichen Begründung hatte die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) in der Vorwoche 16,1 Millionen Dollar - das sind umgerechnet knapp 13,2 Millionen Euro - zurückgefordert. Die Unternehmensführung erklärte, Firmengründer und Großaktionär Lin Zuojun habe Asian Bamboo 11,8 Millionen Euro als Kredit zur Verfügung gestellt und weitere Unterstützung zugesichert. Dagegen ist der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Joachim Zwarg zurückgetreten. Seine Nachfolge ist noch offen.

Der kanadische Brennstoffzellentechnikhersteller Ballard Power Systems muss seine Prognose für das Gesamtjahr 2014 nach unten korrigieren. Er begründete dies mit der Revidierung zweier Lizenzen für den Verkauf von Brennstoffzellentechnik zum Antrieb von Bussen in China. Als Folge der Stornierung dieser Lizenzen werde Ballard Power im vierten Quartal 2014 voraussichtlich auf bis zu 4,5 Millionen Dollar liquide Mittel und drei Millionen Dollar zusätzlichen Umsatz verzichten müssen, so das Unternehmen. Stattdessen sei zu einem späteren Zeitpunkt eine Kompensationszahlung in Höhe von 4,5 Millionen Dollar zu erwarten, erklärte das Unternehmen aus Burnaby.

Bild: Bus mit Brennstoffzellentechnologie von Ballard Power. / Foto: Unternehmen

Wegen technischer Probleme hat der US-Biokaffeehersteller Keurig Green Mountain 7,2 Millionen Kaffeemaschinen in Nordamerika zurückgerufen. Die sogenannten Single-Serve-Brewer, Kaffeemaschinen die mit einzelnen Alu-Tabs befüllt werden, neigen nach Unternehmensangaben dazu, zu überhitzen und heiße Flüssigkeit zu versprühen. Die Rückrufaktion betreffe 6,6 Millionen Maschinen in den USA und 564.000 Stück in Kanada, so das Unternehmen.



Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.


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